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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2026

Toller Reihenauftakt

Very Bad Kings
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"Very Bad Kings" von J.S. Wonda ist ein dunkler Roman, der dich von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht! 😍 Die Geschichte von Mable, einer Stipendiatin an der renommierten Kingston University, ist voller ...

"Very Bad Kings" von J.S. Wonda ist ein dunkler Roman, der dich von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht! 😍 Die Geschichte von Mable, einer Stipendiatin an der renommierten Kingston University, ist voller Spannung, Erotik und Überraschungen.

Die Autorin hat eine großartige Arbeit geleistet, die Charaktere lebendig zu machen, besonders die Kings - fünf abtrünnige Seniorstudenten, die ein unmoralisches Spiel veranstalten. Die Chemie zwischen Mable und den Kings ist einfach atemberaubend.¹ ² ³

Einige Leser finden, dass das Buch zu viel Erotik enthält, aber es ist genau das, was die Geschichte so spannend macht. Andere kritisieren, dass Mable manchmal ein bisschen zu naiv ist, aber das gehört eben zu ihrer Charakterentwicklung.

Highlights:

- Die dunkle Atmosphäre der Kingston University
- Die komplexen Charaktere der Kings
- Die spannende Handlung mit vielen Überraschungen

Fazit: "Very Bad Kings" ist ein großartiges Buch für alle, die dunkle Romantik, Erotik und Spannung lieben. Es ist der erste Teil einer Serie, die dich bestimmt noch lange beschäftigen wird.

Sterne: 4,5/5 ⭐️

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein atmosphärischer Horrortrip durch die Schatten der Vergangenheit

Verbrenn das Negativ
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Josh Winning liefert mit „Verbrenn das Negativ“ einen raffiniert konstruierten Mystery-Horrorroman, der gekonnt die Grenzen zwischen Filmmythos und Realität verwischt. Die Geschichte folgt der Journalistin ...



Josh Winning liefert mit „Verbrenn das Negativ“ einen raffiniert konstruierten Mystery-Horrorroman, der gekonnt die Grenzen zwischen Filmmythos und Realität verwischt. Die Geschichte folgt der Journalistin Laura Warren, die in ihre dunkle Vergangenheit zurückgezogen wird, zum Set eines verfluchten Horrorfilms, bei dem einst ihre Mutter ums Leben kam. Was beginnt wie eine Aufarbeitung alter Wunden, entwickelt sich schnell zu einem albtraumhaften Puzzle, das zwischen Gänsehaut, Wahnsinn und Wahrheit pendelt.

Was besonders überzeugt:
-Cleverer Metakommentar auf das Horrorgenre: Winning spielt mit dem Mythos des „verfluchten Films“, eine Hommage an Klassiker wie Poltergeist oder The Exorcist, dabei aber originell und nicht bloß referenziell.
- Starke weibliche Hauptfigur: Laura ist keine einfache „Final Girl“-Karikatur, sondern eine vielschichtige Protagonistin mit Trauma, Biss und Tiefe.
- Stimmung & Atmosphäre: Die düsteren Set-Passagen und Rückblenden sind filmisch erzählt, das Buch liest sich wie ein Horrorfilm zum Mitfühlen.

Kleine Schwächen:
Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und der Showdown driftet minimal ins Übertriebene, doch das tut der Gesamtwirkung keinen Abbruch.

Empfehlung:
Für Fans von düsteren Mystery-Thrillern, Meta-Horror und Geschichten, in denen die Vergangenheit tödlich wiederkehrt.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Düster, spannend, typisch Nesbø – ein Krimi mit Tiefgang

Minnesota
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Minnesota ist ein klassischer Jo Nesbø‑Krimi, aber ohne seinen berühmten Ermittler Harry Hole. Stattdessen begleitet man Detective Bob Oz, der nach dem tragischen Verlust seiner Tochter und dem Zerbrechen ...

Minnesota ist ein klassischer Jo Nesbø‑Krimi, aber ohne seinen berühmten Ermittler Harry Hole. Stattdessen begleitet man Detective Bob Oz, der nach dem tragischen Verlust seiner Tochter und dem Zerbrechen seiner Familie in einem harten Fall ermittelt. Er jagt einen Mörder in Minneapolis, Minnesota, der einen brutalen Rachefeldzug gegen Drogenbosse und Waffenhändler führt. Dabei ist Oz selbst ein komplizierter, von inneren Dämonen getriebener Charakter, manchmal unsympathisch, aber dennoch fesselnd als Figur.

