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Veröffentlicht am 21.01.2025

Eine berührende Reise von Freundschaft, Verlust und Hoffnung

Die Ballade von Max und Amelie
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David Safier hat mit Die Ballade von Max und Amelie eine emotionale und außergewöhnliche Geschichte geschaffen, die tief berührt und gleichzeitig nachdenklich macht. Im Mittelpunkt stehen zwei Hunde – ...

David Safier hat mit Die Ballade von Max und Amelie eine emotionale und außergewöhnliche Geschichte geschaffen, die tief berührt und gleichzeitig nachdenklich macht. Im Mittelpunkt stehen zwei Hunde – die einäugige Hündin Narbe, die ein Leben voller Entbehrungen auf einer Müllkippe führt, und der sanfte Haushund Max, der von Liebe und Geborgenheit geprägt wurde. Ihre ungewöhnliche Reise zeigt nicht nur die Welt aus der Perspektive der Tiere, sondern beleuchtet auch existenzielle Fragen nach Freundschaft, Vertrauen und dem Umgang mit Verlust.

Die Darstellung der Charaktere ist einzigartig. Besonders Narbes Geschichte, die von Schmerzen und Kämpfen geprägt ist, geht unter die Haut. Ihre Stärke und Verletzlichkeit machen sie zu einer Figur, mit der man tief mitfühlt. Max hingegen bringt eine sanfte, liebevolle Note in die Handlung, die den nötigen Ausgleich schafft. Ihre Verbindung ist das Herzstück des Buches und macht die Entwicklung der beiden so bewegend.

David Safier versteht es, humorvolle und leichte Momente mit tiefgründigen und ernsten Themen zu verknüpfen. Er kann die düsteren Seiten des Lebens aufzuzeigen, ohne dass die Geschichte bedrückend wirkt. Stattdessen ist sie von Hoffnung und einer Botschaft der Liebe getragen.

Die Struktur des Romans, die zwischen der Gegenwart und den Geschichten aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten wechselt, hält die Spannung und gibt der Handlung Tiefe. Die gefährliche Reise, auf die sich Narbe und Max begeben, ist nicht nur körperlich, sondern auch emotional eine Herausforderung, die sie und auch mich nicht unberührt gelassen hat.

Ein Buch, das mich sowohl bewegt als auch inspiriert hat. Es zeigt die Kraft der Freundschaft und wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten an das Gute zu glauben.

Das Cover von Die Ballade von Max und Amelie passt perfekt zur emotionalen Reise, die der Roman erzählt. Es zeigt symbolisch den Schatten der Vergangenheit, der die Charaktere verfolgt, aber auch die Sonne der Zukunft, die Hoffnung und eine bessere Welt symbolisiert. Es spiegelt die Reise von Narbe und Max wider, die sich von ihren schweren Erfahrungen befreien und sich in eine bessere Zukunft aufmachen. Diese Darstellung unterstreicht die Themen des Buches, die von Schmerz und Verlust bis hin zu Hoffnung und Heilung reichen.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Fesselnde Spannung und tiefgründige Charaktere

Point of no Return
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Point of No Return überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und haptisch. Das wunderschön gestaltete Cover zieht sofort Blicke auf sich, und der Soft-Touch-Einband liegt unglaublich angenehm ...

Point of No Return überzeugt nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und haptisch. Das wunderschön gestaltete Cover zieht sofort Blicke auf sich, und der Soft-Touch-Einband liegt unglaublich angenehm in der Hand – ein echtes Highlight.

Die Geschichte selbst fesselt mit einem unmittelbaren Einstieg in die Handlung, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Die Autoren schaffen es, die Spannung kontinuierlich aufzubauen und zu halten. Besonders beeindruckt haben mich die realistisch gezeichneten Protagonisten. Die weibliche Hauptfigur durchläuft eine bemerkenswerte Entwicklung, die nicht nur glaubwürdig, sondern auch inspirierend ist.

Der Erzählstil hat mir persönlich sehr zugesagt. Er ist wunderbar flüssig und entspannt, wodurch sich die Geschichte leicht lesen lässt. Gleichzeitig gelingt es, eine gelungene Mischung aus Romantik und Spannung zu bieten, die das Buch zu einem echten Pageturner macht. Unerwartete Wendungen halten die Leserschaft in Atem, und das Ende war für mich völlig unvorhersehbar – ein spektakulärer Abschluss.

Einziger Wermutstropfen: Ich hätte mir gewünscht, dass das Drama und die großen Höhepunkte nicht ausschließlich im Finale konzentriert gewesen wären. Ein paar mehr intensive Konflikte und spektakuläre Momente im Verlauf hätten die Geschichte noch aufregender gemacht.

