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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2026

Klarer Durchblick

Durchblick Künstliche Intelligenz
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"Durchblick Künstliche Intelligenz" von Brian Clegg war für mich genau das, was ich gesucht habe: ein kompaktes und wirklich zugängliches Sachbuch, das die oft komplexen und missverstandenen Konzepte der ...

"Durchblick Künstliche Intelligenz" von Brian Clegg war für mich genau das, was ich gesucht habe: ein kompaktes und wirklich zugängliches Sachbuch, das die oft komplexen und missverstandenen Konzepte der Künstlichen Intelligenz (KI) endlich einmal verständlich macht. Ich fand es toll, dass Clegg die Materie mit einer angenehmen Mischung aus historischem Überblick, technischer Erklärung und philosophischer Einordnung präsentiert.

Als Leser wird man von den theoretischen Anfängen der KI – den Turing-Maschinen und den ersten Überlegungen zur Schaffung denkender Maschinen – bis hin zu den heutigen Errungenschaften des maschinellen Lernens und der generativen KI geführt. Die Stärke des Buches liegt für mich definitiv in seiner klaren Struktur und dem bewussten Verzicht auf unnötigen Fachjargon. Clegg erklärt geduldig, wie Algorithmen lernen, was der Unterschied zwischen schwacher und starker KI ist und welche Rolle Daten bei der Entwicklung spielen.

Mir gefiel auch, dass er nicht nur die faszinierenden Möglichkeiten beleuchtet, sondern sich auch den ethischen Herausforderungen und den potenziellen Risiken widmet, wie etwa dem Bias von Algorithmen oder den weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen. Für mich, die ich einen schnellen, fundierten und unaufgeregten Einstieg in das Thema KI gesucht habe, ohne mich in mathematischen Details zu verlieren, ist "Durchblick Künstliche Intelligenz" eine hervorragende Wahl. Es hat mir geholfen, die ganzen Schlagzeilen und die Mythen rund um KI besser zu verstehen und ein informierteres Urteil über diese revolutionäre Technologie zu fällen.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Kompass im Alltag

Human Design To Go – Werde, wer du bist
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Wer beginnt, sich mit Human Design zu beschäftigen, steht meist vor einer gewaltigen Informationsflut. Zwischen kryptischen Grafiken und Begriffen verliert man sich leicht in der Theorie. Victoria Deindl ...

Wer beginnt, sich mit Human Design zu beschäftigen, steht meist vor einer gewaltigen Informationsflut. Zwischen kryptischen Grafiken und Begriffen verliert man sich leicht in der Theorie. Victoria Deindl und Özden Sevimli setzen mit ihrem Buch "Human Design To Go" genau hier an: Sie schlagen eine Brücke zwischen der komplexen Systematik und der praktischen Anwendung im echten Leben.

Das Buch besticht bereits auf den ersten Blick durch seine moderne und klare Ästhetik. Anstatt eines Lehrbuchs wurde ich mit einem frischen Layout, Reflexionsfragen und verständlichen Kapiteln überrascht. Die Autorinnen halten sich nicht lange mit Ausschweifungen auf, sondern kommen schnell zum Kern, sodass das Buch für mich durchweg interessant war und ich die Themen nicht zäh fand. Der Fokus des Buches liegt konsequent auf der Frage, wie man Erkenntnisse über den eigenen Typus, die Strategie und die Zentren unmittelbar im Alltag, im Beruf oder in Beziehungen nutzen kann.

Besonders hat mir die zugängliche Sprache gefallen, sodass die Themen für mich als Neuling sehr gut greifbar sind. Es ist ein Buch, dass ich mir von jetzt an immer wieder durchlesen kann und schnell Themen nachschlagen kann - eben auch "to go" nutzen kann.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Zwischen Plappergei und Hähmster

Das NEINhorn-ABC
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Optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet. Beim Durchblättern entdeckt man immer wieder kleine Details, die zusätzlichen Charme verleihen.

Außerdem ...

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet. Beim Durchblättern entdeckt man immer wieder kleine Details, die zusätzlichen Charme verleihen.

