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Veröffentlicht am 25.07.2017

Bell und Dane- eine einfühlsame Love Story, die unter die Haut geht. Romantisch und prickelnd zugleich. Die Nebenhandlung wirkte jedoch konstruiert und unglaubwürdig

Montana Dreams - So berauschend wie die Liebe
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Jahre zuvor:

Nach einem Unfall liegt der Teenager Dane verletzt am Boden. Nur der schnellen Hilfe eines attraktiven jungen Mädchens, das ihn verarztet und wieder spurlos verschwindet, ist es zu verdanken, ...

Jahre zuvor:

Nach einem Unfall liegt der Teenager Dane verletzt am Boden. Nur der schnellen Hilfe eines attraktiven jungen Mädchens, das ihn verarztet und wieder spurlos verschwindet, ist es zu verdanken, dass Dane bald darauf von seinem Vater gefunden wird. Sie hinterlässt eine Feder, die Dane aufhebt, weil die kurze Begegnung ihn auch später nicht loslässt.

Gegenwart:

Dane ist mittlerweile ein bekannter, attraktiver Rodeoreiter, der kurz davor ist, eine gewaltige Summe Preisgeld einzuspielen. Doch nach dem Gong, als er schon glaubt, er habe es geschafft, wird er von dem Bullen angegriffen und schwer verletzt. Die Ärztin Bell, die sich unter den Zuschauern befindet, reagiert blitzschnell. Sie rennt in die Arena und schirmt den, schwer verletzten Dane mit ihrem Körper ab. Es gelingt ihr, die Blutung zu stoppen, doch Danes Zustand ist äußerst kritisch. Sein behandelnder Arzt im Krankenhaus will sein Bein amputieren, doch da hat er die Rechnung ohne Bell gemacht, die eine Spezialistin auf dem Gebiet ist und Dane kurzerhand als ihren Patienten in ihre Obhut nimmt. Die Operation gelingt. Zwar muss Danes Bein lange geschont, doch nicht abgenommen werden. Dane ist Bell überaus dankbar, dazu erkennt er in ihr, das junge Mädchen von einst, das ihn schon einmal rettete. Er ist fasziniert von der cleveren Ärztin und möchte sie daten, doch Bell denkt nicht daran. Danes Ruf als Frauenheld ist nämlich legendär. Und Bell, die als ungewolltes Kind ihres Vaters, eine eher lieblose Kindheit durchleben musste, hat große Angst vor Gefühlen und davor, wieder einmal enttäuscht zu werden. Doch Dane lässt so schnell nicht locker, denn er glaubt, dass Bell die Einzige für ihn ist. Währenddessen geht es Danes bester Freundin, der alleinerziehenden Brandy, alles andere als gut. Sie wird von ihrem gewalttätigen Freund Rowdy gestalkt, der zu allem Überfluss noch glaubt, sie hätte ein Verhältnis mit Dane. Rowdy schreckt vor nichts zurück, um Dane zu strafen und so gerät auch Bell plötzlich in seine „Schusslinie“. Kann Dane Bell vor Rowdy schützen?

Nach dem eher mäßigen ersten und den bereits um Längen besseren zweiten Teil, gelingt es Jennifer Ryan mit ihrem dritten Teil „So berauschend wie die Liebe“, ihre gute Leistung zu wiederholen. Mit Bell und Dane hat sie dazu ein sympathisches Heldenpaar geschaffen, zwischen dem die Chemie auf Anhieb stimmt. Die Liebesgeschichte besitzt das richtige Timing; dazu lässt es der einfühlsame Dane sehr langsam angehen, um Bell nicht zu verschrecken. Die Liebesszenen sind sehr hot und sexy geschrieben, allerdings lässt die Liebesgeschichte, die nötige Dosis an Romantik nicht vermissen. Ich fand die Love Story glaubwürdig inszeniert und dazu sorgen Haupt und Nebendarsteller aus den Vorgängerbänden wieder mal für eine gute Portion familiäre Wohlfühlatmosphäre. Ein wenig ist es so, als halte man einen Roman von Linda Lael Miller oder Robyn Carr in Händen. Nur sind die Liebesszenen halt ein Stück weit direkter ausformuliert.