Insgesamt ist Point of No Return eine absolut empfehlenswerte Lektüre. Mit seiner Vielseitigkeit, den tiefgründigen Charakteren und dem hochwertigen Gesamteindruck ist es ein Genuss für alle Fans von spannungsgeladenen Geschichten mit einem Hauch Romantik.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Realität, die niemand sehen will

Mama will ihr Haus vererben
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Am Anfang dachte ich noch: Ein Haus vererben – ja gut, das kennt man. Aber ziemlich schnell wird klar, dass es hier gar nicht wirklich um das Haus geht. Es geht um alte Muster, um Geschwisterdynamiken, ...

Am Anfang dachte ich noch: Ein Haus vererben – ja gut, das kennt man. Aber ziemlich schnell wird klar, dass es hier gar nicht wirklich um das Haus geht. Es geht um alte Muster, um Geschwisterdynamiken, um das ständige Abwägen zwischen Pflichtgefühl und dem eigenen Leben und um all das, was in Familien jahrelang unter den Teppich gekehrt wird.
Was mich besonders abgeholt hat, war Katrin. Sie wirkt nicht wie eine klassische Romanfigur, sondern wie jemand, den man kennt. Jemand, der immer mitdenkt, organisiert, Verantwortung übernimmt und dabei selbst viel zu kurz kommt. Ihre Zerrissenheit zwischen Mutter, eigener Familie und den Erwartungen der Geschwister fühlt sich sehr echt an. Genau dieses Gefühl von Ich kann es eh niemandem recht machen zieht sich stark durch die Geschichte. Ab und an wirkt sie fast krampfhaft in ihrem Versuch die Kontrolle zu behalten und darauf zu achten, dass nichts aus dem Ruder läuft.
Die Konflikte wirken nicht konstruiert, sondern unangenehm vertraut. Die bissigen Bemerkungen, das stille Gegeneinander, das Rechnen von Nähe und Einsatz. Wer war öfter da, wer hat mehr getan, wer darf überhaupt irgendwelche Ansprüche stellen? Besonders die Rolle der Mutter fand ich spannend, weil sie nie ganz greifbar ist: mal verletzlich, mal lenkend, mal überraschend eigensinnig. Ich habe mich ab und an echt gefragt, wer diese Frau wirklich ist.
Mir hat gefallen, dass das Buch nichts beschönigt. Es ist direkt, nicht durch die Blume. Niemand ist durchgehend sympathisch, aber auch niemand eindeutig der Böse. Entscheidungen werden getroffen, die man nicht immer nachvollziehen muss oder kann, genau wie im echten Leben. Das macht es manchmal anstrengend zu lesen, aber auch wieder ehrlich.
Klar, nicht jede Entwicklung hat mich komplett überzeugt, und an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe oder Zeit gewünscht. Trotzdem bleibt viel hängen. Vor allem dieses leise Unbehagen, das sich beim Lesen einstellt, weil man merkt, wie schnell Liebe in Erwartung kippen kann und wie schwer es ist, sich davon zu lösen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Hazel findet ihre Stimme

