Zwischen Wünschen, Realität und dem Weg zu sich Selbst
No Hard Feelings„Manchmal ändert das Universum seine Meinung. Manchmal beschließt ein wohlwollender Gott, auf dich hinabzuscheinen, und nach stürmischen Wochen und Monaten bricht die Sonne durch die Wolken und lässt alles ...
„Manchmal ändert das Universum seine Meinung. Manchmal beschließt ein wohlwollender Gott, auf dich hinabzuscheinen, und nach stürmischen Wochen und Monaten bricht die Sonne durch die Wolken und lässt alles erstrahlen, und das Leben ist wieder schön.“ (Kapitel 9)
Worum geht’s´?
Penny ist unzufrieden mit ihrem Leben. Ständig geplagt von Selbstzweifeln vergleicht sie sich mit ihren Freundinnen und stellt immer wieder fest, dass sie sich vieles anders wünscht: Ihren Job, ihre Beziehung mit Max und ihren Freundinnen, ihre Gewohnheiten. Immer wieder sagt sie sich, dass alles besser wird, wenn sie sich bloß genug anstrengt. Aber so leicht ist es gar nicht.
Wie war’s?
No hard Feelings greift die Unsicherheiten der 20er ziemlich gut auf, die Suche nach sich Selbst und dem eigenen Lebensweg, der mitunter völlig anders sein kann, als man vielleicht dachte. Dazu gehören Themen wie sich verändernde Freundschaften und Beziehungen, Belastungen durch den Job, aber auch psychosoziale Selbstfürsorge.
Genevieve Novak schreibt mitreißend, lebhaft und immer wieder auch humorvoll. Irgendwann wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ihr gelingt es Pennys Gefühle und Sorgen derart realistisch und nachvollziehbar darzustellen, dass es leicht fällt sich in sie hineinzuversetzen. Dennoch gab es für mich auch immer wieder Momente, in denen ich meine Schwierigkeiten mit Pennys überaus selbstkritischer Art hatte, die sie blind für Alternativen gemacht hat. Selbst wenn sie direkt damit konfrontiert wurde. Manchmal hätte ich sie echt gerne geschüttelt und dann aber auch wieder in den Arm genommen.
So oder so war es mitreißend und Genevieve Novak konnte mein Herz zum Ende retten.