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Veröffentlicht am 09.01.2026

The Dagger and the Flame

The Dagger and the Flame
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Ein vielversprechender Auftakt einer YA Reihe die mich persönlich aber nicht so fesseln konnte wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das Reich Fantom wird zwar vom König regiert aber beherrscht wird es ...

Ein vielversprechender Auftakt einer YA Reihe die mich persönlich aber nicht so fesseln konnte wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das Reich Fantom wird zwar vom König regiert aber beherrscht wird es in Wirklichkeit von den Gilden. Hauptaugenmerk liegt auf den Cloaks und den Daggern. Den Dieben und den Meuchelmördern, die sich mit Hilfe einer magischen Substanz (Shade) nahezu ungestraft und ungestört nehmen was sie wollen. Die Geschichte ist also alles andere als schwarz weiß. Die Handlung und auch die Charaktere bewegen sich alle in den unterschiedlichsten Grauzonen.
Unsere Protagonistin Seraphine ist die Tochter einer Shade Schmugglerin. Als ihre Mutter von einem Dagger ermordet wird muss sie um ihr Leben fliehen und sucht Asyl bei den Cloaks. Ransom hingegen ist ein Dagger und wurde auf sie angesetzt, jedoch verfolgt und beobachtet er sie lieber als sie zu töten. Denn irgendetwas scheint an ihr besonders zu sein. Die Beiden treffen immer wieder aufeinander und der anfängliche Hass und das Misstrauen scheint sich in etwas anderes zu verwandeln.
Die Story an sich fand ich ganz spannend, besonders die Entstehungsgeschichte der Gilden war sehr gut und zeigte dass mehr hinter allem steckt als man zunächst vermutet. Aber es konnte mich nicht fesseln. Da es eine YA ist, sind die Charas sehr jung und benehmen sich dementsprechend, das ist also kein Vorwurf aber dadurch hab ich einfach oft die Lust am Buch verloren und musste mich teilweise sogar zwingen weiterzulesen.
Auch ist die Geschichte hauptsächlich Charakterdriven (besonders die innere Zerrissenheit von Ransom wurde super dargestellt), man darf also nicht viel Action erwarten. Und doch schreitet die Handlung zwar langsam aber stetig voran.
Fazit für mich ist jedoch das eine etwas jüngere Generation, als ich es bin, viel viel mehr Freude an diesem Buch haben würde :)

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Werwölfe

Rabid
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Für mich ein Buch mit hohem aber leider unbenutzten Potenzial. Wir haben ein Urban (low) Fantasy Setting mit Werwölfen. Diese leben verborgen von den Menschen in Rudeln in den Wäldern unserer uns bekannten ...

Für mich ein Buch mit hohem aber leider unbenutzten Potenzial. Wir haben ein Urban (low) Fantasy Setting mit Werwölfen. Diese leben verborgen von den Menschen in Rudeln in den Wäldern unserer uns bekannten Welt. Sie haben ihre eigenen Regeln und Hierarchien, leben quasi völlig unabhängig von der menschlichen Gesellschaft. Mehr Informationen erhalten wir aber leider nicht. Kein Worldbuilding, keine Erklärung zur Entstehungsgeschichte usw.
In einem dieser Rudel lebt Seneca, sie steht kurz vor ihrem Flux, was ihre erste Verwandlung darstellt und hat Todesangst davor. Aber nicht weil sie nicht ihre Wölfin möchte sondern wegen all dem was danach mit ihr passieren wird. Der Alpha ihres Rudels möchte sie nämlich für sich beanspruchen und Seneca würde lieber sterben als das zuzulassen. Als ihre Flucht misslingt und ihr Flux sich in einen Albtraum verwandelt zerbricht etwas in ihr.
Dies geschieht alles direkt am Anfang der Geschichte und war wirklich nicht leicht zu lesen. Allgemein ist das Buch sehr brutal, blutig, derb in seiner Sprache und grausam in vielen Teilen. Seneca muss viel ertragen und aushalten. Der weitere Verlauf des Buches widmet sich auch ihres Überlebens, ihrer Akzeptanz und dann ihrer Rache.
Ich mochte ihre Art sehr. Und all ihre Handlungen, Ängste und Gefühle waren auch für mich nachvollziehbar bis auf die sehr schnelle Bindung zu dem Mann der ihr letztendlich bei ihrer Rache hilft (sehr kryptisch ich weiß aber ich will einfach nichts verraten). Diese Beziehung ist so schnell entstandenen, der anfängliche Hass verwandelte sich viel zu schnell in „Liebe“. Allgemein waren mir die Abläufe zu schnell. Alles passiert Schlag auf Schlag. Es gibt kaum nennenswerten Prozess oder Entwicklung. Aus diesem Grund ist leider kaum Tiefe entstanden und bis auf Seneca bleiben alle anderen flach und blass. Mir haben die Gefühle gefehlt, die Spannung war mal da und dann doch wieder nicht.
Allgemein hätte dieser Einzelband meiner Meinung ein paar Seiten mehr gebraucht um die Geschichte etwas ausführlicher darzustellen

