Ungewöhnliche Prämisse
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ...
Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ungelüftet geblieben wäre - wie gut klingt das denn?
Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, eine spannende Hintergrundstory mit einigen Wendepunkten und Plottwists zu entwickeln und ich finde, dass man das auch definitiv merkt. Niemand spielt hier ein faires Spiel und ich war absolut bereit für diesen Nervenkitzel.
Aber so schön ausgearbeitet die Vergangenheit der Charaktere auch war, ich hätte mir einen Hauptteil gewünscht, der nicht ausschließlich die Vergangenheiten der einzelnen Figuren nacheinander aufrollt. Das fand ich etwas schade, da dadurch die aufgebaute Spannung etwas abgeflaut ist.
Doch spätestens zum Ende hin hat sich die Geschichte wieder gefangen und hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht kommen gesehen habe. Mega gut aufgebaut, auch wenn die Message am Ende bewusst negativ ausfällt. Aber das finde ich persönlich ja auch ab und an ganz spannend, vor allem mit den verschiedenen Blickwinkeln auf so ein Psychospiel.
Fazit:
„Die Housesitterin" überzeugt mit einer spannenden Prämisse, moralisch grauen Figuren und einem Psychospiel, bei dem niemand unschuldig bleibt.