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Veröffentlicht am 12.01.2026

Warnung: Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven – und genau deshalb liebe ich es!

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
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Beautiful Venom ist eines dieser Bücher, bei denen man sich selbst beim Lesen zuschaut und denkt: Das ist eine ganz schlechte Idee. Und dann liest man trotzdem weiter. Mit Begeisterung. Und einem leicht ...

Beautiful Venom ist eines dieser Bücher, bei denen man sich selbst beim Lesen zuschaut und denkt: Das ist eine ganz schlechte Idee. Und dann liest man trotzdem weiter. Mit Begeisterung. Und einem leicht schlechten Gewissen.

Dahlia ist keine Heldin zum Retten, kein Sonnenschein, kein „alles wird gut“. Sie ist wütend, verletzt und fest entschlossen, alles und jeden mitzunehmen, der ihr im Weg steht. Und ganz ehrlich? Nach dem, was ihr passiert ist, fühlt sich ihre Rachsucht nicht überzogen an, sondern absolut gerechtfertigt. Ich habe ihr nicht immer zugestimmt – aber ich habe sie verstanden. Und das ist gefährlicher.

Dann wären da die Vipers. Ein Elite-College-Hockeyteam, das nach außen geschniegelt wirkt und innerlich… sagen wir: emotional hochtoxisch. Vertrauen ist hier ungefähr so stabil wie Eis im Hochsommer. Und Kane Davenport? Anfangs dachte ich wirklich: Oh, endlich mal eine Green Flag. Süß. Naiv. Rückblickend fast schon peinlich. Denn natürlich ist auch er keine Ausnahme, sondern nur eine besonders gut getarnte Warnung.

Was Rina Kent hier abzieht, ist kein sanfter Einstieg ins Renaverse. Das ist ein Sprung ins kalte Wasser, während jemand von oben noch „Viel Glück!“ ruft. Die Dynamiken sind manipulativ, die Anziehung brandgefährlich und moralisch fühlt sich vieles… sagen wir mal flexibel an. Aber genau das macht den Reiz aus. Ich habe öfter die Augen verdreht, leise geflucht und mir gesagt, dass ich das eigentlich nicht mögen sollte. Tja. Hat nicht funktioniert.

Beautiful Venom ist düster, frech, stellenweise unangenehm und macht genau deshalb süchtig. Kein Buch für moralische Hochsitze, aber perfekt für alle, die Dark Romance mögen, die beißt.

Ich bin offiziell angefixt. Und innerlich schon genervt, dass ich auf den nächsten Band warten muss.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Ein perfektes Cozy-Chaos-Herbstbuch, das mich komplett überrascht hat.

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich hätte ehrlich nie gedacht, dass mich ein Buch mit Pumpkin Spice im Titel so abholt – aber hier sind wir. „The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist für mich das perfekte Beispiel dafür, dass eine Geschichte ...

Ich hätte ehrlich nie gedacht, dass mich ein Buch mit Pumpkin Spice im Titel so abholt – aber hier sind wir. „The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist für mich das perfekte Beispiel dafür, dass eine Geschichte genau dann am besten funktioniert, wenn man gar nichts erwartet und dann plötzlich komplett drin hängt.

Jude war mir am Anfang fast unsympathisch (also wirklich…), aber gerade das hat sie so echt gemacht. Dieses Rastlos-Sein, immer wegrennen statt irgendwas fühlen – ich hab mich da öfter wiedergefunden, als mir lieb war. Und genau deshalb hat mich ihre Entwicklung so berührt. Das ging nicht plötzlich oder überdramatisch, sondern leise, chaotisch, manchmal unlogisch… genau wie echte Menschen halt sind.

Und dann James. Oh man, James. Ein Barista, der eigentlich keine Lust auf niemanden hat, der aber trotzdem wärmer ist als der ganze Ort zusammen – das hat Kyra Groh einfach unfassbar gut hinbekommen. Diese Grumpy-Sunshine-Dynamik war nicht aufgesetzt, sondern hatte Humor, Reibung und dieses Zwischending aus „ich mag dich eigentlich nicht“ und „ich denk trotzdem ständig an dich“.

Was mich am meisten überrascht hat: Das Buch wirkt erst cozy, aber es steckt so viel mehr dahinter. Themen wie Selbstfindung, Druck von außen, alte Wunden und die Angst, irgendwo anzukommen und damit vielleicht auch stehenzubleiben. Kyra Groh schreibt das alles so leicht, dass man lacht – und plötzlich trifft einen ein Satz wie ein Schlag in die Magengrube.

Lower Whilby war für mich ein einziger „Ich will sofort dahin“-Ort. Ein bisschen Gilmore Girls-Vibe, aber weniger kitschig, mehr britischer Humor und mit Figuren, die sich echt anfühlen. Der Gossip, die Atmosphäre, die Hochzeits-Stress-Katastrophen… ich hab teilweise wirklich laut lachen müssen.

Das Einzige, was ich „bemängeln“ könnte: Ich hätte gern 50 Seiten mehr gehabt, einfach weil ich nicht raus wollte aus der Geschichte. Aber gut, das ist jammern auf hohem Niveau.

