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Veröffentlicht am 17.01.2026

der erste Fall

Eine Studie in Scharlachrot
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Dr. John Watson kehrt verletzt aus dem Krieg zurück und sucht nun eine bezahlbare Wohnung, um sich dort von seinen Verletzungen erholen zu können, und um vor allem Ruhe zu haben. Ein ehemaliger Freund ...

Dr. John Watson kehrt verletzt aus dem Krieg zurück und sucht nun eine bezahlbare Wohnung, um sich dort von seinen Verletzungen erholen zu können, und um vor allem Ruhe zu haben. Ein ehemaliger Freund stellt den Kontakt zu Sherlock Holmes her, der einen Mitbewohner sucht. Die beiden ungleichen Männer freunden sich sogleich an und wagen den Versuch einer WG. Dabei stellt Watson fest, dass Holmes zeitweise eigenartig ist. Er ist ein brillanter Denker, Chemiker und Analyst, aber zwischenmenschlich klappt es nicht so bei ihm. Die Vorliebe Holmes, sich Kriminalfällen zuzuwenden, findet auch bei Watson Anklang und schon bald werden die beiden von der Polizei zu Rate gezogen. Ein Toter liegt in einem verlassenen Haus. Kein Blut, keine Gewalteinwirkung ist zu sehen. Nur das Wort „Rache“ ist rot an die Wand geschrieben. Holmes ist sofort in seinem Element und zusammen mit Watson macht er sich daran, den Fall zu lösen.

Der erste Fall von Dr. John Watson und Sherlock Holmes wird langsam aufgebaut, denn erst erfahren wir, wie die beiden sich kennengelernt haben und letztendlich in der berühmten Baker Street 221b eine Wohngemeinschaft bilden. Dies geschieht ziemlich unspektakulär und man merkt von Anfang an, dass zwischen Watson und Holmes eine gewisse Faszination herrscht. Denn Watson, ganz Medizinier und damit natürlich Wissenschaftler, studiert Holmes auf seine ganz eigene Art und Weise und findet dies natürlich hochinteressant. Holmes, der Watson eigentlich am Anfang nur als Mittel zum Zweck ansieht, nämlich die Miete mit ihm zu teilen, um sich eine schöne Wohnung leisten zu können, merkt erst im Laufe der Geschichte, was er an Watson hat und bezieht ihn immer mehr in seine Art zu Denken ein.

Und gerade dieses analytische Denken ist es, dass uns alle so fasziniert. Schon gleich, wenn wir Holmes das erste Mal im Buch treffen, macht er seine Erkenntnisse klar und weiß genau, dass Watson gerade aus dem Krieg heimgekehrt ist und nun seine Gesundheit im Vordergrund steht. Watson dagegen weiß nicht genau, wie ihm geschieht, doch er merkt, dass er mit Sherlock Holmes jemand ganz Besonderen vor sich hat und will weiter herausfinden, wohin das alles führen könnte.

Dass sich daraus die wohl berühmteste Detektei der Geschichte entwickeln wird, ist ihm hier nicht klar.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten ist faszinierend. Sie verstehen sich von Anfang an und scheinen auch gleich eine Art Vertrauen zu entwickeln. Watson, der eigentlich seine Gesundheit schonen will und Ruhe und Frieden braucht, lässt sich von dem ruhelosen Verhalten Sherlock Holmes anstecken und willigt ein, Recherchen einzuholen, in dem man kreuz und quer durch das wunderschöne London fährt und mit diversen Personen redet. Während Watson sich auf das Gesprochene konzentriert, ist Sherlock eher an den „Nebeninformationen“ interessiert und ihm fallen Details auf, die einem nicht sofort ins Auge springen würden. Was natürlich dazu führt, dass er den Mörder entlarven kann und auch noch genau herausfindet, wie der Mord verübt wurde.

Das Buch ist in zwei Teile unterteilt. Der erste handelt vom Mord und der Aufklärung, der zweite von der Vorgeschichte des Mörders. Dies war erst etwas ungewohnt, da ich mit einer „Geschichte in der Geschichte“ nicht gerechnet hatte. Aber diese Vorgeschichte war genauso spannend zu lesen, wie die eigentliche Mordgeschichte selbst.

