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Veröffentlicht am 07.02.2026

Mysteriös und gruselig: Tausend Tage

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Die schwedische SPIEGEL Bestseller- Autorin Kristina Ohlsson hat mit “Sternengrab” den zweiten Band ihrer Trilogie “Gänsehaut in Hovenäset” vorgelegt. Das geheimnisvolle Hardcover dieses hochwertig ausgestatteten ...

Die schwedische SPIEGEL Bestseller- Autorin Kristina Ohlsson hat mit “Sternengrab” den zweiten Band ihrer Trilogie “Gänsehaut in Hovenäset” vorgelegt. Das geheimnisvolle Hardcover dieses hochwertig ausgestatteten Buches stimmt auf die gruselige Atmosphäre ein. Nicht nur das abgebildete Mädchen Alva sondern auch die schwarze Katze werden eine wichtige Rolle in diesem im kleinen schwedischen Örtchen Hovenäset angesiedelten Mystery- Krimi spielen.

Alvas Vater ist bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht gestorben, das ist bis jetzt beinahe tausend Tage her. Alva trauert immer noch und sie hat sich vorgenommen, herauszufinden, wer an diesem Unfall schuld ist. Das ist allerdings ihr Geheimnis, nicht einmal ihre besten Freunde Heidi und Harry wissen davon. Nun will Alvas Mutter in einer alten Strandhütte ein Café eröffnen, doch mit dieser Hütte stimmt etwas nicht. Eine schwarze Katze taucht plötzlich auf dem Campingplatz auf, auf dem Alva mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt. Auch eine stumme Frau und ein seltsames Mädchen mit blauem Mantel mieten ein Haus auf dem Campingplatz. Was hat es mit den Beiden auf sich? Wieso kommt die schwarze Katze immer wieder? Welches Geheimnis birgt die Strandhütte, unter der ein seltsames Rohr verläuft? Und wieso hört Alva die Schritte ihres toten Vaters im Wohnwagen?

Alva fragt die Vorbesitzer der Hütte, die kryptische Warnungen vor der Katze aussprechen. Auch mit der Polizei nimmt Alva wieder Kontakt auf. Denn bald sind die tausend Tage um und Alva braucht Gewissheit. Als es den Kindern gelingt, das Geheimnis der Hütte zu enträtseln, sind alle in großer Gefahr. Unheimliche Mächte bedrohen sowohl Alva wie ihre Mutter. Das Grauen scheint seine Finger nach allen Beteiligten auszustrecken. Die Katze, deren Augen immer heller werden, birgt den Schlüssel zu einem schrecklichen Geheimnis, hüte dich!

Kristina Ohlsson hat mit “Sternengrab” ein Buch geschrieben, das von Anfang an in eine geheimnisvolle und düstere Atmosphäre entführt. Sie baut meisterhaft Spannung auf, der Gruselfaktor ist hoch und wird sicher für Gänsehaut sorgen. Das Buch wird ab elf Jahren empfohlen. Die Geschichte, die hervorragend auf diese Altersgruppe abgestimmt ist, überzeugt mit eindringlicher Sprache und Bildern, die im Kopf sofort entstehen. So schafft die Autorin eine ungeheuer dichte Atmosphäre. Die Charaktere von Alva, Heidi und Harry sind treffend gezeichnet und machen es den Kindern leicht, sich auf die Lebenswirklichkeit der Figuren einzulassen. Allerdings- was ist Wirklichkeit, was ist übernatürlich? Dieses Rätsel können Alva und ihre Freunde lange nicht lösen, erst spät erkennen sie, welchen Einfluss ein furchtbares Geschehen aus der Vergangenheit auf die mysteriösen Ereignisse der Gegenwart hat.

Mein Fazit:
“Sternengrab” beweist, dass Kristina Ohlsson zu Recht eine der bekanntesten Krimiautorinnen Schwedens ist. In unnachahmlicher Weise zieht sie die Lesenden in den Bann dieser geheimnisvollen und gruseligen Erzählung. In kurzen Kapiteln gelingt es, in eindringlicher Sprache eine gespenstische Szenerie entstehen zu lassen, die es schwierig macht, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen, denn die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten. Für Kinder, die düstere Mystery verbunden mit einer wunderbaren Freundschaftsgeschichte und einer starken Heldin lieben, ist dieses Buch eine tolle Lektüre, die ich mit fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Wunderwerk Sprache

Ich rede, also bin ich
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Sind wir nicht alle Sprachexperten?
Immerhin nutzen wir die Sprache- oder sogar mehrere- jeden Tag und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Wir plaudern in privater Runde, halten einen Vortrag oder ...

