Ich liebe Fitzeks Kein-Thriller! Nach "Elternabend" und "Der erste letzte Tag" musste ich auch bei "Horror-Date" mehrmals lauthals loslachen, nur um am Ende mit ein paar Tränchen im Augenwinkel zurück ...
Ich liebe Fitzeks Kein-Thriller! Nach "Elternabend" und "Der erste letzte Tag" musste ich auch bei "Horror-Date" mehrmals lauthals loslachen, nur um am Ende mit ein paar Tränchen im Augenwinkel zurück zu bleiben. Die Geschichte von Julius und Nala ist an Absurdität kaum zu übertreffen, Fitzek kommt bei seiner Erzählung vom Hundertsten ins Tausendste und bedient sich dabei kräftig in der Trickkiste des schwarzen Humors. Wie sonst sollte man eine Geschichte über zwei Todgeweihte schreiben...
Doch das Buch wäre kein Kein-Thriller, gäbe es nicht auch einen ernsthaften Unterton. Carpe Diem lautet das Motto. Und: Das echte Leben spielt sich außerhalb unserer Smartphones, Tablets und PCs ab.
Mein Fazit; Es war nicht der beste Fitzek, den ich je gelesen habe, aber dennoch extrem lesenswert. Nach den Kein-Thrillern bin ich jedes Mal ein wenig achtsamer, ein weniger dankbarer und ein wenig demütiger. Große Empfehlung!
Wow, das nenn ich mal ein fulminantes Ende! Langweilig ist definitiv anders... Im dritten Band der Cold Case Academy-Reihe hat sich ja bereits angekündigt, welch großem Geheimnis Cassie und ihre Freunde ...
Wow, das nenn ich mal ein fulminantes Ende! Langweilig ist definitiv anders... Im dritten Band der Cold Case Academy-Reihe hat sich ja bereits angekündigt, welch großem Geheimnis Cassie und ihre Freunde auf der Spur sind. Nun kommt es zum großen Showdown zwischen den jungen Naturtalenten und den "Meistern".
Jennifer Lynn Barnes Schreibstil ist wie gewohnt packend. Sie schafft es, die Spannung das ganze Buch lang aufrechtzuhalten, lässt immer mal wieder kleine Details einfließen, bei denen dem Leser erst im Nachgang bewusst wird, wie wichtig sie eigentlich waren, und nimmt dem Buch dennoch immer wieder durch humorvolle Dialoge die Schwere. Besonders gelungen fand ich - im übrigen die ganze Reihe hindurch - die kleinen, mit "DU" überschriebenen Einschübe, in denen man in die Gedanken des UNSUBs eintauchen kann. Manchmal nicht ganz einfach zu lesen, weil diese Gedanken natürlich oft wirr und krank sind, aber dennoch eine wertvolle Bereicherung für den Roman.
Die Handlung war aus meiner Sicht gut durchdacht. Klar, die Tatsache, dass Minderjährige an solchen Fällen beteiligt sind, ist natürlich von Grund auf unrealistisch. Aber so ist das nun mal mit der Fiktion... Ich kann mich der Tatsache rühmen, dass ich den ein oder anderen Plottwist kommen gesehen habe. Und trotzdem waren noch genügend Überraschungen in der Trickkiste der Autorin, die mich schier aus den Socken gehauen haben.
Besonders begeistert an der Reihe haben mich die unterschiedlichen Charaktere. Cassie und ihre Freunde könnten unterschiedlicher nicht sein, aber jeder ist auf seine Weise liebenswert (ja, auch Lia ) und für das Team absolut essentiell. Ich fand auch schön, wie sehr die 5 als Gruppe zusammengewachsen sind und welch große Entwicklung jeder einzelne durchgemacht hat.
Mein Fazit: Ein grandioses Finale für eine fantastische Reihe. Ich finde nach wie vor, dass die Bücher eher für ältere Jugendliche geeignet sind - bei uns in der Buchhandlung stehen die Romane in der Abteilung ab 13 Jahren und das finde ich ehrlich gesagt zu jung. In jedem Fall hat sich mein Eindruck von Jennifer Lynn Barnes als Autorin mit dieser Reihe noch einmal gefestigt und ich freue mich schon sehr auf weitere Bücher von ihr. Für den Abschlussband der Cold Case Academy-Reihe gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen.
Der zweite Teil der Cold Case Academy-Reihe von Jennifer Lynn Barnes ist in meinen Augen weniger blutig als der erste Teil, wartet indessen aber mit mehr Psychospielchen auf. Deans Geschichte steht diesmal ...
Der zweite Teil der Cold Case Academy-Reihe von Jennifer Lynn Barnes ist in meinen Augen weniger blutig als der erste Teil, wartet indessen aber mit mehr Psychospielchen auf. Deans Geschichte steht diesmal sehr im Vordergrund, da die aktuellen Mordfälle, die unsere jungen Profiler beschäftigen, in direkter Verbindung zu Deans Vater Daniel Redding zu stehen scheinen. Dieser genießt es, mit dem FBI seine Spielchen zu spielen, aus dem Gefängnis heraus Fährten zu legen und Unruhe zu stiften. Und so sehr Cassie und ihre Mitstreiter versuchen, ein Täter-Profil zu erstellen und sich in das UNSUB hineinzuversetzen, passt das Puzzle doch mit jedem Mord ein bisschen weniger zusammen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt - und wird beinahe zur tödlichen Falle für die jungen Protagonisten...
