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Veröffentlicht am 05.02.2026

Unterhaltssame Fortsetzung der Reihe in Cornwall

A Taste of Cornwall: Ein Löffel Glück
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Das Model Annabelle Scott hatte ein Restaurant namens „Runanway“ eröffnet, was sie jedoch nach kurzer Zeit wieder schließen musste, woran sicherlich auch die vernichtende Kritik von Restauranttesterin ...

Das Model Annabelle Scott hatte ein Restaurant namens „Runanway“ eröffnet, was sie jedoch nach kurzer Zeit wieder schließen musste, woran sicherlich auch die vernichtende Kritik von Restauranttesterin Sophie Dubois nicht unbeteiligt war. Annabelle erlitt einen Zusammenbruch und verschwand von der Bildfläche. Nun nach ihrer Rückkehr bleiben die wirklich guten Modelaufträge aus und Annebelle braucht dringend einen Job, denn allmählich geht ihr das Geld aus.
Für eine neue Kochshow namens „Dining Delights“ wird aktuell eine Co-Moderatorin gesucht, die diese Show an der Seite des bekannten Moderators Simon Mandel präsentieren und moderieren soll.
Das Casting für die Co-Moderatorin findet in Port Haven statt, in dem Pub, den Sophie Dubois übernommen hatte und nun führt.
Annabelle wird also erneut auf Sophie treffen, wobei sich die beiden am Ende des ersten Teils bei der Eröffnung des Pubs ja arrangiert hatten.
Aber Annabelle muss damit auch in ihren Heimatort zurückkehren, den sie seinerzeit fluchtartig verlassen hatte und kann dort auf ihre Mutter treffen, von der sie sich schon vor längerer Zeit entfremdet hat.
Und Annabelles drittes Problem ist, sie kann nicht kochen und seit ihrer Zeit als Model, in der sie ständig die Kalorien zählen musste, kann sie gutes Essen eigentlich auch nicht mehr genießen.
Ob das alles gut gehen wird?

Dies ist also der zweite Band aus der „A Taste of Cornwall-Reihe“, der Annabelle in den Mittelpunkt stellt.
Wir kehren zurück in den malerischen Ort Port Haven und den Pub „Smuggler’s Inn“, den Sophie Dubois übernommen und nach vorne gebracht hat.
Da Annabelle sich äußerlich sehr verändert und auch ihren Namen geändert hat, erkennt sie zunächst niemand in Port Haven.
Doch sie hat Konkurrentinnen und das Casting besteht nicht nur aus Probeaufnahmen und Interviews sondern die Kandidatinnen müssen auch ein Gericht kochen. Annabelle steht vor einem großen Problem, von dem sie noch nicht weiß, wie sie es lösen soll.
Doch kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf Flynn, den sie bereits im ersten Teil der Reihe gegen Ende kennenlernte und mit dem sie am Abend der Eröffnungsfeier des Pubs auf seinem Fischerboot landete.
Diesmal trifft sie ihn jedoch auf seiner Farm an, auf der er auch Alpakas züchtet, die auch für Wanderungen und therapeutische Begegnungen zur Verfügung stehen. Dort kommt Annabelle zur Ruhe und vertraut sich mit ihrem Problem Flynn an. Dieser bringt ihr bei, sein Lieblingsgericht, einen wunderbaren Eintopf, zu kochen. Ich war gespannt, woher Flynn so gut kochen kann und ob die beiden zueinander finden werden.

Und natürlich war ich auch sehr gespannt, wie das Casting laufen wird.
Schnell wird klar, dass der bereits ausgewählte Moderator Simon Mandel ein Widerling ist. Er ist übergriffig, frauenfeindlich und setzt die Frauen auch unter Druck.