Leichte Probleme hatte ich mit der Nebenhandlung um Brandy und Rowdy. Ich konnte nicht verstehen, dass Brandy immer wieder allein durch die Gegend fuhr und nicht jedes Mal, wenn Rowdy ihr zu nahe trat, gleich die Polizei rief oder zumindest Dane um Hilfe bat. Man hatte beim Lesen einfach das Gefühl, als ob die Autorin keine große Lust auf die Fortführung besagter Nebenhandlung hatte, diese nur als Mittel zum Zweck nutzen wollte, was ich sehr schade fand. Auch die Auflösung gegen Ende, trotz aller Tragik gehörte für mich dann wieder ins Reich von Disney & Konsorten. Dass Brandy angeblich so vorausschauend handelte, war mir etwas „too much“.

Genauso unverständlich fand ich es, dass ein Kleinkind weiterhin in der Obhut einer offensichtlich geistig umnachteten, alten Frau verbleiben musste, die ihre Wohnung komplett zugemüllt hatte. (Siehe Bells Vergangenheit)

Kurz gefasst: Bell und Dane- eine einfühlsame Love Story, die unter die Haut geht. Romantisch und prickelnd zugleich. Die Nebenhandlung wirkte jedoch konstruiert und unglaubwürdig.

Veröffentlicht am 02.07.2017

1000 Mal berührt… Hocherotischer, romantischer vierter Teil der Billionaires and Bridesmaids Reihe

Perfect Touch - Untrennbar
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Greer liebt ihren Exmitbewohner Asher seit vielen Jahren, hat ihm jedoch nie Avancen gemacht, weil das Timing stets schlecht war. Erst war er mit der attraktiven Donna zusammen, bis diese ihm den Laufpass ...

Greer liebt ihren Exmitbewohner Asher seit vielen Jahren, hat ihm jedoch nie Avancen gemacht, weil das Timing stets schlecht war. Erst war er mit der attraktiven Donna zusammen, bis diese ihm den Laufpass gab, weil sie einen anderen hatte. In der Zeit nach Donna stand Greer Asher immer zur Seite, munterte ihn auf und war für ihn da. Doch Asher ahnte nichts von Greers Gefühlen für ihn und sah in ihr eher eine gute Freundin.

Nun hat Greer beschlossen, alles auf eine Karte zu setzen. Eine Party, auf der auch Asher zugegen sein wird, soll ihm die Augen öffnen. Zu diesem Zweck hat sich Greer sehr aufreizend gekleidet und sogar auf ihre Brille verzichtet. Ende vom Lied, sie kann sämtliche Partygäste nur eher schemenhaft erkennen und benötigt die Hilfe einer Freundin, um Asher überhaupt zu finden. Als sie bei ihm sind, ist er nicht allein. Ein Pulk anderer Männer umgibt ihn und Asher, der mit ihnen feiert, hat schon ordentlich getrunken. Als Greer ihn darum bittet, ein Stück mit ihr zu gehen, willigt er ein und macht ihr viele Komplimente für ihr Aussehen. Die jungfräuliche Greer ist Wachs in Ashers Händen, doch der, sturzbetrunken, beschert ihr den schlimmsten One Night Stand überhaupt. Greer ist fassungslos und will von nun an nicht mehr von Asher wissen. Als Asher begreift, was er verloren hat, beschließt er mit allen Mitteln um Greer zu kämpfen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn er hat Greer in der Nacht ihres Beisammenseins auch noch geschwängert…

