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Veröffentlicht am 03.01.2026

Vier Generationen

Transatlantik
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Dublin, 1845: Der amerikanische Abolitionist Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland.
Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Alcock und Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den ...

Dublin, 1845: Der amerikanische Abolitionist Douglass reist durch das von Hungersnot gepeinigte Irland.
Neufundland, 1919: Die beiden Flieger Alcock und Brown unternehmen den ersten Nonstopflug über den Atlantik nach Irland.
New York, 1998: US-Senator Mitchell verlässt seine junge Frau und sein neugeborenes Kind, um die Friedensgespräche in Belfast zu einem unsicheren Abschluss zu führen.
«Transatlantik» verwebt drei historische Momente mit dem Schicksal dreier Frauen: Angefangen bei der irischen Hausmagd Lily Duggan, die auf Douglass trifft, folgt der Roman Tochter Emily und Enkelin Lottie in die USA und, später, zurück auf die Insel.

Obwohl ich mir sehr viele Notizen zu diesem Buch gemacht habe, weiß ich gar nicht so recht, wo ich mit der Rezension beginnen soll. Ich starte mal mit dem Aufbau. Der Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei der erste Teil die Jahre 1919, 1845-1846 und 1998 abdeckt und das in genau dieser Reihenfolge. Der zweite Teil befasst sich mit den Jahren 1863-1889, 1929 und 1978 und der dritte Teil umfasst in einem einzigen, langen Kapitel das Jahr 2011.

Der erste Teil und der Einstieg in das Buch war für mich die größte Herausforderung. Durch die Zeisprünge, die zudem nicht in chronologischer Reihenfolge waren, und die vielen Personen war ich ziemlich verwirrt und bis auf eine Ausnahme zu Beginn, ist es mir dementsprechend schwer gefallen, in die Handlung zu finden.

Der zweite Teil wurde da schon um einiges besser und ich konnte mehr in die Handlung eintauchen, wobei ich mich immer konzentrieren musste, um nicht den Faden zu verlieren. Die ersten beiden Teile werden komplett in der dritten Person erzählt.

Der dritte Teil umfasst auf knapp 80 Seiten nur noch das Jahr 2011. Hier wird plötzlich aus der Ich-Perspektive erzählt, was mich zunächst wieder verwirrt hat, da ich nicht sofort erkennen konnte, dass hier aus Sicht von Hannah erzählt wird.

Da so viele Personen eine Rolle spielen, fällt es mir teilweise schwer zu sagen, wie mir die Charaktere gefallen haben. Außer beim letzten Teil, wo man wirklich das Gefühl hat, Hannah näher zu kommen, ist mir das bei den anderen Charakteren aufgrund der Masse nicht ganz so leicht gefallen.

Trotz dieser Schwierigkeiten muss ich sagen, dass mir das Buch gefallen und es sich gelohnt hat, bis zum Ende durchzuhalten. Daher vergebe ich gerne vier Sterne.

Da die Geschichte über mehr als 150 Jahre gespannt wird und entsprechend viele Personen und Generationen umfasst, muss man sich schon sehr auf die Handlung konzentrieren und sollte das Buch in Ruhe lesen und sich Zeit dafür nehmen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

#inkürzetot

Stille blutet
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Wenige Worte machen die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just über Nacht berühmt: Vor laufender Kamera kündigt sie ihre Ermordung an – zwei Stunden später ist sie tot! Ebenso ergeht es ...

Wenige Worte machen die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just über Nacht berühmt: Vor laufender Kamera kündigt sie ihre Ermordung an – zwei Stunden später ist sie tot! Ebenso ergeht es dem Blogger Gunther Marzik nach einer ganz ähnlichen Ankündigung. Während die österreichische Medienwelt kopfsteht, fluten Nachahmerbeiträge und Memes das Netz. Wie soll Fina Plank, die junge Ermittlerin der Wiener "Mordgruppe", zwischen einer echten Spur, einem schlechten Scherz oder schlichtem Fake unterscheiden? Von allen unbemerkt beobachtet ein weiterer Spieler mit Interesse das Geschehen – und bereitet einen raffinierten Schachzug vor …

"Stille blutet" war mein erstes Buch von Ursula Poznanski und auch das erste Buch Mordgruppe-Reihe. Die Geschichte war von Beginn an spannend und hat mich gefesselt. Dass die Erzählperspektiven zwischen Fina und Tibor wechseln, gibt dem Thriller noch mehr Tiefe.

Gelesen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, die mir als Sprecherin wieder sehr gut gefallen hat. Was hinter den kurzen Parts steckt, die von einer männlichen Stimme eingelesen wurden und eher unheimlich klingen, ist mir noch nicht ganz klar - bietet aber zusätzliche Spannung.

