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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2023

"Auge um Auge und die ganze Welt wird blind sein." Gandhi

Die Hennakünstlerin
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Lange bin ich um den Auftakt der Jaipur-Trilogie herumgeschlichen, bevor ich dann spontan zugegriffen habe...

Der Klappentext gibt einen guten Überblick über die Handlung. Aber das Buch ist noch so viel ...

Lange bin ich um den Auftakt der Jaipur-Trilogie herumgeschlichen, bevor ich dann spontan zugegriffen habe...

Der Klappentext gibt einen guten Überblick über die Handlung. Aber das Buch ist noch so viel mehr. Der Leser begleitet die 17-jährige Lakshmi auf ihrem Weg durch das Indien der 50er-Jahre. Der Weg ist steinig, voll Entbehrung aber auch voller überraschender Begegnungen. Die Hauptprotagonistin als Ich-Erzählerin zu nutzen, schafft Nähe und gewährt natürlich eine Vielzahl unbekannter Einblicke. Als Leser ist man von Beginn an im Geschehen dabei. Der Roman startet dabei gemächlich, entwickelt aber mit der Zeit einen Sog: ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht bzw. endet. Die Geschichte ist ungewöhnlich, neu. Nichtsdestotrotz werden auch ein paar Klischees aufgegriffen bzw. häufen sich die Zufälle. Der Verlauf der Geschichte ist gleichermaßen vorhersehbar wie überraschend. Als störend empfand ich vor allem zu Beginn die vielen Fremdwörter. Das Nachschlagen mit Hilfe des Glossars am Ende war seitenweise äußerst müßig. Die Nebenfiguren fügen sich sehr gut in die Handlung ein und bereiten die Fortführung vor.

Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Indien-Roman ist, der wird hier fündig! Da mir die Geschichte manchmal etwas zu oberflächlich war, weiß noch nicht, ob ich die Fortsetzungen lesen werde…

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Veröffentlicht am 10.02.2023

"Lebe dein Leben. Sei glücklich"

Denk ich an Kiew
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Das Leben besteht aus Entscheidungen, die Konsequenzen haben und unweigerlich zu weiteren Entscheidungen führen...

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung aus der Ukraine bin ich auf die Veröffentlichung ...

Das Leben besteht aus Entscheidungen, die Konsequenzen haben und unweigerlich zu weiteren Entscheidungen führen...

Aufgrund der aktuellen Berichterstattung aus der Ukraine bin ich auf die Veröffentlichung von "Denk ich an Kiew" aufmerksam geworden. Spontan habe ich zu dem Buch gegriffen ohne mich näher mit der Inhaltsangabe zu beschäftigen. (Im Nachhinein gibt der Klappentext einen guten Einblick, was den Leser erwartet. Um nicht zu Spoilern, werde ich dem nichts hinzufügen.)

Wer Geschichten auf zwei Zeitebenen mag, ist mit der Verknüpfung der Handlungsstränge aus Vergangenheit und Gegenwart sicher gut bedient. Ich habe inzwischen einige Bücher dieser Art gelesen und konnte den Handlungen leicht folgen. Den einzelnen Kapiteln sind neben den Jahreszahlen auch die Namen der jeweiligen Hauptprotagonistinnen vorangestellt. Ebenfalls ist ist die Gesamtzahl der Charaktere überschaubar.

Die Bewertung gestaltet sich diesmal schwieriger: für gewöhnlich mache ich mir beim Lesen Notizen, bei diesem Buch war dem nicht so. Über den Inhalt möchte ich mir kein Urteil erlauben. Die historischen Geschehnisse sind unvorstellbar, vor allem mit Blick auf die aktuellen Situation.

Ich hätte mir jedoch einen umfangreicheren Einblick in ukrainische Kultur und etwas mehr Lokalkolorit gewünscht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich hab das Buch gerne gelesen - trotz der beschriebenen Schrecken. Emotional ist der Funke bei mir leider erst gegen Ende des Buches übergesprungen. Der Erstlingsroman war sehr ansprechend und der Inhalt hat mein Interesse durchweg aufrecht erhalten. Laut Nachwort arbeitet Erin Litteken bereits an weiterem Buch.

Fazit: "Nach vorne zu blicken, heißt nicht die Vergangenheit zu vergessen."

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Aufbruch mit Hindernissen

Ein Zuhause im Frühling
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Der Klappentext bewirbt den bereits 2018 veröffentlichten Roman (Original-Titel: "A girl's best friend") als „Auftakt einer romantischen Serie mit Happy-End-Garantie“ (Country Escapes).

Das Cover des ...

Der Klappentext bewirbt den bereits 2018 veröffentlichten Roman (Original-Titel: "A girl's best friend") als „Auftakt einer romantischen Serie mit Happy-End-Garantie“ (Country Escapes).

Das Cover des Buches vermittelt passend dazu eine wohlige, frühlingshafte Atmosphäre. Die Illustration einer Gartenbank mit Blumen und einem Hund passt hervorragend zum Titel und deutet auf eine typische „Wohlfühl-Geschichte“ der Autorin hin. Der Schreibstil von Julie Caplin ist flüssig und angenehm zu lesen.

Ich rechnete nach der Leseprobe mit einer herzerwärmenden Geschichte über Neuanfänge, bei der die Beziehung zwischen Ella und Hündin Tess sowie die dörfliche Gemeinschaft eine zentrale Rolle spielen werden. Da ich bisher nur die Romantic-Escapes-Reihe von Julie Caplin kenne (und sehr gerne mag), war ich auf das alternative Setting im ländlichen England gespannt.

Letztendlich bietet „Ein Zuhause im Frühling“ eine leicht konsumierbare Kleinstadtgeschichte. Die Handlung rund um Ella's Neuanfang überzeugt durch die Einbindung ihrer (unfreiwilligen) vierbeinigen Freundin und den charmanten Tierarzt Devon. Allerdings verliert die Geschichte durch nebensächliche Szenen an Tempo. Insgesamt ein nettes (Hör-)Buch für zwischendurch, das jedoch etwas zu lang geraten ist und erzählerisch mehr Straffung vertragen hätte. Mal schauen, ob ich nach Willsgrave und seinen Bewohnern zurückkehren werden.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Little Free Library oder "Die Bibliothek der zweiten Chancen" (Original-Titel)

Die kleine Inselbibliothek
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"Die kleine Inselbibliothek" von Savannah Carlisle ist eine hallmark-taugliche Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich für mich jedoch nicht vollständig aus der Masse zeitgenössischer Romane abheben konnte. ...

"Die kleine Inselbibliothek" von Savannah Carlisle ist eine hallmark-taugliche Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich für mich jedoch nicht vollständig aus der Masse zeitgenössischer Romane abheben konnte. Bereits ab der ersten Seite befindet man sich mitten im Geschehen. Die Mischung aus Büchern, Kleinstadt-Flair und sommerlicher Love-Story weckte schnell mein Interesse. Das moderne Cover strahlt Beach Vibes aus und passt perfekt zu einer vor der Küste Floridas gehörenden Insel samt ihren sympathischen Bewohnern.

Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, ist zu Beginn jedoch von zahlreichen Wiederholungen geprägt. Auch die Übersetzung überzeugt nicht durchgehend. Nach einem Blick in die englische Leseprobe würde ich eher zum Original greifen. Ein Beispiel: OV „Put a [beach] chair in the sand and stay awhile.“ wurde mit „Stell einen Stuhl in den Sand und genieß die Zeit.“ übersetzt – treffender wäre etwa „Stell deine Liege in den Sand und bleib eine Weile.“

Um nicht zu viel vorwegzunehmen, verzichte ich darauf, den Klappentext zu ergänzen. Die Idee des Austauschs über Karteikärtchen und Buchempfehlungen ist zwar charmant, hätte meines Erachtens jedoch stärker ausgeschöpft werden können. Insgesamt bleibt die Handlung leider vorhersehbar und bewegt sich überwiegend innerhalb der gewohnten Komfortzone von Kleinstadtromanzen. Am Ende ergibt das eine solide, leichte Sommer-/Strandlektüre.

PS Für alle, die es nicht kennen: https://littlefreelibrary.org - bei uns eher unter dem Begriff Bücherzellen bekannt.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Sternendeutung im Vollmond-Café

Das Mondscheincafé
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...entspricht der Bedeutung des Original-Titels.

Es handelt sich dabei um eine kleine Sammlung von vier miteinander verbundenen Kurzgeschichten + Epilog. Seit meiner Japan-Reise vor 2 Jahren lese ich ...

...entspricht der Bedeutung des Original-Titels.

Es handelt sich dabei um eine kleine Sammlung von vier miteinander verbundenen Kurzgeschichten + Epilog. Seit meiner Japan-Reise vor 2 Jahren lese ich gelegentlich landestypische Erzählungen. Der knappe Stil samt Analogien begegnet mir dabei häufig. Für meinen Geschmack hätten die Episoden etwas ausführlicher ausfallen dürfen. Viel Raum nehmen die astrologischen Deutungen ein. Da ich an diesem Thema interessiert bin, hat mich die Grundidee direkt angesprochen. Die Katzen sind ein fantastischer Bonus, allerdings waren mir persönlich die Auslegungen zu allgemein bzw. nicht auf mich zutreffend. Es ist bei einem Roman natürlich schwierig allen Lesenden gerecht zu werden, daher habe ich mich im Anschluss mit meinem Geburtshoroskop beschäftigt. Das war aufschlussreicher als die Lektüre, welche ihr Potential leider nicht ausgeschöpft hat - vielleicht in der weihnachtlichen Fortsetzung?

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