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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

Glamour, Geheimnisse und Gefühle

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" von Antonia Wesseling hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte entführt in die glamouröse Pariser Modewelt, in der Eleganz und Tradition ...

"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" von Antonia Wesseling hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte entführt in die glamouröse Pariser Modewelt, in der Eleganz und Tradition nach außen glänzen, während im Verborgenen Intrigen, Lügen und Familiengeheimnisse lauern. Besonders die dichte Atmosphäre und das lebendige Setting machen den Roman zu einem echten Leseerlebnis. Paris fühlt sich nicht nur wie ein Schauplatz an, sondern wie ein eigener Charakter, der die Stimmung der Geschichte maßgeblich prägt.

Im Mittelpunkt steht Elodie, eine authentische und starke Protagonistin, die sich nach einem Schicksalsschlag neu orientieren muss. Ihre Rückkehr nach Paris konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit, den Geheimnissen der Familie Bouttier und einem emotional aufgeladenen Liebesdreieck zwischen dem geheimnisvollen Adam Le Blanc und ihrem distanzierten Cousin Gabriel. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und leicht zu lesen, der Fokus liegt weniger auf actionreicher Spannung als auf Gefühlen, inneren Konflikten und zwischenmenschlichen Beziehungen. Der überraschende Cliffhanger am Ende weckt große Neugier auf den zweiten Band.

Das Buch eignet sich besonders für Leser*innen, die romantische Geschichten mit Tiefgang mögen, sich für Mode, Paris und Familiendramen interessieren und Lust auf Glamour, Intrigen und emotionale Verwicklungen haben. Ideal für Fans von gefühlvollen Romanen mit Love-Triangle und geheimnisvoller Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Identität, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit

Alma
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„Alma“ ist ein stiller, berührender Roman, der lange nachwirkt. Schon beim Lesen spürt man die Intimität und Menschlichkeit der Geschichte – sie entfaltet sich ruhig, ohne Effekthascherei, und lädt zum ...

„Alma“ ist ein stiller, berührender Roman, der lange nachwirkt. Schon beim Lesen spürt man die Intimität und Menschlichkeit der Geschichte – sie entfaltet sich ruhig, ohne Effekthascherei, und lädt zum Nachdenken ein. Man nimmt sich Zeit, die Seiten zu genießen, statt sie hastig umzublättern.

Besonders beeindruckend ist die Feinfühligkeit, mit der die Autorin Emotionen beschreibt. Die Gedanken und Gefühle der Figuren wirken ehrlich und echt, fast so, als würde jemand seine innersten Gedanken vorsichtig teilen. Man kann sich leicht in die Protagonistin Alma hineinversetzen und wird oft dazu angeregt, über das eigene Verhalten in ähnlichen Situationen nachzudenken.

Die Erzählweise ist ruhig, poetisch und dennoch fesselnd. „Alma“ ist kein lauter Roman, sondern einer, der sich langsam ins Herz schleicht. Geduld zahlt sich aus: Wer sich auf die Geschichte einlässt, wird mit einer intensiven, nachdenklichen Lektüre belohnt.

Die Handlung ist komplex und vielschichtig: Zeitsprünge und wechselnde Familienkonstellationen machen den Einstieg anspruchsvoll, doch sobald sich die Ebenen ordnen, entfaltet die Geschichte ihre volle Kraft. Alma kehrt nach dem Tod ihres Vaters in ihre Heimatstadt Triest zurück – eine Stadt, die mehr als nur Kulisse ist und als Spiegel ihrer inneren Zerrissenheit dient. Dort begegnet sie alten Erinnerungen, ihrer Jugendliebe Vili und ungelösten Fragen aus der Vergangenheit. Die Figuren wirken authentisch, ihre inneren Konflikte nachvollziehbar.

Die Autorin verbindet persönliche Geschichten mit historischen und politischen Kontexten, insbesondere Krieg und dessen Folgen. Dies wird eindringlich und manchmal verstörend geschildert, wodurch das Buch sehr realistisch wirkt. Fotografische Illustrationen bereichern das Leseerlebnis zusätzlich und lassen die Erinnerungsräume lebendig werden.

„Alma“ ist ein Roman über Identität, Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit – leise, aber tiefgreifend. Er fordert Aufmerksamkeit und Zeit, belohnt jedoch mit einer emotionalen Tiefe, die lange im Kopf bleibt. Für alle, die stille, anspruchsvolle Geschichten mit atmosphärischer Dichte und empathischen Figuren schätzen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Assassinen, Magie und Gefühle

Empire of Whispers and Shadows
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Das Buch hat mich nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen und in die Welt abtauchen lassen. Die Welt wirkt lebensecht und ich hatte keine Probleme dem Geschehen zu folgen und mir alles genau vorstellen ...

Das Buch hat mich nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen und in die Welt abtauchen lassen. Die Welt wirkt lebensecht und ich hatte keine Probleme dem Geschehen zu folgen und mir alles genau vorstellen zu können. Mit ein paar Japanischen Begriffen habe ich mich etwas schwergetan und hätte mich sehr über ein Glossar gefreut, um nochmal nachlesen zu können was mit den Begriffen gemeint war. Ansonsten war das Tempo auch genau richtig, weder hatte ich das Gefühl, dass sich Szenen unnötig in die Länge ziehen, noch dass permanent der Leser schockiert wird.