Sind wir nicht alle Sprachexperten?
Immerhin nutzen wir die Sprache- oder sogar mehrere- jeden Tag und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen. Wir plaudern in privater Runde, halten einen Vortrag oder flüstern verliebt sehr intime Worte. Doch wir kümmern uns nicht darum, was unser Gehirn leisten muss, damit alles reibungslos klappt. Das erklärt uns die bekannte Autorin Julia Mailänder, die Neurowissenschaften der Sprache studiert hat und uns in ihrem Buch “Ich rede, also bin ich” sowohl skurrile Fakten wie fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse näherbringt.

Sprache kann flüchtig sein, wenn sie nicht verschriftlicht ist, ist ein Abbild unserer Kultur und Geisteshaltung, kann manipulieren und die Welt erklären. Sie ist eine Grundlage unseres Denkens, geprägt von unserer Herkunft, sie beeinflusst unsere Empathie und unser Urteilsvermögen. In kurzen und sehr kurzweiligen Kapiteln stellt uns Julia Mailänder unterschiedliche Themen vor. Warum ermöglicht uns erst Sprache, als soziale Wesen zu handeln? Was hat die Entwicklung des Gehirns mit unserer Fähigkeit, zu sprechen, zu tun? Und wo genau entsteht im Gehirn ein Wort, ein Gedanke? Wie können wir eine flüssige Unterhaltung führen, wenn wir schon eine Antwort überlegen, während unser Gegenüber noch spricht?

Julia Mailänder führt uns in die Grundlagen der Neurolinguistik ein, niemals abgehoben oder besserwisserisch, sondern immer mit dem Focus, etwas so Komplexes wie menschliche Kommunikation verständlich zu machen. So ist es interessant zu lesen, dass wir weniger empathisch reagieren, wenn wir in einer Fremdsprache denken, dass die Stimmen, die wir im Traum hören, weit über die reale Welt hinausgehen und dass das häufigste im Schlaf gesprochene Wort “nein” ist. Vielleicht sollten wir unsere Debattenkultur auch im Wachzustand verbessern?

Bisher besagt eine Volksweisheit, dass Liebe blind macht, aber wussten Sie, dass sie auch sprachlos macht? Dass wir positive Emotionen mit aggressiver Sprache kombinieren? Wer wollte nicht schon einmal einen Menschen oder ein Tier aus Liebe “auffressen”? In fünf Abschnitten ihres Buches bringt uns Julia Mailänder Themen näher wie…”Ähm”… warum wir dieses Wörtchen so oft verwenden und wieso uns diese Fülllaute beim Denken helfen. Für jeden Teil ihres Buches findet sich im Anhang ein detailliertes Quellenverzeichnis.

“Ich rede, also bin ich” lädt uns ein, einen tieferen und genaueren Blick in das Wesen und die Funktion der Sprache zu werfen. Wem man dieses locker geschriebene und doch so informative Buch empfehlen kann? Natürlich uns allen, denn wollen wir nicht alle Sprachexperten werden?

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Scharade

Agatha Raisin und die tote Therapeutin
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Die bekannte SPIEGEL- Bestseller-Autorin M.C. Beaton hat mit “Agatha Raisin und die tote Therapeutin” bereits den sechsundzwanzigsten Band ihrer Krimireihe um die clevere Ermittlerin vorgelegt. Da die ...

Die bekannte SPIEGEL- Bestseller-Autorin M.C. Beaton hat mit “Agatha Raisin und die tote Therapeutin” bereits den sechsundzwanzigsten Band ihrer Krimireihe um die clevere Ermittlerin vorgelegt. Da die Autorin bereits verstorben ist, wurde dieser Band posthum veröffentlicht. Das idyllische, ruhige Cover des Buches entführt die Lesenden in das Dorf Carsely in den malerischen Cotswolds.

Agatha Raisin ist empört. Eine neu im Dorf zugezogene Therapeutin, Jill Davent, verbreitet Gerüchte über Agathas einfache Herkunft. Das kann ihrem Ruf als Privatdetektivin mit gut gehender Firma schaden, daher versucht sie, mehr über Jill herauszufinden. Zudem scheint sich Jill an Agathas Ex-Mann James heranzumachen, da kommt Eifersucht auf. Doch Jill, deren Qualifikationen fragwürdig sind, wird ermordet aufgefunden, Agatha gerät unter Verdacht. Während sie mit allen Mitteln versucht, Jills Mörder zu finden, ereignen sich in ihrem Umfeld weitere Gewalttaten, auch Agatha selbst schwebt in höchster Lebensgefahr.
Doch kann sie sich immer auf die Loyalität ihrer Angestellten verlassen, auch ihr Ex- Mann James und ihr Freund Sir Charles Fraith, mit dem sie eine on- off Beziehung führt, unterstützen sie. Trotzdem- in keinem anderen Fall war Agatha so erschüttert und schockiert über die Gefahren ihres Berufs.

