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Veröffentlicht am 13.01.2026

Packende und gut aufeinander abgestimmte Mischung aus Science-Fiction und Thriller

Das Ganymed-Fragment
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Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer einen spannenden Science-Fiction-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Im Jahr 2225 ist die Menschheit tief ins Sonnensystem ...

Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer einen spannenden Science-Fiction-Thriller vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Im Jahr 2225 ist die Menschheit tief ins Sonnensystem vorgedrungen, getrieben von unersättlichem Hunger nach Rohstoffen. Als auf dem Jupitermond Ganymed ein Minenarbeiter auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kommt, während er mit zwei Kollegen ein mysteriöses Artefakt in einer Eishöhle entdeckt, wird der abgehalfterte Ermittler Alan Bishop von der Raumstation Ceres nach Ganymed geschickt, um die Hintergründe zu klären. Doch auf Ganymed hält offenbar der mächtige Lunaris-Konzern alle Fäden in der Hand und mit dem hat Alan schon seine ganz speziellen Erfahrungen gemacht. So muss Alan bei seinen Ermittlungen gegen allerlei Widerstände ankämpfen, während die Jagd auf das Artefakt, dass außerirdischen Ursprungs zu sein scheint, schon längst eröffnet ist und das gesamte Sonnensystem an den Abgrund führt.

Mit einem packenden Schreibstil, einigen überraschenden Wendungen und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und steuert sie schnurstracks auf einen fulminanten Showdown zu, der die Geschichte allerdings nur zu einem vorläufigen Ende bringt. Während der Haupterzählstrang um das titelgebende Artefakt in sich abgeschlossen ist, gibt es darüber hinaus noch den einen oder anderen Nebenstrang, der noch fortgeführt werden muss. So endet das Buch auch mit den Worten „Fortsetzung folgt“. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.

Wer auf spannende und actionreiche Science-Fiction-Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die Fortsetzung wird hier gleich mächtig hoch gehängt.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Packender Kriminalroman aus Lübbecke und Umgebung

Tatort Barre-Land | Weserfluch
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Mit diesem Kriminalroman setzt die Autorin Meike Messal die Reihe „Tatort Barre-Land“, die in Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Ernst Barre entsteht, fort und steuert den sechsten Band zu dieser Reihe ...

Mit diesem Kriminalroman setzt die Autorin Meike Messal die Reihe „Tatort Barre-Land“, die in Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Ernst Barre entsteht, fort und steuert den sechsten Band zu dieser Reihe bei. Die ersten fünf Bände stammen aus der Feder von Alexander Hoffmann. Vorkenntnisse aus diesen Bänden benötigt man hier allerdings nicht.

Bei ihrem Debüt fügt Meike Messal dem bewährten Ermittlerteam aus dem Privatdetektiv Friedrich Wesendonk und Hauptkommissar Muthesius mit der Brauereiangestellten Karolin Brauer ein neues Mitglied hinzu, dass hier einen gelungenen Einstand feiert und sich durchaus für weitere Auftritte empfiehlt.

Als Karolin Brauer im Hof der Privatbrauerei Barre die seltsam drapierte Leiche einer Kollegin findet, ist der Schock zunächst groß. Während Hauptkommissar Muthesius die Ermittlungen aufnimmt und sich dabei wie immer auf die Unterstützung seines Freundes Friedrich Wesendonk verlassen kann, soll sich Karolin auf Bitten ihres Chefs im Kollegenkreis umhören. Sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich bei ihren Nachforschungen bringt.

Mit einem packenden Schreibstil und reichlich Lokalkolorit aus Lübbecke und Umgebung treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und lässt sie schließlich in einen fulminanten Showdown münden, der neben reichlich Spannung auch noch eine schlüssige Auflösung liefert, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei erzählt sie die Geschichte aus den immer wieder wechselnden Perspektiven der drei Ermittler und sorgt so für ein hohes Erzähltempo. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Mit ihren bildhaften Beschreibungen fängt die Autorin das Ambiente rund um die Brauerei sehr gut ein und lockert mit wohl dosierten Ausflügen in das Privatleben der Ermittler die eher düstere Grundstimmung immer wieder gekonnt auf.