Fazit: Warm, chaotisch, charmant, emotional – und viel tiefer, als der Titel vermuten lässt. Für mich ein richtiges Herbst-Highlight, das ich definitiv nochmal lesen werde.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Dunkle Geheimnisse, prickelnde Spannung – Marigold Manor hat mich gefesselt

Marigold Manor 1: Hidden Lies
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Hidden Lies hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Lola ist eine Heldin, die mir sofort ans Herz gewachsen ist – stark, klug, aber zutiefst verletzlich durch die Tragödie ihrer Schwester. ...

Hidden Lies hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Lola ist eine Heldin, die mir sofort ans Herz gewachsen ist – stark, klug, aber zutiefst verletzlich durch die Tragödie ihrer Schwester. Ihre Entschlossenheit, die Wahrheit hinter Marigold Manor aufzudecken, habe ich mit jeder Faser mitgefühlt. Aiven ist gleichzeitig faszinierend und unerträglich, seine Nähe elektrisiert die Luft zwischen ihnen, und ich konnte förmlich das Knistern spüren, das sich langsam, aber unaufhaltsam entwickelt.

Lara Holthaus verbindet meisterhaft Spannung, Intrigen und Romantik. Die geheimen Machenschaften des Gestüts, die undurchsichtigen Verstrickungen und Lolas wachsende Gefühle für Aiven haben mich emotional mitgerissen. Ich habe gelacht, gezittert, mitgefiebert und war gleichzeitig überrascht von den Wendungen, die die Geschichte nimmt. Die Mischung aus High-Society-Vibes, dunkler Spannung und prickelnder Romance ist einfach perfekt umgesetzt.

Für mich ist Hidden Lies mehr als nur eine Liebesgeschichte – es ist ein spannender, emotionaler Thriller mit Herz, Leidenschaft und Tiefgang. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Herzklopfen, Leidenschaft und echte Gefühle!

Keep Me Close
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Keep Me Close hat mich von der ersten Seite an vollkommen mitgerissen. Pepper und Ridge sind Figuren, die man nicht einfach liest – man fühlt sie. Die alten Wunden, die Missverständnisse, die unerklärliche ...

Keep Me Close hat mich von der ersten Seite an vollkommen mitgerissen. Pepper und Ridge sind Figuren, die man nicht einfach liest – man fühlt sie. Die alten Wunden, die Missverständnisse, die unerklärliche Anziehung zwischen ihnen – all das hat mein Herz so oft höherschlagen lassen, dass ich zwischendurch tatsächlich pausieren musste, um wieder durchzuatmen. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie Maike Voss Pepper als starke, ehrliche Frau zeichnet, die dennoch verletzlich bleibt, und Ridge, der seine Fehler und Schwächen offen zeigt, ohne dass er dadurch weniger liebenswert wird. Die zweite Chance zwischen den beiden wirkt absolut realistisch, emotional und intensiv, ohne jemals übertrieben zu sein. Ich habe gelacht, mitgefiebert, gespürt, wie sehr alte Gefühle und verpasste Chancen unter der Oberfläche brodeln – und am Ende saß ich da mit Herzklopfen und einem Lächeln, das noch lange anhielt. Ein moderner, leidenschaftlicher Liebesroman, der Herz, Humor und Tiefe perfekt verbindet.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Eine Geschichte, die wehtut, heilt und erschüttert!

Da, wo ich dich sehen kann
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„Da, wo ich dich sehen kann“ ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest – man durchlebt sie. Ich habe selten eine Geschichte erlebt, die mich so leise, aber so tief getroffen hat wie diese. Schon ...

„Da, wo ich dich sehen kann“ ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest – man durchlebt sie. Ich habe selten eine Geschichte erlebt, die mich so leise, aber so tief getroffen hat wie diese. Schon der Klappentext hat mich emotional gepackt, aber was im Buch entfaltet wird, geht weit darüber hinaus: Es ist roh, ehrlich, schmerzhaft – und gleichzeitig von einer unbeschreiblichen Zärtlichkeit durchzogen.

Majas Perspektive hat mich mitten ins Herz getroffen. Dieses stille, unsichere Kind, das versucht, inmitten von Gewalt, Bürokratie und Schuldfragen irgendwie die eigene Welt zusammenzuhalten – ich habe jede Zeile mit einem Kloß im Hals gelesen. Die Art, wie Jasmin Schreiber den Verlust einer Mutter, die Überforderung der Erwachsenen und das völlige Ausgeliefertsein eines Kindes beschreibt, ist so echt und so präzise, dass man vergisst, dass es „nur“ ein Roman ist.

Liv als Patentante hat mein Herz besonders berührt. Ihre liebevolle Unsicherheit, ihr Versuch, Maja Halt zu geben, obwohl sie selbst kaum welchen hat – das war einer dieser leisen, aber so eindringlichen Lichtblicke, die einem während des Lesens Tränen in die Augen treiben. Die Verbindung zwischen den beiden, die kleinen Momente am Teleskop, das Staunen über das Universum, all diese zarten Augenblicke zwischen Schmerz und Hoffnung … das alles hat mich mehr bewegt, als ich erwartet hätte.

Dieses Buch tut weh – aber es heilt auch. Es hält der Gesellschaft einen Spiegel vor, ohne zu moralisieren. Und es zeigt, wie Gewalt nicht nur zerstört, sondern ganze Systeme entlarvt.

Für mich ist es ein herausragender Roman:
ehrlich, mutig, herzzerreißend und zugleich voller Hoffnung.
Ein Buch, das man nicht vergisst.

Ich bin unglaublich dankbar, es gelesen zu haben.

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