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Veröffentlicht am 17.01.2026

Großartig

Lebensbande
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Mechthild Borrmann erzählt in diesem historischen Roman über eine tiefe Freundschaft zwischen drei Frauen, wobei sie den Bogen vom zweiten Weltkrieg bis in die Zeit der Wiedervereinigung spannt. Der Roman ...


Mechthild Borrmann erzählt in diesem historischen Roman über eine tiefe Freundschaft zwischen drei Frauen, wobei sie den Bogen vom zweiten Weltkrieg bis in die Zeit der Wiedervereinigung spannt. Der Roman basiert auf wahren Begebenheiten.
Lene, Nora und Lieselotte begegnen sich in den Kriegsjahren und werden zu guten Freundinnen, sie riskieren nicht wenig füreinander.

Lene darf ihre große Liebe nicht heiraten, weil die Eltern es verbieten. So gerät sie an einen anderen Mann, der ihr leider kein Glück bringt. Ihr erstgeborener Sohn Leo hat ein geringes Handicap, aber es genügt, um ihn zum Reichsauschusskind zu erklären und ihr das Sorgerecht zu entziehen. Ihre Freundin Nora rettet Leo im letzten Moment vor einer verhängnisvollen Verlegung, muss dann aber auch untertauchen. Sie gerät nach Danzig, wo sie Lieselotte kennenlernt. Die Beiden werden später nach Russland in einen Gulag verschleppt, von hier scheint es kein Entrinnen zu geben.

Die Autorin erzählt kurzweilig und spannend über die dramatischen Erlebnisse der Frauen. Dabei wechselt sie die Perspektive zwischen ihnen und auch zwischen den Zeiten, es gelingt es ihr viele brisante Themen anzuschneiden. Die historischen Fakten werden gut mit den fiktiven Aspekten verbunden, so dass ein authentisches interessantes Zeitbild entsteht. Die Figuren sind gut beschrieben und machen nachvollziehbare Entwicklungen durch. Der Mut, die Verzweiflung, die Armut und Angst werden deutlich transportiert. Über den Zeitstrang 1993 kommt nochmal eine andere Sichtweise auf die Kriegszeit dazu und es ist spannend zu sehen, was für Emotionen die Erinnerungen auslösen.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Klassiker im neuen Gewand

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten
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Cornelia Funkes Gespensterjäger sind nach wie vor klasse und können begeistern. Der Loewe Verlag hat die Reihe neu aufgelegt, hier war Franziska Blinde für die stimmungsvolle Illustration verantwortlich, ...

Cornelia Funkes Gespensterjäger sind nach wie vor klasse und können begeistern. Der Loewe Verlag hat die Reihe neu aufgelegt, hier war Franziska Blinde für die stimmungsvolle Illustration verantwortlich, die die Geschichte gekonnt untermalen.
Tom soll Saft aus dem Keller holen, das macht er gar nicht gerne, weil er sich dort immer gruselt. Als er dort von einem Gespenst erschreckt wird, glaubt ihm zunächst keiner. Als er sich seiner Oma anvertraut, weiß dieser aber Rat. Sie rät ihm, sich an Hedwig Kümmelsaft zu wenden, diese Gespensterjägerin kann sicher helfen.
Tom faßt sich ein Herz und nimmt den Kampf auf. Schließlich gewinnt er mit Hedwig und dem Gespenst Hugo tolle Freunde und findet sogar eine neue Aufgabe, er wird auch Gespensterjäger. Das unterschiedliche Trio sorgt für gruselige Momente, die gut zu der empfohlenen Altersgruppe passen, aber auch für lustige Situationen, über die man schön lachen kann.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre alt, seine Frau lebt wegen ihrer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim. Bo spürt sein Alter, er kann vieles nicht mehr so wie früher und ist auf Hilfe angewiesen. Diese leisten ein Pflegedienst, ...


