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Veröffentlicht am 07.08.2025

Fantasievolles Dämonenjägerbuch

Venatrix 1: Venatrix - Dämonenjäger von nebenan
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Das Fantasy-Abenteuer "Venatrix - Dämonenjäger von nebenan" ist ein spannendes Buch für Kinder ab 10 Jahren. Die Zwillinge Gero und Belladonna gehören einer Dämonenjägerfamilie an und kämpfen jede Nacht ...

Das Fantasy-Abenteuer "Venatrix - Dämonenjäger von nebenan" ist ein spannendes Buch für Kinder ab 10 Jahren. Die Zwillinge Gero und Belladonna gehören einer Dämonenjägerfamilie an und kämpfen jede Nacht gegen die Dämonen aus Infernalia. Bis sie eines Tages einen Dämonenhund heimlich bei sich aufnehmen... Das Buch hat einzelne Kapitel, die in sich abgeschlossen sind, aber die aneinander anknüpfen. Die Sätze sind für geübte Kinder verständlich und an vielen Stellen witzig und unterhaltsam geschrieben. Schwarz-weiße Illustrationen begleiten die einzelnen Kapitel, um das Gelesene zu untermalen. Zu Beginn gibt es einen Familienstammbaum, der jeden Dämonenjäger aus der Familie Venatrix näher beschreibt. Das Cover ist im typischen Carlesen-Verlag-Stil gehalten und bereitet Lust, die ersten Seiten aufzuschlagen und zu lesen. Die Haupfiguren glänzen sogar im Licht! Ein zusätzliches Kapitel für den zweiten Teil gibt es im Anschluss und soll Werbung für den zweiten Band machen. Das ist bereits vor der ersten Seite sowie noch einmal am Ende des Buches mit dem Hinweis auf Herbst 2026 zu finden. Ein bisschen viel Werbung und etwas aufdringlich, was bei dem handlichen und gut umgesetzten Buch nicht nötig wäre. Das Buch ist nachhaltig produziert, was mir sehr gut gefällt. Außerdem es lässt sich mit der Antolin App verbinden, was ein zusätzlicher Anreiz für viele Schüler ist. Insgesamt ein lohnenswertes Kinderbuch, das bestimmt eine gute Geschenkidee für die eine oder andere Leseratte ist!

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Hommage an Rachel Carson

In uns der Ozean
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Der Roman "In uns der Ozean" von Theresia Graw ist eine beeindruckende Hommage an die amerikanische Biologin und Meeresforscherin Rachel Carson aus einfachen Verhältnissen, die eine weltverändernde Entdeckung ...

Der Roman "In uns der Ozean" von Theresia Graw ist eine beeindruckende Hommage an die amerikanische Biologin und Meeresforscherin Rachel Carson aus einfachen Verhältnissen, die eine weltverändernde Entdeckung in den späten 1920er Jahren machte. Die Journalistin und Autorin hat sich intensiv mit dem wahren Leben von Carson befasst, was anhand der aufgelisteten Quellen, Essays und Zeitschriften im Anhang zu erkennen ist. Manche Figuren sind, wie Graw zugibt, erfunden. Das ist nicht zum Nachteil, sondern wirkt sich positiv auf die Handlung aus. Carson war eine beeindruckende Frau des 20. Jahrhunderts, die die schädliche Wirkung des Pestizids DDT aufzeigte. Mir war bis dato nichts bekannt über diese faszinierende Frau, die sich in der Männerwelt Gehör verschaffte und mit ihrem Werk "Der stumme Frühling" für eine gesündere Umwelt sorgte. Die Autorin fesselt den Leser vom ersten Satz an und schildert Carsons ersten Besuch am Meer so detailreich, dass man sich selbst vor Ort sieht. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen! Zwischendurch sind einige zeitliche Sprünge eingebaut, die rund 30 bis 40 Jahre später geschehen und die im Präsens geschrieben sind. Das steigert die Spannung und sorgt für kurze Pausen, um das Gelesene zu überdenken. Das Buchcover, das einem impressionistischen Gemälde mit einer Szene vom Ozean gleicht, ist so schön gestaltet, dass es gut sichtbar in mein Bücherregal kommt. Der liebevolle Nachruf der Autorin an die Biologin unterstreicht die intensive Recherche und die Wirkung ihrer Arbeit, die bis heute zum Nachdenken anregt. Absolut empfehlenswertes Buch, das viele Bereiche in unserer Gesellschaft anspricht!

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Veröffentlicht am 12.12.2025

Leichte Lektüre für zwischendurch

Zum Feuer zurück
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Der cozy Thriller "Zurück zum Feuer" von Roland Simm bietet auf 151 Seiten ein kurzes, aber unterhaltsames Lesevergnügen. Es spielt in einer fernen Zukunft, die nach vielen Kriegen eine neue Zeitrechnung ...

Der cozy Thriller "Zurück zum Feuer" von Roland Simm bietet auf 151 Seiten ein kurzes, aber unterhaltsames Lesevergnügen. Es spielt in einer fernen Zukunft, die nach vielen Kriegen eine neue Zeitrechnung hat. Und zum Teil blauhäutige Menschen, die christliche Werte teilen. Nächstenliebe, Dankbarkeit und Vertrauen spielen eine wichtige Rolle.