Besonders überzeugt haben auch die beiden Protagonisten, beide waren gut beschrieben und man hat sich in die beiden hineinversetzen können und ihre inneren Konflikte spüren können. Außerdem hat Teno als männlicher Protagonist sehr viele eigene und lange Szenen bekommen, wodurch er unheimlich nahbar wurde.

Saya kämpft von klein auf ums Überleben. Jahrelang trainiert sie um eine Assassinin des Gottkaisers zu werden, um nach ihrer Zeit im Dienst von diesem endlich ihre Freiheit zu erlangen und sich zu rächen. Als sie aber bei ihrer Abschlussprüfung mit Teno zusammenarbeiten, Platz 1 ihrer Todesliste, gestalten sich die letzten Abschlussprüfungen doch als schwerer als erwartet.

Entgegen der Anfänglichen Meinung von Saya über Teno war dessen Leben auch nicht einfach. Sein Ziel ist die Anerkennung seiner Familie und die Ehre endlich den Nachnamen seines Vaters tragen zu dürfen.

Insgesamt hat mich das Buch vollkommen überzeugt, von dem ausgeklügelten Magiesystem bis hin zu den verschiedenen spannenden Charakteren. Als riesiger Fan von Enemies to lovers wurde ich nicht enttäuscht und kann es auch nur sehr anderen Fans empfehlen. Da beide Protagonisten Assassinen sind geht es in dem Buch doch hin und wieder sehr brutal zu, weshalb man vorher die Trigger-Liste lesen sollte, falls einen solche Themen belasten.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Freundschaft, Selbstakzeptanz und Anderssein

Belzi Ohnehorn
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Belzi Ohnehorn überzeugt schon auf den ersten Blick durch sein farbenfrohes, freches Cover, das sofort Lust aufs Lesen macht. Auch im Inneren setzt sich die kindgerechte, übersichtliche Gestaltung fort: ...

Belzi Ohnehorn überzeugt schon auf den ersten Blick durch sein farbenfrohes, freches Cover, das sofort Lust aufs Lesen macht. Auch im Inneren setzt sich die kindgerechte, übersichtliche Gestaltung fort: Die Illustrationen sind lebendig, humorvoll und erzählen die Geschichte teilweise ganz ohne Worte.

Im Mittelpunkt steht Belzi, ein kleiner Teufel, der zu lieb ist, um böse zu sein. Genau das macht ihn zu einer besonders sympathischen Protagonisten. Die Geschichte ist einfach gehalten, aber voller witziger Ideen und absurder Situationen, die Kinder zum Lachen bringen. Gleichzeitig werden wichtige Themen wie Freundschaft, Selbstakzeptanz und Anderssein ganz nebenbei vermittelt, ohne belehrend zu wirken.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und dialogreich, ideal für junge Leser*innen. An manchen Stellen ist die Reihenfolge der Sprechblasen nicht ganz eindeutig, was kurz irritieren kann, den Lesespaß insgesamt aber kaum mindert. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, auch wenn ihre Rollen teilweise etwas vorhersehbar sind.

Insgesamt bietet Belzi Ohnehorn eine kurzweilige, warmherzige Comicgeschichte, die sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Eine emotionale Reise

Heartbreak Hotel
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Die Graphic Novel hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, und ich habe sie direkt durchgelesen. Von den unheimlich schönen Zeichnungen bis zu der berührenden Handlung hat mir wirklich alles sehr ...

Die Graphic Novel hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, und ich habe sie direkt durchgelesen. Von den unheimlich schönen Zeichnungen bis zu der berührenden Handlung hat mir wirklich alles sehr gut gefallen.

Die vorgestellten Charaktere haben alle mit ihren ganz individuellen Problemen zu kämpfen und treffen im Heartbreak Hotel aufeinander. Jeder nutzt seine Zeit dort auf unterschiedliche Weise, und trotz der Tatsache, dass sie alle ganz unterschiedlich sind und im normalen Leben eigentlich nie engeren Kontakt gehabt hätten, lernen sie sich dort kennen und lernen, die Andersartigkeiten der jeweiligen Personen zu akzeptieren.

Die Graphic Novel hat mich emotional wirklich vollkommen mitfühlen lassen und mich mit dem Hauptthema der Trauerbewältigung auf eine emotionale Achterbahnfahrt genommen. Sie ist dementsprechend nicht für jeden Leser geeignet und lässt einen auch danach noch lange nachdenklich und emotional berührt zurück.

Alles ist sehr detailreich gezeichnet, und besonders hat mir gefallen, dass hier viel mit verschiedenen Farbschemata für die jeweiligen Szenen gearbeitet worden ist (Rückblicke in kräftigeren Farben, Szenen im Hotel teils in blasseren Farben). Besonders gefallen hat mir der Hase, der nicht nur unheimlich niedlich ist, sondern auch als Nebencharakter unheimlich überzeugt hat. Das Einzige, was mir ab und zu etwas Probleme bereitet hat, war, die Charaktere Maya und Martin auseinanderzuhalten. Die beiden sahen sich zwischenzeitlich sehr ähnlich, was bei mir an zwei Stellen zu einer Verwechslung geführt hat.

Alles in allem ein wirklich unterhaltender, berührender Graphic Novel, der zum Nachdenken anregt und dazu ermutigt, im Moment zu leben und über seinen Schatten zu springen, bevor es zu spät ist.

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