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Veröffentlicht am 09.01.2026

Packender Thriller aus Berlin, der mit zwei gut aufeinander abgestimmten Ermittlern mit Potential für weitere Auftritte aufwartet

Spiel der Toten
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Mit diesem Buch legt der Autor Simon Jaspersen einen spannenden Thriller vor und schickt dabei zwei gut aufeinander abgestimmte Ermittler ins Rennen, die durchaus Potential für weitere Auftritte nachweisen.

Nach ...

Mit diesem Buch legt der Autor Simon Jaspersen einen spannenden Thriller vor und schickt dabei zwei gut aufeinander abgestimmte Ermittler ins Rennen, die durchaus Potential für weitere Auftritte nachweisen.

Nach dem Tod seiner Frau hat Jan Mossmann seinen Job beim LKA Frankfurt hingeschmissen und hält sich mit gelegentlichen Jobs für ein Sicherheitsunternehmen über Wasser. Als er den Autor Arno Roth während einer Lesung in Potsdam begleitet, verbindet er den Job mit einem Besuch bei seinem Onkel Frank Julius vom LKA Berlin. Der bittet Jan um Hilfe, da seine Abteilung gerade unterbesetzt ist und er es gleich mit zwei spektakulären Mordfällen zu tun hat. Die Ermittlungen führen Jan zu einer abgelegenen Privatklinik, die von der Familie seines Klienten betrieben wird.

Mit einem packenden Schreibstil, der für mich aber zu Beginn noch so ein wenig gewöhnungsbedürftig war, und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und bietet am Ende eine überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Permanente Orts- und Perspektivwechsel sorgen zudem für ein hohes Erzähltempo. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dabei ist die Geschichte schon ziemlich stark auf Jan zugeschnitten, die Polizeianwärterin Jasmin Mobido greift als zweite Ermittlerin erst relativ spät ins Geschehen ein, empfiehlt sich dabei aber durchaus für weitere Auftritte, bei denen sie dann auch mehr Raum zur Entfaltung bekommen sollte.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier gut bedient und spannend unterhalten. Auch wenn mich die beiden Ermittler noch nicht komplett von sich überzeugen konnten, ist mein Interesse für weitere Auftritte auf jeden Fall geweckt.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Spannender Krimi aus dem hohen Norden, der mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern aufwartet

Verbranntes Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 8)
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Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Nele Bruun ihren zweiten Beitrag innerhalb der Krimi-Reihe „Zwischen Mord und Ostsee“ vor, deren ersten sechs Bände aus der Feder von Thomas Herzberg stammen. ...

Mit diesem Kriminalroman legt die Autorin Nele Bruun ihren zweiten Beitrag innerhalb der Krimi-Reihe „Zwischen Mord und Ostsee“ vor, deren ersten sechs Bände aus der Feder von Thomas Herzberg stammen. Da mit dem Autorenwechsel auch neue Ermittler das Ruder übernommen haben, handelt es sich hier quasi um einen Neustart der Reihe, für den man auch kein Vorwissen benötigt.

Man braucht hier grundsätzlich auch keine Vorkenntnisse aus dem ersten Band mit den neuen Ermittlern, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören.

Als in der Silvesternacht drei Frauen während des auf Föhr beliebten Kenkner-Brauches spurlos verschwinden und kurz darauf am Strand eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden wird, übernehmen Birte Lohse und Rainer Speckmann von der Kriminalpolizei Flensburg die Ermittlungen. Als sich immer stärker abzeichnet, dass es sich bei der Leiche um eine der verschwundenen Frauen handelt, werden die Ermittlungen zum Rennen gegen die Zeit. Können Birte und Rainer die beiden anderen Frauen noch retten und den Mörder, dessen Motive zunächst völlig im Dunkeln liegen, rechtzeitig stoppen ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bietet dabei eine ausgewogene Mischung aus Krimihandlung und Lokalkolorit. Am Ende gibt es einen spannenden Showdown mit einer überraschenden, aber dennoch schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Vor allem das Zusammenspiel von Birte und Rainer, die nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar sind, funktioniert sehr gut, die beiden ungleichen Ermittler sind mir schnell ans Herz gewachsen.

Wer auf spannende Kriminalromane aus dem hohen Norden steht, wird hier gut bedient und unterhalten. Für die weiteren Auftritte der Ermittler bleibt aber weiterhin noch ein wenig Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Packender Psychothriller um eine Frau, die in einen Alptraum gerät

Die Tote in meinem Bett
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Mit diesem Buch legt die Autorin Rose Hard ihren dritten Psycho-Thriller vor, der in Deutschland erscheint, und konnte mich dabei wieder gut und spannend unterhalten. Im Gegensatz zu ihren ersten Thrillern ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Rose Hard ihren dritten Psycho-Thriller vor, der in Deutschland erscheint, und konnte mich dabei wieder gut und spannend unterhalten. Im Gegensatz zu ihren ersten Thrillern ist die Geschichte diesmal in den USA angesiedelt.

