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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2025

Magie, Masken und tödliches Verlangen

Fae Isles − Der Henker der Königin
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Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine ...

Dieses Buch ist pure Dark-Fantasy-Romance zum Abtauchen – düster, magisch, gefährlich und gleichzeitig zutiefst gefühlvoll. Die Geschichte um Emelin und Creon zieht einen mit jeder Seite tiefer in eine Welt, in der nichts sicher ist – außer der ständigen Bedrohung durch Macht, Verrat und verbotene Magie.

Emelin ist eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt: mutig, wütend, klug und doch verletzlich. Als sie beim Wirken verbotener Magie vom tödlichsten aller Fae erwischt wird, rechnet man mit ihrem Ende – aber stattdessen beginnt eine komplexe Verbindung zwischen zwei scheinbar gegensätzlichen Figuren: der Rebellin mit Macht, die nicht gebunden ist – und dem stummen Henker, der mehr Geheimnisse verbirgt, als sein Ruf vermuten lässt.

Die Chemie zwischen Emelin und Creon ist intensiv und voller Spannung. Was als taktisches Spiel beginnt – eine gespielte Beziehung zur Tarnung – wird langsam zu etwas Echtem. Doch die Gefahr lauert überall: in den Gängen des Hofes, in den Blicken der Königin, und in den Zweifeln, ob aus Hass und Pflicht wirklich Nähe entstehen kann.

Der Weltenbau ist faszinierend, magisch und dabei nie überladen. Die Fae-Kultur, die verbotene Magie, die Intrigen am Hof – alles fühlt sich glaubhaft, gefährlich und fremdartig an. Und mittendrin zwei Figuren, die nicht retten wollen, sondern müssen – nicht für Ruhm, sondern fürs Überleben.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Zerbrochene Flügel, verborgenes Feuer

A Dance of Lies
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Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die ...

Die Geschichte von Vasalie ist ein mitreißender Mix aus Intrigen, Verrat und einer Liebe, die zwischen Macht und Misstrauen auf die Probe gestellt wird. Schon die Grundidee – eine ehemalige Tänzerin, die vom König ungerecht behandelt wird und sich nun in einem gefährlichen Spiel zwischen zwei Brüdern wiederfindet – hat mich sofort neugierig gemacht.

Vasalie ist eine beeindruckende Protagonistin: verletzlich, aber auch stark und klug, was sie in der bitteren Welt voller Machtkämpfe und dunkler Geheimnisse überlebenswichtig macht. Die Spannung zwischen ihr, König Illian und seinem Bruder Anton ist spürbar, und die verbotene Liebe bringt zusätzliche emotionale Tiefe ins Spiel.

Die Handlung bietet viele Wendungen und hält die Balance zwischen politischen Intrigen und persönlichen Konflikten gut. Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass die inneren Gedanken von Vasalie noch etwas mehr Raum bekommen, um ihre Zerrissenheit und die Schwere ihrer Entscheidungen noch intensiver nachzuempfinden.

Insgesamt ist es eine packende Geschichte voller düsterer Geheimnisse, knisternder Beziehungen und einem gefährlichen Spiel um Macht und Freiheit.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Zwischen Leben und Ewigkeit

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Was für ein spannendes Setting! Eine magische Akademie im Jenseits, in der tote Jugendliche verlorene Seelen begleiten und um einen Platz unter der „Elite“ kämpfen – das ist definitiv mal etwas anderes. ...

Was für ein spannendes Setting! Eine magische Akademie im Jenseits, in der tote Jugendliche verlorene Seelen begleiten und um einen Platz unter der „Elite“ kämpfen – das ist definitiv mal etwas anderes. Mich hat die Idee sofort neugierig gemacht, und schon nach den ersten Kapiteln war ich in der düsteren, aber faszinierenden Welt der Blackwood Academy gefangen.

Wren ist eine sympathische Protagonistin – ehrgeizig, entschlossen, aber auch verletzlich. Man merkt schnell, dass hinter ihrem Ehrgeiz mehr steckt als nur der Wunsch, zu gewinnen. Ihr innerer Konflikt, ihr Umgang mit dem Tod und ihre tiefe Sehnsucht nach Bedeutung haben mich berührt. Besonders gut hat mir gefallen, wie ihre Beziehung zu August aufgebaut ist. Es gibt Spannung, Anziehung, aber auch Zweifel – das wirkt glaubwürdig und nicht zu kitschig. August ist dabei mehr als nur der typische „gut aussehende Rivale“ – er hat Tiefe, und das Zusammenspiel der beiden war für mich eines der Highlights.

Auch die Nebenfiguren – Irene, Masika, Emilio, Olivier – bringen ihre ganz eigene Dynamik mit rein. Zwar hätte ich mir bei einigen noch ein bisschen mehr Charakterentwicklung gewünscht, aber insgesamt war die Gruppe spannend und vielfältig. Die Trials selbst waren teilweise richtig mitreißend und kreativ inszeniert – da kam echtes Wettkampf-Feeling auf, ohne sich zu wiederholen.

Was für mich nicht ganz rund war: In der Mitte hatte das Buch ein paar Längen, gerade zwischen den Prüfungen. Da ging etwas Tempo verloren, und ein, zwei Enthüllungen konnte man früh erahnen. Auch die Welt hätte noch mehr Raum verdient – ich hätte gern noch tiefer in die Regeln und Geheimnisse des Zwischenreichs eingetaucht.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Herzenswege in London

Two steps away - London Hearts 2
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Mit Two Steps Away geht die London-Hearts-Reihe endlich weiter – und dieses Mal steht Pippa im Mittelpunkt. Eine Protagonistin, die mir von Anfang an sympathisch war, weil sie nicht den einfachen Weg wählt. ...

