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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Atmosphärisch und psychologisch ausgereift

Das Böse nebenan
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Anna Brown zieht in die idyllischen Kleinstadt St. Abel's Chapel. Doch die Idylle trügt. Anna fühlt sich beobachtet. Sie erfährt, daß in den letzten Jahren drei 16jährige Mädchen verschwunden sind. Scheinbar ...

Anna Brown zieht in die idyllischen Kleinstadt St. Abel's Chapel. Doch die Idylle trügt. Anna fühlt sich beobachtet. Sie erfährt, daß in den letzten Jahren drei 16jährige Mädchen verschwunden sind. Scheinbar weiß im Dorf jeder darüber Bescheid und versucht, dies zu verheimlichen. Als Anna von einem Mädchen um Hilfe gebeten wird, beginnt sie über das Geschehen nachzuforschen. Dabei ahnt sie nicht, wie dicht ihr das Böse bereits gekommen ist!

Sharon Bolton hat mich mit "Das Böse nebenan" absolut in seinen Bann gezogen. Auch wenn der Spannungsbogen hier etwas braucht, um hoch zu werden, war ich von Beginn an mitten in einer Geschichte, die Fragen aufwirft und fesselt. Man fragt sich dofort, wer die Geschichte erzählt und durch wessen Augen man sie sieht. Interessant war es zu verfolgen, wie die Dorfidylle langsam in sich zusammenfiel. Die Dorfbewohner erscheinen allesamt eher harmlos, fast könnte man sie übersehen. Wenn da nicht immer das Gefühl wäre, daß der Schein trügt und man letztlich dann doch niemandem traut. Anna wird hier sehr gut beschrieben. Ihr Gefühl, beobachtet zu werden, die dadurch resultierende Unruhe werden gut übertragen. Die Rückblenden in ihre Vergangenheit lassen nach und nach einiges ans Tageslicht kommen und machen viel der Spannung aus. Die Autorin schreibt wie gewohnt unheimlich flüssig, hier macht das Lesen Spaß! Sie schafft es, die düstere Atmosphäre und die psychologische Spannung perfekt an den Leser zu vermitteln, so daß man bis zum überraschenden Schluß einfach dranbleiben muß! Ich hatte mich sehr gefreut, endlich wieder etwas von Sharon Bolton lesen zu können - ich wurde nicht enttäuscht!

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Extrem spannend

Deadline
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Jill und ihre Kollegen sitzen nach einer Vorstandssitzung im Privatjet ihrer Firma, als kurz nach dem Abflug die Pilotin über Lautsprecher meldet, daß sie den Jet aufs offene Meer gesteuert hat und das ...

Jill und ihre Kollegen sitzen nach einer Vorstandssitzung im Privatjet ihrer Firma, als kurz nach dem Abflug die Pilotin über Lautsprecher meldet, daß sie den Jet aufs offene Meer gesteuert hat und das Flugzeug erst auf Kurs bringt, wenn sich der an Bord befindende Mörder stellt. Er hat 30 Minuten Zeit, um die Wahrheit zu erzählen, ansonsten stürzt das Flugzeug in den Atlantik.

“Deadline” ist ein abdolut gelungenes Debüt von Alex Lake. Man ist vom ersten Satz an mitten im Geschehen dieser superspannenden Handlung. Auch wenn die Idee mit dem Flugzeug als Locked Room nicht neu ist, hat mich dieses Buch begeistert und gefesselt. Alex Lake erhöht die ohnehin vorhandene Spannung durch Rückblenden in die Vergangenheit, die nach und nach wie ein Puzzle einzelne Teile und somit das Gehemnis der Entführung preisgeben. Die Charaktere sind allesamt irgendwie ein Fall für sich. Wirkliche Sympathien hatte ich hier für niemanden aufbauen können, was für die Handlung aber sehr passend war. So war der Fokus nach allen Seiten offen und ich hatte keinen Charakter, dem ich voreingenommen gegenüber stand. Vom Schreibstil ist das Buch wunderbar leicht zu lesen und es macht Spaß in die Handlung einzutauchen! Dieses Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Etwas überzogen

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Angela Merkel, Ehemann Achim und Bodyguard Mike sind verfrüht aus ihrem Urlaub mit den Obamas heimgekehrt. Nun müssen sie Weihnachten zu Hause verbringen. Es könnte ruhig und besinnlich werden, würde nicht ...

Angela Merkel, Ehemann Achim und Bodyguard Mike sind verfrüht aus ihrem Urlaub mit den Obamas heimgekehrt. Nun müssen sie Weihnachten zu Hause verbringen. Es könnte ruhig und besinnlich werden, würde nicht ein toter Weihnachtsmann kopfüber im heimischen Kamin stecken! Es handelt sich um einen buchbaren Weihnachtsmann. Angela steckt ihre Spürnase mal wieder in die Ermittlungen und bekommt es mit konkurrierenden Weihnachtsmännern zu tun, von denen einer sogar behauptet, der echte Weihnachtsmann zu sein!