Katharina Herzog greift mit diesem Roman gleich mehrere ernste Themen auf. Sie zeigt kritisch das Leben eines Topmodels mit Essstörungen, Schlankheitswahn und dem Druck, der entsteht, wenn ein Model älter wird. Aber auch die MeToo-Debatte im Zusammenhang mit dem übergriffigen Moderator ist ein aktuelles Thema.
Mir hat es gut gefallen, wie sensibel die Autorin mit diesen Themen umgeht und wie sie zeigt, dass man als Frau Wege hat, diesen Repressalien zu entkommen.

Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz, denn zwischen Annabelle und Flynn entsteht schnell eine Verbindung, bei der Annabelle besonders auf seiner Farm zur Ruhe kommen kann. Das war wirklich schön zu erleben, besonders als es dann tatsächlich zur Begegnung zwischen Annabelle und ihrer Mutter kommt und sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss.
Gut gefallen hat mir auch, dass Sophie und Annabelle sich versöhnt haben und sich freundschaftlich annähern.
Spannung kommt auch etwas auf, da sich herausstellt, dass auch Flynn ein Geheimnis hat und natürlich im Zusammenhang mit dem Casting und dessen Ausgang.

Der zweite Teil der „A Taste of Cornwall-Reihe“ ist ein unterhaltsamer Wohlfühlroman an dem heimeligen Ort in Cornwall mit tiefgründigen Themen, Romantik und kulinarischen Genüssen. Die Lust auf Band 3 der Reihe ist geweckt!


Fazit: 4 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

Veröffentlicht am 15.01.2026

Rätselhafte, spannende vorweihnachtliche Büchersuche in Schottland

Die geheime Weihnachtsbibliothek
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Mirren Sutherland fand vor einiger Zeit ein sehr seltenes Buch, das inzwischen sogar ausgestellt wird. Als sie „ihr“ Buch wieder einmal in der Ausstellung besucht, trifft sie dort auf Jamie McKinnon. ...

Mirren Sutherland fand vor einiger Zeit ein sehr seltenes Buch, das inzwischen sogar ausgestellt wird. Als sie „ihr“ Buch wieder einmal in der Ausstellung besucht, trifft sie dort auf Jamie McKinnon. Dieser hat ein sehr altes Schloss in den schottischen Highlands geerbt, das dringend saniert und instandgehalten werden müsste. Doch dazu fehlt das Geld.
Im Nachlass seines Onkels soll sich ein geheimnisvolles Buch befinden, dessen Verkaufserlös zumindest einen Teil der finanziellen Probleme lösen könnte. Jamie engagiert Mirren und bittet sie, zu ihm aufs Schloss nach Schottland zu kommen, um dort nach dem Buch zu suchen.
Er verschwieg ihr zunächst, dass auch ihr Ex-Freund Theo, der Antiquar ist, bei der Suche helfen soll. Denn wie beide vor Ort feststellen, ist nahezu das gesamte Schloss voller Bücher. Außer ein paar Hinweisen gibt es nicht viel, das bei der Suche helfen könnte.
Die Highlands sind tief verschneit und bald kommt es dazu, dass sie auf dem alten Schloss von der Außenwelt abgeschnitten sind.
Ob sie in dem Chaos des alten Gemäuers fündig werden?

Dies ist der sechste Band aus der Happy-Ever-After-Reihe der Autorin, kann jedoch einzeln gelesen werden, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist.
Das Setting in den tief verschneiten Highlands abseits von Dörfern oder Städten ist perfekt für die Handlung und wird detailreich und bildhaft beschrieben.
Viel Schneefall und eisige Kälte sorgen bald dafür, dass man abgeschnitten ist von der Außenwelt. Das gibt der ganzen Geschichte noch mal einen Kick, steigert die Spannung und sorgt teilweise sogar für Dramatik. Denn die Suche nach dem geheimnisvollen Buch entpuppt sich irgendwann als eine Art „Schnitzeljagd“ und es gilt so einige Rätsel zu lösen, wobei man auch schon mal Risiken eingehen muss.
Mir hat dieses Thema gut gefallen, nicht nur wegen der vielen Bücher.
Natürlich war es klar, dass Mirren und Theo irgendwie aneinander geraten und ich war gespannt, ob zwischen Jamie und Mirren auch etwas entstehen könnte. Und dann taucht auch noch Jamies Schwester auf, die ebenfalls Unruhe in die Situation bringt.

