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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ungewöhnliche Prämisse

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ...

Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ungelüftet geblieben wäre - wie gut klingt das denn?

Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, eine spannende Hintergrundstory mit einigen Wendepunkten und Plottwists zu entwickeln und ich finde, dass man das auch definitiv merkt. Niemand spielt hier ein faires Spiel und ich war absolut bereit für diesen Nervenkitzel.

Aber so schön ausgearbeitet die Vergangenheit der Charaktere auch war, ich hätte mir einen Hauptteil gewünscht, der nicht ausschließlich die Vergangenheiten der einzelnen Figuren nacheinander aufrollt. Das fand ich etwas schade, da dadurch die aufgebaute Spannung etwas abgeflaut ist.

Doch spätestens zum Ende hin hat sich die Geschichte wieder gefangen und hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht kommen gesehen habe. Mega gut aufgebaut, auch wenn die Message am Ende bewusst negativ ausfällt. Aber das finde ich persönlich ja auch ab und an ganz spannend, vor allem mit den verschiedenen Blickwinkeln auf so ein Psychospiel.

Fazit:
„Die Housesitterin" überzeugt mit einer spannenden Prämisse, moralisch grauen Figuren und einem Psychospiel, bei dem niemand unschuldig bleibt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Voller magischer Prüfungen und Wettkämpfe

The Ordeals
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Wer nicht genug bekommen kann von magischen Wettkämpfen, tödlichen Prüfungen und einer Atmosphäre voller Nervenkitzel, sollte sich The Ordeals definitiv nicht entgehen lassen.

Spätestens seit dem Trimagischen ...

Wer nicht genug bekommen kann von magischen Wettkämpfen, tödlichen Prüfungen und einer Atmosphäre voller Nervenkitzel, sollte sich The Ordeals definitiv nicht entgehen lassen.

Spätestens seit dem Trimagischen Turnier bin ich begeisterte Leserin solcher Geschichten – und genau dieses Gefühl hat The Ordeals bei mir wieder ausgelöst. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die Welt aufzubauen und die Prüfungen über die gesamte Geschichte zu strecken, anstatt alles hastig in fünf Kapitel abzuhaken.

Wir kennen es doch alle, oft genug bleiben Nebencharaktere flach und unscheinbar. Doch hier ganz im Gegenteil: Ich habe beim Lesen so ein starkes Found-Family-Gefühl empfunden und mir sind so viele Charaktere ans Herz gewachsen, dass ich es schon jetzt kaum bis Band 2 abwarten kann.

Ein kleiner Kritikpunkt ist mir aufgefallen, allerdings nichts, was mich allzu sehr gestört hat. Es gibt eine Situation, in der ich die Protagonistin sehr unlogisch geschrieben fand (man könnte ja annehmen, dass man auf wichtige Dinge aufpasst und sie nicht „aus Versehen“ wegschmeißt). Außerdem hätte ich mir für den Antagonisten etwas mehr Präsenz vor dem Showdown gewünscht.

Die Liebesgeschichte hingegen fand ich mega schön. Sie zeigt zwei Charaktere, die die Schatten aus ihrer Vergangenheit mit sich tragen – und sich doch Tag für Tag dazu entscheiden, den anderen zu retten. Wenn aus einer Allianz Liebe wird, sprühen ganz besondere Funken.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:
The Ordeals erzählt von einer starken Protagonistin, die um ihr Leben und ihren Platz an der Killmarth Academy kämpft – spannend und atmosphärisch sehr nervenkitzelnd. Für mich eine klare Lese- und Hörempfehlung wert.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Starkes Debüt

Blackspell
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Wer Blackspell anfängt, wird im ersten Moment das Gefühl haben, nichts zu verstehen und ins Chaos zu stürzen. Aber der Protagonistin geht es genauso und wir Leser werden genau wie sie ins kalte Wasser ...

Wer Blackspell anfängt, wird im ersten Moment das Gefühl haben, nichts zu verstehen und ins Chaos zu stürzen. Aber der Protagonistin geht es genauso und wir Leser werden genau wie sie ins kalte Wasser geworfen.

Was mir total positiv in Erinnerung geblieben ist, war der Lesefluss. Kurze Kapitel, eine dauerhafte Spannung und die Frage, wer denn jetzt der Schuldige ist, treibt einen dazu, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen.

Doch man darf nicht vergessen, dass es ein Jugendbuch ist und der Schreibstil dementsprechend einfach gehalten wurde. Das ist an sich kein Problem, doch an manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe und Ausarbeitung für die Glaubwürdigkeit gewünscht, genauso auch bei den Charakteren. Da gab es teilweise Wutausbrüche oder generell Emotionen, die sehr gekünstelt rüberkamen.

