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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein wirklich unglaublich ansprechend gestaltetes Buch!

Verborgene Fabelwesen der Meere
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Dieses Buch ist wirklich von Anfang an einfach nur so, dass man es lesen möchte, in meinen Augen. Das Cover ist toll, die Idee dahinter gefällt mir, und die Illustrationen und "Fotos" im Buch sind ebenfalls ...

Dieses Buch ist wirklich von Anfang an einfach nur so, dass man es lesen möchte, in meinen Augen. Das Cover ist toll, die Idee dahinter gefällt mir, und die Illustrationen und "Fotos" im Buch sind ebenfalls einfach fantastisch. Ich könnte mir die Seiten wirklich ewig angucken.
Außerdem gemischt mit einer spannenden Geschichte, die mir zwar teils ein paar Fragen/Logiklücken aufwirft (gefangen genommen aber Buch ist dabei/wird nicht abgenommen?), insgesamt aber einfach nur super mitzuverfolgen ist, und ich habe die einzelnen Figuren wirklich gerne begleitet.
Leider habe ich (freundlicherweise) durch NetGalley das ebook erhalten, und muss auch sagen, dass ich glaube, dass ein ebook nicht das richtige Medium für so eine Geschichte ist. Ich bin absolut bereit (und werde vermutlich auch), mir das physische Buch zu kaufen, und Geschichte und Aufmachung kann man natürlich auch in digitaler Form genießen, aber ich glaube, gerade dieses digitale hat einiges von dem weggenommen, was ein physisches Buch hätte geben können. Irgendwie fiel es mir da teils schwer, mich auf die Inhalte einzulassen, wenn ich nichts "echtes" in der Hand gehalten habe.
Ebenfalls sind einige Schriftarten in meinen Augen nicht ideal gewählt und ich habe eine weile zum Entziffern gebraucht, ich habe aber auch hier das Gefühl, dass das Digitale es schwieriger gemacht hat.
Insofern: Als physisches Buch glaube ich wirklich großartig, als ebook leider ab und an ein paar schwächen. Spannend war es aber trotzdem in beiden Varianten, und ich bin echt froh, dass ich es lesen durfte!

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  • Cover
Veröffentlicht am 17.10.2025

Super einstieg, der entsprechend ergänzt werden muss

Junge sein …
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Bei Junge sein handelt es sich um einen anschaulich gestalteten Ratgeber dazu, wie ein Junge sich verhalten kann/sollte, bzw. wie er sich nicht verhalten sollte, um in frauenfeindliche Denkmuster oder ...

Bei Junge sein handelt es sich um einen anschaulich gestalteten Ratgeber dazu, wie ein Junge sich verhalten kann/sollte, bzw. wie er sich nicht verhalten sollte, um in frauenfeindliche Denkmuster oder Handlungen zu verfallen, bzw. um möglichst die Menschen seines Umfeldes zu unterstützen. Dabei wird jedes Kapitel mit einem kurzen Comic eingeleitet, sowie anschließend durch einen Text genauer darauf eingegangen, worum es geht, welche Fakten dem zugrunde liegen, und woher bestimmte Verhaltensmuster stammen (können).
Ich persönlich habe mich dabei erwischt, wie ich manchmal gerne mehr Fakten und Wissenschaft gehabt hätte, habe an der ein oder anderen Stelle aber auch so was gelernt, und in Hinblick auf die Zielgruppe (zu der ich auf keinen Fall zähle) denke ich, dass es vermutlich gut so ist, dass nicht noch wissenschaftlicher gearbeitet wurde.
Für die Zielgruppe allerdings (kam mir vor wie Jungs zwischen 12 bis 16 vermutlich?) gab es ein paar andere Dinge, bei denen ich mich gefragt habe, ob das so passend ist. So setzt das Buch eindeutig voraus, dass ein Junge bereits den Wunsch hat, sich zu ändern, oder dass das Umfeld bei der Erziehung hinterher ist und Dinge auch erklären kann, denn wenn beides nicht gegeben ist, dann habe ich nicht das Gefühl, dass das Buch viel Einfluss haben dürfte. Ich glaube, es ist ein guter Ansatz, gerade wenn man sich ein paar Teenager vorstellt, die aber gegen alles irgendwie sind und Gefühle nicht zulassen können/wollen/andere dafür auslachen ... ich glaube nicht, dass an der Stelle dieses Buch einen guten Ansatz liefert, das zu ändern. Eher würde es sich auch um etwas handeln, das man beiseite schiebt. Außer natürlich der Wunsch des Änderns ist bereits vorhanden und die Umgebung arbeitet entsprechend mit.
Das soll auf keinen Fall heißen, dass ich das Buch schlecht finde, ganz im Gegenteil, ich finde es ist ein toller Ansatz und die Denkanstöße und Erklärungen darin sind in meinen Augen echt super, ich frage mich nur, inwiefern es tatsächlich etwas ändern kann, wenn die Person sich der Probleme nicht schon bewusst ist, denn als alleinstehendes Werk kommt es mir nicht sehr solide vor, da (was aber absolut logisch ist bei einem eher Kinder-/Jugendbuch) es natürlich vieles offen lässt und nicht alles erklären kann, für das müssten also weitere Werke herhalten, und wer bereits in einem "falschen" Verhalten steckt ist eventuell nicht bereit, die Arbeit hineinzustecken, diese weiteren Quellen zu finden, wenn niemand anderes das unterstützt.
Ändert aber nichts daran, dass ich das Buch trotzdem absolut solide finde und ich wünschte mir so ein bisschen, dass wir es damals in der Schule gelesen hätten, weil ich glaube wir hatten eine echt solide Schulbuch-Auswahl und das hier hätte ganz sicher auch reingepasst und meine Lehrerin hätte da einiges mit uns draus machen können.