Selene lebt mit ihrem Verlobten Dominic in dessen abgelegenen Haus in der Nähe von Chicago. Doch dann verwandelt sich die scheinbare Idylle in einen Alptraum. Als Selene eines Morgens aufwacht, hält sie ein blutiges Messer in den Händen und neben ihr im Bett liegt nicht Dominic, sondern eine tote Frau. Zudem fehlen ihr die Erinnerungen an die letzten 24 Stunden. Statt die Polizei zu rufen, versucht Selene zunächst selbst herauszufinden, was passiert ist, und gerät dabei immer tiefer in eine Spirale aus Wahn und Wirklichkeit. Wem kann sie noch trauen, wenn sie schon an sich selbst zu zweifeln beginnt ?

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende eine schlüssige Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird komplett aus der Perspektive von Selene erzählt, die hier auch die Rolle der Ich-Erzählerin übernimmt und uns hautnah an ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben lässt. Und auch wenn die Story an der einen oder anderen Stelle vielleicht doch etwas überkonstruiert wirkt, bietet sie doch reichlich Spannung und einige echte Schockmomente.

Wer auf spannende Psycho-Thriller steht, wird hier insgesamt gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Packender und ziemlich blutiger Tierhorror um einen Kater, der zum Rächer wird

Moribundus
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Mit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den ersten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Horrorgeschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Der Auftakt ...

Mit diesem Buch legt der Autor Armands A. Asimov den ersten Band seiner Reihe „Animals Lane“ vor, in der er in sich abgeschlossene Horrorgeschichten erzählt, in denen Tiere im Mittelpunkt stehen. Der Auftakt konnte mich gleich gut und spannend unterhalten, lässt für die weiteren Bände aber durchaus noch etwas Luft nach oben.

Der Kater Grav wird viel zu früh seiner Mutter entrissen und in die Hände des Mädchens Alessa gegeben. Während ihn das Kind heiß und innig liebt, wird er von dessen Vater und seiner Freundin misshandelt und soll zu Halloween gegen einen Hund eingetauscht und entsorgt werden. Doch dann bietet ein geheimnisvoller Streuner Grav die Gelegenheit, den Spieß einfach umzudrehen.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung auf, die in einem fulminanten und ziemlich blutigen Showdown mündet. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Grav, der hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seiner anfänglichen Verzweiflung und seiner anschließenden Wandlung zum gnadenlosen Rächer teilhaben lässt.

Wer auf spannenden und durchaus blutigen Tierhorror steht, wird hier gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Kleiner, aber feiner Thriller, in dem es doch recht blutig zugeht

Maik Stahl und die gespaltene Seele
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Mit diesem Buch legt der Autor Axel Lechtenbörger einen eher kleinen, aber dennoch feinen Thriller vor, der mich gut und spannend unterhalten konnte. Dabei handelt es sich um die Neuauflage eines Buches, ...

Mit diesem Buch legt der Autor Axel Lechtenbörger einen eher kleinen, aber dennoch feinen Thriller vor, der mich gut und spannend unterhalten konnte. Dabei handelt es sich um die Neuauflage eines Buches, das bereits 2019 unter dem Titel „Schlafe, mein Kind, bevor du stirbst“ veröffentlicht wurde.

Der ehemalige LKA-Ermittler Maik Stahl ist durch den Tod seiner Frau und seiner Tochter völlig aus der Bahn geworfen worden und lebt nun als obdachloser Alkoholiker im Rheingau. Nachdem er bei einem vermeintlichen Selbstmordversuch im letzten Moment aus einem brennenden Auto gezogen wurde, leidet er zudem unter beträchtlichen Gedächtnislücken. Als ihm ein ehemaliger Kollege, der sich als Maulwurf entpuppt, kurz vor seinem Tod gesteht, dass seine Familie ermordet wurde und sein angeblicher Selbstmordversuch in Wirklichkeit ein Anschlag auf ihn war, reißt dies Maik aus seiner Lethargie und er beginnt zu ermitteln. Dabei trifft er auf eine geheimnisvolle Frau, die offenbar die gleichen Männer jagt, denen auch er auf der Spur ist. Und diese Frau ist auf einem blutigen Rachefeldzug und lässt sich dabei von niemandem aufhalten.

Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und stößt seine Hauptfigur dabei mit jeder Seite tiefer in das dunkle Treiben hinein, das in Sachen Gewalt und blutigen Einlagen wenig bis nichts auslässt. Für zartere Gemüter ist das Buch daher eher nicht geeignet. Während die Hauptprotagonisten insgesamt gut gezeichnet und vielschichtig angelegt sind, hätten die vermeintlichen Nebenfiguren durchaus etwas mehr Tiefe vertragen, so wirken diese zuweilen doch ein wenig schablonenhaft. Unter dem Strich bietet das Buch aber doch einen hohen Unterhaltungswert, auch wenn ich schon früh geahnt habe, welche Überraschung sich hinter der unbekannten Rächerin verbirgt.

Wer nach spannender und blutiger Thriller-Unterhaltung sucht, wird hier insgesamt gut bedient.

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