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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2025

Mut und Hoffnung zwischen Glanz und Schatten

Das Herz aus Gold
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Shanghai 1925 ist laut, gefährlich und voller Gegensätze. Jeder Schritt kann Folgen haben, und niemand weiß, wem man trauen kann. In dieser Stadt muss Anyu lernen, vorsichtig zu sein und sich ihren eigenen ...

Shanghai 1925 ist laut, gefährlich und voller Gegensätze. Jeder Schritt kann Folgen haben, und niemand weiß, wem man trauen kann. In dieser Stadt muss Anyu lernen, vorsichtig zu sein und sich ihren eigenen Weg zu erarbeiten. Schon als Kind zeigt sie Mut, als sie ein wertvolles Fabergé-Ei findet und zurückgibt. Diese Begegnung öffnet ihr später Türen, die ihr Leben verändern.
Jahre später kehrt sie nach Shanghai zurück und taucht in die Welt des Schmucks und der Edelsteine ein. Sie arbeitet hart, träumt davon, selbst Juwelierin zu werden, und lernt Schritt für Schritt, sich in einer harten Welt zu behaupten. Dabei begegnet sie Menschen, die ihr helfen, aber auch solchen, die sie ausnutzen wollen. Die Stadt ist voller Gefahren: Gangster, skrupellose Rivalen und besessene Sammler erschweren das Leben. Kleine Geheimnisse, versteckte Absichten und unerwartete Begegnungen begleiten Anyu auf jedem Schritt.
Die Handlung bleibt ruhig erzählt, ohne Hektik oder große Effekte. Spannung entsteht aus dem Alltag, aus Entscheidungen und aus den Momenten, in denen man nicht weiß, wem man trauen kann. Anyus Mut, ihre Vorsicht und die kleinen Hoffnungen, die sie antreiben, spürt man in jedem Moment. Gefahren, Chancen, Freude, Angst und Geduld liegen nah beieinander.
Die Sprache ist einfach und klar. Gefühle zeigen sich in kleinen Momenten und machen Anyu greifbar. Alles wirkt nahbar und glaubwürdig. Nicht alles überrascht, doch alles passt zur Geschichte. Es ist eine ruhige Erzählung über das Wachsen, Lernen und den Versuch, in einer harten Welt einen eigenen Platz zu finden.
Der Roman überzeugt durch seine ruhige, stimmige Erzählweise, glaubwürdige Figuren und ein lebendiges historisches Shanghai. Wer historische Geschichten mit einer starken jungen Hauptfigur mag, wird gern mit Anyu durch diese Stadt gehen, ihre kleinen Schritte miterleben und gespannt auf die Geheimnisse achten, die sich nach und nach zeigen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Zwischen Familie, Pflicht und eigenen Träumen

Die Töchter von Usedom - Rückkehr nach Swinemünde
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Im Mittelpunkt dieses dritten Bandes der Ostsee-Familiensaga stehen Lilo und Tilda. Zwei junge Frauen, die sehr unterschiedlich sind und dennoch fest zusammengehören. Lilo richtet den Blick nach vorn, ...