Wie es bei einem guten Thriller sein sollte, war lange unklar, wer der Täter ist und ich hätte mit dieser Wendung nicht gerechnet. Dennoch wird nicht alles aufgeklärt und bietet sicher die Grundlage für die Folgebände, die ich sicher auch noch hören werde.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Feministisch

Frauen, die ihre Stimme erheben. Roar.
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Bestseller-Autorin Cecelia Ahern erzählt mit unglaublicher Phantasie, Witz und Gedankenspielen von Frauen am Wendepunkt. Frauen, denen Flügel wachsen. Frauen, die aus ihren Schubladen herausklettern. Frauen, ...

Bestseller-Autorin Cecelia Ahern erzählt mit unglaublicher Phantasie, Witz und Gedankenspielen von Frauen am Wendepunkt. Frauen, denen Flügel wachsen. Frauen, die aus ihren Schubladen herausklettern. Frauen, die im Boden versinken und dort andere Frauen treffen. Wortwörtlich. Weil wir alle einzigartig sind. Und weil wir alle etwas aus unserer eigenen Geschichte machen können.

Als ich mit der ersten Geschichte begonnen habe, war ich zunächst etwas verwirrt, da ich mit dieser Art von Schreibstil nicht gerechnet hatte. Die Geschichten sind wie Metaphern und vermitteln Botschaften, die zum Nachdenken anregen. Einige davon, wie auch diese erste, werden mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Kurzgeschichten haben zudem alle eine angenehme Länge und sind selten länger als 15 Seiten.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Familienurlaub auf Amrum

Immer wieder im Sommer
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Vom Mut, das Glück wiederzufinden.
Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan. die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. ...

Vom Mut, das Glück wiederzufinden.
Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: Einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan. die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter - und Max.

"Immer wieder im Sommer" ist der erste von aktuell vier Teilen der "Farben des Sommers"-Reihe. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und ich war sofort in der Geschichte.

Durch die Erkrankung von Annas Mutter bekommt die Handlung eine Tiefgründigkeit, die auch emotional macht, aber dennoch eher mit Humor behandelt wird und dadurch nicht trübsinnig macht.

Alle Charaktere haben mir sehr gut gefallen und besonders von Nelly war ich das ein oder andere Mal beeindruckt. Für eine achtjährige wirkt sie deutlich reifer und älter.

Da ich hier nicht spoilern möchte, werde ich nicht näher auf das Ende eingehen. Im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen, ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sie ihr Leben an einem anderen Ort weiterführen.

Die weiteren Bücher dieser Reihe werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Erster Teil der "Kirchhoff und Bodenstein"-Reihe

Eine unbeliebte Frau
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Eine Ladung Schrot beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um ...

Eine Ladung Schrot beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Für Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff häufen sich bald sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.

Da ich schon viel positives über Nele Neuhaus und diese Reihe gehört habe, wollte ich da nun auch endlich mal einsteigen. Als ich gerade auf die Buchseite geschaut habe und die eher schwächere Durchschnittsbewertung gesehen habe, war ich ein wenig überrascht, da mir der Auftakt im Großen und Ganzen auch schon gut gefallen hat.

Im Gegensatz zu der hier verlinkten Hörbuch-Box habe ich nur den ersten Teil in ungekürzter Fassung gehört, die von Oliver Siebeck gesprochen wurde. Seine Stimme habe ich als sehr angenehm empfunden und konnte gut folgen.

Ich mag es, wenn man in Krimis oder Thrillern auch so einiges aus dem Privatleben der Ermittler erfährt, um diese besser kennen zu lernen und ihnen näher zu kommen. Das ist hier durchaus auch der Fall und da sehe ich auch noch weiteres Potenzial für die kommenden Bände.

Der Fall selbst wartet mit vielen Charakteren auf, die ich auch manches Mal erstmal wieder einordnen musste, um nicht durcheinander zu kommen. Diese vielen Personen haben den Fall und die Ermittlungen gleichzeitig sehr verworren gemacht und viele Verdächtige ins Spiel gebracht. Dadurch wurde die Geschichte nicht langweilig und man wusste lange nicht, wer Täter oder Täterin ist und was das Motiv zu dieser Tat war. Bei all dem, was während der Ermittlungen zu Tage befördert wurde, fand ich die Auflösung dann recht banal und ein wenig enttäuschend. Da wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen.

Ich werde bei der Reihe auf jeden Fall dran bleiben und bin gespannt auf die noch kommenden Fälle.

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