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Veröffentlicht am 09.08.2025

Schön für zwischendurch

Kasino
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Mit "Kasino" entführen uns Martina Sahler und Heiko Wolz in das mondäne Baden-Baden des Jahres 1848. Inmitten einer Zeit politischer Umbrüche und gesellschaftlicher Spannungen versuchen die Protagonisten, ...

Mit "Kasino" entführen uns Martina Sahler und Heiko Wolz in das mondäne Baden-Baden des Jahres 1848. Inmitten einer Zeit politischer Umbrüche und gesellschaftlicher Spannungen versuchen die Protagonisten, ihr Glück und ihre Zukunft neu zu gestalten. Die Autoren malen ein lebendiges Bild dieser Ära und lassen uns in die glitzernde, aber auch von Intrigen durchzogene Welt des Kasinos eintauchen.
Die Stärke des Romans liegt in seiner flüssigen und gut lesbaren Sprache. Man wird schnell in die Geschichte hineingezogen, was den Einstieg sehr leicht macht. Die Charaktere sind vielschichtig und ihre Schicksale fesseln von der ersten Seite an. Das historische Setting ist detailreich beschrieben und lässt die Atmosphäre der Vormärz-Zeit spürbar werden.
Allerdings gibt es auch Schwächen. Der Mittelteil der Geschichte wirkt stellenweise etwas zäh und langatmig, wodurch die Spannung nachlässt. Einige Handlungsstränge verlangsamen sich, bevor sie zum Ende hin in einem schnellen Tempo aufgelöst werden. Das Finale wirkt dadurch leider etwas überhastet und die verschiedenen Erzählstränge werden zu schnell und manchmal oberflächlich zusammengeführt, was dem komplexen Aufbau des Romans nicht ganz gerecht wird.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist "Kasino" ein unterhaltsamer Roman für alle, die historische Geschichten mit einem Hauch von Glamour und Intrigen mögen. Wer sich auf eine Zeitreise in das Baden-Baden des Jahres 1848 begeben möchte, wird hier gut unterhalten.
Fazit: Ein fesselnder historischer Roman mit flüssigem Schreibstil, dem ein etwas strafferes Tempo im Mittelteil und ein stimmigeres Ende gutgetan hätten.

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.10.2016

Grosser Bruder Zorn

Großer Bruder Zorn
1

"Grosser Bruder Zorn" ist der erste Roman von Johannes Ehrmann. Und man kann mit Recht behaupten, dass ihm sein Erstlingswerk wirklich gelungen ist.

Der Ort der Handlung ist Berlin, genauer gesagt der ...

"Grosser Bruder Zorn" ist der erste Roman von Johannes Ehrmann. Und man kann mit Recht behaupten, dass ihm sein Erstlingswerk wirklich gelungen ist.

Der Ort der Handlung ist Berlin, genauer gesagt der Ortsteil Wedding. Durch seinen Erzählstil und die Sprache der Protagonisten wird der Leser in diese Welt, diesen kleinen Kosmos, versetzt. Er erlebt hautnah, wie sich die Geschichten der einzelnen Personen miteinander verknüpfen.

Johannes Ehrmann schafft es die unterschiedlichsten Menschentypen realistisch darzustellen und zu zeigen, dass trotz ihrer ganzen Verschiedenheit sich alle ihre Leben miteinander verbinden, durch den Ortsteil, in dem sie leben und dem sie nicht entfliehen können.

Die Charaktere sind realistisch und der Leser kann sich direkt in sie hineinversetzen und mit ihnen leiden, wenn sie irgendetwas "verbocken" oder etwas nicht so läuft, wie es eigentlich laufen sollte.

Die Sprache mag für manchen nicht einfach zu verstehen bzw. schwierig zu lesen sein. Aber gerade dieses ist erfrischend anders. Durch diesen Sprachstil hebt sich dieses Buch von anderen ab und sorgt für die Identifikation mit den Protagonisten.

Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen.

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  • Cover
Veröffentlicht am 04.01.2026

Guter Schreibstil, aber schwächer als Band 1

Im Labyrinth der Furcht
1

Nach dem starken ersten Band war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Leider muss ich sagen, dass mich „Im Labyrinth der Furcht“ nicht so überzeugen konnte wie der Vorgänger.

​Schreibstil & Atmosphäre:
Eines ...

Nach dem starken ersten Band war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Leider muss ich sagen, dass mich „Im Labyrinth der Furcht“ nicht so überzeugen konnte wie der Vorgänger.

​Schreibstil & Atmosphäre:
Eines muss man Ethan Cross lassen: Er kann schreiben! Der Schreibstil ist wieder super flüssig und angenehm zu lesen. Man findet schnell in die Geschichte hinein und die Atmosphäre ist gewohnt düster. Dass es dabei zur Sache geht, ist man von der Reihe gewohnt und gehört zum Genre dazu – das war für mich absolut okay.

​Spannung & Story:
Hier liegt für mich der Knackpunkt: Obwohl das Buch handwerklich gut gemacht ist und mit den typischen Cliffhangern arbeitet, wollte die richtige Spannung diesmal nicht so recht aufkommen. Während der erste Band mich noch völlig mitgerissen hat, fehlte hier das gewisse Etwas. Das Buch ist insgesamt einfach eine Klasse schwächer als der überragende erste Teil.

​Fazit:
Ein solider Thriller, der vor allem durch den gewohnt guten Schreibstil punktet. Er kommt nicht an das Niveau des ersten Bandes heran, aber die Neugier auf die weiteren Entwicklungen bleibt. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe, dass der nächste Band wieder mehr an die alte Stärke anknüpfen kann!

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