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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

möderische Familienzusammenkunft

Eisnebel
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Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mochte die ruhige, ausgeglichene Erzählstimme der Sprecherin, die für mein Empfinden gut zur Protagonistin Theo gepasst hat.

Die Spannung ist vor allem anfangs ...

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mochte die ruhige, ausgeglichene Erzählstimme der Sprecherin, die für mein Empfinden gut zur Protagonistin Theo gepasst hat.

Die Spannung ist vor allem anfangs eher subtil, getrieben davon, dass Theo in Connors Familie nicht willkommen zu sein scheint und eigentlich auch nicht wirklich dazugehören will. Es blitzt immer wieder durch, dass sie Connor braucht, er ihr gleichzeitig aber nicht egaler sein könnte. Sie ist einfach stets bemüht ihn zufrieden zu stellen.

Es scheint in der Familie viele Geheimnisse zu geben, aber auch Theo hütet einige und nicht zuletzt stellt ihre eigene Herkunft eine zentrale Frage in dieser Geschichte dar. Das erzeugt durchweg eine Atmosphäre des Misstrauen und unterschwelliger Feindseligkeit, die ist sehr gelungen fand. Vor allem weil auch innerhalb der Familie selbst nicht alles eitel Sonnenschein ist und unterschwellige Konflikte schwelen.

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse ja dann völlig und da war es mir dann auch etwas zu viel des Zufalls/Schicksals. Das wirkte dann doch recht an den Haaren herbeigezogen. Bis dahin wirklich gut, aber das war dann ein Schuss über das Ziel hinaus.

Insgesamt war das Buch sehr kurzweilig und unterhaltsam. Es gibt viele Überraschungen und Wendungen, sodass ich für einen Thriller übermäßig viele Emotionen durchlebt habe- von Mitleid für Theos Kindheit, über Entsetzen bezüglich des extravagant privilegierten Lebens von Connors Familie, bis zu schierer Wut über all die Lügen. Kann man machen, hat was.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Eindrücklich

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Das Buch erzählt die ergreifende Geschichte vom Älterwerden. Davon, wie einem alles zu entgleiten scheint, man jegliche Autonomie und Selbstbestimmung verliert und schlimmer noch, die Menschen, die man ...

Das Buch erzählt die ergreifende Geschichte vom Älterwerden. Davon, wie einem alles zu entgleiten scheint, man jegliche Autonomie und Selbstbestimmung verliert und schlimmer noch, die Menschen, die man liebt.

Die Geschichte switcht zwischen den Alltagsmomenten, denen sich Bo stellen muss, den großen und kleinen Sorgen, die seine Gegenwart bestimmen und seinen Erinnerungen an seine eigene Jugend, sein Vater-Sein und seine Ehe. Dazwischen gibt es kleine Notizen, von seinem Sohn und dem Pflegepersonal, die einen sehr ehrlichen Einblick in Bos eher trostlosen Alltag bieten.

Das erste Mal Tränen in den Augen hatte ich schon nach wenigen Seiten. Die Grundstimmung ist schon eher melancholisch, Bos Hilflosigkeit und Einsamkeit werden auf direkte Art thematisiert. Generell ist es zwar eine feinfühlige Erzählung, beschönt aber auch nicht, dass uns das Leben am Ende einholt.

Es ist mir leicht gefallen, mit Bo mitzufühlen und mich in seine Lage hereinzuversetzen. Die Sprache ist leicht, der Erzählstil nahbar. Ein Buch, das bewegt und nachhallt

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Traue niemandem

The Woman in Suite 11
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Ich liebe die Thriller von Ruth Ware und hier zeigt sie sich mal wieder in absoluter Bestform. Das ist genau die Art von Geschichte, die ich von ihr so unheimlich gerne lese- spannend, ein bisschen mysteriös ...

Ich liebe die Thriller von Ruth Ware und hier zeigt sie sich mal wieder in absoluter Bestform. Das ist genau die Art von Geschichte, die ich von ihr so unheimlich gerne lese- spannend, ein bisschen mysteriös und mit einem interessanten Twist. Dieses Buch ist die indirekte Fortsetzung von „Woman in Cabin 10“ von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche. Aber jetzt wo ich das Buch vor mir hatte, waren eigentlich ein echter Geniestreich an die Ereignisse des Buches anzuknüpfen und den Figuren ein Leben nach dem glorreichen Finale anzudichten.

