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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2024

fesselnd, spannend & der Wunsch nach mehr

The Isles of the Gods
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Ich wollte einfach nicht, dass es endet.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich ein fester Bestandteil der Geschichte und Mitglied in der kleinen Gruppe. Jedes Wort fühlte sich danach an, als wäre ...

Ich wollte einfach nicht, dass es endet.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich ein fester Bestandteil der Geschichte und Mitglied in der kleinen Gruppe. Jedes Wort fühlte sich danach an, als wäre ich dabei gewesen.
So oft hätte ich gerne selbst eingegriffen, damit unsere "Helden" mal durchatmen können, um ihre Gedanken in Ruhe zu sortieren, zu schlafen oder wachsam ihre nächsten Schritte zu planen.
Ich spürte das Salzwasser regelrecht auf meiner Haut und den Wind in meinen Haaren, genoss die Freiheit auf der Takelage, sah die Geister und spürte das Adrenalin wild durch meinen Körper toben. Ich kämpfte mit ihnen, erfuhr den Schmerz und erlebte die Freude.
Das Buch hat mich berührt und so gut unterhalten, dass ich absolut nicht weiß, wie ich es bis zum zweiten Band aushalten soll. Ich möchte so viel mehr über all die Protagonisten und diese Welt erfahren – dass ich sogar bereit wäre, freiwillig auf noch mehr Bände zu warten... aber trotzdem will ich Band 2 bitte sofort
Denn die Welt, die man betritt, bietet in meinen Augen viel Potenzial für weitere Geschichten, also hoffe ich einfach, dass uns die Autorin nach der Reihe, irgendwann noch einmal dorthin entführt und wir unsere Segel für ein neues Abenteuer setzen können.

Es war mein erstes Buch von Amie Kaufman, und ihr Schreibstil spricht mich wirklich sehr an. Auch die unterschiedlichen Perspektiven fand ich gut gesetzt. Ich fühlte mich die ganze Zeit einbezogen, und die Spannung war so greifbar.

Auch unsere Protagonisten, egal an wessen Seite man der Geschichte gerade folgte, gewannen immer mehr an Farbe und eroberten sich Schritt für Schritt einen Platz in meinem Herzen. Was anfangs für blasse Beweggründe oder unüberlegte Gedanken oder Taten gehalten werden konnte, änderte sich im Laufe der Zeit, da es bei dem ein oder anderen Charakter eine schöne Entwicklung gab, auch wenn diese oft Folge des erlebten Schmerzes war.

Mit großer Vorfreude fiebere ich Band 2 entgegen und hoffe, dass das Niveau beibehalten wird.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Dunkelheit in dir. Dunkelheit in mir.

The Witch Collector
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Ich bin wirklich begeistert von The Witch Collector! Hier war ich schon ab der ersten Seite total gefesselt – dieser Schreibstil hat einfach etwas Magisches - für mich einfach top! Atmosphärisch dicht, ...

Ich bin wirklich begeistert von The Witch Collector! Hier war ich schon ab der ersten Seite total gefesselt – dieser Schreibstil hat einfach etwas Magisches - für mich einfach top! Atmosphärisch dicht, leicht poetisch durchscheinend und trotzdem gut zu lesen. Die Sätze sind nicht zu kurz und nicht zu lang. Man spürt förmlich die Kälte, den Wald, die Magie in der Luft – es war genau diese Art von Fantasy, die mich ganz leise einsaugt und dann nicht mehr loslässt.

Obwohl ich eigentlich keine Cover mit Menschen darauf mag - hier hat es mich diesmal nicht gestört! Ich mag das Motiv, die Platzierung, die Farben und die Stimmung. Das Cover gibt den ersten Ton an und vermittelt genau die Atmosphäre, die ich auch im Buch gespürt habe. Alles wirkt stimmig umgesetzt und passt perfekt zur Geschichte.

Die Handlung selbst ist doch recht düster, aber doch auch voller Gefühl. Ich mochte die Mischung aus Märchen, Legenden und diesem Hauch von Gefahr.
Besonders schön fand ich, dass Raina als Protagonistin einfach doch normal ist - stark, mutig, verletzlich und gleichzeitig still auf eine besondere Art. Ihre Verbindung zum Witch Collector ist faszinierend, komplex und genau in diesem Spannungsfeld zwischen Feindschaft und Nähe entsteht etwas richtig Intensives.

Das Worldbuilding war richtig gut - man spürt, dass da noch so viel mehr hinter dieser Welt steckt (jedenfalls hoffe ich das sehr stark!).
Manche Passagen hätten für mich gern noch etwas ausführlicher sein dürfen, aber insgesamt hat alles ineinandergegriffen. Auch das Magiesystem fand ich spannend, besonders, weil es sich so passend in die Handlung eingefügt hat.

Ein paar ruhigere Stellen zwischendurch gab es, ja - aber selbst dann hatte die Geschichte etwas, das mich nicht losgelassen hat.
Und ja, ich mag gewisse Längen im Buch - wenn man durchatmen kann, wenn nicht alles aufregend ist, wenn alles mal Platz bekommt. Jedenfalls habe ich die Charaktere dadurch mehr ins Herz geschlossen und freue mich jetzt schon riesig auf Band zwei.