Interessant fand ich die Entwicklung der Figuren im Verlauf der gemeinsam verbrachten Zeit dort in der Abgeschiedenheit. Während Mirren und Theo ja nicht wirklich etwas davon haben würden, wenn das wertvolle Buch gefunden wird, bedeutet es für Jamie und seine Schwester möglicherweise die Rettung des Schlosses. Dennoch suchen sie alle gemeinsam mit viel Eifer.
Das schöne Bücherthema gemischt mit zwischenmenschlichen Themen, wie familiäre Bindungen und Liebe lassen eine warmherzige Handlung entstehen. Am Ende gibt es dramatische Ereignisse aber auch viel Aufklärung und positive Wendungen.
Das weihnachtliche Thema steht nicht im Mittelpunkt und drängt sich auch nicht in den Vordergrund, so dass man den Roman nicht nur zu dieser Zeit lesen kann.

„Die geheime Weihnachtsbibliothek“ ist eine schöne Mischung aus Leichtigkeit, Emotionen, Bücherthemen und einige Ereignisse sorgen auch für Spannung und Dramatik. Ich wurde gut unterhalten und hatte Freude beim Lesen dieser schönen winterlichen Geschichte!


Fazit: 4 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

Veröffentlicht am 13.01.2026

Herzerwärmende Kurzgeschichte um Zimmermädchen Molly und ein mysteriöses Rätsel

Das Geheimnis des Mistelzweigs
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Zimmermädchen Molly Gray ist zurück. Mit diesem vorweihnachtlichen Kurzkrimi kehren wir zurück ins elegante Regency Grand Hotel und Mollys Leben. Molly wurde ja zwischenzeitlich Chefzimmermädchen und koordiniert ...

Zimmermädchen Molly Gray ist zurück. Mit diesem vorweihnachtlichen Kurzkrimi kehren wir zurück ins elegante Regency Grand Hotel und Mollys Leben. Molly wurde ja zwischenzeitlich Chefzimmermädchen und koordiniert ihre Kolleginnen und lernt sie auch an.
In der Vorweihnachtszeit ist natürlich im Hotel viel zu tun, denn es ist nahezu voll besetzt und viele Weihnachtsvorbereitungen wollen erledigt werden. Da genießt Molly besonders die Abende mit ihrem Herzensmann Juan Manuel, mit dem sie seit einiger Zeit ja auch zusammenlebt.
Doch dieser verschwindet neuerdings immer wieder mal ohne Erklärung und ist auch sonst ein bisschen wortkarg. Molly, die ja leicht autistisch ist und die Menschen manchmal nicht richtig einschätzen kann, wird misstrauisch. Sie beginnt zu zweifeln und befürchtet, dass sie erneut dem falschen Menschen vertraut hat.

Es war wirklich schön, in diesem Kurzkrimi Molly wieder in Aktion zu erleben.
Getrieben von ihrem bekannten Pflichtbewusstsein kümmert sie sich um die Reinigung der Zimmer, die sie wie üblich „in einen Zustand höchster Perfektion“ versetzen möchte.
Aber daneben gibt es auch viel an Weihnachtsvorbereitungen zu treffen.
Das Hotel, besonders das Treppenhaus, die Halle und der große Saal müssen dekoriert werden. Und dann muss sie auch noch ein Wichtelgeschenk besorgen, für die Weihnachtsfeier des Hotelpersonals. Da gab es beim letzten Mal ein unschönes Erlebnis, das diesmal nicht wieder vorkommen soll.
Trotz all der Arbeit fällt Molly auf, dass sich ihr geliebter Juan Manuel irgendwie merkwürdig verhält. Es hat mir so leid getan, dass Molly schnell auf die falschen Gedanken kam und sehr misstrauisch wurde.
Aber positive Gedanken bekommt sie durch ihren Chef, Barfrau Angela und natürlich auch durch den Portier Mr. Preston, der ihr besonders nahe steht.