Die Story steckt voller Spannung und Wendungen, und Nesbø schafft es wieder einmal, eine dunkle, intensive Atmosphäre aufzubauen, in der man als Leserin wirklich miträtseln will. Gleichzeitig nutzt er die kriminalistische Handlung, um Themen wie Gewalt, Rache, Verlust und die Schattenseiten einer Gesellschaft zu beleuchten.

Manchmal kann der Wechsel zwischen den Zeitebenen und Perspektiven etwas den Lesefluss bremsen, aber insgesamt bleibt die Spannung hoch und der Plot dicht, typisch für Nesbøs Thrillerstil.
Minnesota hat mich gut unterhalten und zeigt, dass Jo Nesbø auch außerhalb seiner klassischen Figuren starke, komplexe Geschichten erzählen kann. Ein Krimi, der sowohl beim Mitfiebern als auch beim Nachdenken Spaß macht.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Magisch, spannend und voller Herz

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln
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Die Tokio-Detektive Yoshi und Ben ermitteln war ein richtig schönes gemeinsames Leseerlebnis mit meiner Nichte (9) und meinem Neffen (10). Die beiden waren von Anfang an begeistert von der Idee, dass zwei ...

Die Tokio-Detektive Yoshi und Ben ermitteln war ein richtig schönes gemeinsames Leseerlebnis mit meiner Nichte (9) und meinem Neffen (10). Die beiden waren von Anfang an begeistert von der Idee, dass zwei Kinder in einer fremden, faszinierenden Stadt wie Tokio Kriminalfälle lösen und ich muss sagen, auch ich war angenehm überrascht!

Henrik Siebold erzählt die Geschichte spannend, kindgerecht und gleichzeitig mit viel Liebe zum Detail. Man merkt, dass er die japanische Kultur kennt, meine Nichte war ganz fasziniert von den vielen kleinen Einblicken in den Alltag in Tokio. Mein Neffe hingegen hat vor allem die cleveren Ermittlungen und die sympathische Dynamik zwischen Yoshi und Ben gefeiert.

Besonders positiv fanden wir auch die Illustrationen von Inga Steinmetz. Sie lockern den Text auf, geben der Geschichte zusätzliche Tiefe und helfen, sich die Figuren und Szenen noch besser vorzustellen.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Kinderbuch für alle kleinen (und großen) Detektivfans, das nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch Lust macht, mehr über Japan zu erfahren. Wir hoffen sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird!

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Ein bewegendes Buch über das Menschsein, das ich sehr empfehlen kann.

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Mit diesem Buch habe ich etwas ganz Unerwartetes erlebt. Statt einer typischen Geschichte mit klaren Höhen und Tiefen habe ich eine leise, zutiefst berührende Erzählung gefunden, die mich noch lange nach ...

Mit diesem Buch habe ich etwas ganz Unerwartetes erlebt. Statt einer typischen Geschichte mit klaren Höhen und Tiefen habe ich eine leise, zutiefst berührende Erzählung gefunden, die mich noch lange nach dem Lesen begleitet hat. Wenn die Kraniche nach Süden ziehen erzählt von Bo, einem Mann, der sich am Ende seines Lebens befindet und dabei mit Verlust, Erinnerungen und Beziehungen ringt.

Was mich sofort gepackt hat, war die Ehrlichkeit, mit der Ridzén Bo in seiner Verletzlichkeit zeigt. Er lebt allein in seinem alten Haus in Schweden, sein Alltag besteht aus kleinen Routinen, sporadischen Besuchen der Pflegekräfte und der stillen Begleitung seines geliebten Hundes Sixten. Gleichzeitig zerbricht seine Welt Stück für Stück. Seine Frau ist in einem Pflegeheim, sein Sohn versteht ihn nicht immer, und trotz aller Fürsorge droht ihm der Verlust dessen, was ihm am wichtigsten ist.
Die Sprache des Buches ist unaufgeregt, fast minimalistisch, aber unglaublich eindringlich. Es ist nicht die Handlung, sondern das Gefühl dieses Buches, das bleibt: die stille Traurigkeit, das Nachdenken über Zeit, Liebe, verpasste Chancen und die Momente, die am Ende wirklich zählen. Man spürt den Rhythmus des Lebens, wie er langsamer wird und gleichzeitig voller Erinnerungen steckt – so anders und doch so universell.

Für mich war Wenn die Kraniche nach Süden ziehen ein Buch, das mich tief zum Nachdenken gebracht hat – über meine eigenen Beziehungen, über Sorge und Fürsorge und darüber, wie wir miteinander umgehen, wenn die Zeit knapper wird. Es ist kein Buch, das man „einfach wegsuchtet“, sondern eines, das man fühlt. Und gerade diese leise Schönheit und emotionale Tiefe macht es so besonders.

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