Im Mittelpunkt dieses dritten Bandes der Ostsee-Familiensaga stehen Lilo und Tilda. Zwei junge Frauen, die sehr unterschiedlich sind und dennoch fest zusammengehören. Lilo richtet den Blick nach vorn, möchte lernen und sich ein eigenes Leben aufbauen. Sie glaubt daran, dass Frauen ihren eigenen Weg gehen können. Ihre Zeit in Berlin und der Wunsch nach einem Medizinstudium wirken stimmig und gut in die Zeit eingebettet. Tilda bleibt in Swinemünde und arbeitet in einem Kinderheim. Sie ist ruhig, fürsorglich und jemand, auf den man sich verlassen kann.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verändert sich das Leben der Familie spürbar. Pläne verlieren ihre Grundlage, Beziehungen werden auf eine harte Probe gestellt, und das bisher Verlässliche beginnt zu bröckeln. Man merkt beim Lesen schnell, dass nichts mehr einfach so weitergehen kann. Das ist nicht dramatisch erzählt, sondern zurückhaltend und nah am Erleben der Figuren, so wie es viele Menschen damals empfunden haben dürften.
Der Schreibstil ist klar und gut lesbar. Manche Entwicklungen hätten stellenweise etwas mehr Raum vertragen, und nicht jede Entscheidung ist sofort verständlich. Trotzdem bleibt die Nähe zu den Figuren bestehen, weil ihre Sorgen, Zweifel und Hoffnungen sehr lebensnah geschildert sind.
Besonders stark ist der Roman dort, wo es um Zusammenhalt geht. Um Familie, um Verantwortung und um die Frage, wie man weiterlebt, wenn nichts mehr ist wie zuvor. Hoffnung spielt dabei eine wichtige Rolle, leise, vorsichtig und ohne Pathos. Genau das macht die Geschichte glaubhaft. Am Ende bleibt das Gefühl, diese Zeit nicht nur gelesen, sondern miterlebt zu haben.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2025

Der hohe Preis eines Traums

Der Rache Glanz
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Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch ...

Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch entsteht, gesehen zu werden. Von diesem Moment an richtet sich alles in ihrem Leben auf den Traum, berühmt zu werden.
Der Roman zeigt Schritt für Schritt, wie Cléo sich in die Musik hineinarbeitet. Sie übt ständig, feilt an ihrer Stimme, achtet auf jedes kleine Detail und lässt kaum eine Pause zu. Ihre Entschlossenheit wirkt manchmal beeindruckend, manchmal auch beunruhigend, weil sie sich selbst kaum Ruhe gönnt. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, ganz nah an dieser inneren Spannung zu sein. Cléos Entwicklung macht neugierig, aber auch ein wenig betroffen, weil deutlich wird, wie viel sie dafür aufgibt.
Im Laufe der Kapitel zeigen sich immer wieder Begebenheiten, die deutlich machen, wie Cléo wirklich fühlt und was sie innerlich antreibt. Der Druck, den sie sich selbst auferlegt, wächst mit jedem Schritt Richtung Öffentlichkeit. Je heller ihr Weg wirkt, desto mehr zeigt sich darunter auch eine Unsicherheit, die sie nie ganz loslässt. Es wird deutlich, wie sehr Ruhm verlockt und zugleich verletzt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie ehrlich der Roman mit dieser Mischung aus Hoffnung und Härte umgeht. Cléos Ziel strahlt, aber es reibt auch. Dadurch bleibt die Erzählung nahbar und glaubwürdig. Am Ende entsteht der Eindruck eines Romans, der nicht nur von Erfolg erzählt, sondern auch davon, wie viel ein Mensch riskiert, wenn ein Traum wichtiger wird als alles andere.
Zum Schluss hinterlässt die Geschichte ein starkes Gefühl von Spannung und echter Unterhaltung. Der Stil von Maud Ventura trifft mit scharfem Blick und klarem Ton genau ins Schwarze und sorgt dafür, dass jede Szene lebendig wirkt. Die letzten Seiten überraschen mit einem kraftvollen Moment, der Roman einen besonderen Glanz gibt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.12.2025

Der hohe Preis eines Traums

Der Rache Glanz
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Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch ...

Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch entsteht, gesehen zu werden. Von diesem Moment an richtet sich alles in ihrem Leben auf den Traum, berühmt zu werden.
Der Roman zeigt Schritt für Schritt, wie Cléo sich in die Musik hineinarbeitet. Sie übt ständig, feilt an ihrer Stimme, achtet auf jedes kleine Detail und lässt kaum eine Pause zu. Ihre Entschlossenheit wirkt manchmal beeindruckend, manchmal auch beunruhigend, weil sie sich selbst kaum Ruhe gönnt. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, ganz nah an dieser inneren Spannung zu sein. Cléos Entwicklung macht neugierig, aber auch ein wenig betroffen, weil deutlich wird, wie viel sie dafür aufgibt.
Im Laufe der Kapitel zeigen sich immer wieder Begebenheiten, die deutlich machen, wie Cléo wirklich fühlt und was sie innerlich antreibt. Der Druck, den sie sich selbst auferlegt, wächst mit jedem Schritt Richtung Öffentlichkeit. Je heller ihr Weg wirkt, desto mehr zeigt sich darunter auch eine Unsicherheit, die sie nie ganz loslässt. Es wird deutlich, wie sehr Ruhm verlockt und zugleich verletzt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie ehrlich der Roman mit dieser Mischung aus Hoffnung und Härte umgeht. Cléos Ziel strahlt, aber es reibt auch. Dadurch bleibt die Erzählung nahbar und glaubwürdig. Am Ende entsteht der Eindruck eines Romans, der nicht nur von Erfolg erzählt, sondern auch davon, wie viel ein Mensch riskiert, wenn ein Traum wichtiger wird als alles andere.
Zum Schluss hinterlässt die Geschichte ein starkes Gefühl von Spannung und echter Unterhaltung. Der Stil von Maud Ventura trifft mit scharfem Blick und klarem Ton genau ins Schwarze und sorgt dafür, dass jede Szene lebendig wirkt. Die letzten Seiten überraschen mit einem kraftvollen Moment, der Roman einen besonderen Glanz gibt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Schatten und Rätsel in Venedig

Schatten der Gondeln
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Venedig bildet den Rahmen für eine ruhige und zugleich unheimliche Geschichte. Die Stadt wirkt schön und fremd zugleich, und diese Mischung passt gut zu Evelyn Dolman, der seine Erinnerungen erzählt. Schon ...

Venedig bildet den Rahmen für eine ruhige und zugleich unheimliche Geschichte. Die Stadt wirkt schön und fremd zugleich, und diese Mischung passt gut zu Evelyn Dolman, der seine Erinnerungen erzählt. Schon am ersten Abend im Palazzo spürte ich, dass irgendetwas nicht stimmt. Dieses vage Gefühl blieb und wurde nach und nach stärker.
Die großen Räume des Palazzos wirken kühl und wenig einladend. Gespräche, die freundlich beginnen, hinterlassen oft ein leicht unruhiges Gefühl. Evelyn wirkt unsicher, während er versucht, die Ereignisse einzuordnen. Oft bleibt offen, ob die Merkwürdigkeiten am Ort liegen oder in Evelyn selbst. Diese Unklarheit hält die Geschichte spannend und weckt die Neugier darauf, wie es weitergeht.
Kurz nach der Ankunft verschwindet Evelyns Ehefrau Laura. Von da an begleitet der Gedanke an dieses Verschwinden jede Bewegung im Palazzo und hält die Spannung bis weit in die Geschichte hinein.
Der Roman erinnert an ältere Schauergeschichten, bleibt aber eigenständig. Viele Andeutungen bleiben offen, und die Figuren haben etwas Geheimnisvolles an sich, das Fragen aufwirft. Dadurch entsteht ein Gefühl, dass vieles verborgen bleibt und nur langsam sichtbar wird.
Mit jedem Kapitel kommt etwas mehr Licht in die Ereignisse, ohne dass alles eindeutig erklärt wird. Der Nebel über der Stadt passt gut zu Evelyns innerer Unruhe. Seine Sicht schwankt zwischen Zweifel und Hoffnung und prägt die Stimmung der Geschichte. Am Ende entsteht ein stimmiges Bild, auch wenn manche Puzzleteile bewusst unklar bleiben.
Der Roman überzeugt vor allem durch seine Atmosphäre und die Darstellung von Venedig um 1899. Einige Stellen wirken etwas zurückhaltend oder schwer greifbar, doch insgesamt entsteht ein besonderes Leseerlebnis. 4 Sterne für eine Geschichte, die leise beginnt, sich langsam entfaltet und durch ihre Stimmung lange präsent bleibt.

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