Die Fortsetzung der Reihe um Cassie und die anderen Naturtalente steht in punkto Spannung nicht hinter dem ersten Teil zurück. Lediglich der Reiz des Neuen ist in Teil 2 ein wenig verblasst - stattdessen entdeckt Cassie nun die Möglichkeiten hinter ihren Fähigkeiten und lernt, diese gewinnbringend - und manchmal auch mit großer Risikofreude - einzusetzen. Nach wie vor finde ich die Dynamik in der Truppe sehr mitreißend, ebenso wie die unterschiedlichen Charaktere alle auf ihre Art unglaublich liebenswert sind. Ich bin ja ein großer Fan von Sloane und freue mich darauf, in Teil 3 mehr von ihr zu erfahren.
Dean habe ich ebenfalls sehr ins Herz geschlossen. Was für ein starker junger Mann, der am Ende endlich wieder lernt, Gefühle zuzulassen. Ich bin sehr gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird.
Mein Fazit: Nach wie vor bin ich ein wenig verstört darüber, dass ich diese Reihe in der Jugendabteilung "ab 13 Jahren" gefunden habe, denn auch, wenn weniger Blut fließt als in Band 1, ist Band 2 in punkto psychische Gewalt dennoch nicht weniger grausam. Ich als Erwachsene habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe gerne 4,5 von 5 Sternen.
Ich bin im Nachhinein etwas irritiert darüber, dass ich diesen Roman in der Jugendbuch-Abteilung ab 13 Jahren gefunden habe. Die Cold Case Academy wurde sicherlich für eine junge Leserschaft geschrieben ...
Ich bin im Nachhinein etwas irritiert darüber, dass ich diesen Roman in der Jugendbuch-Abteilung ab 13 Jahren gefunden habe. Die Cold Case Academy wurde sicherlich für eine junge Leserschaft geschrieben - nichtsdestotrotz handelt es sich um einen Thriller, in dem es um Mord und Psychospielchen geht und der somit eher für junge Erwachsene geeignet ist.
Mich hat die Geschichte rund um die junge FBI Profilerin Cassie und ihre vier Mitstreiter an der Cold Case Academy sehr begeistert. Die Idee war innovativ, die Story gut durchdacht und spannend geschrieben. Auch dem noch jungen Alter der Protagonisten wird Rechnung getragen, indem der Umgang der fünf "Naturtalente" untereinander sehr stark geprägt ist von jugendlichem Geplänkel, Geflurte und Gezicke. Ich fand's total amüsant, vor allem weil die fünf alle so komplett unterschiedlich sind. Vor allem über Sloane und ihre verkopfte Art müsste ich öfters schmunzeln.
Mein Fazit: Ein super spannender Reihenauftakt - ich freu mich riesig auf die Fortsetzung und vergebe 4,5 von 5 Sternen.
Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft ...
Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft Isaac, der Frontman der Band "Crashing December", auf Hope, die sich und ihren Bruder mit Straßenmusik und Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten kommen sich die Protagonisten näher und merken, dass sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch sonst wunderbar harmonieren. Wären da nur nicht die dicken Päckchen, die beide seit ihrer Kindheit zu tragen haben und die plötzlich ihr frisch gefundenes Glück bedrohen...
Hope ist ein total taffes Mädchen, das alle Herausforderungen annimmt, die ihr das Leben vor die Füße schmeißt. Ich mag ihre positive Einstellung, ihre Ehrlichkeit und ihr Engagement für andere, das leider im Falle ihres Bruders an Selbstaufgabe grenzt. Auch Isaac hat mir als Typ gut gefallen, auch er ist von Grund auf freundlich, loyal und liebevoll, und das trotz der schlimmen Erfahrungen in seiner Kindheit. Mit Hope entdeckt er sogar seine romantische Ader, was leicht ins kitschige abrutschen hätte können, wenn die Szene in der Gondel nicht gleichzeitig so sexy gewesen wäre. Außerdem liebe ich das Verhältnis innerhalb der Band - man merkt einfach, dass die Jungs für einander durchs Feuer gehen würden.
Sarah Stankewitz traut sich mit ihrem Roman an ziemlich heftige Themen ran. Die Schlüsselszene war für mich der Moment im Pflegeheim, als Isaac seine Stimme wiederfindet. Ganz ehrlich: zu sagen, dass ich ein paar Tränchen verdrückt habe, wäre stark untertrieben. Die Szene war unglaublich gut und ergreifend geschrieben, man fühlte in jedem Satz Isaacs Verletzlichkeit, seine Trauer, aber auch seine Stärke. Ich habe mit ihm gelitten, mich aber zugleich gefreut, dass er die Gelegenheit bekommen hat, seine Worte an die richtige Person zu richten.
Ganz grundsätzlich fand ich auch das Ende sehr gelungen - ich mochte die Art, wie Hope und Isaac erst mal ihre eigenen Probleme angingen, ohne den anderen dabei vollständig aus den Augen zu verlieren. Das ganze wirkte sehr natürlich und verlieh dem Roman Größe, ohne nochmal auf unnötiges Drama zurückzugreifen.
Mein Fazit: Ein ganz wundervolles Buch, das sich trotz schwerer Themen seine Leichtigkeit bewahrt hat. Einen klitzekleinen halben Stern Abzug gibts, weil die Geschichte, wie Hope zur Band kam so unrealistisch war. Der Rest ist aber allemal 4,5 von 5 Sternen wert. Große Empfehlung!