Veröffentlicht am 12.10.2025

Leclercs Vergangenheit kommt zurück

Düstere Provence
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Eigentlich bin ich immer noch kein großer Fan von privaten Problemen in Krimis, da sie hier aber weiterhin ziemlich gut in die Story integriert sind, und sie natürlich auch mit dem Fall zu tun haben, dadurch, ...

Eigentlich bin ich immer noch kein großer Fan von privaten Problemen in Krimis, da sie hier aber weiterhin ziemlich gut in die Story integriert sind, und sie natürlich auch mit dem Fall zu tun haben, dadurch, dass der Fall ein Problem der Vergangenheit ist, fand ich es wieder ganz spannend zu lesen und gut gelöst. Es war für mich persönlich zwar trotzdem noch ein bisschen zu viel privates, aber gleichzeitig mochte ich, wie Vergangenheit und Gegenwart hier zusammengearbeitet haben, um einen weiteren spannenden Fall zu kreieren.

Ebenfalls gefällt mir gut, dass die Probleme der vorherigen Bücher weiterhin aufgegriffen werden und nicht in Vergessenheit geraten. Nach Band 3 hätte man ja mit Manon und Gilles theoretisch auch abschließen und das alles ignorieren können, bis auf eine Erwähnung, dass jetzt alles wieder gut ist, aber trotz der Tatsache, dass es was privates ist, freut es mich, dass die Probleme im Hintergrund weiterhin eine aktive Rolle im Geschehen spielen.

Alles in allem wieder ein sehr solider Band der Reihe, wenn auch nicht mein liebster ... vielleicht auch, weil ich das Gefühl hatte, dass Tyson weniger relevant war. Fällt mir jetzt erst auf, aber der war diesmal nicht ganz so sehr dabei wie sonst, glaube ich. Schade. Aber trotzdem gutes Buch und Leclerc ist ja auch ohne Hund sehr sympathisch!

Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein sehr unterhaltsames Kinderbuch, mit wirklich unglaublich ansprechenden Illustrationen.

Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt
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Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann ...