Zugegeben, die ersten beiden Teile von Jessica Clares „Perfect Touch“ Reihe fand ich noch eher mäßig, doch es ist der Autorin tatsächlich gelungen, sich bei den nachfolgenden Teilen zu steigern. Nachdem ich erst kürzlich „Ergeben“ las, den Teil über Sebastian und Chelsea, der mir dagegen ausgesprochen gut gefallen hat, da darin auch endlich wieder der Humor der Autorin aufblitzte, war ich bereits sehr gespannt auf Greer und Ashers Geschichte, denn beide traten ja auch bereits als interessante Nebenfiguren in den Vorgängerbänden in Erscheinung und man wusste bereits, dass sie sich lange kennen, doch nie zusammenkamen. Ich mag diese „1000 mal berührt….“ Storys einfach sehr und so hatte Jessica Clare diesmal sowieso ein leichtes Spiel mit mir. Doch abgesehen von dem Plot, der mir sehr zusagte, ist es ihr gelungen, dem Leser plausibel zu machen, wieso sich Asher schließlich in Greer verliebt hat. Zugegeben, es ist nicht alles rund an der Geschichte- so hätte eine jungfräuliche, aber immerhin den Teenagerjahren entwachsene Heldin, wohl kaum so naiv agiert, wie Greer es anfangs macht. Greers und Ashers One Night Stand wirkte auf mich ziemlich konstruiert und unrealistisch geschildert, daher gibt es von mir auch einen halben Punkt Abzug. Und auch Greers langer Atem bezüglich ihres verabscheuungswürdigen Vaters, oder aber Ashers „zweifelhaften Handel“ mit diesem, fand ich etwas zu strange.

Abgesehen von meinen Kritikpunkten, ist die Love Story zwischen Greer und Asher jedoch gut und gerne fünf von fünf Punkten wert, da Asher wirklich alle Register zieht um Greer zurück zu gewinnen und nebenher auch ordentlich Reue für sein Verhalten an den Tag legt. Außerdem sind beide wahnsinnig sympathisch und die erotischen Funken zwischen dem Heldenpaar sprühen nur so. Abgerundet wird Greers und Ashers Geschichte natürlich wie immer, durch zahlreiche, hocherotische Liebesszenen, die dem Leser ordentlich einheizen. Somit dürfen sich nicht nur Fans romantischer Liebesgeschichten auf „Untrennbar“ freuen, sondern auch Fans erotischer Lektüre. Sowohl „Ergeben“ als auch „Untrennbar“ sind für mich die bislang besten Teile der Serie und man darf nun schon gespannt sein auf den fünften Teil „Vereinigt“, der im Januar 2018 herausgegeben wird und in dem der Adlige Leo und die Zockerin Taylor zusammenfinden, die in „Untrennbar“ bereits einen kleinen Kurzauftritt hatten.

Veröffentlicht am 20.06.2017

Romantischer, unter die Haut gehender zweiter Teil der „From Manhattan with Love“ Reihe- allerdings mit einem etwas beliebig gestrickten Helden. Dennoch, ein schöner Liebesroman!

Ein Sommergarten in Manhattan
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Frankie hat ein sehr enges Verhältnis zu ihren beiden Freundinnen Paige und Eva und auch mit Paiges attraktivem Bruder Matt versteht sie sich sehr gut. Nie hätte Frankie jedoch gedacht, dass Matt sich ...

Frankie hat ein sehr enges Verhältnis zu ihren beiden Freundinnen Paige und Eva und auch mit Paiges attraktivem Bruder Matt versteht sie sich sehr gut. Nie hätte Frankie jedoch gedacht, dass Matt sich für sie interessieren würde und nun mehr als eine rein platonische Freundschaft von ihr will. Mit seinem Wunsch trifft er Frankie jedoch auf dem völlig falschen Fuß an, denn Frankie, deren Eltern einst eine katastrophale Ehe führten, hat die traumatischen Nebenwirkungen, die sich daraus ergaben, immer noch nicht verkraftet. Mehr noch, seit Jahren versucht sie sich extra unattraktiv für das andere Geschlecht zu machen, in der Hoffnung, dass sie keinem potentiellen Lover auffällt. Sie hält sich für völlig untalentiert wenn es um das Daten geht und will sich eigentlich auch nicht von ihrer Meinung abbringen lassen. Doch Matt, für den sie zurzeit an einem Dachterrassenprojekt arbeitet, lässt einfach nicht locker. Statt sie zu bedrängen, versucht er es auf die sanfte Tour. Frankie ist irritiert, aber auch eindeutig interessiert an Matt, selbst wenn sie das selbst noch nicht wahr haben will. Als die Hochzeitseinladung eines Freundes eintrifft, der seine große Liebe auf Puffin Island heiraten möchte, schlägt Frankie Matts Einladung zunächst ab. Zu groß ist ihre Angst vor Zurückweisung der Insulaner. Frankie befürchtet, dass sie sie auf die gleiche Stufe stellen könnten, wie ihre Mutter, die, nachdem deren Ehe einst in die Brüche ging, mit sämtlichen Männern auf der Insel schlief. Doch dann hat Frankie ein einschneidendes Gespräch mit Eva und begreift, dass sie sich ihren Problemen endlich stellen muss. Auf Puffin Island angekommen, versucht Matt Frankie dazu zu bringen, Gefühle zu zeigen. Wird es ihm gelingen?