Wie man es von dieser Reihe kennt, kommt es zu einigen humorvollen bzw. amüsanten Momenten aber insgesamt ist die Handlung auch spannend, auch wenn ich bald einen Verdacht hatte, was da vor sich gehen könnte.
Durch die Weihnachtsvorbereitungen im Hotel und privat bei Molly kommt auch eine heimelige, weihnachtliche Stimmung auf.

Dieser schöne, herzerwärmende Cosy Kurzkrimi ist eine gute Ergänzung zur Reihe und erzeugt eine wohlige Stimmung.
Ich habe ihn sehr gerne gelesen, wurde gut unterhalten und hoffe, dass es bald weitere Geschichten mit der liebenswerten Molly The Maid gibt!


Fazit: 4 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

Veröffentlicht am 03.01.2026

Bewegende Familiengeschichte in der Kultur Neuseelands

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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Magnolia ist Umwelttechnikerin und verbrachte wie auch ihre Cousinen viele Sommer in der Gärtnerei ihrer Großeltern.
Als diese nun verstorben sind, werden in den Unterlagen ihrer Großmutter Rose ein altes ...

Magnolia ist Umwelttechnikerin und verbrachte wie auch ihre Cousinen viele Sommer in der Gärtnerei ihrer Großeltern.
Als diese nun verstorben sind, werden in den Unterlagen ihrer Großmutter Rose ein altes Flugticket nach Neuseeland, eine alte Quittung sowie ein altes Foto gefunden. Magnolia weiß, dass ihre Mutter Maia ursprünglich aus Neuseeland stammt und dort bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Doch was hat ihre Großmutter damit zu tun und warum war sie im Besitz dieser Dokumente?
Magnolia begibt sich auf Spurensuche und fliegt nach Neuseeland.

Dies ist der vierte Teil der Blumentöchter-Reihe, in dem Magnolia und ihre Mutter im Mittelpunkt stehen.
Mit Magnolia habe ich gleich meinen ersten kleinen Kritikpunkt.
Sie ist Umwelttechnikerin, fast militante Vegetarierin und setzt sich sehr für Umweltschutz, Naturschutz und gegen den Klimawandel ein. Dabei wirkt sie auch als Aktivistin und geht manchmal auch etwas radikal vor, weswegen sie auch schon Kontakt mit der Polizei hatte. Im Verlauf der Handlung werden diese Themen noch öfter in ziemlich eindringlicher Weise angesprochen. Das war mir ehrlich gestanden für eine Unterhaltungslektüre oftmals etwas zu viel. Mit diesem Themen und Problemen wird man nahezu täglich in den Medien konfrontiert, da möchte ich in einem Unterhaltungsroman nicht auch noch den „erhobenen Zeigefinger“ vorgehalten bekommen.
Ansonsten ist Magnolia genau so sympathisch wie ihre Cousinen. Sie ist ein Familienmensch, legt viel Wert auf den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung in der Familie. Ihre Mutter, die unter Depressionen leidet, liegt ihr naturgemäß besonders am Herzen.
Deshalb beschließt sie nach dem Fund der Dokumente, nach Neuseeland zu reisen, um etwas über die Herkunft und Vergangenheit ihrer Mutter herauszufinden. Sie hat die Hoffnung, dass dies ihrer Mutter helfen kann.
Damit sie keinen unbezahlten Urlaub nehmen muss, beauftragt ihr Chef sie, in Neuseeland mit einem alten Freund Kontakt aufzunehmen, der dort als Winzer arbeitet aber auch für eine Umweltorganisation tätig ist. Magnolia soll sich dort informieren und vernetzen. So bekommt sie weiterhin Gehalt muss lediglich Flug und Unterkunft selbst tragen.