Trotzdem fand ich die Atmosphäre dieses Buch richtig stark - und das bei einem Debüt! Düster und geheimnisvoll ist es rund um den Hollows Lake; perfekt für den Winter, während es um einen herum dunkel ist.

Fazit:

Blackspell ist ein gelungenes Debüt mit einer düsteren Atmosphäre, die einen fesselt. Ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir zwar gewünscht, aber trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht zu lesen

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Rebellischer Auftakt

Iron Heart - Aylas Rache
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Mensch vs. Automa. Mensch vs. Maschine.

In Iron Heart sind diese beiden Völker klar verfeindet und die geschaffenen Automae sind den Menschen überlegen. Sie sind optimiert, nicht gefühllos aber kontrollierter ...

Mensch vs. Automa. Mensch vs. Maschine.

In Iron Heart sind diese beiden Völker klar verfeindet und die geschaffenen Automae sind den Menschen überlegen. Sie sind optimiert, nicht gefühllos aber kontrollierter als Menschen …

… doch das vor allem in der Theorie. Denn mir ist beim Lesen aufgefallen, dass zwar so viel über die Unterschiede zwischen den Völkern gesprochen wird, sich das im Verhalten der Figuren aber nicht genug äußert. Mir hat die Unterscheidungen gefehlt, denn oft genug kamen mir Automae vor wie Menschen.

Über dem ganzen Buch liegt eine Aufbruchsstimmung, die die Rebellion darin sehr schön untermalt. Durch die sich verändernden Ereignisse hat sich die Spannung zum Ende hin nochmal sehr gesteigert und ich denke, dass wir in Band 2 noch viel mehr von der Revolution und Rebellion mitbekommen werden.

Die Anfänge wurden im ersten Band allerdings echt gut beleuchtet und langsam in Verbündete und Gegner eingeführt zu werden, hat mir sehr gefallen.

Die Protagonisten Ayla und Crier haben mir gut gefallen, vor allem dass aus der Sicht eines Menschen und einer Automa erzählt wird. Dass die beiden unterschiedliche Sichtweisen auf alle Ereignisse haben, war ziemlich prägnant und es hat mir gefallen, dass beide (trotz der sich anbahnenden Liebesgeschichte) ihre eigenen Werte hatten, nach denen sie auch gehandelt haben.


𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:

Iron Heart ist für alle, die Geschichten über Rebellion, Macht und komplexe Beziehungen lieben. Es gibt viel Raum für Revolution und Moralfragen und ich bin gespannt auf Band 2

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Packende Locked-Room-Mystery

The Blackgate Invitation
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„The Blackgate Invitation“ ist eines dieser Bücher, bei denen man nie weiß, ob jemand gerade die Wahrheit sagt – oder ob alles nur Teil eines größeren Plans ist.

Mir hat die Mystery-Stimmung echt sehr ...

„The Blackgate Invitation“ ist eines dieser Bücher, bei denen man nie weiß, ob jemand gerade die Wahrheit sagt – oder ob alles nur Teil eines größeren Plans ist.

Mir hat die Mystery-Stimmung echt sehr gefallen und ich hatte meinen Spaß daran, jeder Figur etwas anzuhängen, nur um am Ende doch überrascht zu werden. Auch wenn das Ende mir persönlich etwas zu vorhersehbar war und ich Hoffnung hatte, noch einen größeren Knaller zu bekommen.

Überrascht ist allerdings ein gutes Stichwort, denn hier hat ein Plottwist den nächsten gejagt; vor allem zum Ende hin. All die Enthüllungen, all die Wendungen – ich war echt jedes Mal aufs Neue geschockt.

Etwas überfordert war ich nur mit den Figuren. Es gibt vier Familien und jede davon hat einige Mitglieder + Verwandtschaft. Vor allem anfangs war ich häufig verwirrt, weil alle gleichzeitig eingeführt worden sind und es keine grafische Übersicht gab.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwar zwei (ziemlich unterschiedliche) Schwestern, aber ich muss zugeben, dass ich Wren stellenweise echt etwas anstrengend fand. Die beiden geraten in eine ganz neue „Welt“ und nichts wird ernst genommen und der aufgesetzte Humor von ihr hat meiner Meinung nach etwas gestört.

Positiv muss ich aber anmerken, dass sich die Liebesgeschichte sehr organisch entwickelt hat. Ich hatte kurzzeitig Angst, dass es sehr schnell sehr viel werden würde, aber davon keine Spur. Slow-Burn mal auf einer ganz langsamen und schönen Spur, was mir sehr gut gefallen hat.


𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:

Ein spannendes Mystery-Buch mit vielen Twists und ganz viel Raum zum Miträtseln – nur der Einstieg ist mir wegen der Figuren etwas schwer gefallen.

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