In ihrem neuen Kriminalfall hat die Autorin M.C. Beaton wieder eine lange undurchschaubare Geschichte gestrickt. Agatha wird als zähe Person beschrieben, durchaus attraktiv und mit einem Faible für gut aussehende Männer. Auch wenn sie zu Amouren neigt, stellt sie sich immer wieder vor, wie schön es wäre, verheiratet zu sein, kaum dass sie einen weiteren Favoriten kennen gelernt hat. Ihr zur Seite steht Sir Charles, vermögend, aber geizig. Er kommt und geht in Agathas Leben, wie er möchte, so dass Agatha nicht immer gut auf ihn zu sprechen ist. Dennoch unterstützt er Agatha bei der Falllösung und ist im entscheidenden Moment zur Stelle.

Agatha ist ein interessanter Charakter. Arbeitswütig, aber freundlich zu ihren Angestellten, scharfsinnig, aber immer wieder in prekäre Situationen kommend. Sie reagiert oft impulsiv, nimmt kein Blatt vor den Mund und wirkt manchmal sehr direkt und daher unhöflich. Erst spät wird sie, trotz ihres geschulten Verstandes und guter Intuition, erkennen, dass hinter allen Morden eine Person steckt, die sie lange für völlig harmlos hielt. Zu allem Überdruss schnappt ihr ihre Freundin Mrs. Bloxby, eine biedere Vikarsfrau, auch noch einen neu ins Dorf gezogenen, gut aussehenden Mann vor der Nase weg.

“Agatha Raisin und die tote Therapeutin” ist wieder ein gelungener Krimi voll überraschender Wendungen, glaubhafter Indizien und falscher Spuren, bei dem auch der feine Britische Humor und way of life nicht zu kurz kommen. Pointiert werden die kleine Dorfgemeinschaft, der Tratsch und die üblen Gerüchte dargestellt. Ebenso, welche umfassende Neugier Menschen dazu treibt, Verleumdungen in die Welt zu setzen. Die Handlung ist kurzweilig, das Buch hält den Spannungsbogen bis zum Schluss und bietet eine unerwartete, aber durchaus glaubhafte Auflösung der Geschehnisse. Fans von Miss Marple kommen hier voll auf ihre Rechnung. Daher kann ich diesen charmanten Roman gerne allen Lesenden empfehlen, die Cosy- Crime Geschichten mit einer eigenwilligen, aber sympathischen Ermittlerin lieben.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Rettet Stormi!

Mein Seepferdchenhof 1. Wilde Flosse, großes Herz
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“Mein Seepferdchenhof- Wilde Flosse, großes Herz” ist das erste Kinderbuch, das meine Enkelin und ich an einem Nachmittag regelrecht verschlungen haben. Schon das liebevoll gestaltete Hardcover hat uns ...

“Mein Seepferdchenhof- Wilde Flosse, großes Herz” ist das erste Kinderbuch, das meine Enkelin und ich an einem Nachmittag regelrecht verschlungen haben. Schon das liebevoll gestaltete Hardcover hat uns von Anfang an gefallen, meine Enkelin hat das Buch sofort beschlagnahmt und zu lesen begonnen- etwas, das sie üblicherweise nicht tun würde. Die Illustrationen von Leonie Engel sind farbenfroh, phantasievoll gezeichnet, passen hervorragend zum Text und bieten vor allem Kindern, die nicht gerne lesen oder gerade mit dem Lesen beginnen, willkommene Ruhepunkte. Die Geschichte der Autorin Kathrin Lena Orso bietet alles, was Mädchen mögen: Eine phantastische Unterwasserwelt, in die man am Liebsten gleich selbst eintauchen würde; viel Spannung, eine tolle Heldin und natürlich richtig niedliche Seepferdchen. Zu Beginn werden die wichtigsten Figuren des Buches mit Bildern vorgestellt. So wird den Kindern ein guter Einstieg in das Leseerlebnis ermöglicht.

Heldin der Geschichte ist Elli, ein Meermädchen, das auf Grund einer Verletzung nicht an einem Wasserball- Turnier teilnehmen kann. Besonders schlimm für sie ist, dass sie den Eindruck hat, ihr Team brauche sie nicht mehr. Auch ihre beste Freundin Mona vernachlässigt sie. Doch Maris, ein Klassenkamerad, lädt Elli auf seinen Seepferdchenhof ein, die wunderschönen Seepferdchen begeistern Elli sofort. Mit Stormi, einem verstörten Rennseepferd, verbindet Elli eine besondere Beziehung, denn Stormi lässt eigentlich niemanden an sich heran. Als sein fieser Besitzer Stormi zurück will, ist für Elli klar: Stormi muss gerettet werden!