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Der Todlose und sein kleiner Albtraum

The Deathless One
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Der Todlose und sein Albtraum. The Deathless One ist der Auftakt einer Dark Romantasy Reihe. Die Atmosphäre in diesem Bauch war durchgehend düster und bedrückend. Die Sprache und Handlungen waren brutal ...

Der Todlose und sein Albtraum. The Deathless One ist der Auftakt einer Dark Romantasy Reihe. Die Atmosphäre in diesem Bauch war durchgehend düster und bedrückend. Die Sprache und Handlungen waren brutal und blutig. Das Reich unserer FMC hat mich an eine Mischung aus den antiken Griechenland und dem Gothic Style erinnert. Und das hat mir sehr gefallen. Allgemein war der Anfang der Geschichte sehr stark. Jessamine ist die Prinzessin eines von einer Seuche geplagtem Reiches, um diese einzudämmen und das Land zu retten willigt sie einer Heirat ein. Ihr Verlobter jedoch hintergeht sie und bringt sie um. Doch Jessamine stirbt nicht einfach, nein sie landet im Zwischenreich. Einem Ort, an dem der Todlose Gott gefangen ist und durch Jessamine, die er als Hexe erkennt, seine Chance zur Wiederauferstehung sieht. Und so beginnt Jessamines Reise, von den Toten auferstanden, voller Rachegefühlen und an der Seite eines grausamen Gottes. Der Charakter des Todlosen hat mir auch sehr gefallen. Er war düster und „böse“, zumindest hat er versucht Jessamine und uns davon zu überzeugen und doch ist er ihr schnell verfallen und hat alles getan um seinen Kleinen Albtraum zu beschützen.
Leider war der weitere Verlauf der Geschichte nicht genauso fesselnd wie der Anfang. Es gibt sehr viel „Vorgeplänkel“ und Füllszenen und kaum Handlung. Erst am Ende wird es wieder spannend. Das war wirklich Schade, den die Idee des Buches ist sehr gut, das Potential sehr hoch. Deshalb freue ich trotz der leichten Enttäuschung über diesen ersten Band auf die Fortsetzung der Geschichte.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Wenn Götter und Menschen aufeinandertreffen

Spark of the Everflame
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Ein interessanter und vielversprechender Auftakt einer Reihe.
Wir haben hier eine Welt die einstmals nur den Menschen (Mortals) gehörte bis die Götter gefallen an der Welt der Sterblichen fanden und diese ...

Ein interessanter und vielversprechender Auftakt einer Reihe.
Wir haben hier eine Welt die einstmals nur den Menschen (Mortals) gehörte bis die Götter gefallen an der Welt der Sterblichen fanden und diese übernahmen. Jetzt wird die Welt von deren Nachkommen (Descended) regiert, diese unterdrücken die Mortals, ihren Glauben, ihre Kultur, ihre Zukunft, einfach ihr komplettes Leben.
Da die Descended von Göttern abstammen sind sie sehr viel schneller, stärker und langlebiger als die normalen Menschen. Außerdem sind sie auch magiebegabt. Was sie nahezu unbesiegbar macht. Und doch versuchen sich die Menschen zu währen und immer öfter ist die Rede von einer Rebellion.

Diem unsere FMC ist eine zwanzig jährige Mortal, die bisher ein relativ privilegiertes Leben als Tochter einer Heilerin und eines ehemaligen Soldaten hatte. Auch sie selber ist eine Heilerin geworden und sehr stolz auf ihren Beruf. Als jedoch ihre Mutter, die auch im Palast der Descended tätig war, verschwindet, muss sie sich eingestehen dass sie bisher kaum etwas über das Leben ihrer Mutter wusste. Sie fängt an vieles zu hinterfragen, die elenden Umstände und Ungerechtigkeiten in ihrer Stadt fallen ihr immer öfter auf. Sie wird immer unzufriedener und wütender auf alles und jeden.
Ihr bester Freund zeigt ihr daraufhin eine Möglichkeit ihre Wut zu kanalisieren.

