Nicht ganz so lustig wie der erste Band, aber immer noch unterhaltsam.
Dem Pinguin kann ich den Großteil der Zeit tatsächlich nicht so viel abgewinnen, auch wenn ich schon verstehe, warum er Teil der Handlung ...
Nicht ganz so lustig wie der erste Band, aber immer noch unterhaltsam.
Dem Pinguin kann ich den Großteil der Zeit tatsächlich nicht so viel abgewinnen, auch wenn ich schon verstehe, warum er Teil der Handlung sein muss.
Mir gefällt es, dass es jetzt einen größeren Cast an wiederkehrenden Charakteren gibt, auch wenn ich die ersten Auftritte jeglicher Personen in diesem wie auch dem vorherigen Band oft etwas abrupt fand, und ich es nicht immer toll fand, wenn mit neuen Charakteren so umgesprungen wurde, als solle man sie bereits kennen.
Im Großen und Ganzen aber immer noch ein sehr unterhaltsames Hörbuch, von dem ich mich auch bei diesem Teil wieder der Meinung anschließen werde, dass die Erzählerstimme und die mündliche Erzählweise von Marc-Uwe Kling einen großen Teil zum Humor der Erzählung beitragen, und die Geschichten wohl als Buch deutlich flacher herüberkämen als sie es im Audioformat tun.
"Fleur de Lavande - Wie du liebst" startet damit, dass im Leben der Protagonistin Viola alles schief läuft.
Ihr neues Buch ist zwar recht erfolgreich erschienen, aber nicht erfolgreich genug, dass sie ...
"Fleur de Lavande - Wie du liebst" startet damit, dass im Leben der Protagonistin Viola alles schief läuft.
Ihr neues Buch ist zwar recht erfolgreich erschienen, aber nicht erfolgreich genug, dass sie sich eines erneuten Vertrages sicher sein kann: Es hat nämlich um genau einen Platz knapp die Bestsellerliste verfehlt. Ihre Schwester hat mit ihrem Ex geschlafen, obwohl die Trennung von ihm und Viola noch ganz frisch war. Zum Überfluss trifft sie am Flughafen noch sowohl auf besagten Ex, als auch auf Luc, den Bruder ihrer besten Freundin Jules, der noch nie einen Hehl daraus gemacht hat, wie wenig er von ihr hielt. Und dann laufen auf dem Weg zum Ferienhaus von Jules und Lucs Mutter auch noch ganz viele weitere Kleinigkeiten schief, als wenn Viola nicht eh schon einen schlechten Tag hätte. Dabei sollte dieser Urlaub in Frankreich doch eine Auszeit von ihrer Ex-Beziehung, ihrer Schwester und ihrer unsicheren Autorinnenkarriere sein.
Auch vor Ort läuft nicht alles gut, aber immerhin hat Viola dort Jules, die Lavendelfelder und den Badesee. Und vielleicht ist auch Luc eigentlich ganz okay...
Ich mag, dass dieses Buch auch so viele Sachen in Violas Leben anspricht. Zwischenzeitig hatte ich immer mal wieder Angst, dass es zu viel würde und ein Buch gar nicht so viele Sachen ansprechen könnte, aber die Autorin hat immer wieder die Kurve bekommen, vieles anzusprechen, ohne das Buch zu überladen. Im Fokus standen ja vor allem Violas nächstes Buch, die Beziehung zu ihrer einzigen Autorinnenfreundin und ihre komplizierte Beziehung zu ihrer Schwester. Alles andere hat irgendwie mit hineingespielt, aber hat kein neues Fass aufgemacht.
Ich fand es auch interessant geregelt, dass Lucs Sichtweise erst recht spät eingeführt wurde und seine Kapitel erst nach und nach länger wurden, sodass wir zu Anfang nur kleine Hinweise hatten, was ihn diesen Sommer bedrückt und was die Erklärungen hinter mancher seiner Handlungen sind, und dann immer mehr und mehr erfahren haben, was vor dem Sommer passiert ist, sowie wie er die Vergangenheit mit Viola wahrgenommen hat. Die Idee und die Umsetzung haben mir sehr gut gefallen.
Mir hat es auch sehr gefallen, wie mit den Tropes umgegangen wurde, die in diesem Buch verwendet wurde. Luc ist der typische "Er hat sie schon immer gemocht, aber sie dachte immer er hasst sie"-Protagonist, aber irgendwie auch nicht. Und Viola hat nicht für ihn geschwärmt, obwohl er ihr das Gefühl gegeben hat, dass er sie nicht abkann, sondern sich erst in ihn verliebt, als er Interesse an ihr gezeigt hat. Und er ist zwar ein "popular boy", aber was das für diese Handlung bringt ist nicht Arroganz, auch wenn es das sicher in der Vergangenheit war, sondern seinen eigenen Ballast, den er mit sich herumschleppt.