Wer auf spannende Kriminalromane mit viel Lokalkolorit steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Packender und atmosphärisch dichter Kriminalroman aus dem Ammerland

LUFTBLASEN
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Mit diesem Buch legt der Autor Klaus E. Spieldenner einen spannenden Kriminalroman vor, der im Ammerland angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Die Angabe auf dem ...

Mit diesem Buch legt der Autor Klaus E. Spieldenner einen spannenden Kriminalroman vor, der im Ammerland angesiedelt ist und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Die Angabe auf dem Cover, dass es sich hier um Kommissarin Sandra Holz 1. Fall handelt, mutet auf den ersten Blick etwas seltsam an, da bereits 11 Kriminalromane mit der Ermittlerin erschienen sind, die größtenteils in Hamburg spielen. Doch dieses Buch ist zeitlich vor diesen Büchern angesiedelt, so dass es sich formal tatsächlich um den ersten Fall der sympathischen Ermittlerin handelt, für den dann auch keine Vorkenntnisse aus den bisherigen Büchern erforderlich sind.

In den letzten Kriegstagen verschwinden die Insignien der Karls-Universität in Prag und landen zusammen mit weiteren Wertgegenständen in einem Versteck auf dem Gelände des Seefliegerhorstes Zwischenahn. Jahrzehnte später entdeckt der Chirurg Dr. Walter Hehmann im Nachlass seines Vaters, der für die Mission der Nazis verantwortlich war, Hinweise auf diesen verborgenen Schatz. Da seine Privatklinik gerade in eine finanzielle Schieflage geraten ist, könnte er diese Finanzspritze gut gebrauchen. Doch bei seiner Suche kommt er skrupellosen Zigarettenschmugglern und dem Schweizer Investor Napoleon Sütterli, der auf dem Gelände ein Millionenprojekt plant, in die Quere. Kurz darauf ruft ein mysteriöser Segelunfall Kommissarin Sandra Holz aus Oldenburg auf den Plan.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Dass Sandra Holz hier erst ziemlich spät ins Geschehen eingreift, tut der Spannung keinen Abbruch. Bis dahin hat der Autor bereits ein ziemlich dichtes und unübersichtliches Geflecht gegenseitiger Interessen und Abhängigkeiten geschaffen, durch das sich die Kommissarin nun hindurchkämpfen muss, bevor wir am Ende eine überzeugende Auflösung erhalten, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Kriminalromane steht, wird hier sehr gut bedient und spannend unterhalten. Meine erste Begegnung mit Sandra Holz wird mit Sicherheit nicht meine letzte bleiben.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mehr als gelungener Auftakt einer neuen Trilogie aus dem Totenbändiger-Serienkosmos

London Underground
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Mit diesem Buch, dem ersten Band einer Trilogie, schlägt die Autorin Nadine Erdmann ein neues Kapitel in ihrer Totenbändiger-Saga auf, in der zwischen 2019 und 2022 insgesamt 24 Bände zunächst einzeln ...

Mit diesem Buch, dem ersten Band einer Trilogie, schlägt die Autorin Nadine Erdmann ein neues Kapitel in ihrer Totenbändiger-Saga auf, in der zwischen 2019 und 2022 insgesamt 24 Bände zunächst einzeln als E-Book erschienen sind und diese anschließend auch in einigen Sammelbänden zusammengefasst wurden. Die neue Trilogie ist nun 13 Jahre nach dem Ende dieser ersten Reihe angesiedelt.

Man kann das Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus den bisherigen Bänden der Saga lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Ein Personenregister am Ende des Buches hilft zudem, die Erinnerungen wieder aufzufrischen und sich in den doch recht komplexen Familienstrukturen der Familie Hunt zurechtzufinden. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich zudem schon, die erste Reihe bereits zu kennen.