Mit Two Steps Away geht die London-Hearts-Reihe endlich weiter – und dieses Mal steht Pippa im Mittelpunkt. Eine Protagonistin, die mir von Anfang an sympathisch war, weil sie nicht den einfachen Weg wählt. Als Tochter einer erfolgreichen Modefamilie könnte sie viele Abkürzungen nehmen, doch genau das lehnt sie ab. Sie möchte sich ihren Platz in der Modewelt selbst erarbeiten und nicht nur „die Wilson-Tochter“ sein. Dieser innere Konflikt zwischen familiären Erwartungen und dem Wunsch nach Eigenständigkeit zieht sich authentisch durch die gesamte Geschichte.

Pippa ist strukturiert, ehrgeizig und manchmal fast zu streng mit sich selbst – gerade das macht sie aber greifbar. Besonders gut gefallen hat mir, wie sie im Verlauf der Handlung lernt, für sich einzustehen und ihre eigenen Grenzen zu definieren. Ihre Entwicklung wirkt insgesamt glaubwürdig und passt gut zum Coming-of-Age-Aspekt der Geschichte.

Emotional kompliziert wird es, als Ben wieder in ihr Leben tritt. Er ist nicht nur ein alter Bekannter, sondern auch der Junge, dem sie einst ihr Herz geöffnet hat – und der sie damals zurückgewiesen hat. Dass sie nun ausgerechnet beruflich mit ihm konkurriert, sorgt für zusätzliche Spannung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich eher ruhig und langsam, was grundsätzlich gut zur Geschichte passt. Allerdings wirkten manche Annäherungen auf mich etwas konstruiert und nicht immer ganz natürlich. Auch kamen die Gefühle zwischendurch etwas zu kurz, bevor sie gegen Ende sehr plötzlich intensiv wurden. Hier hätte ich mir insgesamt ein gleichmäßigeres Tempo gewünscht.

Ein echtes Highlight des Buches ist für mich erneut das Umfeld: die WG, der Zusammenhalt der Mädels, die Nebenfiguren und das Gefühl von Zuhause. Diese Gemeinschaft bringt viel Wärme in die Geschichte und sorgt für zahlreiche schöne, ruhige Momente. Auch das Mode-Setting fand ich erfrischend – es hebt die Geschichte angenehm von anderen Romance-Romanen ab.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, sodass man schnell durch die Seiten kommt und sich gut in das winterliche London fallen lassen kann. Allerdings sind mir einige Rechtschreib- und Grammatikfehler aufgefallen, die den Lesefluss stellenweise gestört haben. Auch gab es mir persönlich etwas zu viele Zufälle, die wichtige Wendungen ausgelöst haben, was manche Entwicklungen etwas erzwungen wirken ließ.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich Two Steps Away insgesamt gut unterhalten. Die Geschichte ist cozy, emotional und bietet starke Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Band 1 hat mir zwar etwas besser gefallen, dennoch ist dieser zweite Teil eine gelungene Fortsetzung mit einer besonderen Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Düstere Magie, Längen und erzwungene Funken

The Dagger and the Flame
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„The Dagger and the Flame“ entführt in ein düster-magisches Königreich, in dem Schattenmagie kostbar und gefährlich ist. Catherine Doyle schafft es, Fantome mit seinen verfeindeten Gilden – den Cloaks ...

„The Dagger and the Flame“ entführt in ein düster-magisches Königreich, in dem Schattenmagie kostbar und gefährlich ist. Catherine Doyle schafft es, Fantome mit seinen verfeindeten Gilden – den Cloaks und den Daggers – lebendig werden zu lassen, und die detailreichen Schauplätze, wie die Versini-Bibliothek oder Theos Garderobe, sind so bildhaft, dass man sich sofort mittendrin fühlt.

Doch so sehr ich die Welt und die Grundidee geliebt habe, es gab immer wieder Längen, die den Lesefluss stocken ließen. Manche Szenen zogen sich unnötig in die Länge, und zwischendurch hätte ich mir mehr Tempo gewünscht, gerade bei den zentralen Wendungen.

Die Dynamik zwischen Seraphine und Ransom ist das Herzstück der Geschichte – und gleichzeitig ihr Stolperstein. Die Autorin setzt auf das klassische „Enemies-to-Lovers“-Motiv, doch leider wirkte die Chemie in manchen Momenten fast erzwungen. Ihre Streitereien und „Papierflieger“-Auseinandersetzungen sind zwar unterhaltsam, aber manchmal habe ich das Gefühl gehabt, dass die Beziehung künstlich konstruiert wird, um Spannung zu erzeugen, statt dass sie organisch wächst.

Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass ich emotional in die Geschichte eingetaucht bin. Seraphines Wut, ihre Verletzlichkeit und ihr Rachedurst sind sehr gut nachvollziehbar, und die kleinen, ruhigen Momente mit ihren Freunden oder ihrem Hund sorgen für echte Herzenswärme. Auch die überraschenden Wendungen haben mich immer wieder abgeholt, selbst wenn einige Entwicklungen vorhersehbar waren.

Der Schreibstil ist episch und stimmungsvoll, aber auch sehr detailverliebt – was sowohl ein Plus als auch ein Minus ist. Es gibt Passagen, die einen sofort in die Welt ziehen, und andere, bei denen ich mich gefragt habe, wann es endlich weitergeht.

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