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Veröffentlicht am 03.01.2026

Kenia im Jahr 1910

Ein kleines Stück von Afrika - Aufbruch
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1910. Auf einer Safari in Kenia verliebt sich die junge Ivory in dieses Land und seine Tier- und Pflanzenwelt - und in den Großwildjäger Adrian Edgecumbe. Sie hofft, dass er sein blutiges Geschäft für ...

1910. Auf einer Safari in Kenia verliebt sich die junge Ivory in dieses Land und seine Tier- und Pflanzenwelt - und in den Großwildjäger Adrian Edgecumbe. Sie hofft, dass er sein blutiges Geschäft für sie aufgeben wird, doch Adrian ist Abenteurer durch und durch. Ivy ahnt bald nach der Hochzeit, dass sie nur eine Trophäe für ihn ist. Als Adrian im Krieg als vermisst gemeldet wird, nimmt Ivy die Geschicke der Farm in ihre eigene Hand. Statt der Großwildsafaris bietet sie Fotoaufnahmen und Beobachtungen von Tieren an. Bei der Verwaltung des Landes geht sie mutige Wege, die vielfach auf Ablehnung stoßen. Entschlossen kämpft sie für ihre Ziele und verliert dabei auch ihr Herz. Aber kann und darf sie aus einer engen Verbundenheit Liebe werden lassen?

Dies ist der erste Teil der "Das endlose Land"-Reihe von Christina Rey und noch dazu ein gelungener Auftakt. Die Geschichte hat nicht nur eine starke, junge Frau als Protagonisten zu bieten, die sich in der afrikanischen Gesellschaft behaupten muss, sondern auch viele interessante historische Fakten, wie z.B. die Trophäenjagd.

So schön und interessant das gesamte Setting war, hätte ich mir manches Mal etwas mehr Tiefgang und weniger Längen gewünscht, wodurch sich die 13 ½ Stunden dieses Hörbuchs manchmal ganz schön gezogen haben.

Dennoch freue ich mich auf den zweiten Teil und vergebe gerne 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Der lange Weg nach Darjeeling

Der Teegarten
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Bremen, 1874. Schon als kleines Mädchen träumt Bettina Vosskamp davon, ihrem Elternhaus zu entfliehen. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, zu ihrer Großmutter Lene nach Indien zu reisen, die dort eine Teeplantage ...

Bremen, 1874. Schon als kleines Mädchen träumt Bettina Vosskamp davon, ihrem Elternhaus zu entfliehen. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, zu ihrer Großmutter Lene nach Indien zu reisen, die dort eine Teeplantage besitzt. Als Bettina viele Jahre später »Brennys Garden« in Darjeeling erbt, ist sie entschlossen, Lenes Lebenswerk zu bewahren. Doch dort stehen ihr wirtschaftliche Nöte, ein bedrohliches Erdbeben und die Behauptung in einer harten Männerwelt bevor. Aber Bettina lässt sich nicht entmutigen – und setzt alles daran, endlich auch ihr eigenes Glück zu finden.

Das Hören hat auch hier wieder viel Spaß gemacht und während der über zwanzig stündigen Hörzeit ist mir nicht langweilig geworden. Im Gegensatz zum ersten Teil wird dieser zweite Band von Simone Kabst gesprochen, die ebenfalls einen guten Job gemacht hat.

Während wir im ersten Teil noch Lene Vosskamp begleitet haben, begleiten wir nun vierzig Jahre später das Leben ihrer Enkelin Bettina Vosskamp. Auch mit Bettina habe ich mitgefiebert, ob sie es schafft, ihr Ziel zu erreichen und sich ihren Traum zu erfüllen. An ein oder zwei Stellen hätte ich mir allerdings einen anderen Verlauf der Geschichte gewünscht und so viel Drama hätte die Geschichte vielleicht auch gar nicht gebraucht.

Im Vergleich zum ersten Band spielt nun ein etwas größerer Teil der Handlung in meiner Heimatstadt Bremen, was mir sehr gut gefallen hat. Nach etwa einem Drittel der Geschichte verlagert sich die Handlung mehr und mehr nach Darjeeling (Indien).

Obwohl mir der erste Teil ein wenig besser gefallen und mich noch mehr gefesselt hat, ist "Der Teegarten" eine tolle, gelungene Fortsetzung und gleichzeitig Abschluss der Geschichte.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Mehrere Kurzgeschichten

Glück hat einen langsamen Takt
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Von Menschen im Schatten, am Rande der Gesellschaft und manchmal auch der Legalität erzählen Mechtild Borrmanns Geschichten. In klarer, schnörkelloser Sprache werden alltägliche Schicksale zu Momentaufnahmen ...

Von Menschen im Schatten, am Rande der Gesellschaft und manchmal auch der Legalität erzählen Mechtild Borrmanns Geschichten. In klarer, schnörkelloser Sprache werden alltägliche Schicksale zu Momentaufnahmen des Menschseins. Mal erschütternd, mal anrührend, mal versöhnlich erzählt die Bestsellerautorin vom Hadern und Verzweifeln, von der Wut und von Versöhnung, von großen Träumen, kleinem Glück und der Schönheit des Augenblicks.