Von mir gibt es viereinhalb Sterne – mit starker Tendenz nach oben. ;D
Also, ja, doch:Ein wunderschöner, düsterer Fantasy-Auftakt voller Gefühl, Magie und Dunkelheit – mit einer ganz besonderen Atmosphäre, die mich völlig eingenommen hat.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Downfall - Gefährliches Versprechen

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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„Heart of the Damned“ war für mich ein überraschend kurzweiliges und sehr unterhaltsames Leseerlebnis. Der Schreibstil ist angenehm schlicht, nicht unnötig ausgeschmückt oder überladen – genau das sorgt ...

„Heart of the Damned“ war für mich ein überraschend kurzweiliges und sehr unterhaltsames Leseerlebnis. Der Schreibstil ist angenehm schlicht, nicht unnötig ausgeschmückt oder überladen – genau das sorgt dafür, dass man förmlich durch die Seiten rauscht. Es hat richtig Spaß gemacht, gemeinsam mit Scar und Ren die Ereignisse Stück für Stück aufzudecken…. zugegeben: manchmal war ich gedanklich schon einen Schritt weiter als die beiden.

Durch den klaren Schreibstil ist man schnell mitten im Geschehen, ohne lange Erklärungen. Die wechselnden Perspektiven von Scar und Ren tragen zusätzlich dazu bei, dass die Geschichte durchgehend flüssig bleibt und nie zäh wirkt - stellenweise vielleicht sogar etwas zu schnell für einen Fantasytitel.

Scar ist eine Protagonistin, die mich nicht immer nur begeistert, sondern mich stellenweise auch ein wenig aufgeregt hat. Ihre Art ist mutig, direkt und manchmal vielleicht etwas zu.. offensiv - an manchen Stellen hätte ich mir mehr Subtilität gewünscht. Gleichzeitig passt genau das zu ihrem Charakter und ihren Entscheidungen, selbst wenn sie sich damit nicht immer den einfachsten Weg wählt.

Ein absolutes Highlight war für mich Ren. Seine Figur wirkt ruhig, kontrolliert und innerlich zerrissen, und genau das macht ihn unglaublich spannend. Er ist für mich der stärkere der beiden Charaktere - komplex, greifbar und emotional sehr gut umgesetzt. Besonders sein ständiger innerer Kampf zwischen Ehre, Pflicht und … na ja, Leben, hat mich sehr überzeugt.

Was mir etwas gefehlt hat, war mehr Tiefe im Worldbuilding. Gerade das „Glossar“ zu Beginn hat große Neugier geweckt - die Monster, Wesen und die Welt insgesamt haben so viel Potenzial, dass ich mir hier deutlich mehr Raum und Hintergrundwissen gewünscht hätte.

Das Ende ist sehr temporeich und spannungsvoll, auch wenn sich einige Entwicklungen bereits angedeutet hatten, daher auch nicht ganz überraschend. Dennoch macht es definitiv Lust auf die Fortsetzung. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicke ich auf Band zwei, da die Reihe dort bereits enden soll - für mich hätte diese Welt problemlos mehr Raum verdient.

Insgesamt ist „Heart of the Damned“ ein sehr unterhaltsamer Auftakt mit starken Figuren und viel Potenzial und einem Schreibstil, der das Lesen zum Vergnügen macht.
Ich vergebe gute, wenn auch knappe 4 von 5 Sternen und bin gespannt auf den Abschluss der Reihe.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Zwischen Trauer, Gefahr und einem Namen im Schatten

Pen Pal
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Ich kann sagen: Der Titel hat mich beim Lesen komplett abgeholt. Ich habe gar nicht erst versucht, Theorien aufzustellen oder alles zu hinterfragen bzw. direkt zu zerdenken, sondern wollte mich hier bewusst ...

Ich kann sagen: Der Titel hat mich beim Lesen komplett abgeholt. Ich habe gar nicht erst versucht, Theorien aufzustellen oder alles zu hinterfragen bzw. direkt zu zerdenken, sondern wollte mich hier bewusst einfach mal treiben lassen (ja… funktionierte am Anfang besser, danach musste ich einfach immer wieder gedanklichen Ideen hinterherjagen und „miträtseln“).

Was mir besonders gefallen hat: diese unterschwellige Spannung. Man spürt früh, dass etwas nicht stimmt, ohne genau benennen zu können, was es ist. Die Briefe, die Atmosphäre, die leisen Verschiebungen in der Handlung - all das baut immer wieder so eine gewisse Unruhe auf.. Die Auflösung sollte man unbedingt Spoiler-frei erleben, also bei Bewertungen und Co. darauf achten, dass man nicht zu viel über das Buch erfährt. :)

Optisch hat mich “Pen Pal“ in der Buchhandlung hingegen nicht wirklich angesprochen, weshalb ich dann zum eBook gewählt habe. Das Cover ist leider nicht mein Fall und der Farbschnitt sehr grell - aber wenn man neugierig ist und die Tropes (Touch Her And Die, Spicy-„Dark“ Romance, Mystery) mag, zählt ja eh der Inhalt.