Nach dem etwas schwächeren ersten Teil der Reihe, um die drei besten Freundinnen Paige, Frankie und Eva, die in New York leben und arbeiten, wollte ich Sarah Morgan trotzdem och eine weitere Chance geben und tatsächlich fand die Autorin bei „Ein Sommergarten in Manhattan“ auch wieder fast zu ihrer alten Form zurück. Zunächst einmal hat sie mit Frankie und Matt ein Paar geschaffen, das sympathisch gestrickt ist. Man kann sich sehr gut in Frankie hineindenken, ihre Bindungsängste nachvollziehen, da Sarah Morgan Frankies traumatische Erlebnisse gut darzustellen vermag. Mit Matt stellt sie Frankie einen attraktiven aber auch hochsensiblen Charakter an die Seite, dem man es gut abnehmen kann, dass Frankie durch ihn ihre Ängste verliert. Allerdings ist Matt auch die Sorte geduldiger Frauenversteher, der so manches Mal ein wenig vorhersehbar wirkt. Ich hätte mir an ihm ein wenig mehr Ecken und Kanten gewünscht. Denn schließlich hat auch er eine Enttäuschung in der Liebe überwinden müssen. Und dass er so schnell darüber hinweg war, ohne irgendwelche Altlasten mit sich herumzutragen, das fand ich etwas unglaubwürdig. Überhaupt fehlte mir ein echter Zwist zwischen dem Paar. Ich benötige weiß Gott keine großen Missverständnisse, doch ein wenig mehr Herz/Schmerz, statt des fast gleich bleibenden Storyverlaufes und ein paar Überraschungen an diversen Stellen, hätte dem Roman ein wenig mehr Spannung verliehen.

Positiv fand ich dagegen die intensiven Gespräche, die die Freundinnen und auch Frankie und Matt miteinander führten, die dem Roman, trotz aller Leichtigkeit, an den wichtigen Stellen die nötige Tiefe verleihen konnten. Und auch Frankies Faible für die Botanik, fand ich interessant umgesetzt. Gespannt sein darf man nun, auf den letzten Teil der Reihe, der im November 2017 erscheinen wird und in dem die extrem romantisch veranlagte Eva, ausgerechnet auf einen Autor für blutrünstige Romane treffen wird, der dazu auch noch wenig übrig hat für Weihnachten und die dazugehörige Romantik.

Veröffentlicht am 07.01.2026

Unterhaltsamer Dark Suspense mit prickelndem Erotikanteil; mir fehlte jedoch tiefgründigere Charaktere

BAD VIBES. Deine Geheimnisse sterben nie
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Bis vor einiger Zeit waren Dahlia und Jake beste Freunde, doch dann kam es zu einem Streit zwischen beiden, aufgrund sie sich entzweiten. Eines Nachts bekommt Dahlia jedoch einen Anruf von Jake, der sie ...

Bis vor einiger Zeit waren Dahlia und Jake beste Freunde, doch dann kam es zu einem Streit zwischen beiden, aufgrund sie sich entzweiten. Eines Nachts bekommt Dahlia jedoch einen Anruf von Jake, der sie alarmiert. Jake, der sich mittlerweile als Starautor einen Namen gemacht hat und Millionen verdient hat mit seiner Gentleman-Killer Buchreihe, ist mit seinem Auto unterwegs und fürchtet um sein Leben. Er bittet sie um Hilfe, doch dann wird der Anruf abrupt unterbrochen.
Jake hatte einen tödlichen Autounfall in Schottland und Dahlia, die zur Beerdigung und anschließenden Testamentseröffnung eingeladen wird, erfährt zu ihrer Überraschung, dass Jake ihr sämtliche Rechte an seinen Büchern und Manuskripten, Tagebüchern und seinem Büro, das sich innerhalb der ehrenwerten Mauern von MacRaven Manor befindet, übertragen hat. Dazu einen Großteil seines Vermögens, was seine Familie nicht behagt. Von einigen Familienmitgliedern wird sie offen angefeindet, doch zwischen Jakes Zwillingsbruder Evan und ihr knistert es vor erotischer Spannung.