"Miss Merkel - Mord unterm Weihnachtsbaum" ist der erste Weihnachtskrimi von David Safier. Seine Bücher fand ich bisher immer sehr gut. Dieses jedoch ist mir etwas zu gewollt witzig. Hier wird der Humor für mich etwas übertrieben und rutscht stark in Albernheit über. Dadurch wirkt die ganze Handlung leider extrem überzogen. Die kleinen Randbemerkungen über andere Politiker und Parteien sind noch originell und regen zum Lachen an. Jedoch wird es albern, wenn z. B. Mike hinter dem Weihnachtsgeschenk "Bonecrusher" herrennt und dabei nach Strich und Faden hereingelegt wird. Die Handlung ist dabei durchaus etwas spannend. Angelas Ermittlungen lassen mitraten, haben skurrile Elemente und manchmal nimmt sie sich dabei sogar selbst aufs Korn. David Safier schreibt auch hier locker und leicht, so daß sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Dieser Miss-Merkel-Band ist witzig, wenn auch übertrieben. Sofern man damit klar kommt, ist er empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Hier fühlt man sich wohl

Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten
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Amelie betreibt in München einen Laden für Wollwaren. Zur Adventszeit lebt sie in einem Schäferwagen mit Rauhaardackel Josef bei ihren Schafen, die Teil des Künstlerweihnachtsmarktes im Englischen Garten ...

Amelie betreibt in München einen Laden für Wollwaren. Zur Adventszeit lebt sie in einem Schäferwagen mit Rauhaardackel Josef bei ihren Schafen, die Teil des Künstlerweihnachtsmarktes im Englischen Garten sind. Am Nikolausmorgen liegt plötzlich ein Toter in einer Feuerschale. Es ist Sepp, der Wurstbrater und die einzigen Zeugen sind Amelies Schafe. Der Verdacht fällt schnell auf die Veganer, doch Amelie ist anderer Meinung und ermittelt auf unkonventionelle Weise.

"Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten" ist ein wunderbar entschleunigender Krimi. Christine Rechl schafft eine Wohlfühlatmospäre, die den Leser von der ersten Seite an umschlingt. Man fühlt sich richtig in den Englischen Garten versetzt und spürt das besondere des Weihnachtsmarktes. Dabei lernt man noch vieles über München, seinen Viktualienmarkt und bekommt Einblick hinter dessen Kulissen. Dabei stößt man auf einige Mordmotive und kann richtig gut mitraten. Die Autorin verfügt über einen ruhigen, ausgewogenen Schreibstil, spielt ein wenig mit humorvollen Szenen, so daß man hier wirklich gern und entspannt liest. Das besondere an diesem Krimi besteht darin, daß hier die Tiere eine große Rolle spielen. Gerade die Schafe bringen Flair in die Handlung und es wird durch sie ein wenig mystisch. Wer also auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtskrimi ist, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Eine Tradition geht weiter

Opa, gib die Krippe her!
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Wie in jedem Jahr gibt es auch dieses Weihnachten eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Dietmar Bittrich herausgegeben hat. Dieses Jahr trägt sie den lustigen Titel "Opa, gib die Krippe her!" und handelt ...

Wie in jedem Jahr gibt es auch dieses Weihnachten eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Dietmar Bittrich herausgegeben hat. Dieses Jahr trägt sie den lustigen Titel "Opa, gib die Krippe her!" und handelt wieder von Weihnachten mit der buckligen Verwandtschaft. 21 Autoren haben hier die unterschiedlichsten Geschichten beigesteuert. Mal ist es witzig, mal besinnlich - und die nächste Geschichte regt zum Nachdenken an. Es geht um familiäre Weihnachtsfeiern im Wandel der Jahre, Bastelwahn, die Anschaffung einer Katze, abgesagte Weihnachten, Erlebnisse eines Buchhändlers, Spieleabende, einen Pannenhelfer, missglückte Gemälde als Geschenk und vieles mehr. Jede Geschichte für sich ist sehr gut lesbar, bereitet Freude während des Lesens und versüßt die Adventszeit. Natürlich trifft nicht jede Geschichte jeden Geschmack - dies ist bei einer Anthologie auch gar nicht möglich. Jedem wird eine andere Geschichte am besten gefallen. Mein Favorit war hier "Ein Engel namens Manfred", die äußerst humorvoll beginnt und dann am Ende nachdenklich macht. Hier versprüht jede Geschichte ihren eigenen Charme und lesenswert sind sie alle!

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