Auf alle Fälle ist die Story deutlich düsterer, intensiver und unheimlicher, als ich zunächst erwartet hatte. Neben emotionalen Momenten (bereits auch schon der Anfang) nimmt auch die körperliche Anziehung viel Raum ein, was an manchen Stellen vielleicht für einige zu viel sein könnte (Spice-Szenen) - für mich passte es jedoch zur Story-Entwicklung und halt zu dieser Art von Buch.

Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, etwas gelesen zu haben, das dann doch anders ist. Kein klassischer “Liebesroman“, sondern eine Geschichte, die überrascht, verunsichert und nachhallt - auch über die letzte Seite hinaus. Für mich definitiv ein Buch, das man einfach erlebt, dass mich mit der Wendung und der Handlung positiv überrascht hat und das ich gerne gelesen habe.
Daher gerne 4-4,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Magisch, Düster, … Blackwood

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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„In Blackwood existierte nichts von alldem. Nicht wirklich.“

Optisch hat das Buch mich sofort begeistert: Hardcover, farbiger Buchschnitt und ein Cover, das direkt ins Auge fällt. Und dann unter dem Schutzumschlag! ...

„In Blackwood existierte nichts von alldem. Nicht wirklich.“

Optisch hat das Buch mich sofort begeistert: Hardcover, farbiger Buchschnitt und ein Cover, das direkt ins Auge fällt. Und dann unter dem Schutzumschlag! – darunter noch ein weiteres, ebenfalls wunderschönes Design! Eine rundum kreative und stimmungsvolle Ausgabe.

Bereits beim Lesen der Leseprobe fiel mir die zauberhafte Übersetzung auf, und dieser positive Eindruck setzte sich auch beim Weiterlesen fort. Der Schreibstil macht das Lesen angenehm und flüssig.

August mochte ich sofort :‘) und Wren hat mich mit ihren geheimnisvollen „Nachtschrecken“ direkt neugierig gemacht. Die Idee einer „Welt“ zwischen Leben und Tod ist richtig spannend und frisch – ein Thema, das ich bisher so noch nicht gelesen habe (aber kurz gesagt: ich habe bis jetzt kaum Dark-Academia-Settings gelesen).

Anfangs war es zwar ungewohnt, ohne lange Erklärungen direkt in die Geschichte geworfen zu werden, aber genau das hat mir später richtig gut gefallen – es fühlte sich nämlich anders an, dauerhaft, und man hatte kaum Zeit, seine eigenen Überlegungen mit einzuweben, weil man aufmerksam bleiben musste und halt einfach schon direkt dabei war.

Auch die Geschichte aus sechs Perspektiven – Wren, August, Irene, Masika, Emilio und Olivier – zu erleben, hat sich als Stärke dargestellt: Jede Figur, jeder Charakter, bringt eine eigene Geschichte, eigene Geheimnisse und Motivation mit, wodurch die Welt lebendig und facettenreich wirkt. Das verstärkte das pure Lesegefühl noch einmal enorm.

Die Prüfungen waren für mich ein Highlight – spannend und atmosphärisch geschildert. Manchmal hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Details gewünscht, aber der Schreibstil trägt sich selbst und die stimmungsvolle Atmosphäre fördert bereits viel zur Spannung bei. Das Tempo bleibt durchgehend gut hoch, Längen entstehen kaum – ein paar mehr Details hätte ich mir trotzdem gewünscht, wären für mich lediglich ein extra-extra Pluspunkt gewesen. :D

Auch besonders gelungen fand ich die Dynamik zwischen den Charakteren. Mal gab es Spannungen, mal Annäherung, dann immer mal ein ständiges Hin und Her zwischen Freund und Feind oder Feind und Freund – aber, gut umgesetzt und authentisch. Auch die Wren-August-Entwicklung war für mich ein kleines Highlight, weil sie doch recht glaubwürdig beschrieben wurde.

Zwar konnte ich einige Entwicklungen voraussehen, aber das hat meinen Lesespaß keinesfalls gemindert. Etwas neu zu erfinden ist ohnehin schwer, doch der Schreibstil und der kreative Umgang mit Mystery, Rivalität, Fantasy-Elementen und das Dark-Academia-Flair machen die Umsetzung frisch und fesselnd. Manche Handlungsstränge könnten noch etwas ausgearbeiteter sein und an ein, zwei Stellen weniger verwirrend, aber das sind nur kleine Kritikpunkte – also:
für mich ist das ein atmosphärischer, düsterer und spannender Reihenauftakt mit einem tollen Setting, lebendigen und facettenreichen Figuren sowie einer gelungenen rundum-Mischung. Ich freue mich schon darauf, noch tiefer in Blackwood einzutauchen! – also²: ich freue mich sehr auf Band 2!

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