Dies ist der dritte Band von Bodo Mansteins Hamburger-Krimi rund um Erik Van der Kolk.
Vor ab, ich habe die ersten beiden Teile nicht bzw besser gesagt noch nicht gelesen, daher fehlte mir zwischendurch ...
Dies ist der dritte Band von Bodo Mansteins Hamburger-Krimi rund um Erik Van der Kolk.
Vor ab, ich habe die ersten beiden Teile nicht bzw besser gesagt noch nicht gelesen, daher fehlte mir zwischendurch vielleicht etwas Hintergrundwissen, allerdings konnte ich dem Krimi trotzdem folgen.
Zwei Morde, brutal und das Mitten in Hamburg. Erik von der Kolk wird schnell mit den Fällen betraut und Erik zieht Verbindungen zur italienischen Mafia und zu einem Cold Case der Erik seit Jahren beschäftigt.
Ich bin sehr gut in das Buch gestartet und der Schreibstil lässt sich hervorragend lesen, sehr flüssig und bildlich.
Auch die Protagonisten fand ich sehr interessant und abwechslungsreich beschrieben.
Der Fall war total spannend geschrieben immer wieder wurde die Spannung neu aufgebaut und zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Krimi.
Die anderen beiden Vorgängerbände werde ich auf jeden Fall auch noch lesen.
Dieser Roman nach einer wahren Geschichte von Hera Lind beginnt 1944 in Ostpreußen. Anni wächst sehr behütet auf, doch der Krieg zerstört fast alles. Und im Nachkriegsdeutschland wird ihr Leben wieder ...
Dieser Roman nach einer wahren Geschichte von Hera Lind beginnt 1944 in Ostpreußen. Anni wächst sehr behütet auf, doch der Krieg zerstört fast alles. Und im Nachkriegsdeutschland wird ihr Leben wieder auf eine harte Probe gestellt, den niemand hat Zeit für die seelische Not eines Kindes.
Hera Lind ist es gelungen mich direkt in Annis Gefühlswelt tief eintauchen zu lassen. Dennoch,trotz der der schweren Thematik ist der Erzählstil leicht und flüssig zu lesen.
Auch finde ich den Roman sehr emotional und auch persönlich wie aber auch als ein spannendes Zeitzeugnis über die Vertreibung, das Leben bzw. Arbeiten im Arbeitslager und der Zeit des Nachkriegsdeutschland.
Dieses Schicksal wird mich noch einige Zeit begleiten und in mir nachhallen.
Dunkles Wasser von Charlotte Link ist der fünfte Fall für das Ermittlerduo Kate Linville und Caleb Hale.
Zwei Familien werden beim Zelten auf brutalster Art ermordet, eine junge Frau hat das Unglück schwer ...
Dunkles Wasser von Charlotte Link ist der fünfte Fall für das Ermittlerduo Kate Linville und Caleb Hale.
Zwei Familien werden beim Zelten auf brutalster Art ermordet, eine junge Frau hat das Unglück schwer traumatisiert überlebt. Doch viele Jahre später hat Iris das Gefühl, dass ihre Vergangenheit sie einholt. Zufällig trifft die junge Frau auf den Ex-Inspector Caleb. Dieser beginnt dann zusammen mit Kate zu ermitteln.
Ich bin total beeindruckt von der Fähigkeit von Charlotte Link, die raue und düstere Landschaft Schottland und Englands in der Geschichte so lebendig werden zu lassen.
Spannend finde ich ebenfalls die Dynamik zwischen Kate und Caleb, ihre Beziehung erreicht einen neuen Höhepunkt, oder eben auch Tiefpunkt. Es gibt viele Wendungen, die ich so gar nicht vorhergesehen habe und die mich manchmal echt überrascht haben.
Auch hervorheben muss ich das Erzähltempo, dies gefällt mir generell bei Charlotte Link sehr gut. Man hat immer genug Zeit isch noch Mal all das Geschehene durch den Kopf gehen zu lassen, ohne direkt mit dem Nächsten Konfrontiert zu werden.
Ich werde auf jeden Fall die Vorgänger Teile auch noch lesen, besonders die Beziehung zwischen Kate und Caleb interessiert mich.
Dieser biografische Roman von Laura Baldini, ein Pseudonym der Autorin Beate Maly gehört zu der Reihe "Bedeutende Frauen, die die Welt bewegen".
Es geht um Maria Montessori und ihre prägenden Jahre. Maria ...
Dieser biografische Roman von Laura Baldini, ein Pseudonym der Autorin Beate Maly gehört zu der Reihe "Bedeutende Frauen, die die Welt bewegen".