Kathrin Lena Orso und Leonie Engel haben mit “Mein Seepferdchenhof- Wilde Flosse, großes Herz” den ersten Band einer neuen Reihe vorgelegt, die sich besonders an Mädchen, die Reiten und Tiere mögen, richtet. Allerdings wird das Buch, das für Kinder ab sechs Jahren empfohlen wird, auch älteren Kindern gefallen. Es eignet sich sehr gut zum Vorlesen und zum selbst Lesen, die Sprache ist altersangepasst und leicht verständlich. Besonders gut hat uns gefallen, dass Begriffe, die die Kinder kennen, leicht abgewandelt auch in der Unterwasserwelt vorkommen und so auch Erwachsenen ein Schmunzeln entlocken können. Kurze Kapitel, die große Schrift und durchgehend farbige Illustrationen erhalten die Lesefreude. Der stabile Einband und das dicke Papier dieses hochwertig ausgestatteten Buches garantieren, dass auch Geschwisterkinder noch Freude daran haben werden.

Besonders begeistert hat uns die spannende und warmherzige Geschichte über Freundschaft, Tierliebe und den Wunsch, dazu zu gehören. Hier können Kinder sicher selbst einige Erlebnisse erzählen, denn es ist nicht immer einfach, befreundet zu sein. Natürlich haben wir das niedliche Rennseepferdchen Stormi sofort ins Herz geschlossen und die mutige Heldin Elli bewundert, die sich auch durch Rückschläge nicht unterkriegen lässt und den Mut hat, Neues zu wagen. Meine Enkelin war so begeistert von diesem Buch, dass wir auch gleich das im Anhang befindliche erste Kapitel des nächsten Bandes gelesen haben. Wir empfehlen kleinen und großen Leseratten die zauberhafte Geschichte von Stormi und freuen uns schon auf den zweiten Band.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Hochzeit auf italienisch

Lieber solo als allein
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“Dio mio” eine italienische Hochzeit! Genau darum dreht sich der Liebesroman der bekannten Autorin Tessa Hennig Schon das fröhliche Cover macht Lust, die Protagonisten nach Italien zu begleiten. Doch italienische ...

“Dio mio” eine italienische Hochzeit! Genau darum dreht sich der Liebesroman der bekannten Autorin Tessa Hennig Schon das fröhliche Cover macht Lust, die Protagonisten nach Italien zu begleiten. Doch italienische Familienangelegenheiten haben so ihre Tücken und natürlich geht auch in diesem witzigen Liebesroman nicht alles glatt.

Leonie und Luca wollen heiraten. Leonie kommt aus Deutschland zu den zukünftigen Schwiegereltern nach Italien, die in Perugia ein in die Jahre gekommenes Hotel betreiben. Entspricht das Leonies Vorstellung von ihrer Zukunft? Luca, der aus Perugia stammt, ist ebenfalls hin und her gerissen zwischen der Möglichkeit, das Hotel seiner Eltern zu übernehmen oder mit Leonie noch die Welt zu sehen, denn beide sind Hotelfachleute. Und natürlich darf bei dieser Hochzeit die deutsche Familie nicht fehlen. So reisen Oma Gabriele, Mutter Katrin und Papa Oliver an, allerdings sind Oliver und Katrin bereits länger getrennt.

Tessa Hennig beschreibt die Charaktere der Protagonisten liebevoll und einfühlsam, ohne jedoch in Klischees abzugleiten. Für alle Generationen ist gesorgt: Oma Gabriele, die nach dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen gelebt hat, blüht wieder auf. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Kochkünste wieder gefragt sind, aber da gibt es auch noch Francesco. Katrin hinterfragt ihr Karrierefrau-Image und ist unschlüssig, ob sie Oliver noch liebt. Oliver, der eigentlich zurückhaltend ist, blüht in Italien richtig auf. Lucas italienische Familie hat auch ihre unerwarteten Geheimnisse. Und nicht zuletzt Leonie und Luca, das Brautpaar, dessen Lebensentwurf nicht so klar ist und das eine große Bewährungsprobe bestehen muss, bevor es- natürlich- ein Happy End gibt.

Dieses Buch hat alles, was man sich von einem gelungenen Liebesroman erwartet: Italienisches Temperament, grande amore, familiäre Wirrungen und Verstrickungen, porca miseria! (Das ist ein Schimpfwort und braucht nicht übersetzt zu werden.)

“Lieber solo als allein” ist ein fröhliches und entspannendes Buch, das sich gut lesen lässt. Der Schreibstil der Autorin ist realitätsnah, leichthändig und beschwingt entführt sie die Lesenden nach Perugia, in das sonnige Italien, nach dem die Sehnsucht in der Winterzeit besonders groß ist. Der Liebesroman bietet eine vergnügliche, unterhaltsame Geschichte, daher empfehle ich das Buch gerne weiter.

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