Magnolias Spurensuche in Neuseeland gestaltet sich zunächst schwierig und umständlich aber sie kommt schrittweise voran. Unterstützung erhält sie durch Kyle, den alten Freund ihres Chefs, der sie nicht nur mit den Umweltmaßnahmen in Neuseeland vertraut macht sondern ihr auch bei ihren Recherchen hilft. Dass sich da eine zarte Liebesbeziehung anbahnen würde, habe ich erwartet. Aber diese Liebesgeschichte ist wirklich dezent und drängt sich nicht in den Vordergrund der Handlung.

In einem zweiten Handlungsstrang reisen wir zurück in die 1960er Jahre. Dort erleben wir eine junge Maori namens Amiri, die eine Arbeit auf einer Farm eines weißen Ehepaares erhält und dann auch auf dieser Farm lebt.
Es ereignet sich eine Geschichte, wie sie in dieser Zeit sicherlich nicht so selten war. Hier jedoch geschieht etwas besonders tragisches und ich hatte dann schnell einen Verdacht, wie hier der Bezug zu Magnolias Mutter sein kann. Dieser bestätigt sich dann auch später.
Dennoch war dieser Teil der Geschichte sehr bewegend und emotional.
Auch die spätere Auflösung und Zusammenführung der beiden Handlungsstränge ist sehr berührend und aufwühlend.

Das Setting in Neuseeland ist wunderbar gewählt und auch beschrieben. Auch durch die Umweltschutzthemen erfahre ich viel über die dortige Natur und durch den zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit über die Kultur der indigenen Bewohner.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt lebendig, mitreißend und bildhaft und lässt mich alles wunderbar miterleben.

„Die Magnolientochter“ ist eine emotionale Geschichte, die zu den Wurzeln von Magnolias Familie führt. Auch in diesem vierten Teil der Reihe gibt es noch keine Auflösung, warum Großmutter Rose all diese Hinweise versteckt und geheim gehalten hat, anstatt sie ihren Enkelinnen auszuhändigen. Hier hoffe ich auf eine Erklärung im fünften und letzten Teil. Aber auch dieser Teil konnte mich wieder gut unterhalten und ist aufgrund seines besonders schönen Settings auch empfehlenswert!


Fazit: 4 von 5 Sternen



© fanti2412.blogspot.com

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2025

Spannender 13. Fall mit Charme und Humor

Apfelstrudel-Alibi
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Spätestens nach dem letzten Fall für den Dorfpolizisten Franz Eberhofer dachte ich, das sei der endgültig letzte gewesen. Aber anscheinend haben die Fans der Autorin keine Ruhe gelassen und nun ist er ...

Spätestens nach dem letzten Fall für den Dorfpolizisten Franz Eberhofer dachte ich, das sei der endgültig letzte gewesen. Aber anscheinend haben die Fans der Autorin keine Ruhe gelassen und nun ist er da, der 13. Fall.
Und der hat es in sich, denn er führt den Franz bis nach Südtirol.
Richter Moratschek beauftragt den Franz ganz energisch, Ermittlungen aufzunehmen. Letitia, die Patentochter des Richters, ist in Südtirol in den Bergen abgestürzt und tödlich verunglückt.
Doch der Richter glaubt nicht an einen tragischen Unglücksfall sondern denkt, dass da jemand nachgeholfen hat. Die Letitia war frisch verheiratet, mit ihrem Ehemann auf Hochzeitsreise und soll in den Dolomiten vom Berg gestürzt sein. Dabei war sie eigentlich eher unsportlich und wandern gehörte auch nicht unbedingt zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Deshalb soll es vermutlich der Ehemann gewesen sein, der sie nur wegen ihres Erbes geheiratet haben soll. Der Eberhofer soll das bitte schön mal ermitteln und beweisen.
Also muss der Franz zuerst mal an den Ort des Geschehens nach Italien reisen. Das passt ihm eigentlich gerade gar nicht, denn seine Susi ist ja jetzt die frischgebackene Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen und der Franz soll sich nach Susis Meinung mal um den Haushalt und Sohnemann Paul kümmern. Aber der Franz setzt sich durch und holt natürlich wie immer den Rudi Birkenberger zu den Ermittlungen dazu. Während der Franz in den Dolomiten ermittelt soll der Rudi sich undercover auf dem Campingplatz umschauen, den der Ehemann von Letitia betreibt.