Es geht um Maria Montessori und ihre prägenden Jahre. Maria war zur damaligen Zeit als weibliche Medizinstudentin eine absolute Ausnahme, doch sie schloss als eine der besten ab.
Der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen. Sehr leicht geschrieben. Ich habe manchmal das Gefühl live bei der jungen Montessori dabei zu sein.Auch gerade zur Biografie, die meist trocken sind, ist dieser Roman ein echter Genuß.
Was mir sehr gut gefällt, sind die klaren Zeitangaben am Anfang eines Kapitels. Ich finde,dass für die damalige Zeit, die Sprache oftmals etwas zu modern wirkt.
Auch schade finde ich, dass, da der Roman zwischen 1894 und 1902 erzählt wird, der Leser wenig über die Ausbreitung der Montessori-Schulen erfährt.
Trotzdem ein sehr lesenswerter Roman.
Von mir daher eine klare Leseempfehlung.
Zwischen Menschlichkeit und Verrat: Eine Analyse von Hera Linds Tatsachenroman „Drachenkinder“
Einleitung In ihrem 2013 erschienenen Tatsachenroman „Drachenkinder“ widmet sich die Erfolgsautorin Hera Lind ...
Zwischen Menschlichkeit und Verrat: Eine Analyse von Hera Linds Tatsachenroman „Drachenkinder“
Einleitung In ihrem 2013 erschienenen Tatsachenroman „Drachenkinder“ widmet sich die Erfolgsautorin Hera Lind einem Thema, das weit über ihre üblichen Unterhaltungsromane hinausgeht. Das Werk basiert auf der Lebensgeschichte der deutschen Entwicklungshelferin Sybille Schnehage und thematisiert das Spannungsfeld zwischen bedingungsloser humanitärer Hilfe und den harten Realitäten kultureller sowie persönlicher Konflikte in Afghanistan.
Hauptteil: Inhalt und Thematik Die Handlung fokussiert sich auf die Protagonistin Sybille, die während der Wirren des Krieges in Afghanistan den schwerverletzten Jungen Dadgul rettet. Sie bringt ihn nach Deutschland, ermöglicht ihm medizinische Versorgung und zieht ihn über Jahre hinweg wie ihr eigenes Kind groß. Getrieben von einer tiefen Verbundenheit zum afghanischen Volk, gründet sie einen Hilfsverein und baut gemeinsam mit dem erwachsen gewordenen Dadgul Schulen und Brunnen in dessen Heimatdorf Katachel auf.
Doch die Geschichte nimmt eine tragische Wendung: Mit zunehmender Macht und dem Einfluss lokaler Strukturen wandelt sich der einstige Ziehsohn vom Verbündeten zum erbitterten Gegner. Er veruntreut Gelder, nutzt Sybilles Vertrauen aus und bedroht schließlich nicht nur das Projekt, sondern auch ihr Leben. Lind beschreibt hier eindringlich den schmerzhaften Prozess einer Frau, die erkennen muss, dass Liebe und Aufopferung allein nicht ausreichen, um tief verwurzelte patriarchalische Machtstrukturen zu durchbrechen.
Analyse und Stilistik Literarisch bleibt Hera Lind ihrem typischen Erzählstil treu. Sie schreibt temporeich und emotional aufgeladen, was dem Buch den Charakter eines „Doku-Dramas“ verleiht. Die Stärke des Aufsatzes liegt in der Unmittelbarkeit: Der Leser wird Zeuge von Sybilles innerer Zerrissenheit zwischen mütterlicher Liebe und der bitteren Erkenntnis des Verrats. Kritisch anzumerken ist jedoch, dass die Komplexität der afghanischen Politik und Kultur manchmal hinter der sehr persönlichen und emotionalen Perspektive der Protagonistin zurücktritt. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere dient zwar der Spannung, lässt aber gelegentlich den Raum für Zwischentöne vermissen.
Schlussbetrachtung „Drachenkinder“ ist mehr als eine bloße Biografie; es ist ein Lehrstück über die Grenzen der Entwicklungshilfe und die Fallhöhe menschlichen Vertrauens. Trotz des flüssigen, fast unterhaltsamen Schreibstils bleibt die bittere Wahrheit der Ereignisse im Vordergrund. Hera Lind gelingt es, einer bemerkenswerten Frau ein literarisches Denkmal zu setzen, das den Leser mit der unbequemen Frage zurücklässt, wie viel Selbstaufgabe ein Mensch leisten kann, bevor er an der Undankbarkeit der Welt zerbricht.