Vor allem mochte ich, dass dieses Buch eine Leichtigkeit ausgestrahlt hat und man diesen Sommer-in-Südfrankreich Vibe spüren konnte, gleichzeitig aber auch ernstere Themen im Leben ihrer Protagonisten angesprochen hat, ohne dass es einen spürbaren Schnitt dazwischen gab. Manchmal hat man eben einen sonnigen Sommer in Südfrankreich, in dem man gleichzeitig (figurative) Dämonen bekämpft.
Ich habe etwas gemischte Gefühle bezüglich dieses Buchs.
Ich habe definitiv absolut mit den beiden Hauptcharakteren mitgefiebert und mich total in die Idee ihrer Beziehung verliebt, aber der Schreibstil ...
Ich habe etwas gemischte Gefühle bezüglich dieses Buchs.
Ich habe definitiv absolut mit den beiden Hauptcharakteren mitgefiebert und mich total in die Idee ihrer Beziehung verliebt, aber der Schreibstil war teils ein wenig enttäuschend. Die Entwicklung der Charaktere wurde oft nochmal ausgiebig kommentiert und erklärt, was die Entwicklung war, anstatt sie einfach geschehen zu lassen und die Geschichte und die Handlungen der Charaktere für sich sprechen zu lassen.
Ich mochte die Einbindung in den Rest der Reihe, was geschah, ohne dass ich (die den Rest der Reihe nicht gelesen hat) genervt davon war, dass dies zu viel Raum einnahm. Die Charaktere aus den anderen Büchern nahmen genau den richtigen Raum ein, den sie sollten.
Ich mag Second Act Breakups generell nicht so gerne, aber finde mich damit ab, dass es halt leider doch noch Tradition ist. Während des Lesens hat sich der in diesem Buch besonders unnötig angefühlt, weil Henning sich bei den Sachen, die dazu geführt haben, nicht so angefühlt hat wie im Rest des Buches. Nachdem ich jetzt ein bisschen über das Buch nachgedacht habe, verstehe ich zumindest, warum die Autorin diesen Weg gewählt hat, aber für mich hätte die Umsetzung dieses Second Act Breakups fast dazu geführt, dass ich das Buch von 4 auf 3 Sterne hinabgestuft hätte. Der Second Act Breakup war eben die schnellste Art, die Handlung an dem Punkt abzuschließen, aber ich hätte mir einen Abschluss gewünscht, der mehr zu den Charakteren passt.
Ich hatte noch ein paar kleinere Problemchen mit der Darstellung der Beziehung, aber ich möchte ungerne noch mehr auf meinen Kritikpunkten herumreiten, da ich diesem Buch ja doch 4 Sterne gebe und ich schon denke, dass es diese verdient hat. Ich habe mich wirklich in die Charaktere und die Geschichte verliebt, auch wenn die Schreibweise des Buches schwächer war, als ich erhofft hatte.
Es geht weiter für Quinn und Matilda nach "Vergissmeinnicht: Was man bei Licht nicht sehen kann".
Quinn muss sich weiterhin damit zurechtfinden, dass er für den Auserwählten gehalten wird, aber ihm wenig ...
Es geht weiter für Quinn und Matilda nach "Vergissmeinnicht: Was man bei Licht nicht sehen kann".
Quinn muss sich weiterhin damit zurechtfinden, dass er für den Auserwählten gehalten wird, aber ihm wenig darüber gesagt wird, vor allem wenn jetzt auch die Leute, die das vorher nur so mäßig glaubten, auf einmal davon überzeugt sind. Dabei fehlt ihm Matildas Gabe, die richtigen Fragen zu stellen, und er bereut es immer erst später, eine Frage nicht gestellt zu haben, wenn Matilda sie nicht stellt.
Und Matilda lässt sich nicht davon abhalten, selbst mehr herauszufinden, auch wenn sie und Quinn jetzt nicht mehr zusammen sind. Vor allem da Bax, der Wächter des Portals in der Kirche ihrer Familie ja noch mit ihr redet und ihr sogar hilft, da er sich selbst langweilt, und Jeanne d'Arc auf einmal als neue Mitschülerin Johanna in ihrer Schule auftaucht.
Da Jeanne Matilda erkennt, ist sie somit ja eh schon wieder mit involviert und Quinn kann es doch nicht lange herauszögern, sie wieder um Hilfe zu bitten und sich mit ihr zu versöhnen, wo er eigentlich ja sowieso nur mit ihr zusammen sein möchte.
Die ganzen Geheimnisse führen aber zu Konflikten mit Matildas besten Freundin Juli, die immer skeptischer wird und Matilda die Ungereimtheiten in ihren Lügen immer übler nimmt.
Dieses Buch hat mir vor Augen geführt, dass ich mittlerweile im Allgemeinen Fantasy für Erwachsene bevorzuge, aber Kerstin Giers Schreibstil es mir doch immer noch antut.