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber diese Sammlung von zwanzig Kurzgeschichten, die teilweise spannend, skurril, kriminell sind und mit mal mehr, mal weniger Tiefgang hat mir gut gefallen.

Manche Geschichten sind mir hierbei mehr, andere fast gar nicht in Erinnerung geblieben und einige Geschichten haben mich so gefesselt, dass ich gerne länger in diese Handlung eingetaucht wäre.

Mit knapp 200 Seiten ist das Buch sehr dünn, sodass sich diese kurzweiligen Geschichten wunderbar zwischendurch lesen lassen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Liebe am Broadway

Roomies
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Mit Mitte Zwanzig ist Holland nicht gerade auf dem Höhepunkt ihres Lebens. Sie verkauft T-Shirts im Broadway-Theater ihres Onkels und auf dem Weg zur Arbeit lauscht sie gern einem talentierten Straßenmusiker. ...

Mit Mitte Zwanzig ist Holland nicht gerade auf dem Höhepunkt ihres Lebens. Sie verkauft T-Shirts im Broadway-Theater ihres Onkels und auf dem Weg zur Arbeit lauscht sie gern einem talentierten Straßenmusiker. Als dieser ihr eines Abends das Leben rettet, stellt sie ihn ihrem Onkel vor, der ihm prompt eine Stelle anbietet. Doch Calvins Studentenvisum ist abgelaufen, er ist illegal in den USA. Um seinen Traum einer Musikkarriere zu verwirklichen, schlägt Holland vor, ihn zu heiraten – sie hat ihn sowieso schon seit Monaten angehimmelt. Doch nachdem sie sich das Ja-Wort gegeben haben und Calvin bei ihr einzieht, wird klar: Die Anziehung zwischen ihnen ist mehr Sein als Schein …

Mir haben die Idee und das Setting am Broadway sehr gut gefallen. Dahingehend wurde ich auch nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist leicht, flüssig und witzig und auch der Sprecherin Simone Scheuer kann man sehr gut zuhören. Die ganze Geschichte wird aus Hollands Sicht erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühlswelt bekommt. Diesen Einblick hätte ich mir auch bei Calvin gewünscht, um auch ihn noch besser kennen zu lernen.

Die Protagonisten waren sympathisch, manchmal fand ich allerdings, dass die Geschichte zwischen den beiden unnötig kompliziert gemacht wurde und das Drama erschien zu gewollt. Auch bei den leidenschaftlichen Szenen wäre, für meinen Geschmack, weniger mehr gewesen.

"Roomies" ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit Spice, die man gut zwischendurch hören kann.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Eine Geschichte, die Generationen verbindet

Flusslinien
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Margrit Raven ist hundertzwei und wartet auf den Tod. Früher war sie Stimmbildnerin, jetzt lebt sie in einer Seniorenresidenz an der Elbe. Jeden Tag lässt sie sich von dem jungen Fahrer Arthur in den Römischen ...

Margrit Raven ist hundertzwei und wartet auf den Tod. Früher war sie Stimmbildnerin, jetzt lebt sie in einer Seniorenresidenz an der Elbe. Jeden Tag lässt sie sich von dem jungen Fahrer Arthur in den Römischen Garten bringen. Dort, mit Blick auf den Fluss, erinnert sie sich: an ihre Kindheit, den Krieg, ihre Liebhaber und an das, was sie über die einstige Gärtnerin dieses Parks weiß, Else, die große Liebe ihrer Mutter.
Die Erinnerungen halten Margrit am Leben – und die Besuche ihrer zornigen Enkelin. Luzie hat sich kurz vor dem Abitur von der Schule abgemeldet und übernachtet nun allein in einer Hütte an der Elbe. Während sie Margrit, deren Mitbewohner und sich selbst im Keller der Seniorenresidenz tätowiert, versucht sie, Stich für Stich, ihre Kraft und ihr Leben zurückzugewinnen.
Und dann ist da noch Arthur. Wenn er gerade niemanden zur Dialyse fährt, sucht er mit einer Metallsonde den Strand ab, erfindet Sprachen, kämpft für gefährdete Arten und ringt mit einer Schuld.
Um nicht vom Strom der eigenen Erinnerungen fortgerissen zu werden, müssen sich die drei auf sich selbst besinnen. Und aufeinander einlassen.

Die ganze Geschichte wird im Wechsel aus Sicht der drei Protagonisten Arthur, der 102-jährigen Margrit, sowie ihrer Enkelin Luzie erzählt, wodurch man die Charaktere sehr gut kennen und lieben lernt. Die Protagonisten haben alle mit Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die ihr gegenwärtiges Leben beeinflussen. Schauplatz der gesamten Handlung ist Hamburg und die schönen Beschreibungen lassen sowohl die Stadt als auch die Charaktere lebendig erscheinen.

Die Art und Weise, wie diese drei Leben miteinander verknüpft werden und so auch gleichzeitig verschiedene Generationen miteinander verbunden werden, hat mir besonders gut gefallen und hat hier und da auch zum Nachdenken angeregt.

Mit kurz gehaltenen Kapiteln, einer ruhigen und tiefgründigen Atmosphäre ohne große Spannung, schafft es Katharina Hagena dennoch diesem Roman eine Sogwirkung zu verleihen.

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