Süße, weihnachtliche Lovestory, für meinen Geschmack aber zu cozy und unlogisch
Good SpiritsVorweg: Ich habe das Buch nicht beendet. Diese Rezension bezieht sich somit auf die ersten 31% des Buches.
Ich wollte diese Geschichte so sehr lieben, aber irgendwie passten wir zum jetzigen Zeitpunkt ...
Vorweg: Ich habe das Buch nicht beendet. Diese Rezension bezieht sich somit auf die ersten 31% des Buches.
Ich wollte diese Geschichte so sehr lieben, aber irgendwie passten wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht so richtig zusammen.
Das Buch ist gut geschrieben. B.K. Borison versteht ihr Handwerk. Und ich kann auch absolut nachvollziehen, dass es da draußen eine Menge Leute gibt, die dieses Buch total lieben.
Ich habe sehr viel positives Feedback zu „Good Spirits“ gesehen und sehr viele Menschen die Nolan und Harriet in ihr Herz geschlossen haben und das ist auch gut so. Denn die beiden verdienen es eine Fangemeinde zu haben.
Es waren einfach viele kleine Dinge die mich an dem Buch am Ende dann doch so gestört haben, dass ich es nicht weiterlesen wollte (Achtung ab jetzt Spoiler für die ersten 31%):
Zunächst ist da der Anfang in dem eine Katze Harriet einen Brief übergibt (also mit der Schnauze, eine normale Katze), ja ist cute aber irgendwie war ich doch irritiert. Dann taucht Nolan plötzlich bei Harriet aus dem Nichts im Wohnzimmer auf, sie macht noch (wirklich witzige) Sprüche über Mörder, findet das dann aber alles doch nicht allzu schlimm und schiebt es später auf abgelaufenen Pfefferminztee? Naja, ok, auch das kann ich noch „überlesen“ zumal der Schlagabtausch der beiden mich wirklich zum Lachen gebracht hat.
Aber als dann die Szene kommt in der Harriets winzige, absolut zierliche Hand (wird zumindest gesagt) in ihrer Manteltasche stecken bleibt, weil die zu eng für ihr kleines, kleines Händchen ist, Nolan sie dann rettet, nur um zu sagen: „Lass mich das jetzt lieber für dich erledigen!“ (zitiert aus dem Gedächtnis) und ihr dann offensichtlich die Süßigkeiten aus der ZU ENGEN (ich schreie nicht, ich betone!) Manteltasche holt, obwohl immer wieder gesagt wird WIE RIESIG seine Hände im Vergleich zu ihren sind... Ist das schon dieses Männerding „ich starker Mann rette die Frau die nicht gerettet werden muss“ oder nur ein egoistisches „ich kann eh alles besser“ von Nolan?
Aber offensichtlich klappt es ja. Da musste ich mich dann doch zwingen nicht zu sehr mit den Augen zu rollen, damit ich überhaupt weiterlesen konnte.
Auch die Tatsache dass Nolan und Harriet immer wieder und wieder in ihre Vergangenheit eintauchen nur um festzustellen, dass Harriet einfach nur perfekt ist und noch nicht mal als Kind vom Löffel nascht war für mich nicht cozy, sondern einschläfernd. Ich meine da passiert wirklich nichts. Sie hackt nen Baum ab. Yeah! Allein. Im Wald. Über Stunden. Aber das ist ja so, so süß von ihr...
Als dann auch noch unsere Turteltäubchen in einen solchen Streit geraten, gerade weil nichts in ihrer Vergangeheit passiert und sie es wagt den Vorschlag zu machen, dass es sich vielleicht um ihn dreht musste ich dann aufhören zu lesen. Nolan geht dabei dermaßen die Hutschnur hoch, obwohl sie ihm nur helfen will... Puh. Kann man jetzt noch damit entschuldigen, dass er halt ein Jahrhundert oder so alt ist und dementsprechend da ein bisschen toxisches Männerbild von damals mit sich rum trägt. Aber zu einer Cozy, cuten Lovestory passt das dann für mich doch nicht.
Ich glaube ganz sicher, dass es sehr viele Leute gibt, die das alles überhaupt nicht stört und wenn man diese Punkte überlesen kann oder/und sie gar nicht schlimm findet, ist das sicherlich ein richtig gutes Buch.
Witzig, romantisch (bestimmt ab irgendeinem Punkt) und einfach wunderbar für die weihnachtliche Jahreszeit geeignet. Und genau deswegen würde ich es auch mit 2,5 Sternen bewerten.
Wer jetzt all diese Punkte gelesen hat und sagt: „Was hat die denn? Ist doch gar nicht schlimm.“ Wird mit diesem Buch ganz sicher eine wundervolle Weihnachtsgeschichte haben. Für mich war es dann doch an vielen Stellen zum einen zu unlogisch und an anderen Stellen zu cozy, da darf dann für mich ruhig doch ein bisschen mehr passieren.
Es handelt sich hier komplett um meine eigene Meinung. Wenn ihr das Buch feiert, seid bitte lieb in den Kommentaren (und falls es jemand zu Ende gelesen hat würde ich mich über eine kurze Nachricht, was denn nun hinter allem steckt freuen).