Ich habe mich gefreut, dass Rita Falk sich noch mal hat erweichen lassen und einen weiteren Eberhofer-Krimi geschrieben hat.
Denn dieser Fall ist richtig spannend.
Der Franz ist ja eigentlich ein guter Ermittler und er findet in Italien bald einen Hinweis, dass die Letitia nicht einfach so verunglückt sein kann. Die örtliche Polizei hatte das übersehen aber dem Franz entgeht ja bekanntlich nichts, auch wenn er nicht begeistert war, auf den Berg steigen zu müssen. Und dann ist da auch noch die nette Wirtin, die den Franz in Versuchung führt.
Der Franz ermittelt also unbeirrt weiter, sehr zum Leidwesen seiner Susi. Der Birkenberger geht ihm zwischenzeitlich mächtig auf die Nerven, denn er fühlt sich mal wieder vom Franz vernachlässigt und ermittelt auf dem Campingplatz längst nicht so clever, wie er sollte und seine Tarnung fliegt auf.

Wie auch seine Vorgänger lebt auch dieser Fall von den bekannten, schon lieb gewonnen Figuren, die sich hier toll weiterentwickeln. Die Oma Eberhofer wird langsam zu alt, um sich um Haus und Küche zu kümmern, deshalb kocht die Schwiegertochter Panida häufig thailändisch oder Vater Eberhofer bringt was auf den Tisch, wenn er sich gerade mal nicht mit seinen Cannabis-Pflanzen beschäftigt, die er ja jetzt legal anbauen darf.
Die Tochter von Panida ist jetzt ein Teenager und wohnt im Saustall, in dem der Franz so viele schöne Jahre verbracht hat, an die er häufig wehmütig zurückdenkt. Besonders dann, wenn seine Susi mal wieder nervt. Die ist jetzt kaum noch zu Hause, weil sie als Bürgermeisterin alle Hände voll zu tun hat, von einem Termin zum nächsten hetzt und immer mehr Aufgaben an den Franz delegiert.
Da kommt es häufig zu Diskussionen und Wortgefechten, die auch oft sehr witzig anmuten.
Sohn Paul hat sich prächtig entwickelt. Er ist inzwischen 10 Jahre alt, ein cleveres Kerlchen und kümmert sich rührend um die Oma Eberhofer.

Der Kriminalfall ist diesmal wirklich interessant und undurchsichtig. Da haben Franz und Rudi vieles zu ermitteln und zu überprüfen. Das führt sogar so weit, dass der Franz mit dem Paul einen Vater-Sohn-Ausflug auf den Campingplatz macht, wo der Paul einen neuen Freund findet und auch kräftig mitermittelt. Das waren auch schöne Szenen, die mir gut gefallen haben.

Das „Apfelstrudel-Alibi“ hat mich wieder einmal gut unterhalten. Es war schön nach Niederkaltenkirchen und zur chaotischen Familie Eberhofer zurückzukehren und alle wieder in Aktion zu erleben. Viel Humor und ein gut durchdachter, spannender Kriminalfall haben auch diesen 13. Fall für den Eberhofer zu kurzweiliger Unterhaltung gemacht!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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