13 Jahre sind vergangen, seit die Familie Hunt und ihre Mitstreiter den Machenschaften ihres Erzfeindes Cornelius Carlton ein Ende gesetzt und die Umsetzung seines perfiden Planes verhindert haben. Doch die Gefahr durch Geister und andere Kreaturen ist noch lange nicht gebannt. Zudem befindet sich London nun in einem weiteren Unheiligen Jahr, in dem diese Gefahr besonders groß ist. So sind Gabriel Hunt und seine Spuk Squad im Dauereinsatz, um die Sicherheit in der Stadt zu gewährleisten, Unterstützt wird er dabei von seinem Mann Matt und seinen Ghost Reapers. Leo und Toby, die Söhne von Gabriel und Matt, wissen zudem seit ein paar Jahren, dass sie, wie einst ihr Onkel Cam, einen Geminus in sich tragen und müssen nun mit diesem Wissen und seinen Konsequenzen umgehen. Und das fällt den beiden Teenagern nicht unbedingt leicht.

Nadine Erdmann gelingt es mit ihrem packenden Schreibstil mühelos an den Charme der alten Geschichten anzuknüpfen So hatte ich von Beginn an das Gefühl, meine letzte Begegnung mit den Hunts läge nicht knapp 4 Jahre, sondern erste wenige Tage zurück. Auch dieses Buch besticht durch eine atmosphärisch dichte Geschichte und ein hohes Erzähltempo. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus der ersten Reihe bekannt sind und in der Zwischenzeit ein wenig älter und vielleicht auch etwas reifer geworden sind. Die Neuzugänge fügen sich zudem perfekt in das sehr gut aufeinander abgestimmte Ensemble ein und bereichern es sogar noch. So liefert auch dieses Buch die bewährte Mischung aus Spannung und innigen Momenten zwischen den Protagonisten, die reichlich Herzwärme verströmen.

Wer auf einen spannenden Genre-Mix aus Fantasy, Horror und Dystopie steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die weiteren Bände der Trilogie liegt gleich mächtig hoch.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Grandiose Fortsetzung der dystopischen Trilogie

Als die Freiheit starb – Rebellion
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Mit diesem Buch legt die Autorin Dania Dicken den zweiten Band ihrer als Trilogie angelegten dystopischen Romanreihe „Als die Freiheit starb“ vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Dania Dicken den zweiten Band ihrer als Trilogie angelegten dystopischen Romanreihe „Als die Freiheit starb“ vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen

Nach ihrer Befreiung aus dem Lager, in das sie von der Regierung gesteckt wurde, hat Adriana Cabello Unterschlupf bei der Widerstandsgruppe „Freedom Fighters“ gefunden, obwohl diese hinter dem Anschlag steckt, bei dem ihr Mann Eric ums Leben gekommen ist. Sie hat allerdings nur wenig Zeit, um über den Verlust von Eric und ihrem ungeborenen Kind zu trauern, sondern setzt alles daran, ihren Sohn Anthony zu finden und mit ihm zu ihrem Bruder nach Kanada zu flüchten. Unterstützung findet sie dabei in dem Nachrichtentechniker Sam. Doch vor ihnen liegt ein weiter Weg voller Gefahren und Hindernisse.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen entwickelt die Autorin ihr beängstigendes und erschreckend realitätsnahes Szenario eines totalitären Staates, der seine Interessen ohne Skrupel und Moral vorantreibt, konsequent weiter. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die größtenteils bereits aus dem ersten Band bekannt sind. Die Neuzugänge reihen sich aber gut in dieses Ensemble ein und bereichern es sogar noch einmal. Auch diesmal erleben wir das Geschehen komplett aus der Perspektive von Adriana, die hier auch als Ich-Erzählerin fungiert und uns hautnah an ihren Ängsten und Zweifeln teilhaben lässt.

Wer auf dystopische Romane mit starken Figuren und einem beängstigenden Szenario steht, wird hier erneut bestens bedient und spannend unterhalten. Die Messlatte für das große Finale der Trilogie liegt noch einmal ein ordentliches Stückchen höher.

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