Dahlia ist jedoch fest entschlossen herauszufinden, ob Jake tatsächlich bei einem Unfall ums Leben gekommen ist oder gar ermordet wurde, wie sie befürchtet. Denn Jake hatte in seinen bislang verschollenen drei Tage/Notizbüchern sämtliche dunkle Geheimnisse seiner Familie aufgeschrieben. Geheimnisse, die die Mitglieder der Gin Dynastie verständlicherweise unter Verschluss halten möchten. Ab dem Moment ihres Aufenthaltes in Schottland geschehen unheimliche Dinge, die sie aufhorchen lassen. Es scheint, als ob sie sich durch ihre Ermittlungen selbst in Gefahr gebracht hat. Als dann auch noch der Testamentsvollstrecker ermordet wird, glaubt sie fest daran, dass einer der Familienmitglieder Jake auf dem Gewissen hat. Doch wer und warum? Fieberhaft versucht sie die Notizbücher zu finden und erhält dabei Unterstützung von dem geheimnisvollen Ayden, einem Nachbar, der selbst ein persönliches Interesse daran hat, herauszufinden, ob Jake ermordet wurde. Es entwickelt sich zwischen Dahlia, Evan und Aydan schnell eine verhängnisvolle Ménage-à-trois. Doch kann sie den leidenschaftlichen Männern wirklich trauen? Und falls es so sein sollte, kann sie es wagen, ihnen ihr dunkles Geheimnis zu enthüllen?

Okay, ich hasse gehypte Buchgenres und konnte bislang stets einen großen Bogen darum machen. Als düstere und schlecht gelaunte blutsaugende Gestalten mit langen fiesen Beisserchen, jahrelang ihr Unwesen in Romances trieben, ließen mich diese völlig kalt. Genauso unspektakulär ging die handschellenrasselnde SoG Welle an mir vorüber. Nun schickt sich also das Dark Romance Genre an, diese vergangenen Trends zu beerben. Und obwohl ich gerne meine Abneigungen pflege, wurde ich bei besagtem Buch hier, doch sehr neugierig, denn der Klappentext klang megaspannend. Zumal ich das gute alte Romantic Suspense Genre immer mochte. Dazu ein schottisches Setting, ein altes Gemäuer, Geheimgänge und düstere Familiengeheimnisse, die es zu ergründen galt- kurz, ich konnte nicht widerstehen!
Bianca Iosivonis Roman ist über 700 Seiten dick. Dennoch gelingt ihr das Kunstwerk, dass zu keinem Moment Langeweile beim Lesen aufkommt. Ebenfalls positiv fand ich es, dass die Jungs in diesem Buch die Heldin, trotz aller erotischer Abschweifungen, mit Respekt behandeln. Zugegeben, die Liebesszenen in diesem Buch sind schon explizit geschrieben und ein Dreier mag auch nicht jedermanns Sache sein, aber die Autorin bekommt diese Sache so hin, dass man es der Heldin und den Männern in diesem Buch zu jedem Zeitpunkt abnimmt, dass sie sich lediglich der Leidenschaft wegen einander hingeben. Unerwartete Wendungen und falsche Fährten, auf die man als Leser gelotst wird, kommen noch hinzu und unterm Strich ist „Bad Vibes“ ein durchaus unterhaltsamer Schmöker mit packenden Suspenseelementen.

Wäre da nicht die vertrackte Sache mit der Romantik.

Ich für meinen Teil habe sie vermisst, was natürlich nicht der Autorin anzulasten ist. Dieses Genre ist halt so ausgelegt. Also selbst schuld, wenn man hier mehr erwartet. Es ist also nicht mein „cup of tea“, jedoch gönne ich jedem Fan des Dark Romance Genres besagten Lesestoff. Kritik möchte ich dennoch üben wegen einer anderen Sache. Es tummeln sich reichlich Nebenfiguren in dieser Story, darunter die Familienmitglieder von Jake. Und leider bleiben diese alle durch die Bank zu blass und zu eindimensional gestrickt, so dass man Probleme hat, sie auseinander zu halten. Ich fand, dass auch Aydan und Evan nicht richtig greifbar wurden und mir fehlte für eine bessere Bewertung einfach, der Zugang zu ihnen.