Von neuen Ortsnamen und den zahlreichen Figuren mit neu erfundenen und sehr kurzen Namen ist häufig die Rede, was mich beim Lesen etwas gestört hat. Manchmal habe ich nicht gewusst, wer nun diese neu eingeführte Person ist, ob die männlich oder weiblich ist und wie alt sie ist. Das wurde meist erst einige Sätze später definiert, sodass sich mein erstes Bild der Person wieder ändern musste.

Die Spannung wird immer wieder durch die zahlreichen Kapitel unterbrochen, denn auf fast jeder Seite gibt es ein neues Kapitel. So entstehen über 60 Kapitel, die sich schnell lesen lassen. Etwas Tiefgang hätte dem, in meinen Augen, spannenden Roman gut getan. Denn die angesprochenen Themen und die zwei Protagonisten bieten viel Potenzial.

Was es mit dem Buchtitel auf sich hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Das Buchcover ist wunderschön gestaltet und nimmt mit den binerischen Ziffern im Hintergrund Bezug auf das präsente Hacken im Buch.

Fazit: Obwohl es einige Schwachstellen mit Rückfragen an den Autor gibt, habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und würde diesen cozy Thriller eher als leicht zu lesenden, aber teils spannenden Roman einordnen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Langatmig

Die Riesinnen
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Der Roman "Die Riesinnen" von Hannah Häffner befasst sich mit Cora, die nach dem Tod ihres herrischen Mannes die Metzgerei im kleinen Dorf Wittenmoos im Schwarzwald übernimmt und fortan für die Erziehung ...

Der Roman "Die Riesinnen" von Hannah Häffner befasst sich mit Cora, die nach dem Tod ihres herrischen Mannes die Metzgerei im kleinen Dorf Wittenmoos im Schwarzwald übernimmt und fortan für die Erziehung ihrer Tochter Eva alleine verantwortlich ist. Das Mutter-Tochter-Gespann passt nicht so recht in das typische Dorfbild, obwohl Cora alles daran setzt, sich zu integrieren. Nachdem die naturverbundene Eva weggezogen ist, kehrt sie als erwachsene Frau mit ihrer Tochter zurück.

Der Leser erlebt also über die Jahre hinweg das Aufwachsen der Tochter und der Enkelin. Die Probleme im Dorf bleiben bei allen drei aber dieselben. Das arbeitet die Autorin sehr gut aus, obwohl ich am Anfang Schwierigkeiten mit den teils abgehakten Sätzen hatte, die sehr poetisch wirken. Mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen Schreibstil, der im Laufe des Romans abschwächt.

Am besten haben mir die Passagen über die Landschaft im Schwarzwald gefallen. An dieser Stelle merkt man, wie sehr die Autorin dem Schwarzwald zugetan ist. Selbst wenn man noch nie dort war, kann man es bildlich sehr gut vorstellen.

Das Cover hat mich sofort angesprochen und erinnerte mich an den blauen DM-Schein, daher musste ich es unbedingt lesen.

Fazit: Ein bewegender Roman, der bei mir einen nachdenklichen und bleibenden Eindruck hinterlässt. Allerdings sind meine Erwartungen an das hoch gelobte Buch nicht ganz erfüllt worden.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Für zwischendurch ok

Mindmates - Bergflüstern
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In "Mindmates – Bergflüstern" geht es um ein Mädchen namens Frieda, die gerne näht und die sich öfter an der alten Berghütte aufhält. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Mike und Lenni, dem Sohn der Hüttenbesitzerin, ...

In "Mindmates – Bergflüstern" geht es um ein Mädchen namens Frieda, die gerne näht und die sich öfter an der alten Berghütte aufhält. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Mike und Lenni, dem Sohn der Hüttenbesitzerin, entdeckt sie ihre Gabe für das Gedankenlesen.

Der Plot ist ziemlich niedlich und die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mal nimmt Frieda, mal Lennis Mutter Nina, mal Lenni die Erzählung in die Hand. Das gilt auch für einen Kater, was ich als zu kindisch empfand. Zumal dieser Kater ein "Miau" an fast jeden Satzanfang stellt. Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie ich die ganze Geschichte bewerten soll. Literarisch ist es nicht auf dem höchsten Niveau, weil es sich um eine Fantasiegeschichte im Eigenverlag handelt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und beschreibt die Szenerie rund um die Berge gut. Unter jedem Kapitel, das nur aus einem der Namen besteht, findet sich immer dieselbe Bleistiftzeichnung für eine bestimmte Person wieder. Man merkt, wie viel Herzblut der Autorin und Zeichnerin darin steckt, doch darauf hätte ich verzichten können.

An manchen Stellen wäre es gut gewesen, wenn jemand das Buch korrigiert hätte. Es tauchen leider häufig Zeiten- und Grammatikfehler auf. Ansonsten lässt sich die Geschichte an einem Stück lesen und ist ein netter Zeitvertreib. Am Ende folgt noch der Hinweis auf ein zweites Buch aus der Reihe.

Fazit: Für Kinder ab 10 Jahren ist dieses Buch bestimmt schön, für mich als Erwachsene war es etwas zu kindisch gestaltet.

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