Am Ende kommt nochmals Watson zu Wort und es gibt eine Art Abschlussplädoyer, was nochmals einen Aha-Effekt auslöst. Zumindest bei mir. Denn so konnte ich nochmals genau nachvollziehen, wie der große Sherlock Holmes auf die Lösung des Falles kam.

Dies war meine erste Holmes-Geschichte in geschriebener Form. Klar kennt man den Detektiv und seinen Gehilfen Dr. Watson. Ich habe die Filmreihe mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman gesehen und geliebt. Aber gelesen habe ich noch nichts. Deswegen war es sehr interessant, den Schriftsteller auf seinem Weg zu begleiten und die Protagonisten so kennenzulernen, wie er sie sich vorgestellt hat.

Begleitet wird die Geschichte von Illustrationen des Vaters von Arthur Conan Doyle. Hier sieht man deutlich, dass die künstlerischen Talente in den Genen der Familie liegen. Auch der Onkel und Großvater waren Maler.

Dies wird nicht mein letzter Sherlock-Holmes-Roman bleiben und ich freue mich auf viele weitere Romane und Kurzgeschichten. Schon allein die pragmatische Schreibweise hat mir sehr gut gefallen.

Meggies Fussnote:
„Wenn Sie das Unmögliche ausgeschlossen haben, muss das, was übrigbleibt, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit sein.“ – Zitat Sherlock Holmes aus „Das Zeichen der Vier“

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Veröffentlicht am 31.12.2025

das Erbe ...

Der Ahorn und sein Erbe
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Die Zeiten für die Familie Breitenbach sind nicht rosig. Die Wirtschaftskrise macht auch vor Breitenbach Shoes nicht halt. Der Ku-Klux-Klan treibt sein Unwesen und jeder der Familie hat so sein Päckchen ...

Die Zeiten für die Familie Breitenbach sind nicht rosig. Die Wirtschaftskrise macht auch vor Breitenbach Shoes nicht halt. Der Ku-Klux-Klan treibt sein Unwesen und jeder der Familie hat so sein Päckchen zu tragen. Isa findet eines Abends ein Neugeborenes, Sam verliebt sich Hals über Kopf, Gracie weiß nichts, mit ihrer Zukunft anzufangen, bei Felix hängt der Haussegen schief ... Aber die Breitenbachs kennen auch die andere Seite: Zusammenhalt, Liebe und Respekt. Kann dies durch die schweren Zeiten helfen?

Eigentlich war das Thema "Breitenbach" ja schon abgeschlossen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Autorin einen sechsten Band veröffentlicht hat. Diesen durfte ich wieder in einer Leserunde zusammen mit der Autorin lesen und bekam so noch etwas mehr Einblick in die Entstehung des Buches und die Formung der Charaktere.

Wir befinden uns in den Jahren 1928/1929 in Colorado und New Mexico. Die Wirtschaftskrise hat alles im Griff und auch die Familie Breitenbach muss sich auf sehr schwere Zeiten vorbereiten. Die Autorin schont ihre Charaktere nicht und gibt jedem ein mehr oder minder schweres Päckchen.

Vor allem berührt hat mich, das Isa eines Abends ein Neugeborenes findet. Die Zeiten sind wirklich hart, aber ein kleines, unschuldiges Baby zum Sterben zurückzulassen, schockt mich jedes Mal aufs Neue. Nur gut, das Isa zur Stelle war und sich des kleinen Bündels annimmt.

Isa, Sam, Gracie und Felix stehen im Vordergrund der Story und wir erleben hautnah mit, was genau bei ihnen geschieht. Sam verliebt sich unsterblich, Gracie weiß nicht, was ihre Zukunft bereithält, Felix riskiert seine Ehe und Isa merkt, dass Muttersein ein großer Wunsch ist. Ob die Vier alle ihr Glück erreichen, kann ich natürlich nicht verraten, aber ich kann versprechen, dass die Wege lang, schwer und voller Gefahren sind. Aber auch voller Liebe, Zusammenhalt und Respekt.

