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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2022

Leise, sprachlich überzeugend und eindringlich

Bullauge
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Ich habe von Friedrich Ani so gut wie alle Romane gelesen und bin ein großer Fan seiner Figuren, unter anderem von Tabor Süden. Mit seiner speziellen Sprache (zum Beispiel „Aushäusigkeit“) zieht mich Ani ...

Ich habe von Friedrich Ani so gut wie alle Romane gelesen und bin ein großer Fan seiner Figuren, unter anderem von Tabor Süden. Mit seiner speziellen Sprache (zum Beispiel „Aushäusigkeit“) zieht mich Ani immer wieder in seinen Bann, auch wenn seine Romane eher leise erzählt sind, was nur wenigen Autor:innen gelingt.
Auch Kay Oleander ließ mich beim Lesen nicht mehr los. Er ist in typischer Ani-Manier ein vom Schicksal gezeichneter Mensch, der versucht, mit seiner Situation nach dem Verlust eines Auges zurecht zu kommen. Dabei trifft er mit Silvia Glaser auf eine Person, die im Leben auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Annäherung der beiden Versehrten bestreitet den Großteil des Romans bis zum überraschenden Ende, das wiederum für Friedrich Ani nicht ungewöhnlich ist. Ich empfehle „Bullauge“ und Friedrich Ani allen weiter, die gerne mal einen Kriminalroman lesen, der ungewöhnlich geschrieben ist, aber einen dennoch nicht mehr loslässt. Friedrich Ani, der Meister der leisen Töne und für mich schönen Sprache hat mal wieder einen tollen Roman verfasst!

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Veröffentlicht am 08.05.2023

Lehrreiches, kleines Buch – nicht nur für Kinder!

Mein erster Naturführer, Was fliegt denn da?
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Allein schon das liebevoll gestaltete Cover machte bei mir richtig Lust auf dieses Buch. Und nicht nur bei mir! Meine beiden Nichten, drei und fünf Jahre alt, sind total begeistert!
Das Buch vermittelt ...

Allein schon das liebevoll gestaltete Cover machte bei mir richtig Lust auf dieses Buch. Und nicht nur bei mir! Meine beiden Nichten, drei und fünf Jahre alt, sind total begeistert!
Das Buch vermittelt durch schöne und informative Zeichnungen Wissen zu 16 heimischen Vogelarten. Da hab selbst ich noch etwas dazu gelernt. Daher empfehle ich den Naturführer auch gerne für Erwachsene!
Was mir weiterhin besonders gut am Buch gefällt, ist die Haptik. Es hat nicht nur eine schöne, kompakte Größe, sondern auch etwas dickere Seiten, die für kleine(re) Kinder sehr gut geeignet sind, weil die Seiten nicht so schnell einreißen.
Die Beschreibungen der Vögel sind sehr gut gelungen. Nicht nur werden die Merkmale an Zeichnungen der Tiere gut dargestellt (auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern), sondern auch, wo ich am ehesten die Vögel beobachten kann und welche Alleinstellungsmerkmale sie besitzen. "Was fliegt denn da?" ist ein definitiv ein Naturführer für die ganze Familie!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ergreifende Geschichte

Lebensbande
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"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend ...

"Lebensbande" ist der erste Roman von Mechtild Borrmann, den ich gelesen habe. Das Cover sagte mir nicht so zu und trifft auch nicht so recht den Kern der Geschichte. Den Inhalt wiederum fand ich ergreifend und berührend.

Der Roman ist sehr gut geschrieben, sodass ich der Handlung schnell folgen konnte und das Buch sehr schnell gelesen hatte. Die Hauptfiguren sind der Autorin sehr authentisch gelungen und ihr Schicksal ließ mich beim Lesen nicht kalt. Borrmann ordnet die Schicksale der drei Frauen gut in den historischen Kontext ein, wobei es mir an manchen Stellen, angesichts der politischen und kriegerischen Umstände, etwas zu "glatt" lief. Was mir ebenfalls nicht ganz so gut gefiel, war, dass manche Geschehnisse im folgenden Kapitel noch mal aus anderer Sicht beschrieben wurden, was für meinen Geschmack unnötige Längen erzeugte. Dennoch ist der Inhalt des Romans wichtig, weil er die Schicksale von Frauen zur damaligen Zeit in den Mittelpunkt rückt und den Wert von Freundschaft und Moral hervorhebt.

Insgesamt ein solider Roman mit wichtigen Themen für Fans von historischen Romanen mit weiblichen Hauptfiguren.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Berührender Abschluss der Jahrhundertgeschichten

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, ...

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" von Alena Schröder hat ein schönes Cover und passt sehr gut zum Inhalt des Buchs. Ich habe bereits die beiden vorhergehenden Werke der Autorin gelesen, in denen einige der Hauptfiguren ebenfalls vorkommen.

Alena Schröder ist eine sehr begabte Autorin, die es schafft, Emotionen durch Sprache darzustellen und greifbar zu machen. Im vorliegenden Buch erzählt sie in zwei Zeitebenen, die kaum Berührungspunkte miteinander haben, aber beide ihre eigenen, innewohnenden Gefühlswelten aufweisen. Die Nachkriegszeit setzte dabei andere Zwischentöne als die Geschichte, die in Berlin im Jahr 2023 spielt. Mich haben beide daher auch unterschiedlich berührt. Marlen und Wilma waren mir von Beginn an sympathischer als Hannah, die ich beim Lesen nicht selten schütteln wollte, um sie dazu zu bringen, für sich einzustehen. Letztlich konnte ich mich aber dank des gekonnten Sprachstils der Autorin in alle Figuren, ihre Emotionen, Konflikte und Zerrissenheit einfühlen. Der Roman ist berührend, regt zum Nachdenken an und verhandelt, wie bei Alena Schröder üblich, die Rolle der Frau zu unterschiedlichen Zeiten. Das gelingt ihr insgesamt sehr gut, wobei die Nachkriegsgeschichte stärker ist als die von 2023. Ich konnte in beide Erzählstränge sehr gut abtauchen und die Welt um mich her kurzzeitig vergessen. Dank dieser Sogwirkung hatte ich das Buch binnen weniger Tage fertig gelesen.

Insgesamt hat mir "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" gut gefallen, auch wenn mir die beiden Vorgänger noch ein bisschen mehr zusagten. Empfehlenswert für alle, die gerne berührende Romane lesen, in deren Mittelpunkt Frauenfiguren stehen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Faszinierende Geschichte

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage ...

"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage mit ihrem 556 Seiten starken Buch unterhielt.

Die Handlung des Romans dreht sich um Angelika Moser; eine Person, die mehr vom Leben will und es sich im Zweifel auch nimmt. Wie auf einer Achterbahn verläuft ihr Leben und so fühlte es sich auch an, dieses Buch zu lesen. Ständig neue Herausforderungen und Probleme, die erst mal gelöst werden müssen. Das Ganze unterhaltsam und flüssig erzählt. Angelikas Gedankenwelt wird hervorragend beschrieben und ich konnte ihre Entscheidungen meist nachvollziehen. Ein Lesevergnügen, das für mich nur im letzten Drittel etwas schwächelte; da waren mir ein paar Längen zu viel.

Insgesamt aber ein unterhaltsamer, spielerischer und leichter Roman für alle Freundinnen und Freunde des kurzweiligen Lesegenusses. Und Menschen, die Fan von Vea Kaiser werden möchten.

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