Profilbild von anna4

anna4

Lesejury Profi
offline

anna4 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit anna4 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2026

Toller historischer Roman

Ein Kranich unter Wölfen
0

3.5-3.75
Ich habe schon viel Gutes über June Hur gehört und war dementsprechend sehr gespannt, endlich eines ihrer Bücher zu lesen.

Was mir in Ein Kranich unter Wölfen sehr gefallen hat, war einerseits ...

3.5-3.75
Ich habe schon viel Gutes über June Hur gehört und war dementsprechend sehr gespannt, endlich eines ihrer Bücher zu lesen.

Was mir in Ein Kranich unter Wölfen sehr gefallen hat, war einerseits der Mörder-Mystery-Plot und andererseits wie historisch treu die Autorin bzgl. König Yeonsan geblieben ist. Die Taten und sein Verhalten in den letzten zwei Jahren seiner Herrschaft waren schon sehr fragwürdig und nichts davon wurde schöngeredet oder abgeschwächt, um es für die Geschichte passend zu biegen.
Es gibt ein Vor- und Nachwort, in dem die Autorin hierauf noch etwas eingeht.

Womit ich allerdings einige Schwierigkeiten hatte, waren die Charaktere und der Handlungsverlauf.
Iseul schien anfangs wie eine junge, mutige Protagonistin, hat jedoch wiederholt bewiesen, dass sie zu impulsiven Handlungen neigt. Genauso habe ich immer wieder nach einem gewissen Maß an Verständnis für die Ernsthaftigkeit der Lage, in der sie sich befindet.
Auch mit den restlichen Charakteren, auch wenn mir manche sympathischer waren als andere, bin ich unterm Strich nicht wirklich warm geworden.

Den Handlungsverlauf fand ich öfter etwas unflüssig, genauso wie manche Dialogen.
Wie man von dem einen auf den anderen Gedanken gekommen ist, ist mir selbst nach wiederholtem Lesen nicht klar geworden. Später im Buch gab es dann wenigstens einige Überleitungen wie “sagte ich, um das Thema zu wechseln”.

Das Ende war, in vielerlei Hinsicht, doch eher emotional und vor allem sehr zufriedenstellend.

Weiterempfehlen würde ich Ein Kranich unter Wölfen dennoch und ich persönlich werde mir auch die anderen, bereits erschienen, Titel der Autorin auf meine Liste setzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Starke Dystopie mit schwacher Romance

To Cage a Wild Bird
0

Wenn man das Buch irgendwie beschreiben müsste, dann wahrscheinlich als die Light Version von Prison Break.

Die Autorin hat einen guten Job in Bezug auf den Dystopie-Teil gemacht. Ich persönlich liebe ...

Wenn man das Buch irgendwie beschreiben müsste, dann wahrscheinlich als die Light Version von Prison Break.

Die Autorin hat einen guten Job in Bezug auf den Dystopie-Teil gemacht. Ich persönlich liebe ein ordentliches Gefängnissetting. Es gibt gutes Worldbuilding und eine sehr fragliche & unmoralische Gesellschaft.
Für meinen Geschmack wurde hier allerdings nicht das volle Potential genutzt was die Jagd im Gefängnis oder das Gefängnisleben angeht. Da hätte es noch Luft nach oben gegeben, alles noch etwas gefährlicher und bedrohlicher zu gestalten.

Das Pacing ist relativ schnell, was man nicht nur am Romanceteil sieht, sondern sich auch in der Beziehung, die Raven zu den anderen Insassen hat.
Ich hätte mir gewünscht mehr Zeit mit den anderen Charakteren zu verbringen und da eine wirkliche Bindung zwischen Raven und ihnen entwicklen zu sehen, weil ich jetzt nach Beenden des Buches nicht sagen kann, dass mir irgendjemand, außer vielleicht Momo, so ans Herz gewachsen ist, dass mir ein potentieller entsprechender Tod viel ausmachen würde.

Der mit Abstand schwächste Teil ist die Romance. Sie ist viel zu schnell, hat keine Zeit sich zu entwickeln und passiert quasi aus dem Nichts.
Der Großteil der Romanceszenen sind komplett fehl am Platz und wirken eher erzwungen als natürlich. Schon komisch, wie Vale immer wieder so aus dem Nichts auftaucht um den Tag zu retten…
Und dass Vale noch irgendwann ein “Ich liebe Dich” angedeutet hat ist absolut wild…
Ich denke, dem Buch hätte weniger oder eine Slow-Burn Romance besser getan.

Es gab definitiv einige gute Momente, aber nichts, dass mich zu 100% gefesselt hat.

Warum das Buch als Fantasy oder Romantasy beworben wird, erschließt sich mir nicht. Es ist eine Dystopie mit Romance, sonst nichts.

