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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2025

Zwischen Wünschen, Realität und dem Weg zu sich Selbst

No Hard Feelings
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„Manchmal ändert das Universum seine Meinung. Manchmal beschließt ein wohlwollender Gott, auf dich hinabzuscheinen, und nach stürmischen Wochen und Monaten bricht die Sonne durch die Wolken und lässt alles ...

„Manchmal ändert das Universum seine Meinung. Manchmal beschließt ein wohlwollender Gott, auf dich hinabzuscheinen, und nach stürmischen Wochen und Monaten bricht die Sonne durch die Wolken und lässt alles erstrahlen, und das Leben ist wieder schön.“ (Kapitel 9)


Worum geht’s´?

Penny ist unzufrieden mit ihrem Leben. Ständig geplagt von Selbstzweifeln vergleicht sie sich mit ihren Freundinnen und stellt immer wieder fest, dass sie sich vieles anders wünscht: Ihren Job, ihre Beziehung mit Max und ihren Freundinnen, ihre Gewohnheiten. Immer wieder sagt sie sich, dass alles besser wird, wenn sie sich bloß genug anstrengt. Aber so leicht ist es gar nicht.


Wie war’s?

No hard Feelings greift die Unsicherheiten der 20er ziemlich gut auf, die Suche nach sich Selbst und dem eigenen Lebensweg, der mitunter völlig anders sein kann, als man vielleicht dachte. Dazu gehören Themen wie sich verändernde Freundschaften und Beziehungen, Belastungen durch den Job, aber auch psychosoziale Selbstfürsorge.

Genevieve Novak schreibt mitreißend, lebhaft und immer wieder auch humorvoll. Irgendwann wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ihr gelingt es Pennys Gefühle und Sorgen derart realistisch und nachvollziehbar darzustellen, dass es leicht fällt sich in sie hineinzuversetzen. Dennoch gab es für mich auch immer wieder Momente, in denen ich meine Schwierigkeiten mit Pennys überaus selbstkritischer Art hatte, die sie blind für Alternativen gemacht hat. Selbst wenn sie direkt damit konfrontiert wurde. Manchmal hätte ich sie echt gerne geschüttelt und dann aber auch wieder in den Arm genommen.

So oder so war es mitreißend und Genevieve Novak konnte mein Herz zum Ende retten.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Witchy Story mit Schwächen

The Deathless One
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„Ich will nicht mehr gesagt bekommen, was ich tun soll. So habe ich mein ganzes Leben verbracht, und jetzt will ich endlich meine eigenen Entscheidungen treffen.“ (Kapitel 7)


Worum geht’s?

Prinzessin ...

„Ich will nicht mehr gesagt bekommen, was ich tun soll. So habe ich mein ganzes Leben verbracht, und jetzt will ich endlich meine eigenen Entscheidungen treffen.“ (Kapitel 7)


Worum geht’s?

Prinzessin Yessamine wird am Tag ihrer Hochzeit umgebracht. Doch mit Hilfe des Todlosen kehrt sie ins Leben zurück und entdeckt ihre Hexenkräfte. Nun will sie die Verantwortlichen finden und ihr Königreich zurückerobern.


Wie war’s?

Ein Buch, das mit seiner düsteren Stimmung perfekt in die dunkle Jahreszeit passt. Ein bisschen hat es mich dadurch an Belladonna erinnert. Jedoch gefiel mir dort der poetische Schreibstil wesentlich besser. Hier hat es mir der Schreibstil deutlich schwerer gemacht und ich habe bis zur Hälfte des Buches gebraucht, bis in endlich drin war. Da gab es doch einige Längen. Dann passierte aber noch einiges, sodass es zum Schluss noch ziemlich spannend wurde.

Womit ich allerdings gar nicht richtig warm werden konnte, war die Beziehung zwischen Yessamine und dem Todlosen. Insbesondere die Spice-Szenen hätte das Buch meiner Meinung nach gar nicht gebraucht. Aber gut, Geschmackssache. 😉

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wichtige Message, teilweise etwas zu plakativ

Please unfollow
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Worum geht’s?

Sherry wächst bei einem Elternpaar auf, das ihr ganzes Leben öffentlich auf Social Media darstellt. Umso älter Sherry wird, umso mehr wird es für sie zum Problem. Als sie sich nicht mehr ...

Worum geht’s?

Sherry wächst bei einem Elternpaar auf, das ihr ganzes Leben öffentlich auf Social Media darstellt. Umso älter Sherry wird, umso mehr wird es für sie zum Problem. Als sie sich nicht mehr anders zu helfen weiß, eskaliert sie und findet sich in einer Einrichtung für straffällig gewordene Jugendliche wieder. Hier scheint sie keiner zu erkennen und das ermöglicht ihr ganz neue Erfahrungen.

Wie war’s?

Das Thema ist total aktuell. Die Kindheit als Content zu vermarkten ist schon krass und dennoch nicht aus der Luft gegriffen. Was das für ein Kind bedeuten kann, können wir in diesem Buch eindringlich miterleben. Das hat mich zwischendurch schon wütend und auch immer wieder sprachlos gemacht. Sherrys Eltern sind dermaßen egozentrisch und kein bisschen empfänglich für die Wünsche und Privatsphäre ihrer Tochter, da kann man nur den Kopf schütteln. Es will gar nicht in meinen Kopf, dass es solche Eltern tatsächlich geben kann.