Bo ist 89 Jahre alt, seine Frau lebt wegen ihrer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim. Bo spürt sein Alter, er kann vieles nicht mehr so wie früher und ist auf Hilfe angewiesen. Diese leisten ein Pflegedienst, aber auch sein Sohn Hans. Hans denkt, dass sein Vater nicht länger alleine leben kann und vor allem, dass er sich nicht mehr richtig um den Hund Sixten kümmern kann, der Bo sehr viel bedeutet. Das führt zu weiteren Spannungen, denn Bo möchte sich in seiner Selbstbestimmung nicht einschränken lassen.
In diesem Roman lernen wir Bo sehr gut kennen. In weiten Teilen lässt er sein Leben Revue passieren, er denkt über bestimmte Ereignisse und Entwicklungen sehr viel nach, dabei geht es oft melancholisch zu. Bo´s Einbußen werden deutlich und auch wie schmerzlich sie für ihn sind. Seine Welt schrumpft immer weiter.
Dies ist kein spannendes Buch, aber eines das berührt, indem es das Älterwerden so deutlich macht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Nachkriegskrimi

Die weiße Nacht
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Anne Stern hat mit „Die weiße Nacht“ einen Reihenauftakt für ein interessantes Ermittler Duo vorgelegt. Das Setting ist der Hungerwinter 1946/47, Lou Faber ist eine junge Fotografin, die auf der Suche ...

Anne Stern hat mit „Die weiße Nacht“ einen Reihenauftakt für ein interessantes Ermittler Duo vorgelegt. Das Setting ist der Hungerwinter 1946/47, Lou Faber ist eine junge Fotografin, die auf der Suche nach emotionalen Motiven eine Tote mit gefalteten Händen, in den Ruinen auffindet. Sie unterstützt den Kriminalkommissar Alfred König bei seinen Ermittlungen. Es bleibt nicht bei dieser einen Leiche, und die nahe Vergangenheit spielt mit in die Ermittlungsarbeit.
Die Zeit und ihre Ereignisse haben die Menschen geformt, so lernen wir hier Figuren kennen, die ihr Päckchen zu tragen haben und somit besondere Ecken und Kanten haben. Anne Stern ist es gelungen, ein authentisches Bild dieser schweren Zeit zu zeichnen und lebensnahe Figuren zu kreieren, auch die Nebenfiguren sind gut ausgestaltet und wirken realistisch. Der Konflikt zwischen richtig und falsch, Opfern und Tätern war in dieser Zeit besonders schwer, da die Vergangenheit die Gegenwart immer überschattet hat. Das Treiben auf dem Schwarzmarkt, die Polizeiarbeit und auch die Einmischung der Politik sind gut in die Handlung eingeworben worden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen

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Veröffentlicht am 11.01.2026

bewegende Familiengeschichte

Uns führt der Mut
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Dieses Buch ist ein Reihenauftakt zu einer Trilogie. Die Familiengeschichte rankt sich um das Unternehmen Otto Kaiser AG, die 1932 in den roten Zahlen steckt. Eine Verbindung der jüngsten Tochter Emma ...

Dieses Buch ist ein Reihenauftakt zu einer Trilogie. Die Familiengeschichte rankt sich um das Unternehmen Otto Kaiser AG, die 1932 in den roten Zahlen steckt. Eine Verbindung der jüngsten Tochter Emma mit dem Unternehmersohn Franz von Altrock könnte eine Wendung herbeiführen. Doch Franz steht der NSDAP nahe, die Emma nicht mag. Als Max Dietrich in der Kaiser AG anfängt, bringt er vielversprechende innovative Ideen mit, doch er verbirgt etwas.

Das Buch spiegelt sehr gut das Zeitgeschehen Dresdens in den 30erJahren wider. Die Familiengeschichte, die Not, die politische Entwicklung und schließlich auch die politische Bedrohung sind gut herausgearbeitet. Der christliche Glaube ist gut mit eingearbeitet, das Gottvertrauen und die Hilfsbereitschaft aus der christlichen Überzeugung heraus werden hier glaubhaft und selbstverständlich dargestellt, was mir gut gefällt.

Emma gerät zwischen die moralischen Fronten: Soll sie die Familie mit einer sicheren Verbindung retten oder ihrem Gefühl folgen? Das in der Familie jüdische Verwandtschaft vorkommt, die ihr lieb und teuer ist, erleichtert ihre Lage nicht. Damals mussten Äußerungen und Taten oft zur eigenen Sicherheit gut abgewogen werden. Denunzianten waren gefährlich und viele Menschen ließen sich in ihrer Verzweiflung über die Lebenssituation hinreißen der Propaganda zu folgen.

Ein spannender erster Teil, ich freue mich auf die Fortsetzungen, die hoffentlich genauso spannend und unterhaltsam Zeitgeschichte vermittelt und über das weitere Schicksal der Familie Kaiser erzählt.

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