Gerade diese drei Dinge werden sehr groß geschrieben in der Familie Breitenbach. Sie halten zusammen, egal was kommt. Es werden Lösungen gefunden, neue Wege gesucht, Pläne geschmiedet und dies alles auf einer Basis, die Respekt und Liebe beinhaltet. Etwas, was nicht in jeder Familie zu finden ist.

Die Autorin hat sich ein letztes Mal der Familie Breitenbach zugewandt (zumindest mit heutigem Stand), aber sie hat ein sehr würdevolles und wunderbares Ende für die Reihe gefunden und mir am Ende sogar ein Tränchen abringen können.

Meggies Fussnote:
Eine sehr lesenswerte Reihe über eine starke Familie.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Der Tod ruft an ...

Whispers of Destiny
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Blue und ihre Freundin Iris leben in Stufe 3. Ihr Ziel ist der Aufstieg in Stufe 4, so dass sie sich ein besseres Leben ermöglichen können. Denn seit der großen Flut und dem toxischen Regen ist es nicht ...

Blue und ihre Freundin Iris leben in Stufe 3. Ihr Ziel ist der Aufstieg in Stufe 4, so dass sie sich ein besseres Leben ermöglichen können. Denn seit der großen Flut und dem toxischen Regen ist es nicht leicht, in der dystopischen Welt zu überleben. Blue bekommt jedoch beim Arzt eine schlechte Nachricht und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als ab sofort für die Firma Death Call zu arbeiten. nachdem sie auf einer Party den geheimnisvollen Creek getroffen hat. Doch für den Tod zu arbeiten, ist für Blue sehr gewöhnungsbedürftig. Sie möchte nicht entscheiden, wer sterben soll und wer nicht. Doch dann verschwinden die Sensen, die dafür verantwortlich sind, die Seelen ins Jenseits zu begleiten. Blue fängt an zu ermitteln und schon bald merkt sie, dass der Tod gar nicht so schlimm ist, wie gedacht.

 

Welch ungewöhnlicher Klappentext - das war mein erster Gedanke und somit war mein Interesse geweckt. Als ich dann auch noch die ersten paar Kapitel gelesen habe, konnte ich gar nicht mehr aufhören. 

Wir befinden uns im Jahr 2096 in einer Welt, in der Ressourcen knapp sind. Die Welt ist in Stufen aufgeteilt, wobei Stufe 1 das Schlechtmöglichste ist. Blue lebt in Stufe 3 und zusammen mit ihrer Freundin Iris arbeitet sie auf den Aufstieg hin, zumindest in Stufe 4. Dann erhält sie jedoch die Nachricht, dass ihre Lebenszeit bald abgelaufen ist. Doch Blue will nicht sterben, vor allem, da sie eine Abneigung gegen den Tod hat, der sich zu erkennen gegeben hat und nun die Firma Death Call betreibt, um das Ableben zu erleichtern. Doch genau dort bekommt Blue das Angebot für einen Arbeitsplatz - und ein unsterbliches Leben. 

Blue ist eine gewiefte junge Frau, die mit ihrer großen Klappe mehr als einmal ins Fettnäpfchen tritt. Doch hinter dieser Klappe steht eine mutige Seele, die um jeden Preis leben will, aber unter gerechten Bedingungen. Und dafür kämpft sie mit aller Macht. Unterstützung bekommt sie dabei von ihrer besten Freundin Iris und von dem geheimnisvollen Creek, der Blue für die Firma Death Call anwirbt.  

Die Story ist sehr ungewöhnlich. Und bringt einem auch zum Nachdenken. Was wäre, wenn beim Sterben wirklich so eine Art Anruf getätigt wird, man mit einem Mitarbeiter des Todes spricht und dieser einem dabei hilft, zu möglichst guten Konditionen ins Jenseits zu kommen? Hat man genug Karmapunkte, kann man vielleicht sogar weiterleben. Oder diese stiften, um jemand anderem ein Weiterleben zu ermöglichen. 

Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen. Und denkt man am Anfang noch, dass man ein witziges und heiteres Buch vor sich hat, wird man bald eines Besseren belehrt. Denn es gibt wahnsinnig viele Triggerpunkte. Allem voran natürlich der Tod, aber auch verschiedene Arten, zu sterben. Dies führt unweigerlich dazu, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu befassen, was dann natürlich zu kleinen Stimmungsschwankungen führt. So war es bei mir. Ich habe die Geschichte wirklich genossen, weil ich den Fantasy-Effekt einfach toll fand und das dystopische Setting. Aber will man wirklich für den Tod arbeiten? Will man entscheiden, wer sterben soll und wer nicht? Will man sich selbst tot sehen oder gar tot sein und darüber hinaus als "Unsterblicher" sein "Leben" fristen? Mag man sich vorstellen, wie es wohl nach dem Tod sein wird? Gibt es das Jenseits? Gibt es die Hölle? Und vor allem: Wie ist der Tod wohl so als Person?

Es gibt einige Fragen und diese kann das Buch natürlich nicht beantworten. Aber wenn man gute Storys mag und keine Berührungsängste mit dem Tod hat, sollte man zu dem Buch greifen.

Meggies Fussnote:

Was würdest Du tun, wenn der Tod bei dir anruft?

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Veröffentlicht am 19.11.2025

ein Ausflug ins historische Japan

Schatten über Hiraizumi
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Die junge Magd Yuki und ihr Bruder, ein gefährlicher Attentäter, reisen nach Hiraizumi und hoffen dort auf einen Neuanfang. Doch schon gerät Yuki in ein gefährliches Spiel, ein Netz aus Verrat und Intrigen. ...

Die junge Magd Yuki und ihr Bruder, ein gefährlicher Attentäter, reisen nach Hiraizumi und hoffen dort auf einen Neuanfang. Doch schon gerät Yuki in ein gefährliches Spiel, ein Netz aus Verrat und Intrigen. Mittendrin der Kriger Jiro, der auf Yuki einen unwirklichen Reiz ausübt. Obwohl ihr Feind, verliebt sich Yuki, und zwischen Jiro und ihr entspannt sich eine gefährliche Leidenschaft. Stets leben beide in der Gefahr, entdeckt zu werden und sich selbst zu verlieren. Yuki muss eine Entscheidung treffen, denn sie droht in der letzten Schlacht um Hiraizumi unterzugehen.

Die Geschichte entführt in das ferne Japan im 12. Jahrhundert. Die Autorin verwebt die fiktive Geschichte des jungen Mädchens Yuki mit wahren Begebenheiten aus dieser Zeit.

Während Yuki zu Anfang naiv und unschuldig wirkt, macht sie in der Story eine große Entwicklung durch. Dabei spielen Liebe und Krieg eine große Rolle und stärken ihren Mut und ihr Geschick, machen sie aber auch zu einer Zielscheibe für Angst und Hilflosigkeit.

Yuki verliebt sich in Jiro und umgekehrt. Doch diese Liebe darf eigentlich nicht sein. Denn Jiro steht auf der anderen Seite. Er ist der Gegner, derjenige der sich gegen Yuki und ihren Bruder stellt und doch kann Yuki nicht anders. Dies führt dazu, dass Yuki eine große Rolle einnimmt und Einfluss auf das Geschehen erhält.

Die Autorin erzählt in sehr warmen Worten Yukis Geschichte. Gleich zu Anfang war ich fasziniert von den Erzählungen Japans, das viele nur aus Film und Fernsehen kennen. Wir befinden uns abseits der großen Städte oder von altbekannten Plätzen. Hier zeigt sich, wie genau die Autorin recherchiert hat, um alles zu erklären und wiederzugeben. Ich bin zwar nicht so in der Materie Japan drin, aber ich habe gemerkt, dass die Autorin eine große Liebe dahingehend verspürt und es auch schafft, diese Liebe wiederzugeben und weiterzugeben.

Die Charaktere sind allesamt ausgereift und man verspürt Gefühle für sie. Wollte ich Yuki zu Anfang noch beschützen, habe ich im Laufe der Geschichte gemerkt, wie sie wächst, reift und erwachsen wird. Ihr eigener Wille wurde größer, gab ihr die Freiheit, sich zu entfalten und half ihr durch einige Situationen.

