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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Schwere Kost

Alma
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In dem Buch begleiten wir Alma, die in ihre Heimat Triest reist, um dort von ihrem Jugendfreund das Erbe ihres Vaters in Empfang zu nehmen.Dabei werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend geweckt ...

In dem Buch begleiten wir Alma, die in ihre Heimat Triest reist, um dort von ihrem Jugendfreund das Erbe ihres Vaters in Empfang zu nehmen.Dabei werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend geweckt ,die sich in wechselnden Abschnitten durch das Buch ziehen.Einen großen Teil nimmt das Geschehen um die politischen Ereignisse rund um Jugoslawien ,inklusive der Spaltung des Landes ein. diesen Teil fand ich auch besonders interessant, weil ich bei der Lektüre feststellte, dass mir hierzu einiges an Hintergrundwissen fehlt. Die private Geschichte konnte mich leider nicht einfangen, da sie relativ emotionslos erzählt war und durch die ständigen Wechsel immer wieder auseinanderglitt.Das war auch ausschlaggebend dafür,dass ich keine Nähe zu den einzelnen Personen aufbauen konnte.

Das Buch beinhaltete an unterschiedlichen Stellen alte Schwarz - Weiß Fotos,die thematisch passend gewählt waren und eine gewisse Authenzität herstellten,was mir sehr gut gefiel.

Insgesamt gesehen hat mich das Buch leider enttäuscht und meine diesbezüglichen Erwartungen nicht erfüllt.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Nicht alles ist so wie es scheint

Seventeen Years Later
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Die Ermordung der angesehenen Familie Primrose stand lange Zeit im Fokus der Öffentlichkeit.Als der Koch der Familie,der Maori Bill Kareama verurteilt wurde,ebbte die Aufmerksamkeit spürbar ab.Siebzehn ...

Die Ermordung der angesehenen Familie Primrose stand lange Zeit im Fokus der Öffentlichkeit.Als der Koch der Familie,der Maori Bill Kareama verurteilt wurde,ebbte die Aufmerksamkeit spürbar ab.Siebzehn Jahre später befasst sich die junge True Crime Podcasterin Sloan Noch einmal mit dem Fall und entdeckt einige Ungereimtheiten. Sie beschließt, alles dafür zu tun, damit Bild aus dem Gefängnis entlassen wird. Unterstützung erhält sie durch den Gefängnispsychologen der sich bereits vorher für ein Berufungsverfahren eingesetzt hatte.

Sie vernimmt Zeugen,liest Protokolle und plötzlich erscheint der Fall in einem ganz neuen Licht. Wird es den beiden gelingen, den Verurteilten aus dem Gefängnis zu holen?



Die Geschichte wird in sehr kurzen Abschnitten jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten berichtet und wechselt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was zu Anfang sehr gewöhnungsbedürftig war. Nach und nach änderte sich das und bis auf den etwas langatmigen Mittelteil, war die Geschichte sehr spannend.Geschickt wurde man beim Lesen auf verschiedene falsche Fährten gelockt, zum Schluss gab es eine überraschende Wendung.

Die Sache mit der Podcasterin fand ich zum Teil nicht realistisch.Nahezu jede Person ,mit der sie sprach, kannte ihren Podcast, was mich aufgrund des großen Angebotes in diesem Genre ziemlich wundert.

Was mich beim Lesen sehr gestört hat, waren die vielen Fehler, welche immer wieder auftraten, mal fehlte ein Wort, dann gab es wieder einen Grammatikfehler,daher nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Nur gemächliche Spannung

Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman
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Als im Schleusenbecken des Götakanals eine weibliche Leiche gefunden wird,steht die Polizei rund um Kommissar Beck zunächst vor einem Rätsel. Weder wissen Sie, wer die tote Frau ist, noch wird sie von ...

Als im Schleusenbecken des Götakanals eine weibliche Leiche gefunden wird,steht die Polizei rund um Kommissar Beck zunächst vor einem Rätsel. Weder wissen Sie, wer die tote Frau ist, noch wird sie von irgend wem vermisst.Doch nach einigen Bemühungen steht die Identität fest und auch, dass es sich um Mord handelt.Das Team nimmt die Ermittlungen auf ,die sich sehr langwierig gestalten,Freizeit und Familienleben findet für die Beamten kaum noch statt.

Zwar ist es durchaus interessant,einen genauen Einblick ,in die oft sehr eintönige Arbeit der Polizei zu bekommen,jedoch geriet es hier deutlich zu ausführlich,wodurch jegliche Spannung über weite Strecken abhanden kam.Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass so ein Fall in der Realität vorkommen könnte. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr wurde konzentriert und mit großem Personalaufwand an einem Fall gearbeitet, was ich mir kaum vorstellen kann.
Auch wenn es zum Schluss zu einem relativ dramatischen Showdown kam,wurde das Buch einem Krimi nicht gerecht.Daher von mir nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Mutige Frauen im Widerstand

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Die Moderatorin Gwen erhält bei der BBC einen äußerst interessanten Auftrag.Sie soll einen Bericht über die Frauen des Widerstands schreiben,die während des zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich als ...

Die Moderatorin Gwen erhält bei der BBC einen äußerst interessanten Auftrag.Sie soll einen Bericht über die Frauen des Widerstands schreiben,die während des zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich als SOE Agentinnen tätig waren.Zu Recherchearbeiten fährt sie mit ihrer Tochter und ihrer Tante nach Paris.Auf Vermittlung einer Freundin erhält sie die Adresse von Pat,die ihr als Zeitzeugin und ehemalige Agentin,behilflich sein könnte, doch diese möchte nicht mehr über die Vergangenheit reden.
Als sie,die von ihrer Großmutter besprochenen Kassetten mit ihren Lebenserinnerungen, hört werden erste Zusammenhänge klar und plötzlich bricht auch Pat ihr Schweigen.

Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Vergangenheit ( hauptsächlich 1942) und Gegenwart (1998)erzählt.
Wie immer bei Romanen, welche auf mehreren Zeitebenen spielen, ist der Part in der Vergangenheit, der deutlich interessantere Teil.
Bisher habe ich von den Frauen der Résistance noch nichts gehört und fand es sehr wichtig ,dass sie aus ihrer Bedeutungslosigkeit herausgenommen und ihnen ein Forum geboten wurde.
Die Aufträge,mit welchen sie betraut waren,forderten ihnen einiges ab und brachte sie öfter in Lebensgefahr.
Es erforderte höchste Konzentration,die verschiedenen Personen,inklusive ihrer Tarnnamen auseinanderzuhalten,besonders weil es beim Hörbuch kein Namensverzeichnis gibt.
Der sowieso bedeutungslosere Teil in der Gegenwart,wurde durch viele Belanglosigkeiten zusätzlich in die Länge gezogen.Mir gefiel es zwar gut,dass dem französischen Lebensgefühl,bei dem das Essen eine wichtige Rolle spielt,ein größerer Rahmen gegeben wurde, jedoch fand ich es deutlich übertrieben,die Worte Baguette und Croissant habe ich unendliche Male gelesen.
Obwohl ich, aufgrund der beschriebenen Kritikpunkte,dem Buch leider nur drei Sterne vergeben kann,möchte ich der hervorragenden Sprecherin Elisabeth Günther, ein großes Lob aussprechen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Leider viel verschenktes Potential

Knochenkälte
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Als der forensische Anthropologe David Hunter wegen eines Sturms in der kleinen Ortschaft Edendale in den Cumbrian Mountains strandet,wird er vom großen Teil der Bewohner mit ziemlicher Abneigung empfangen ...

Als der forensische Anthropologe David Hunter wegen eines Sturms in der kleinen Ortschaft Edendale in den Cumbrian Mountains strandet,wird er vom großen Teil der Bewohner mit ziemlicher Abneigung empfangen .In einem heruntergekommenen Hotel findet er Unterschlupf für eine Nacht.Am nächsten Morgen findet er auf der Suche nach einer Internetverbindung in einem verlassenen Waldstück ein Skelett,das fest mit dem Wurzelwerk eines alten Baumes verwachsen scheint.Als kurz darauf die einzige Straße einbricht,ist der kleine Ort von der Außenwelt in jeglicher Hinsicht abgeschnitten.Als Hunter alte menschliche tKnochen entdeckt ,begreift er ,dass dieser Ort viele Geheimnisse hütet und dass einige Menschen unbedingt verhindern möchten, dass diese entdeckt werden. Er gerät immer tiefer in ein Spinnennetz aus Verbrechen und Intrigen und damit auch in äußerste Lebensgefahr.

Ich kenne schon einige Bücher dieser Reihe, die mir immer gut gefallen haben. Zwar hat dieser Roman einiges an Potential,was aber inmeinen Augen nicht ausgeschöpft wird.Die Story verlief äußerst zäh, es gab unendlich viele langatmige und immer gleiche Beschreibungen,alleine das Wort Rhododendronbüsche tauchte zigmal auf.
Dazwischen brachte der Autor zwar immer wieder vielversprechende menschliche Schicksale und Entwicklungen unter,das alleine reichte aber nicht für einen spannenden Thriller,wie man ihn von diesem Autor erwartet.
Auch das ziemlich schlüssige und spannende Ende ,konnte das Manko nicht ausgleichen.Somit kann ich leider nur drei Sterne für eine Story vergeben,die weit hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
Ein großes Lob gehört jedoch dem tollen Sprecher Johannes Steck.

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