Außerdem gefällt mir die Bandbreite an Tieren, die im Laufe der Geschichte vorkommen. Neben dem Neinhorn begegnet man verschiedenen fantasievollen Figuren, die jeweils ihre ganz eigenen Eigenschaften und Sprachweisen mitbringen. Das sorgt für Abwechslung und macht die Geschichte lebendig und vielseitig.

Kritisch sehe ich allerdings die absichtlich falsch geschriebenen Tiernamen. Zwar sind diese als humoristisches Stilmittel gedacht, jedoch können sie – gerade für jüngere Kinder, die noch lesen und schreiben lernen – zu Verwirrungen bei der Rechtschreibung beitragen. Ich persönlich fände es besser, wenn sich die reimenden oder besonders kreativen Wortspiele stärker in den Sprechblasen oder im Dialog wiedergefunden hätten, während die Namen selbst korrekt geschrieben wären. So hätte man den Humor beibehalten können, ohne mögliche Unsicherheiten bei der Schreibweise zu fördern. Zudem kommt das Neinhorn nur einmal vor und das finde ich zu wenig, da es auch auf der Titelseite ist. Hier hätte ich mir Dialoge zwischen dem Neinhorn und den anderen Tieren gewünscht.

Insgesamt ist Das Neinhorn ein sehr schön illustriertes, witziges Kinderbuch mit viel Einfallsreichtum. Trotz meiner Kritik an der Schreibweise der Tiernamen bleibt es eine unterhaltsame Geschichte, die zum Vorlesen und gemeinsamen Lachen einlädt.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Die Vergangenheit

The Exes
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„Ex's and the oh, oh, oh's they haunt me
Like ghosts they want me to make 'em all
They won't let go
Ex's and oh’s“

Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, hatte ich diese Songzeile von „Ex’s ...

„Ex's and the oh, oh, oh's they haunt me
Like ghosts they want me to make 'em all
They won't let go
Ex's and oh’s“

Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, hatte ich diese Songzeile von „Ex’s & Oh’s“ von Elle King sofort im Kopf – und sie ging einfach nicht mehr weg. Und ich muss sagen: Selten hat ein Song ein Buch so gut beschrieben.
Der Einstieg hat mich direkt gepackt. Das Buch beginnt mit einer kleinen, aber intensiven Auseinandersetzung zwischen James und Natalie während einer Party bei ihnen zu Hause. Zack – ich war drin.
Die Spannung wird durch Zeitsprünge in die Vergangenheit aufrechterhalten: frühere Beziehungen, Kindheitserinnerungen, prägende Momente. Dadurch setzt sich nach und nach ein Gesamtbild zusammen, das immer komplexer wird.
Natalie konnte ich mir unfassbar gut vorstellen – sie wurde so detailliert und greifbar beschrieben, dass sie beim Lesen fast neben mir stand. Und das ist ein Thriller-Debüt! Wirklich: WOW. Die Charakterzeichnung war für mich eines der absoluten Highlights.
Besonders spannend fand ich die verschiedenen Versionen von Natalie:
ihre innere Stimme, die Geschichten bei ihrer Therapeutin, und die sorgfältig inszenierte Fassade gegenüber ihrem Mann, ihrer Familie und ihren Freunden. Dieses Aufeinandertreffen der unterschiedlichen „Natalies“ war für mich der stärkste und faszinierendste Teil des Buches.
Neben den Ex-Freunden geht es hier auch um Trauma, familiäre Bindungen, Misstrauen und die dunklen Geheimnisse, die man mit sich herumträgt. Allerdings kämpft fast jede Figur mit einem schweren familiären Trauma – das fühlte sich zeitweise etwas erdrückend an.
Der Mittelteil zog sich für mich leider ziemlich. Ich habe zwischendurch gemerkt, wie mein Interesse nachließ und ich mich etwas durch die Seiten gearbeitet habe. Abbrechen wollte ich trotzdem nicht – irgendwas sagte mir: Da kommt noch was. Und ja, ich lag richtig.
Das Ende hatte es in sich. Ein Plot-Twist nach dem nächsten – teilweise so schnell, dass es fast ein bisschen zu viel war und stellenweise überladen wirkte. Positiv: Rund 60 % der Wendungen habe ich absolut nicht kommen sehen. Dennoch blieben für mich einige Fragen offen, wodurch sich das Gesamtbild am Ende nicht ganz rund angefühlt hat.

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