Hazel sagt Nein
6

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und gleichzeitig mit einem gewissen Respekt darauf geblickt. Das Thema ist schwer, emotional fordernd und nichts, was man einfach nebenbei liest. Der Einstieg ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und gleichzeitig mit einem gewissen Respekt darauf geblickt. Das Thema ist schwer, emotional fordernd und nichts, was man einfach nebenbei liest. Der Einstieg fiel mir deshalb zunächst etwas schwer, allerdings nicht wegen des Schreibstils oder der Geschichte selbst, sondern weil ich schneller vorankommen wollte, als das Buch es zugelassen hat. Die Perspektivwechsel haben mich anfangs ausgebremst, doch genau darin liegt letztlich eine große Stärke der Geschichte.
Denn nach und nach wird deutlich, wie wichtig diese verschiedenen Blickwinkel sind. Sie zeigen eindrücklich, dass ein einschneidendes Ereignis niemals isoliert bleibt, sondern sich auf das gesamte Umfeld auswirkt. Jede Figur geht auf ihre eigene Weise mit der Situation um, mit Selbstzweifeln, Schuldgefühlen, Überforderung oder dem Wunsch, einfach nur zu helfen. Besonders berührt hat mich der familiäre Zusammenhalt. Es wird geglaubt, unterstützt, getragen, auch dann, wenn Hilfe nicht immer angenommen werden kann. Diese bedingungslose Loyalität fühlt sich sehr echt an.
Das Buch schafft es, Wut, Hilflosigkeit und Ohnmacht spürbar zu machen, ohne dabei reißerisch zu werden. Gerade die Darstellung von gesellschaftlichen Reaktionen, Schweigen, Wegsehen und strukturellen Problemen wirkt beklemmend real. Gleichzeitig greift die Geschichte viele aktuelle Themen auf, etwa den Umgang mit Social Media, öffentlicher Meinung, psychischer Belastung und dem Druck, sichtbar zu sein. All das fügt sich organisch ein und wirkt nie belehrend, sondern wie ein Spiegel unserer Gegenwart.
Besonders stark fand ich, wie das Buch zeigt, was Öffentlichkeit mit einem Menschen machen kann. Aufmerksamkeit kann stärken, aber auch überfordern. Anerkennung und Solidarität stehen neben Hass, Verurteilung und Grenzüberschreitungen. Dieser Zwiespalt zieht sich durch die gesamte Geschichte und macht sie emotional sehr intensiv.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass es hier nicht um einfache Antworten geht. Entscheidungen werden hinterfragt, Zweifel zugelassen und Grenzen neu gezogen. Gerade der innere Konflikt der Hauptfigur zwischen Selbstbestimmung, Verantwortung und dem Wunsch nach Normalität ist sehr greifbar dargestellt.
Trotz meiner insgesamt sehr positiven Leseerfahrung gab es einzelne Entwicklungen, die für mich weniger überzeugend wirkten. Manche Reaktionen und spätere Konsequenzen empfand ich als unrealistisch oder erzählerisch zu stark konstruiert, was meiner Immersion stellenweise geschadet hat. Auch einzelne Begegnungen hinterließen bei mir eher Irritation als Erkenntnis.
Dennoch bleibt für mich ein Buch, das im Kopf bleibt. Es ist unbequem, emotional und fordert dazu auf, hinzusehen und zuzuhören. Es erzählt keine einfache Geschichte, sondern eine, die viele Grautöne zulässt und genau dadurch so wirkungsvoll ist. Ein Buch, das zeigt, wie tief ein einzelnes Ereignis in das Leben vieler Menschen eingreifen kann und wie wichtig es ist, Stimmen ernst zu nehmen. Ein Buch, das von einer jungen Frau erzählt, die durch einen Vorfall mehr zu sich selber findet und lernt was es bedeutet gesehen zu werden - sowohl im Positiven, als auch im Negativen.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Winterwunder und Herzklopfen

On Edge
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Winter Whispers entführt mich direkt in eine verschneite Winterwelt voller Gemütlichkeit, emotionaler Momente und kleiner, feiner Liebesgeschichten. Die Geschichte von Elena und Luca ist stimmungsvoll, ...

Winter Whispers entführt mich direkt in eine verschneite Winterwelt voller Gemütlichkeit, emotionaler Momente und kleiner, feiner Liebesgeschichten. Die Geschichte von Elena und Luca ist stimmungsvoll, ruhig und dennoch mitreißend. Man merkt sofort, dass hier zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander treffen. Die Autorin versteht es wunderbar, die Dynamik zwischen den Figuren zu zeichnen. Man spürt gegenseitige Anziehung, Verständnis und die kleinen Momente, in denen Vertrauen wächst.
Besonders gefällt mir, wie authentisch die Figuren wirken. Sie sind weder perfekt noch glattpoliert, sondern menschlich mit Stärken, Unsicherheiten und Ecken und Kanten. Luca wirkt ruhig und nachdenklich, Elena ehrgeizig und vorsichtig, beide ergänzen sich dabei auf eine sehr natürliche Art. Dass sie sich gegenseitig respektieren, auch wenn sie unterschiedliche Wege gehen – sei es beim Sport, in ihrer Karriere oder im Umgang mit Druck – macht ihre Beziehung glaubwürdig und warmherzig.
Die Atmosphäre des Buches ist einfach nur zauberhaft. Das verschneite Setting, die kleinen Orte, die winterlichen Details. Man fühlt sich sofort wohl. Auch die Nebenfiguren tragen die Stimmung mit und geben dem Geschehen Tiefe, ohne zu überladen zu wirken.
Einzig das Tempo hätte für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas langsamer sein dürfen. Einige Entwicklungen passieren sehr schnell, wodurch die Figuren manchmal noch etwas mehr Reflexion hätten vertragen können. Trotzdem ist das Buch rund, liebenswert und emotional berührend, und es macht großen Spaß, den Weg der Protagonisten zu begleiten.
Für alle, die cozy Winterromane mit authentischen Charakteren, Romantik und einer stimmungsvollen Atmosphäre mögen, ist das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung.

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