Archer ist der Enkel von zwei Forschern, die er nie kennenlernen durfte, bevor sie irgendwann plötzlich auf einem Eisberg verschwinden und die ganze Welt sie für verloren hält. Nicht so Archer, der irgendwann den Plan schmiedet, sie mit der Unterstützung seiner Freunde zu suchen und zurück zu holen. Dabei muss er sich gegen Eltern, Lehrer, und einen Haufen anderer Erwachsener behaupten, hat aber auch hier und da ein wenig Unterstützung an seiner Seite.
Im großen und ganzen ist das Buch wirklich sehr angenehm geschrieben. Es lässt sich leicht und unterhaltsam lesen, und mit den Illustrationen gibt es auch immer wieder einen echten Hingucker, der sehr leicht verzaubert. Archer ist dabei ein großteils sympathischer Hauptcharakter, der einfach ein Abenteuer erleben möchte, Adélaïde ein starkes Mädchen, dass sich so leicht nicht einschüchtern lässt, und Oliver ein recht feiger Junge, der eigentlich lieber überall anders wäre. Genau da liegt auch so ein bisschen eins meiner Probleme mit dem Buch. Oliver ist zwar ein sympathischer Charakter, und irgendwie mag ich ihn auch, aber gleichzeitig wirkt es auch ganz oft, als würde er seine Freunde eigentlich am liebsten zurückhalten wollen, und während ich seine Angst durchaus auch verstehe, hatte ich auch das Gefühl, dass in der Geschichte selbst nicht viel dahinter steckte. Es wirkte ein wenig, als wäre er einfach nur als Gegengewicht vorhanden, dabei war er aber entweder so schwach, dass man das durchaus mehr hätte zeigen können, oder so stark, dass es alles andere überdeckt hat. Ein wenig hatte ich bei ihm das Gefühl, als wäre er nur auf seine Angst geschrumpft worden, die dann aber gleichzeitig so klein gehalten, dass er den anderen nicht wirklich im Weg steht. Dadurch geht er leider ein bisschen unter und ist im Vergleich zu den anderen eindeutig der schwächste Charakter.
Ähnliche Schwierigkeiten hatte ich mit ein paar anderen Figuren, die ebenfalls sehr auf nur eine Eigenschaft reduziert wurden. Ganz schlimm dabei Archers Mutter, die ebenfalls stark mit der Angst zu kämpfen hat, ihren Sohn zu verlieren. Dabei aber nicht im Geringsten Rational handelt, sodass sie ihn natürlich noch mehr verliert. An sich wichtig, damit die Geschichte überhaupt funktionieren kann, und auch irgendwie eine solide Grundlage, gleichzeitig hatte ich hier das Gefühl, dass sich im Laufe der Geschichte absolut nichts an irgendwas ändert. Es findet keinerlei Entwicklung statt, die Mutter erlebt an keiner Stelle Konsequenzen, und irgendwie fand ich es sehr traurig, wie viel ganz viele von den Figuren auf der Stelle treten und sich im Laufe der Geschichte eigentlich kaum ändern.
Abgesehen davon waren es aber tolle Ideen, die Geschichte selbst war auch ziemlich cool, und dass Adélaïde nur ein Bein hat, fand ich richtig angenehm. Es spielt keine große Rolle (oder, doch, das schon, aber es ist nichts, was im Buch zwingend für Schwierigkeiten oder irgendwas sorgt), sondern ist einfach Teil von ihr, und da ich das bisher so in Kinderbüchern noch nicht gelesen hatte, war ich davon sehr positiv überrascht. Auch die ganzen kleinen Nebenstränge oder Hintergrundgeschichten zu ganz vielem mochte ich sehr, und generell auch die Interaktionen zwischen allen Figuren.
Ich fand nicht alles immer logisch oder gut gemacht, aber beim Lesen hatte ich dennoch echt viel Spaß.

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  • Cover
Veröffentlicht am 11.10.2025

Solider Kunstraub mit zusätzlichen Problemen

Schatten der Provence
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Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, ...


Wieder einmal ein Band der Reihe, der sehr viel Spaß gemacht hat.
Die Figuren sind wie so oft sehr sympathisch (gerade Leclerc und Tyson selbstverständlich ein großartiges Duo), und mir hat sehr gefallen, dass Clara und ihre Mutter auch weiterhin eine Rolle spielen, wenn auch keine so große.
Die beiden Plotstränge von Kunstraub und die Trennung von Privat-/Arbeitsleben haben in meinen Augen nicht so gut zusammengepasst wie in Band 3, aufgrund der Tatsache, dass der Fall aber selbstverständlich mit dem Arbeitsleben zu tun hat, war das alles auch nicht zu weit ab vom Thema.
Unterhaltung war da, einen Kunstraub als Fall fand ich auch mal sehr spannend, weil habe ich glaube ich noch nie oder auf jeden Fall ewig nicht irgendwo gelesen, und alles in allem hatte ich wie so oft einfach 'ne gute Zeit!