Und dann gibt es noch Prinz Luther, Erbe des Königs, ein Descended. Ein Mann der Diem absolut gegen den Strich geht und doch knistert es jedes Mal auf das übelste wenn die zwei aufeinander treffen. Er ist ihr Feind und doch scheinen sie auf Augenhöhe zu sein. Beide wollen sich die Anziehung natürlich nicht eingestehen.

Also ich habe mir mit dem Einstieg in das Buch doch etwas schwergetan. Die ganzen neuen Begriffe, die einem um die Ohren fliegen, musste ich erst einmal verinnerlichen. Das Wourldbuilding ist großartig, die Autorin hatte hier eine tolle Idee und hat diese auch sehr gut umgesetzt. Wir bekommen hier eine Erklärung wieso alles so ist wie es ist. Hintergründe werden erzählt. Auch das Magiesystem ist interessant. Auch über die Charaktere kann ich nichts negatives sagen. Diem handelt sehr impulsiv und unbedacht. Das hat mich oft gestört und genervt aber sie ist ein sehr interessanter, komplexer Charakter. Ich habe ihre kratzbürstige Art Luther gegenüber sehr gefeiert. Aber ihre Naivität ihrem besten Freund gegenüber fand ich wiederum völlig widersprüchlich zu ihrer sonstigen Persönlichkeit.

Die Geschichte wird sehr langsam erzählt. Somit bekommt man zwar einen guten Einblick in die Welt und in das Leben von Diem aber es kam für mich leider dadurch zu viel zu vielen Längen. So wirklich passiert erst ab Mitte des Buches etwas. Spannung war leider kaum auffindbar. Erst am Ende überschlagen sich die Ereignisse und lassen einen mit offenem Mund und jeder Menge Fragen zurück.

Für mich war dieser erste Band (insgesamt werden es 4) eine lange Einleitung in die Welt. Ich wurde angelockt, bin aber noch nicht ganz überzeugt. Nun muss mich die Autorin bitte mit Band 2 einfangen.
Ach und wir haben hier eine SlowBurn Leute, also wirklich sloooooooowwwww.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Alpha und Omega

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Es war das reinste Auf und Ab mit diesem Buch. Leider war es für mich nicht das erwartete Highlight, wenn ich ehrlich bin hat es mich sogar stellenweise ziemlich gelangweilt.
Positiv war hier definitiv ...

Es war das reinste Auf und Ab mit diesem Buch. Leider war es für mich nicht das erwartete Highlight, wenn ich ehrlich bin hat es mich sogar stellenweise ziemlich gelangweilt.
Positiv war hier definitiv der Humor. Ich habe die witzigen Sprüche von Mack und das verständnislose Gegrummel von Noah gefeiert. Beide waren sympathische Wesen, schienen aber leider kaum weitere Eigenschaften als Humor und Grumpiness zu besitzen.
Auch das Worldbuildng fande ich äußerst interessant. Wir haben hier nämlich ein UrbanFantasy Setting in dem Gestaltwandler völlig offen und akzeptiert unter normalen Menschen leben. Allerdings war es an mancher Stelle etwas schwer für mich gestaltwandlerische Eigenschaften hier mit dem Wissen aus anderen Büchern zu vereinen. Beispielsweise wird auch hier von dem übernatürlichen Geruchssinn und dem Markieren gesprochen aber scheinbar sind die Ohren der Gestaltwandler hier überhaupt nicht ausgeprägt, so oft wie sich hier annähernde Menschen nicht gehört wurden (was später in der Geschichte zum riesen Problem wurde) stark davon auszugehen ist. Auch wichtig hier ist zu erwähnen, dass es in der Story um FakeDating und die damit einhergehenden üblichen Probleme geht. Ist nicht wirklich mein liebster Trope aber hier hat er als Ausgangslage perfekt gepasst, nur habe ich mich im Verlauf der Geschichte doch sehr über die Protagonisten aufregen müssen. Mein Problem mit diesem Trope ist nämlich dass sich die Personen immer aber wirklich immer weigern ihre sich verändernden Gefühle anzuerkennen und das einander einfach zu sagen. Herje Warum???? Redet doch einfach, ihr seid erwachsene Ärzte, mein Gott!
Naja also im Großen und Ganzen war es eine süße amüsante Geschichte für zwischendurch. Kein Highlight aber auch kein schlechtes Buch. Wer also auf der Suche nach einer kurzweiligen Liebesgeschichte mit einem leichten übernatürlichen Touch ist, kein Problem mit Spice und Knotengelabber hat, ist hier richtig.

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