Würde ich das Buch weiterempfehlen? Ja? Vielleicht? Es war bis zu einem gewissen Grad unterhaltsam.
Werde ich den nächsten Teil lesen? Jap.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2025

War in Ordnung

Madly Forbidden
0

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: die Namen.
Rhyland???? Bzw. Rhy als Spitzname. Also bitte…
Aber was mich über den ganzen Verlauf des Buches wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, ist ...

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: die Namen.
Rhyland???? Bzw. Rhy als Spitzname. Also bitte…
Aber was mich über den ganzen Verlauf des Buches wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, ist der Name von Dylan’s Tochter: Gravity. Grav.
Wieso nennt man sein Kind so?

Das Pacing ist ok. Die Handlung, auch wenn doch eher vorhersehbar, ist auch in Ordnung.
Die Charaktere sind, wie gewohnt, typischerweise flach mit ihren eigenen kleinen Stückchen (Familien-)Trauma belastet.
Die Dialoge bestehen hauptsächlich aus sexuellen Anspielungen und ein bisschen anderweitigem Inhalt.

Rhyland ist ein typischer LJ Shen-Mann, obwohl ich ihn tatsächlich sogar noch zu den besseren Exemplaren zählen würde.

Dylan konnte ich größtenteils nicht leiden. Ich hatte durchweg das Gefühl, dass versucht wurde, sie auf jede erdenkliche Weise “relateable” erscheinen zu lassen.
Angefangen beim größten Idioten, den man sich vorstellen kann, unglücklicherweise als Kindsvater zu haben.
Grey’s Anatomy in Dauerschleife gucken und so den unerfüllten Traum eines Medizinstudiums durchleben.
Der größte Taylor Swift Fan sein und nach zwei gescheiterten Versuchen endlich zum Konzert nach New York zu können.

Dylans Freunde waren auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Allen voran Kieran.
Ist die Person wirklich dein Freund & auf deiner Seite, wenn er Kontakt zum nichtsnutzigen Kindsvater herstellt, obwohl du kein Interesse daran hast, besagten Kindsvater je wiederzusehen? Ich denke nicht.

Zum Ende hin gab es die wundervolle Gelegenheit, auf einen 3rd-act-breakup zu verzichten. Die Autorin hat sich die Situation selbst quasi auf dem Silbertablett serviert, warum man sich dann trotzdem trennen musste, erschließt sich mir nicht zu 100%.

Unterm Strich wurde ich ganz in Ordnung unterhalten, ich hab sogar ein paar Mal geschmunzelt. Ich kann aber nicht sagen, dass hier, außer Gravitys Namen, irgendwas herausgestochen hat.
Den nächsten Teil der Reihe werde ich lesen. Ob ich den ersten, noch ungelesenen Teil der Reihe nachholen, weiß ich noch nicht.

Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.10.2025

Verwirrendes Magiesystem

Arcana Academy 1: Arcana Academy
0

Ich & Dark Academia sind bekanntermaßen keine Freunde, aus welchen Gründen auch immer. Genauso wenig habe ich noch kein Buch von Elise Kova gelesen. War es also ein bisschen unschlau “Arcana Academy” als ...

Ich & Dark Academia sind bekanntermaßen keine Freunde, aus welchen Gründen auch immer. Genauso wenig habe ich noch kein Buch von Elise Kova gelesen. War es also ein bisschen unschlau “Arcana Academy” als mein erstes Elise Kova Buch zu wählen? Vielleicht.

Ich hatte vorab schon die ein oder andere Meinung zu “Arcana Academy” gehört, genauso wie einige zweigespaltene Sachen zu den früheren Werken der Autorin, daher kann ich nicht sagen, dass ich unvoreingenommen in dieses Buch gestartet bin.

Der Schreibstil war eine kleine Achterbahnfahrt. Ich kann nicht sagen, wie sich der Stil von den anderen Büchern der Autorin unterscheidet und damit besser oder schlechter ist als das, was man vielleicht gewohnt ist.
Unterm Strich war es ok. Es gab einige angenehme Stellen und andere, die ich doppelt lesen musste. Absoluter Durchschnitt.

Für mich, genauso wie wahrscheinlich für viele andere, war das auf Tarot basierende Magiesystem einer der Punkte, die das Buch so interessant gemacht haben. Es hat sich herausgestellt, dass das Magiesystem gleichzeitig einer der größten Schwachpunkte für mich war.
Habe ich alles verstanden, was die Tarotkarten & die Magie angeht? Sicherlich nicht. Es gibt einige Sachen, die besser erklärt/einfacher zu verstehen waren und andere, die ich letzten Endes einfach so akzeptiert habe, wie sie angeblich sind. Ich denke nicht, dass besagte Sachen keinen Sinn innerhalb der Welt gemacht haben. Es liegt eher an einem Mix aus den Erklärungen und meinem, an einigen Stellen, nicht vorhandenen Verständnis.

