Cover-Bild Ruf der Leere
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14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Kriminalromane und Mystery
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 23.12.2025
  • ISBN: 9783365011386
Daniel Alvarenga

Ruf der Leere

Roman | Vom Autor des Erfolgsromans »Hundswut« | Düsteres Setting in bayrischer Hütte | Über menschliche Abgründe und die Grenzen von Moral | Erinnert an Andrea Maria Schenkels »Tannöd«

Seit Wochen fiebert Felix dem Wochenende mit Ben und Laura in der Waldhütte entgegen und ist nicht begeistert, dass seine Freunde ungebeten weitere Gäste mitbringen. Die Stimmung ist spürbar angespannt. Als ein alter Mann vor der Tür steht und die Gruppe auffordert, bis zum Abend eine Person auszuwählen, die es verdient, weiterzuleben, während alle anderen sterben, gerät die Gruppendynamik aus den Fugen und offenbart, wer sich am Ende selbst der Nächste ist.

Während sich die Situation im Wald immer weiter zuspitzt, beginnt Felix‘ Vater sich um seinen Sohn zu sorgen. Sie haben kein besonders inniges Verhältnis zueinander, doch Felix‘ plötzliches Verschwinden bewegt ihn dazu, sich mit dessen Leben auseinanderzusetzen. Dabei eröffnet sich ihm ein Bild, das ihn zutiefst beunruhigt.

Schonungslos schreibt »Hundswut«-Autor Daniel Alvarenga über menschliche Abgründe und die Grenzen der Moral

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Beklemmend, intensiv und lange nachhallend...

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Eine Gruppe junger Menschen verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte. Eigentlich soll es eine ausgelassene Party werden, doch die Stimmung kippt abrupt, als ein alter, geheimnisvoller Mann ...

Eine Gruppe junger Menschen verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte. Eigentlich soll es eine ausgelassene Party werden, doch die Stimmung kippt abrupt, als ein alter, geheimnisvoller Mann auftaucht und behauptet, er sei der Tod. Er stellt eine grausame Forderung: Einer darf leben. Alle anderen müssen sterben! Doch wer wird gewählt? Und nach welchen Maßstäben?

Was folgt, ist kein klassischer Thriller, sondern ein psychologisch hochintensiver Spannungsroman. Im Mittelpunkt stehen Moral und Ethik, Loyalität und Schuld, Angst und die Frage, wie viel unsere Werte wirklich zählen, wenn es ernst wird. Was bedeuten Freundschaft und Zusammenhalt, wenn das eigene Überleben auf dem Spiel steht? Wie verändern Eifersucht, Begehren, Lügen und Intrigen den Blick auf Menschen, die man zu kennen glaubte? Unerfüllte Erwartungen reißen tiefe Risse in Beziehungen, die einst selbstverständlich schienen.

Besonders stark fand ich, dass die verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten selbst zu Wort kommen und aus ihrer jeweils eigenen Perspektive erzählen. Die Figuren wirken real, widersprüchlich und zutiefst menschlich.
Die wechselnden Perspektiven sowie das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Mit jeder neuen Wahrheit verschieben sich die moralischen Grenzen ein Stück weiter.

Der Schreibstil ist klar und gut lesbar, dabei durchgehend düster und bedrückend. Die Spannung baut sich leise, fast unmerklich auf: durch Dialoge, innere Konflikte, eine unheilvolle Dynamik zwischen den Figuren und gezielte Wendungen. Das unerwartete, offene Ende bleibt im Kopf und wirkt lange nach.

„Ruf der Leere“ ist ein intensives, psychologisches Buch, das fordert, verstört, berührt und nachhaltig zum Nachdenken zwingt.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Über Ethik und Moral

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„Ruf der Leere“ hat mir sehr gut gefallen. Der Protagonist beschäftigt sich als Student mit der Theorie von Moral und Ethik. So werden im Buch einige spannende Fragen aufgeworfen und diskutiert. Diese ...

„Ruf der Leere“ hat mir sehr gut gefallen. Der Protagonist beschäftigt sich als Student mit der Theorie von Moral und Ethik. So werden im Buch einige spannende Fragen aufgeworfen und diskutiert. Diese finden dann in der weiteren Handlung des Buches auch praktische Anwendung.

Es geht um Liebe, Eifersucht, Rache und eine Obsession, die eskaliert. Absolut spannend geschrieben und voller Charaktere, die bei genauerer Betrachtung ihre Geheimnisse und „Päckchen“ mit sich tragen.

Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen. Wir beginnen mit dem Prolog im jetzt und dann springt das Buch immer wieder zu verschiedenen Zeitpunkten in den Monaten davor und dies auch aus der Sicht verschiedener Beteiligter. So entblättert sich nach und nach das Gesamtbild dessen, was passiert ist und ich für meinen Teil kann durchaus sagen, dass vieles unvorhersehbar war.

Der Autor versteht es einen erzählerisch zu packen und mit sich zu ziehen. Das Buch liest sich sehr flüssig und durch die vielen Zeit- und Perspektivwechsel möchte man dranbleiben und wissen wie es weiter geht.

Trotz vieler Kritik anderer Rezensenten war der Schluss für mich stimmig und verständlich. Ich gebe daher gerne eine Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Was ist hier passiert?

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Inhalt:

Felix ist ein Medizinstudent mit einem wohlhabenden Elternhaus. Schon seit einiger Zeit plant er ein Wochenende mit seinen Freunden auf der einsamen Berghütte, die sich im Eigentum seiner Familie ...