Die Welt ist irgendwie nicht ganz so faszinierend wie die von Rubinrot und Silber (auch wenn dieses Buch stark impliziert, dass die Edelstein- und Silber-Trilogien in der gleichen Welt wie die Vergissmeinnicht-Trilogie spielen) und irgendwie waren es diesmal doch eher einige neue Konflikte, die gelöst wurden, aber im großen überreichenden Konflikt wurde nicht so super viel Fortschritt gemacht.
Trotzdem mochte ich das Lesen dieses Buches sehr und gebe ihm immer noch 4 Sterne.
Ich habe „Das dunkle Herz des Waldes“ 4 von 5 Sternen gegeben, weil die Geschichte mit ihren Elementen der Magie, der polnischen Legenden und Geschichte sehr fesselnd war und nur die enthaltene Romanze ...
Ich habe „Das dunkle Herz des Waldes“ 4 von 5 Sternen gegeben, weil die Geschichte mit ihren Elementen der Magie, der polnischen Legenden und Geschichte sehr fesselnd war und nur die enthaltene Romanze für mich keinen Sinn ergab, weshalb ich einen Stern abgezogen habe.
Ich habe dieses Buch in die Hand genommen, weil mich der Klappentext an die Legende vom Wawel-Drachen erinnerte und ich wissen musste, ob dies eine neue Interpretation dieses Mythos ist, mit dem ich aufgewachsen bin. Ich habe zwar schnell herausgefunden, dass es sich nicht um eine Nacherzählung der Legende des Wawel-Drachen handelt, aber es gibt mehrere Anspielungen auf diese Legende und viele weitere Momente, die eindeutig von der polnischen Sagenwelt und Geschichte inspiriert sind und mich beeindruckt haben. Für jemanden, der mit diesen Mythen und der polnischen Geschichte und Geografie vertraut ist, gab es in diesem Buch eine Menge zu entdecken, und ich hatte viel Spaß daran, mein Wissen über Mythen und reale Orte mit der fiktiven Geschichte und den Orten in der Welt von „Das dunkle Herz des Waldes“ zu verknüpfen.
Ich habe mich sehr über die Bedeutung gefreut, die platonische Liebe und „ Zuhause “ in dieser Geschichte hatten. Die Protagonistin behält ihre Beziehungen zu ihrer Heimat und den Einwohnern der Stadt und die Loyalität zu ihnen, auch wenn verschiedene Leute sie davon überzeugen wollen, sie zurückzulassen. Am meisten interessierte mich die Beziehung zwischen Agnieszka und ihrer besten Freundin aus Kindertagen, Kasia. Die Liebe zwischen den beiden Mädchen war sehr tief, und keine andere Beziehung in diesem Buch konnte damit mithalten. Auch die Mentor-Schüler-Beziehung zwischen Agnieszka und dem Drachen hat mir gut gefallen (so lange es dabei blieb).
Die Magie, die Politik und der Antagonist waren alle neu und aufregend für mich, selbst wenn ich die Mythen und Legenden kannte, mit vielen gut aufgebauten Wendungen, die bei jeder Wendung neue Spannung brachten.
Nun zu dem, was mir nicht gefallen hat: Die Romanze.
Meistens wird schnell klar, wer die mögliche(n) Liebesbeziehung(en) ist/sind. „Das dunkle Herz des Waldes“ ließ mich glauben, dass es keine Romanze gibt, bis etwa nach einem Viertel des Buches die Romanze auf eine Art und Weise auftauchte, die sich sowohl unnatürlich anfühlte, als auch dazu führte, dass ich mich extrem unwohl fühlte, mit einer Figur, die abgesehen von zwei sexuell aufgeladenen Szenen (die wie etwas Magisches wirkten und mich daher glauben ließen, dass sie Teil der Pläne des Antagonisten waren) in keiner Weise als ihr Love Interest aufgebaut schien.
Glücklicherweise umfasste die Romanze insgesamt drei Szenen: die beiden bereits erwähnten sexuell aufgeladenen Szenen und eine explizite Sexszene, die meines Erachtens keinerlei romantische Auswirkungen auf den Rest des Buches hatte, so dass es leicht ist, die Romanze zu ignorieren, wenn man weiß, was auf einen zukommt.
Das Ende des Buches ist in vielerlei Hinsicht sehr befriedigend, viele Punkte schließen den Kreis (oft auf eine Art und Weise, die man nicht erwarten würde), andere nicht, alles in Übereinstimmung mit der Charakterisierung der Figuren und ihrer Beziehungen zueinander.
Alles in allem hat mich die Romanze zwar aus der Geschichte herausgerissen und mich dazu gebracht, das Buch für eine kurze Zeit wegzulegen, bevor ich es wieder in die Hand nahm, aber der Rest der Geschichte, die platonischen Beziehungen und für mich persönlich auch die kulturellen Elemente haben das mehr als wettgemacht, weshalb ich „Das dunkle Herz des Waldes“ immer noch 4 von 5 Sternen geben kann.