Hieraus ergibt sich eigentlich auch das nächste Problem: wenn man dem Magiesystem mit den verschiedenen Karten, die sich ehrlicherweise (im Englischen jedenfalls) etwas zu sehr ähneln, nicht zu 100% folgen kann, verliert man in Kampfszenen schnell den Überblick. Es wirkt chaotisch und es ist nicht nachvollziehbar, was passiert und wer evtl. die Oberhand hat, da die Karten zusätzlich zum tatsächlichen kämpfen, wie Waffen eingesetzt werden.
Es gibt eine Handvoll solcher Kampfszenen und auch wenn ich versucht habe dem Geschehen zu folgen, habe ich irgendwann aufgegeben und mich eher auf den Ausgang des Kampfes konzentriert.
Es gibt ein Glossar mit allen bisher erwähnten Karten und ich kann jedem nur empfehlen dort einen Blick reinzuwerfen.

Die Romance zwischen Clara & Kaelis ist, zu meiner Überraschung, nicht der Fokus der Geschichte, was ich, auch überraschenderweise, sehr gemocht habe. Unterm Strich kann ich aber auch nicht sagen, dass das, was im Buch als Romance vorhanden ist, überzeugt hat.
Ich glaube mir hätte es mehr zugesagt, wenn man in die Schulleiter-Schüler Beziehung etwas mehr eingegangen wäre und diese auch entsprechend ausgenutzt hätte.
Hier gibt es auch wieder ein Beispiel dafür, wie fragwürdig die Entscheidung ist, die Sprache während Sexszenen so unfassbar zu ändern, dass man denken könnte, es ist ein komplett anderes Buch. Es liest sich schrecklich und fließt überhaupt nicht mit dem Rest der Handlung & Sprache.

Ich kann nicht sagen, dass ich unfassbar gefesselt von Handlung und Charakteren war, obwohl ich fand, dass es die ein oder andere sehr gute Stelle gab.
Das Ende war dann doch ein bisschen spannend und ich möchte wissen, wie es weitergeht.

Danke an Hodderscape für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars via NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2025

Ganz nett

Ride with me – Die Rennstrecke ist sein Leben, bis sie ihn aus der Spur bringt
0

Die ersten ca. 15% fand ich persönlich etwas langsam.
Danach hat sich die Handlung aber schön eingespielt und es ging ordentlich voran.

Mir hat die Dynamik zwischen Stella & Thomas sehr gefallen. Die ...

Die ersten ca. 15% fand ich persönlich etwas langsam.
Danach hat sich die Handlung aber schön eingespielt und es ging ordentlich voran.

Mir hat die Dynamik zwischen Stella & Thomas sehr gefallen. Die zwei haben sich super ergänzt. Gleicher Sinn für Humor und ehrgeizig was die eigene Karriere angeht.

Ich war auch etwas, aber nicht unbedingt negativ, überrascht in der Art & Weise, wie Dev & Willow aus "Cross the Line" in die Handlung eingebunden werden. Normalerweise dreht sich die Handlung in solchen interconnected standloses immer um Geschwister oder eine Freundesgruppe, hier waren das im weitesten Sinne eher Kollegen, jedenfalls die Männer.

Obwohl das Buch an sich ganz süß war, habe ich jedoch das eine oder andere zu bemängeln.
Die ganze Vegas-Hochzeit und die damit einhergehende Fake-Ehe hätte man besser zur Geltung bringen können. Die Hälfte der Leute hat gewusst, dass es Fake ist, das heißt groß schauspielern musste man da schon nicht mehr. Ich hätte mir auch lieber ein paar mehr peinliche oder brenzligere Momente gewünscht.
Ich muss auch sagen, viel was Thomas und seine Formel1 Momente angeht, waren nicht unbedingt gut bzw. flüssig ins allgemeine Geschehen eingebunden und haben fr mich fast schon die Handlung gestört, als sie zu komplementieren. Schade, vor allem bei einer Sports-Romance.

Das Pacing in der zweiten Hälfte war etwas chaotisch. Wir kriegen kleine Momente zwischen Stella & Thomas gezeigt und springen direkt danach Tage und Woche in die Zukunft.
Feiertage wie Weihnachten oder Neujahr wurden nicht wirklich ausgenutzt um die Beziehung etwas zur Schau zu stellen oder eben die Schauspielkünste zu testen.

Ich denke auch nicht, dass Stella ihre vorherige Beziehung wirklich verarbeitet hat. Ja, wir haben Einblicke bekommen und ein letztes Gespräch mit entsprechendem Ex, aber ich denke da wäre mehr in die Richtung drin gewesen. Vor allem wenn man weiß, wie das ganze zwischen den beiden zu Ende gegangen ist.

Die letzten ca. 10-15% haben sich etwas gezogen.

Ich kann sehen, warum es viele mögen werden.
Mich konnte es nicht zu 100% überzeugen/abholen, werde aber auch das nächste Buch der Reihe lesen.

(danke an Pan/Macmillan, die mir ein Exemplar via NetGalley zur Verfügung gestellt haben)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere