Viel Brutalität in gesellschaftskritischer Dystopie
Chain-Gang All-StarsDie Szenerien, an römische Gladiatorenkämpfe erinnernd, handeln von lebenslänglich inhaftierten Kämpferinnen als Stars der Chain-Gang All-Stars in öffentlichen Medien und vor Live-Publikum, wie bei den ...
Die Szenerien, an römische Gladiatorenkämpfe erinnernd, handeln von lebenslänglich inhaftierten Kämpferinnen als Stars der Chain-Gang All-Stars in öffentlichen Medien und vor Live-Publikum, wie bei den heutigen Wrestling-Stars des World Wrestling Entertainment in einem skrupellosen, kapitalistischen Amerika. Die Gesellschaftskritik wendet sich gegen das Fehlen jeglicher Moral, Ethik und Empathie, wenn diese inhaftierten Schwerverbrecherinnen vor laufender Kamera morden, um ihre Freiheit zu erlangen. Leider bleiben die Charaktere ziemlich farblos und die etwas verwirrende Story verliert sich ab und an in Belanglosigkeiten. Kritisiert werden neben den Haftbedingungen in amerikanischen Gefängnissen auch die Todesstrafe an sich, die Verrohung und den immerwährenden Rassismus der Gesellschaft. Die Würde des Individuums scheint hier bedeutungslos zu sein. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Insgesamt interessante Themen zum Nachdenken, doch der rote Faden geht in der Gesamtheit zu leicht verloren.