Auch Jiro, der mir erst gar nicht gefiel, sich im Laufe des Buches aber in mein Herz schlich, hat mir sehr gut gefallen. Wenn die beiden aufeinandertrafen, hat es geknistert, gefunkt und Feuer geschlagen. Ein Feuer, das beide zu verbrennen droht.

Die Autorin hat es geschafft, ein gutes Mischungsverhältnis hinzubekommen. So wurde es nie kitschig, nie klischeehaft. Es blieb durchweg spannend und ich hatte am Ende wirklich Mühe, das Buch zur Seite zu legen. Vor allem, da das Ende nicht das ist, das man sich erhofft. Es kommt anders, und das ist auch gut so. Es hat mich zwar überrascht, aber ich fand den Abschluss absolut positiv und passend.

Meggies Fussnote:
Ein Ausflug in das Japan im 12. Jahrhundert.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Können die Schattenjäger eine Lösung finden?

Die Chroniken der Unterwelt. City of Ashes
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Clary hat die Wahrheit über ihre Familie erfahren. Auch das Jace eigentlich ihr Bruder ist. Ihre Gefühle für ihn lassen sich jedoch nicht so leicht abstellen. Doch zwischenzeitlich hat sie gemerkt, dass ...

Clary hat die Wahrheit über ihre Familie erfahren. Auch das Jace eigentlich ihr Bruder ist. Ihre Gefühle für ihn lassen sich jedoch nicht so leicht abstellen. Doch zwischenzeitlich hat sie gemerkt, dass sie auch etwas für Simon empfindet. In der Stadt werden überall Schattenwesen getötet und nun müssen die Schattenjäger herausfinden, wer hinter alldem steckt. Dabei suchen sie Hilfe bei anderen Völkern, werden aber teilweise gezwungen, wichtige Entscheidungen zu treffen, die dazu führen, dass die Gemeinschaft auseinanderfällt.

Die dritte Graphic Novel der Chroniken der Unterwelt ist vollgepackt mit Action, aber auch Momenten, in denen Ruhe einkehrt, die zwar nicht dazu gedacht ist, den Helden die nötigen Pausen zu bringen, sondern sie vor Entscheidungen stellt, die dazu führen, dass die Gemeinschaft, die sie mittlerweile gebildet haben, sich immer mehr entzweit.

Das Verhältnis zwischen Clary und Jace, die gerade erst erfahren haben, dass sie eigentlich Bruder und Schwester sind, wird immer mehr auf die Probe gestellt. Während die beiden versuchen, sich verzweifelt voneinander fernzuhalten, gibt es gestalten, die sie dazu zwingen sich den Gefühlen, die die beiden für einander hegen, zu stellen. Dies führt natürlich dazu, dass Simon, der in Zwischenzeit Clary seine Gefühle gestanden hat, eifersüchtig wird und sich immer mehr von Clary zurückzieht und letztendlich dann eine Entscheidung fällt, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt.

Leider ist die Graphic Novelle in schwarz-weiß gehalten, was das Lesevergnügen gerade bei mir etwas geschmälert hat. Ich konnte auch nicht immer die ganzen Figuren auf den Bildern auseinanderhalten und habe teilweise Jace mit Alec verwechselt. Da ich mich auch nicht mehr so genau an die Printbücher erinnern kann, war das dann doch sehr verwirrend für mich.

Außerdem konnte man einen Ortswechsel oder gar ein Zeitsprung nicht richtig nachvollziehen, da dies nicht extra gekennzeichnet wurde. Darum musste ich manche Seiten zweimal lesen und mich mehrmals orientieren.

Die Autorin, Cassandra Clare hat für diese Graphic Novel eine brandneue Szene geschrieben. Leider konnte ich nicht erkennen, welche dies ist. Was mich aber dazu führt, dass ich die Originalbücher nochmals lesen werde.

Ansonsten macht die Graphic Novel eigentlich großen Spaß und ist ein toller Zusatz zu den Printbüchern der Autorin.

Meggies Fussnote:
Können die Schattenjäger eine Lösung finden?


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