Das Setting ist toll gewählt und ich mochte das Wiedersehen mit bekannten Figuren. Dadurch bin ich leicht in die Handlung reingekommen und hatte auch direkt einen Draht dazu. Dass auch hier wieder eine Art doppelte Lottchen Geschichte gesponnen wird, schafft eine gelungene Verbindung zum Thriller an den es anknüpft. Für den Fall selbst spielt das zwar nicht unmittelbar eine Rolle, aber ich finde schon, dass man "The Woman in Cabin 10" gelesen haben sollte, um das ganze Ausmaß der Geschichte zu erfassen.

Ich fand den Fall selbst unfassbar packend, vor allem weil Lo selbst ins Visier der Ermittlungen gerät und das Ganze sehr undurchsichtig und vielschichtig aufgebaut ist. Die Perfidität des Falls ist einfach grandios und super spannend zu verfolgen. Vor allem gegen Ende hin wird es komplex und wendungsreich, sodass ich wirklich mitgefiebert habe.

Für mich ein sehr gelungener Thriller.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Anatomie trifft Magie

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Ich liebe die Aufmachung des Buches. Es ist ein echter Eyecatcher und hat mich allein damit schon neugierig gemacht. Ich dachte erst es handelt sich vllt um eine Fantasy-Dystopie, aber zeitlich ist die ...

Ich liebe die Aufmachung des Buches. Es ist ein echter Eyecatcher und hat mich allein damit schon neugierig gemacht. Ich dachte erst es handelt sich vllt um eine Fantasy-Dystopie, aber zeitlich ist die Geschichte circa 1000 Jahre in der Vergangenheit angesiedelt. Das Setting hat aber einen eher düsteren Touch.

Die Geschichte der Bloodcarver fand ich toll in den Kontext der Geschichte eingebettet und Nhika ist eine sehr authentische Protagonistin. Ihr Streben nach einem besseren Leben, der Möglichkeit ihr Erbe zu erhalten und etwas Gutes zu bewirken, aber auch der Drang zu Verstehen, zu Lernen und Anerkennung zu finden machen sie sehr nahbar, aber auch sehr verletzlich.

Die Vermischung von Anatomie, Medizin, Pholosophie und Magie hat mir richtig gut gefallen. Es gibt der Geschichte nicht nur eine Verankerung in der Realität medizinischer Forschung, sondern umhüllt die Geschichte mit Mystik und Spiritualität.

Dass es zusätzlich noch einen Kriminalfall zu lösen gab, hat eine interessante Nebenhandlung geschaffen.
Das Ende fand ich etwas holprig, habe die Geschichte aber ansonsten mit Faszination und Spannung verfolgt.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Nimm, was du brauchst

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Dieses Buch ist eine schöne Zusammenstellung einzelner Geschichten und Moment, die zum Innehalten und Nachdenken einladen. Sie greifen elementare Momente des Lebens auf, in denen sich der Leser gut wiederfinden ...

Dieses Buch ist eine schöne Zusammenstellung einzelner Geschichten und Moment, die zum Innehalten und Nachdenken einladen. Sie greifen elementare Momente des Lebens auf, in denen sich der Leser gut wiederfinden kann und schenken auf feinfühlige Art das Gefühl willkommen und gesehen zu sein. Einfach toll zum Schmökern und Verweilen.

Die Bücherküche ist ein Ort der Einkehr und Begegnung, des in sich Gehens und Sinn Suchens. Es ist eine ruhige, unaufgeregte Erzählung. Die Personen, die diesen Ort besuchen, stehen alle an einem gewissen Punkt ihrem Leben an dem sie Rat, Ermutigung oder einfach ein offenes Ohr brauchen. Dabei geben auch die Mitarbeiter der Bücherküche viel über sich preis.

Die Geschichte wird in Schlaglichtern und Episoden erzählt. Es geht um Lebenswege, Wünsche und Hoffnungen, Rückschläge und den Weg des Schicksals. Der Ton ist dabei leicht wehmütig, gleichzeitig aber auch voller Zuversicht.
Vor allem Ma-Ri und Jin-Huns Geschichte fand ich sehr ergreifend.

Ich mochte die sanfte Erzählart, die Figuren sind nicht fordernd, füllen die Geschichte aber mit Wärme. Es ist ein schönes Buch, was sich wie eine kleine Auszeit liest.

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