Epische Fantasy-Dilogie.
How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐊𝐢𝐥𝐥 𝐅𝐚𝐭𝐞“ ist Teil zwei einer High-Romantasy-Dilogie über ein beeindruckendes Trio, das sich dem Schicksal entgegenstellt, um den Göttern zum Trotz ihren eigenen Weg zu gehen. Das freie Entscheidungsgewalt ...
„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐊𝐢𝐥𝐥 𝐅𝐚𝐭𝐞“ ist Teil zwei einer High-Romantasy-Dilogie über ein beeindruckendes Trio, das sich dem Schicksal entgegenstellt, um den Göttern zum Trotz ihren eigenen Weg zu gehen. Das freie Entscheidungsgewalt der laschen Vorhersagung vorzieht, Liebe fühlen und einander wählen will. Jeden Tag aufs Neue. Mit all den Tiefen und der Leidenschaft …
Eigentlich beinhaltet die Story noch weitere essenzielle Themen und Aussagen, wie bspw. den Wert des Einzelnen, der fraglos besteht, unabhängig von Macht, Nutzen und Beziehungsstatus. Den Kampf gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit sowie den Widerstand gegen scheinbar unantastbare Instanzen, gegen falsche Führung, gegen Manipulationen und Ideologien. Es ist eine Serie über Vergebung, Hoffnung und Freundschaft. Voller Hürden und Anstrengungen.
♡ »𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘰𝘭𝘭𝘵𝘦 𝘯𝘪𝘦 𝘪𝘳𝘨𝘦𝘯𝘥𝘸𝘦𝘮 𝘨𝘦𝘩𝘰𝘦𝘳𝘦𝘯. 𝘉𝘪𝘴 𝘪𝘤𝘩 𝘥𝘪𝘤𝘩 𝘨𝘦𝘵𝘳𝘰𝘧𝘧𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦.«
Saskia Louis hat es wieder einmal geschafft, mich komplett mitzureißen, mich in einen Sog aus Action, puren Emotionen und zahlreichen Wendungen zu ziehen. Und das liegt nicht einzig an ihrem typisch lockeren, klaren Stil, der in den entscheidenden Augenblicken zu konsequenter Ernsthaftigkeit pendelt, oder an dem vorstellbaren und logischen, definitiv faszinierenden Worldbuilding, sondern auch an dem durchdachten und abwechslungsreichen Plot, der neben Tempo, Mystik und großen Gefühlen auch dramatische Momente und Überraschungen bereithält, Wahrheiten, die alles verändern könnten. Für die Menschen Animas. Für die Ausgestoßenen. Die zum Sterben Verdammten.
Die ProtagonistInnen und ihre liebenswerten Eigenarten wurden in der Fortsetzung wiederholt greifbar ausgearbeitet und authentisch inszeniert, mit Angst inmitten des Mutes, mit Zweifeln zwischen Überzeugung. Immerhin sind Nevin, Kiana und Tyron drauf und dran, sich gegen die Mächtigsten ihrer Welt zu stellen …
Um nicht zu spoilern, verzichte ich auf Details, jedoch so viel:
„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐊𝐢𝐥𝐥 𝐅𝐚𝐭𝐞“ führt die Handlung von „𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐅𝐢𝐠𝐡𝐭 𝐅𝐚𝐭𝐞“ nahtlos weiter, löst Ungereimtheiten auf und beantwortet Fragen mehrfach mit Offenbarungen, die den jahrhundertelangen Krieg, die Güte und die Intentionen der Götter infrage stellen.
𝗪𝗲𝗿 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗲 𝗙𝗲𝗶𝗻𝗱? 𝗗𝗮𝘀 𝗦𝗰𝗵𝗶𝗰𝗸𝘀𝗮𝗹, 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗿𝗶𝗲𝗴 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲?
Wieder erleben wir das Geschehen aus wechselnder Perspektive von Kiana und Tyron, was uns nah an den Charakteren, ihren Veränderungen und ihrem steten Abwägen, ihren Taten und Empfindungen hält und uns in der Handlung verankert. Rege Diskussionen und Schlagabtausche, ihr „sich mit Worten messen“ und einander necken, geben der Romance ebenso viel Feuer wie die Kompromisse, die nicht abklingende Sorge und die immerwährende Achtsamkeit. Für mich war diese Beziehung rundum perfekt.
Abgesehen davon, dass wir hier und da auch Teil anderer Figuren werden und dank Kianas Gabe Einblicke in die Zukunft – oder die Vergangenheit – erhaschen, hat Louis jeden Kapitelanfang mit Zitaten aus relevanten Schriften bestückt.
Es war regelrecht packend, das Wachsen und Erstarken der Schicksalsnovizin zu verfolgen; zu sehen, wie Tyrons distanzierte, verhärtete Fassade bröckelt, und wie Nevin seinen Wert (an)erkennt. Der Liebesnovize, dem niemand Bedeutung gab, außer seiner selbst gewählten Familie. Diese kleine Gruppe ergänzt sich, hält einander, akzeptiert. Zeigt, dass Liebe so viel mehr sein kann …
Dieses Buch hält etliche Facetten bereit, die dazu führen, das bisher Gelesene neu zu bewerten, und ist genauso rasant und ereignisreich, wie es der Auftakt des Zweiteilers war: Nevin, Kiana und Tyron flüchten, kämpfen und verfolgen ihre Pläne, um den Menschen ein besseres, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Um das Richtige zu tun. Die drei legen sich mit den in Anima herrschenden Göttern – Moyra und Pazan – an, widerstehen schönen, zu einfachen Worten. Erfahren Leid, noch mehr Verlust, tiefen Schmerz und scheuen nicht vor der Konfrontation mit Martia und ihrer Geschichte zurück.
Mehrfach entkommen unsere HeldInnen nur knapp dem Tod, was für Aufregung und reges Mitfiebern, für Luftanhalten und Fluchen sorgt. Dass die drei dabei nie um einen ironischen Spruch verlegen sind, nicht ihren Hang zum Sarkasmus, vor allem aber nicht ihre Loyalität zueinander und ihre Prinzipien verlieren, gibt der insgesamt tragischen Fantasystory einen gewissen Unterhaltungsfaktor, dem es sich ebensowenig entziehen lässt wie der innigen, aufrichtigen Freundschaft und der Liebe, die zwischen den Seiten pulsiert.
Jedem einzelnen Buch von Saskia Louis merkt man ihre Leidenschaft an. Und so auch hier: Die „𝗙𝗮𝘁𝗲-𝗗𝗶𝗹𝗼𝗴𝗶𝗲“ ist eine nachdenklich stimmende, emotionale und aufregende High-Romantasy-Serie, in der wichtige Themen mit Spannung Hand in Hand gehen. Große Empfehlung für LiebhaberInnen von Fantasy jeglicher Art – und von Humor!