Kurz gefasst: Unterhaltsamer Dark Suspense mit prickelndem Erotikanteil; mir fehlten jedoch tiefgründigere Charaktere.
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Veröffentlicht am 14.03.2025

Ein anspruchsvoller historischer Roman über die Völkerschlacht bei Leipzig und Napoleons unrühmliche Seite!

1813 - Kriegsfeuer
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Henriette flieht während einer Plünderung ihres Elterhauses zusammen mit ihrem Bruder. Zuvor hat sie den verantwortlichen französischen Soldaten jedoch getötet, wie sie glaubt. Obwohl diese Tat lediglich ...

Henriette flieht während einer Plünderung ihres Elterhauses zusammen mit ihrem Bruder. Zuvor hat sie den verantwortlichen französischen Soldaten jedoch getötet, wie sie glaubt. Obwohl diese Tat lediglich aus Notwehr geschah, nimmt sie sich „diesen Mord“ sehr zu Herzen. Für Ablenkung sorgen dann ein paar Tage nach erfolgreicher Flucht, ihre Verwandten, die sie erleichtert in die Arme schließen und Henriette und ihren Bruder aufnehmen. Ihr Onkel betreibt einen kleinen Buchladen und betätigt sich als Buchdrucker. Doch auch für ihn sind die Zeiten mehr als gefährlich, da er die Sache der Franzosen keineswegs unterstützt. Napoleon kämpft derweil gegen die Preußen und das Zarenreich; seine Verbündeten: die Sachsen, deren Oberbefehlshaber jedoch mehr und mehr an Napoleon zu zweifeln beginnt. Die Schlachten fordert unermesslich viele Todesopfer und verlangen auch von Henriette und ihre Familie große Opfer…

Meine Einschätzung:

Sabine Eberts aktueller historischer Roman erzählt über ein in diesem Unterhaltungsgenre bislang noch recht wenig behandeltes Thema der deutschen Geschichte. Sie hat sich für ihren Roman 1813- Kriegsfeuer, an die Aufarbeitung der Völkerschlacht bei Leipzig gemacht. Obwohl sie neben historisch belegten Personen auch einige fiktive Romancharaktere eingebunden hat, die die Zeitzeugen dieser Schlacht darstellen und dem Leser einen unbeschönigten Blick auf das Grauen der damaligen Zeitepoche ermöglichen, sollte man sich dennoch darüber im Klaren sein, dass dieses Buch in erster Linie einen sehr detailliert geschilderten geschichtlichen Rückblick auf die damaligen Kriegsereignisse bietet.

Wer also eher einen „gemütlichen“ historischen Schmöker erwartet, in dem etwa auch die Liebe nicht zu kurz kommt, sollte vorgewarnt sein. Zwar darf man sich als romantisch veranlagter Leser auf Henriettes Liebesgeschichte freuen, doch ist diese eigentlich zweitrangig, da die Autorin zwischendurch immer wieder wahnsinnig viele Fakten und Wissenswertes über die politischen Strategien der beteiligten Befehlshaber und deren ausführenden Kräfte einstreut. Man sollte also ein natürliches Interesse daran besitzen, wenn man zu diesem Buch greift. Es ist keine leichte Lektüre, auch wenn Sabine Eberts Schreibstil sehr eingängig ist, doch wenn man sich dessen bewusst ist und der Geschichte eine Chance gibt, wird man mit vielen unter die Haut gehenden Romanpassagen und einer neuen Sicht auf die historischen Geschehnisse von einst, belohnt. Mir persönlich wurden manche Schilderungen der Kriegstrategien zwar etwas zu ausführlich geschildert, doch in Hinsicht auf die akribische Recherche, die die Autorin im Vorfeld betrieben haben muss, ziehe ich dennoch meinen Hut.

Fazit: Ein anspruchsvoller historischer Roman über die Völkerschlacht bei Leipzig und Napoleons unrühmliche Seite!


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