Große Empfehlung
Nachts am Askanischen PlatzIm Jahr 1928 wird im Hinterhof des „Cabaret des Bösen“ eine Leiche gefunden, die Identität wirft für Leo Wechsler und sein Team viele Fragen auf. Welche Rolle spielen die Akteure in diesem Sensationstheater? ...
Im Jahr 1928 wird im Hinterhof des „Cabaret des Bösen“ eine Leiche gefunden, die Identität wirft für Leo Wechsler und sein Team viele Fragen auf. Welche Rolle spielen die Akteure in diesem Sensationstheater? Und wie passt Jelena, die mysteriöse Russin, ins Bild, die auf einmal im Theater auftaucht?
Auch im sechsten Teil der Kriminalroman-Reihe bekommen wir einen spannenden Fall präsentiert, der am Anfang noch undurchdringlich erscheint, sich dann aber wie eine Lotusblüte öffnet und genau so vielschichtig ist. Militärgeschichte von deutschen Kriegsgefangenen, historische Polizeiarbeit, eine herzzerreißende Liebesgeschichte - eingebettet in den Kontext der späten 1920er Jahre.
Im Gegenteil zu anderen Krimireihen bekommen wir hier etwas weniger Lokalkolorit, dafür aber mehr Einblicke in das „echte“ Leben. Die Ermittlerkollegen Jakob Sonnenschein und Robert Walther werden ebenso beleuchtet wie Leo Wechsler und seine eigene Familie.
Mit 312 Seiten ist es ein eher kürzeres Buch, was den verkürzten und etwas gehetzt wirkenden Einstieg erklären mag. Dies hat mir zu Beginn etwas Sorgen bereitet, sich dann aber schnell gelegt, als die Gesichte so richtig an Fahrt aufgenommen hat.
Bisher vermutlich mein liebster Teil der Reihe und eine große Empfehlung für alle Fans von nicht so derben und weniger blutigen Krimis mit einem historischem Faible.