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Veröffentlicht am 08.01.2026

Gute Idee, schwache Verbindung

Das späte Leben
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In Das späte Leben begleitet man Martin, 76 Jahre alt, der mit einer erschütternden Diagnose konfrontiert wird. Die verbleibende Zeit bringt ihn dazu, sein Leben zu ordnen und sich zu fragen, was er seiner ...

In Das späte Leben begleitet man Martin, 76 Jahre alt, der mit einer erschütternden Diagnose konfrontiert wird. Die verbleibende Zeit bringt ihn dazu, sein Leben zu ordnen und sich zu fragen, was er seiner jungen Frau und seinem kleinen Sohn David noch mitgeben kann. Besonders wichtig ist ihm, etwas Bleibendes zu hinterlassen – etwas, das über seinen Tod hinaus Bedeutung haben soll. Der Roman beschäftigt sich mit Abschied und vielen Fragen, wenn das Leben plötzlich ein klares Ende bekommt.

Meine Meinung:
Die Ausgangsidee des Buches fand ich sehr vielversprechend. Ein alter Vater, ein junges Kind, eine schwere Diagnose – das sind Themen, die emotional viel Tiefe haben könnten. Leider hat mich die Umsetzung kaum erreicht.

Der sogenannte „Rasier-Brief“, den Martin an seinen Sohn David schreibt, sollte vermutlich ein zentrales emotionales Element sein. Für mich war der Inhalt dieses Briefes jedoch enttäuschend. Ich hatte mir etwas Persönlicheres und Bedeutenderes für David gewünscht etwas, das wirklich das Gefühl vermittelt, dass der Vater seinem Sohn etwas fürs Leben mitgibt.

Generell hatte ich zu keiner der Figuren eine wirkliche Bindung. Weder Martin noch Ulla konnten bei mir Sympathie wecken. Es war mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was mit ihnen passiert oder wie sich ihre Beziehungen entwickeln. Genau das hat mir beim Lesen am meisten gefehlt: Emotionen.

Es gab durchaus ein paar nette Ansätze und ruhige, nachdenkliche Momente, die Potenzial hatten. Doch insgesamt blieb mir der Roman zu distanziert und zu kühl. Für ein Thema, das eigentlich sehr nahe gehen könnte, hat mich das Buch unberührt zurückgelassen.

Fazit:
Das späte Leben ist kein schlechtes Buch, aber für mich eines mit zu viel verschenkter Möglichkeit. Wer eine sachliche, zurückhaltende Auseinandersetzung mit dem Lebensende sucht, könnte hier fündig werden. Wer jedoch auf emotionale Tiefe und Figuren hofft, die einem ans Herz wachsen, wird vermutlich etwas enttäuscht zurückbleiben.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Potenzial vorhanden, aber der Funke sprang nicht über

Flammensturm (Band 1) - Firebird
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Meine Frau und ich waren uns beim Buddyread schnell einig: Das Buch klingt vom Klappentext her nach einem feurigen Schlagabtausch, aber das, was wir gelesen haben, fühlte sich ganz anders an. Laut Beschreibung ...

Meine Frau und ich waren uns beim Buddyread schnell einig: Das Buch klingt vom Klappentext her nach einem feurigen Schlagabtausch, aber das, was wir gelesen haben, fühlte sich ganz anders an. Laut Beschreibung sollte es hier ja ordentlich knistern, Feinde zu Liebenden und so – für uns war es eher “Bekannte, die sich schnell mögen”. Julian, dieser angeblich so gefährliche Drache, war für mich mehr Schmusekater als furchteinflößender Krieger. Das kann charmant sein, hat aber nicht ganz zum angepriesenen Enemies-to-Lovers-Vibe gepasst.

Das Setting im antiken Rom war definitiv stimmig, die Mischung aus Historie und Fantasy hat was. Leider fliegen die Kapitel nur so vorbei, ohne dass ich wirklich in die Köpfe oder Herzen der Figuren abtauchen konnte. Mir fehlten die feinen Details, die mich an Charaktere binden. Wenn dann die Spice-Szenen auftauchten, wirkten sie für mich oft deplatziert – so als hätten sie sich heimlich ins Manuskript geschlichen.

Die Handlung selbst war nett, aber vieles konnte man schon Seiten vorher erahnen. Keine großen Schockmomente, eher ein Spaziergang mit gelegentlichen Abzweigungen. Malina war für mich zwar interessant, aber nicht so fesselnd, wie sie es hätte sein können. Manche Dialoge wirkten wie Lückenfüller, während andere Szenen zu schnell abgehakt wurden.

Trotzdem: Die Welt, die hier entworfen wurde, hat Potenzial. Rom, Drachenwandler, Götter – das alles ist schon ein cooler Cocktail. Leider hat für mich das Verhältnis zwischen Handlung, Charakterentwicklung und Leidenschaft nicht so ganz gestimmt. Am Ende blieb der Eindruck, dass die Verpackung viel verspricht, der Inhalt aber nicht komplett liefert. Zwei Sterne für ein solides Setting und eine Grundidee, die mich neugierig gemacht hat, auch wenn die Umsetzung uns beide nicht richtig packen konnte.

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