Inhalt:

Felix ist ein Medizinstudent mit einem wohlhabenden Elternhaus. Schon seit einiger Zeit plant er ein Wochenende mit seinen Freunden auf der einsamen Berghütte, die sich im Eigentum seiner Familie befindet, um dort die Rückkehr seines besten Freundes von einem Auslandssemester in Australien. Felix ist nicht begeistert als Freunde noch weitere Gäste mitbringen und so ist die Spannung etwas angespannt, als ein alter Mann zur Hütte kommt und die Gruppe bittet, einen von ihnen zu benennen, der den Abend überleben wird, alle anderen werden sterben. Jetzt gerät die Gruppendynamik total aus den Fugen.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mehr Tiefgange als ich gedacht habe, als ich das Buch in die Hand genommen habe. Es geht hier nicht nur um das Bergwochenende sondern auch um die Ereignisse vor diesem Wochenende. Das Ethik Seminar an der Uni spielt hier eine entscheidende Rolle. Was ist ethisch vertretbar, was versteht man unter dem Begriff und welle Rolle spielt Ethik im täglichen Leben.

Nebenbei lernen wir noch weitere Charaktere kennen, z.B. seine Kommilitonin Laura, mit der Felix tiefgreifende Diskussionen pflegt. Also eigentlich ein ganz normales Studentenleben. Auch der Konflikt mit dem Vater schein auf den ersten Blick ganz normal zu sein. Wenn da nicht immer so eine besondere Stimmung über der Handlung schweben würde……

Ich muss wirklich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Spannend, überraschend anders als erwartet und nachdenklich machend. Mir fällt es schwer, das Ende des Buches richtig einzuordnen, möchte darauf aber hier auch nicht weiter eingehen, das das zu viel verraten würde.

Das Buch ist absolut lesenswert, auch wenn ich mich am Ende etwas verloren gefühlt habe.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

...geht in die Tiefe!

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Angestachelt durch die überragenden Bewertungen des ersten Romans des Autors ("Hundswut"), ließ ich mich auf dieses Buch ein. Der Klappentext versprach eine interessante Lektüre, fernab des Mainstreams ...

Angestachelt durch die überragenden Bewertungen des ersten Romans des Autors ("Hundswut"), ließ ich mich auf dieses Buch ein. Der Klappentext versprach eine interessante Lektüre, fernab des Mainstreams - und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, eher übertroffen!

Was mir sofort gefiel, war, dass man sofort in eine bizarre Szene hineinkatapultiert wird. Davon ausgehend erfährt der Leser nach und nach, durch einige Zeitsprünge vor und zurück, welche "Geschichte" dem vorausging und wie die Protagonisten in Beziehung zueinander stehen. Alles in allem erfährt man also Stück für Stück wohl portioniert immer wieder etwas Neues, woraufhin man das bereits Gelesene/ Geschehene wieder ganz anders einordnet und immer klarer vermag die Figuren einzuschätzen, ihre Hintergründen und Gedanken sowie Gefühle zu deuten weiß...

Zudem gibt es ganz nebenbei wunderbar fesselnde Einblicke in die (Medizin-)Ethik, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben.

Lesen lässt es sich total klasse, da in einer klaren und einfachen Alltagssprache erzählt wird, was dem Tiefgang der Thematik jedoch keinerlei Abbruch tut!

Für mich ist dieses Buch psychologisch ultraspannend und mein 1. Lesehighlight 2026!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Spannend und überraschend bis zum Schluss

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Meine Meinung


"....Ein Raum, sieben Menschen, manche mehr, manche weniger befreundet, nur einer darf überleben..." (ZITAT)
Dies war mein erstes Buch im Jahre 2026 und es war für mich ein wirklich extrem ...

Meine Meinung


"....Ein Raum, sieben Menschen, manche mehr, manche weniger befreundet, nur einer darf überleben..." (ZITAT)
Dies war mein erstes Buch im Jahre 2026 und es war für mich ein wirklich extrem fesselnder Roman. Der Schreibstil war einfach und klar verständlich. Die Atmosphäre beginnt sofort mit dem Prolog beklemmend, mysteriös und angsteinflößend.

Die Ausgangssituation – ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, eine angespannte Freundesgruppe und schließlich ein Fremder, der eine grausame Entscheidung fordert – klingt zunächst wie ein klassisches Thriller‑Setup. Doch Alvarenga nutzt diese Prämisse weniger für oberflächliche Spannung, sondern vielmehr als Bühne für ein intensives psychologisches Kammerspiel. Er hat es geschafft mich bis zur letzten Seite zu fesseln und das Ende war einfach großartig!

Die Dynamik zwischen Felix, Ben und Laura wirkt von Anfang an brüchig, und die eingeschobenen Rückblicke verstärken das Gefühl, dass hier alte Wunden und unausgesprochene Konflikte längst unter der Oberfläche brodeln. Als der alte Mann auftaucht und die Gruppe zwingt, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, kippt die Stimmung endgültig. Die Figuren reagieren nicht überzeichnet, sondern komplett authentisch, einige werden egoistisch, verletzlich, irrational, überheblich etc. dargestellt. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig und gleichzeitig so verstörend.

Am Ende blieb bei mir ein Gefühl von Unbehagen zurück, aber auch die Erkenntnis, dass genau das die Absicht des Autors ist: uns mit der Frage zu konfrontieren, wie wir selbst handeln würden, wenn alle Masken fallen.

Für mich ist „Ruf der Leere“ ein spannungsgeladener Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen möchte!



Über den Autor

Daniel Alvarenga wurde 1986 in Berlin geboren, wuchs aber in Bayern auf, wo er auch heute noch mit seiner Familie lebt.Seine Leidenschaft fürs Schreiben hat er schon zu Schulzeiten entdeckt, diese hat sich bis zu seinem Debütroman Hundswut aber vor allem auf das Verfassen und Verfilmen von Drehbüchern konzentriert.

Quelle: Verlag / vlb

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