Fiktive Geschichte trifft auf aktuelle Gesellschaftliche Themen
Die Thule-GesellschaftAufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, findet Hauptprotagonist Leopold halt und Anerkennung bei der Thule Gesellschaft, ein rechtsextremer Geheimbund der sich auf die Fahne schreibt die Welt zu kontrollieren. ...
Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, findet Hauptprotagonist Leopold halt und Anerkennung bei der Thule Gesellschaft, ein rechtsextremer Geheimbund der sich auf die Fahne schreibt die Welt zu kontrollieren. Mit der Zeit und den einzelnen Kapiteln lernen wir Leopold jedoch besser kennen und merken das unter der gar nicht so harten Schale doch ein weicher Kern steckt und auch er beginnt anzufangen die Verbindung mit all seinen grausamen Ansichten und taten zu hinterfragen.
Felice Freimann führt uns vor Augen wie Anfällig Kinder/Jugendliche, die ohne stabiles Umfeld aufwachsen, für Extreme Gruppierungen sind. Auch wenn es sich hier um eine fiktive Geschichte handelt, finden sich immer wieder Themen, bzw. Erzählstränge, die extrem realitätsnahe geschrieben wurden. Des Öfteren gibt es Anspielungen zu Themen die unsere Gesellschaft aktuell beschäftigen, aber auch geschichtliche Fakten wurden in die Geschichte integriert. Trotz allem ist der Schreibstil sehr klar und gut verständlich.
Obwohl dieses Buch sicherlich keine leichte Kost ist, kann ich es sehr empfehlen! Nachdem ich die letzte Seite gelesen habe musste ich es auch erst einmal kurz auf mich wirken lassen, regt es doch in einigen Punkten zum Nachdenken an. Nun freue ich mich sehr auf Band 2 und Antworten auf die Frage wie es mit Leopold und seinem Seitenwechsel weiter geht. Den eins ist klar: für Empathie ist in der Welt der Thule kein Platz!