Die Rückblicke waren für mich tatsächlich die spannendsten Momente im Buch. Man erfährt, was Sherry in ihrem Leben erdulden musste und gleichzeitig schockieren diese Szenen durch die Verhaltensweisen der Eltern und die Kommentare unter den geposteten Videos.

Die Szenen in der Gegenwart waren mir dagegen etwas zu langatmig. Langezeit war mir auch nicht klar, wohin die Reise gehen soll. Gewünscht hätte ich mir außerdem ein bisschen mehr Tiefgang in Bezug auf das Umfeld gewünscht. Gerade in der Schule ist doch offensichtlich, dass es Sherry nicht gut geht, dass sie keine Freunde hat, dass sie ausgegrenzt wird. Und wirklich niemand sucht das Gespräch mit ihr, nimmt sie ernst, sieht das problematische Verhalten der Eltern? Dennoch lässt sich das Buch, nicht auch zuletzt dank des leichten, unkomplizierten Schreibstils, gut und schnell lesen.

Please Unfollow ist kein Pageturner, aber ein Buch mit einer wichtigen Message. In der Umsetzung bleibt es mir häufig jedoch zu schwarz-weiß.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Wenn es einfach nicht funkt

Brimstone - Königin der Finsternis. Krieger der Wölfe
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Worum geht’s?

Im Grunde geht’s darum, dass Yvelia von einer Fäulnis befallen wird, die sich schnell ausbreitet. Hierfür müssen Saeris, Kingfisher und Co eine Lösung finden. Daneben gibt es noch allerlei ...

Worum geht’s?

Im Grunde geht’s darum, dass Yvelia von einer Fäulnis befallen wird, die sich schnell ausbreitet. Hierfür müssen Saeris, Kingfisher und Co eine Lösung finden. Daneben gibt es noch allerlei verschiedene Nebenhandlungen.

Wie war’s?

Eigentlich fühlt sich die Story für mich nach guter Fantasy an. Eigentlich. Das Worldbuilding hat großes Potential, genau wie das Magiesystem. Auch den Schreibstil mag ich. Grundsätzlich. Aber irgendwie sind wir trotzdem nicht so richtig miteinander warm geworden. Letztendlich hat die Autorin aber vielleicht zu viel gewollt.

Die Haupthandlung verliert sich in vielen Nebenhandlungen, die nicht immer relevant sind. Dadurch wirkte das Buch auf mich phasenweise langatmig und unübersichtlich. Leider gab es auch mehrere Logikfehler.

Kingfisher mag ich in diesem Buch deutlich lieber, als nohc in Band 1, aber mein Traumpaar werden Saeris und Fisher nicht mehr. Ja, wir wissen, dass ihr Seelengefährten seid. Das habt ihr uns schon Ende des letzten Buches mehr als deutlich gemacht. Ihr müsste das nicht auch den kompletten 2. Band in jedem zweiten Satz erwähnen, wenn ihr übereinander sprecht. Irgendwann ist es nicht mehr romantisch, sondern nur noch nervig. Auch den Spice fand ich größtenteils deplatziert. Einen Großteil der Zeit sehen sich die beiden gar nicht und dann geht’s nach und vor den unpassendsten Vorfällen direkt zur Sache.

Das alles finde ich dermaßen schade, weil – wie gesagt – grundsätzlich sehe ich großes Potential und die Idee des Mainplots gefällt mir nach wie vor. Werde ich trotzdem weiterlesen? Ja. Auf den letzten 200-300 Seiten nahm die Story an Fahrt auf, das Ende war spannend und ich will trotz allem wissen, wie es weitergeht. Auch wenn ich mich vermutlich wieder ein wenig damit quälen werde…

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Viel Potential vorhanden

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Worum geht’s?
Nach Jahren der Unterdrückung, gelingt es Tisaanah sich zu befreien und zum Mitternachts-Orden zu fliehen. Hier lernt sie Max kennen, der sie in der Ausbildung ihrer magischen Fähigkeiten ...

Worum geht’s?
Nach Jahren der Unterdrückung, gelingt es Tisaanah sich zu befreien und zum Mitternachts-Orden zu fliehen. Hier lernt sie Max kennen, der sie in der Ausbildung ihrer magischen Fähigkeiten unterstützt, damit sie eines Tages die verbliebenen Sklaven in ihrer Heimat auch befreien kann. Allerdings hat der Ordnen ganz eigene Pläne, für die er Tisaanah braucht.

Wie war’s?
Das Buch und ich hatten keinen leichten Start und ich kann noch nicht mal genau sagen, woran es lag. Vermutlich einfach an meiner derzeitigen Flaute. Obwohl mir die Handlung gefiel, Tisaanah als willensstarke Kämpferin überzeugt und der Enemies-to-Lovers-Trope gut umgesetzt war, hat sich die Handlung für mich im ersten Teil immer wieder sehr gezogen und der letzte Funke konnte irgendwie nicht überspringen. Vielleicht liegt’s auch am Plotttwist in der Mitte, der der Handlung eine grundlegende Wendung gegeben hat. Irgendwann bin ich auf’s Hörbuch umgestiegen und das hat mir tatsächlich geholfen endlich in die Story reinzukommen. Besonders finde ich hierbei, dass Tisaanahs und Max‘ Parts im Duett gelesen wurden. Ich werde aber auf jeden Fall dranbleiben, denn die Story enthält viel Potential für die Folgebände.

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