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Veröffentlicht am 31.03.2026

Wenn die Fäden der Vergangenheit und Zukunft zu einem wunderschönen Bild werden

Fäden des Glücks
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Bekannt ist Autorin Marit Warncke vielen als DIY-YouTuberin. Mit „Fäden des Glücks“ legt sie einen gefühlvollen Roman vor.

Unternehmensberaterin Karla verliert wegen einer Unachtsamkeit ihren Job. Als ...

Bekannt ist Autorin Marit Warncke vielen als DIY-YouTuberin. Mit „Fäden des Glücks“ legt sie einen gefühlvollen Roman vor.

Unternehmensberaterin Karla verliert wegen einer Unachtsamkeit ihren Job. Als dann auch noch ein Brief des Finanzamts eintrifft, der eine hohe Forderung wegen eines Erbes enthält, beschließt sie, das alte Gutshaus der Familie zu verkaufen. So reist sie ins beschauliche Lüttenbü, das in ihrer Kindheit und Jugend ihr Ankerort war. Verbrachte sie dort doch alle Ferien, bis ihre Eltern sich scheiden ließen und das Haus dem Verfall preisgaben. Deshalb will Karla ein paar oberflächliche Renovierungen vornehmen und das Objekt schnellstmöglich auf den Markt bringen. Doch sie hat die Rechnung ohne den tatsächlichen Zustand des Hauses gemacht. Und dass sie ausgerechnet Rasmus über den Weg läuft, der ihr vor rund 10 Jahren das Herz gebrochen hat, war auch nicht eingeplant.

Das Cover mit seinen fröhlichen Farben und seiner Helligkeit hat mich sofort angesprochen. Ein antiker Nähtisch mit ebensolcher Nähmaschine und einem Stuhl stehen vor einer holzvertäfelten Wand, Stoffe liegen auf dem Nähtisch. Nähutensilien wie Fingerhut, Schere und Nadelkissen sind zudem als Symbole auf dem Cover verteilt. Das zusammen verströmt auf den ersten Blick neben dem Thema "Nähen" eine heimelige und fröhliche Atmosphäre, die gute Laune macht

Sehr positiv hervorzuheben ist die Authentizität der Figuren. Als Leser begleitet man die sympathische Hauptprotagonistin Karla in ihrer Entwicklung. Diese ist absolut nachvollziehbar dargestellt und beinhaltet deren eigene Vergangenheit ebenso wie die weiterer Personen. So entspinnt sich eine berührende Geschichte, in der Karla viele verworrene Fäden langsam aber sicher aufdröselt und diese sich zu einem wunderschönen Bild verknüpfen.

Durch den atmosphärischen und warmherzigen Schreibstil der Autorin taucht man direkt ab in die unterhaltsame Geschichte, die neben Romantik auch eine gehörige Portion Kreativität beinhaltet. Diese spiegelt sich zum Einen im Thema Renovierung und Denkmalschutz wider, zum Anderen im Thema Nähen. Deshalb ist die Nähanleitung für eine Kissenhülle am Ende des Buches ein schöner Abschluss. Zudem gefällt mir, dass die Kapitel tagebuchmäßig mit Wochentag und Datumsangabe überschrieben sind, so dass man sich problemlos auf den verschiedenen Ebenen des Buches zurechtfindet.

Einfach toll, wie Marit Warncke aus den Fäden der Vergangenheit und der Zukunft einen gefühlvollen Roman knüpft. Ich konnte diesen Wohlfühlroman kaum aus der Hand legen und empfehle ihn gerne weiter – auch für Nicht-Nähbegeisterte.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

chaotisch, überraschend, spannend und schwarzhumorig

All the Other Mothers Hate Me
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Sarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.

Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich ...

Sarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.

Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich der Mitschüler ihres Sohnes Dylan verschwindet, sieht sie sich völlig unerwartet Fragen gegenüber, die sie sich lieber niemals gestellt hätte. Doch stellen muss sie sich ihnen - ganz gegen ihre üblichen Gewohnheiten - wenn sie Dylan helfen möchte.

Selten habe ich mich mit einer Hauptfigur so wenig identifizieren können und ihre Handlungen trotzdem nachvollziehen können. Man muss Florence nicht mögen, um ihre Beweggründe - teils wider Willen - gutzuheißen. Ein Charakter der so absolut unperfekt ist und gerade deshalb so nahbar und authentisch. Lässt man sich trotz mancher nervigen und vermutlich auch unverständlichen Aktionen ganz auf die Handlung ein, so hält man nicht nur einen Roman, sondern stellenweise einen Krimi, ja sogar einen Thriller, in der Hand, der mit schwarzem Humor nicht geizt. Im Endeffekt treibt Florence bei allem nur eines an: die allumfängliche Liebe zu ihrem Sohn Dylan. Und der Lesende sieht sich der Frage gegenüber: wie weit würde man selbst gehen?

Mich hat der Roman nicht nur bezüglich der Hauptfigur, sondern auch mit seinen unvorhergesehenen Wendungen und tiefgründigen Episoden überrascht. Ein absolut lesenswertes Buch, das sicher zum Nachdenken anregt und dabei vor allem im letzten Drittel sehr spannend ist.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

wenn alte Freunde aufeinandertreffen und Geheimnisse aufgedeckt werden

Schneeflockenträume
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"Schneeflockenträume" ist mein erster Roman, den ich von Autorin Karen Swan lese. Mir gefällt ihr Schreibstil ausgesprochen gut. Leicht und flüssig fliegt man durch die Seiten. Ihre Charakterzeichnungen ...

"Schneeflockenträume" ist mein erster Roman, den ich von Autorin Karen Swan lese. Mir gefällt ihr Schreibstil ausgesprochen gut. Leicht und flüssig fliegt man durch die Seiten. Ihre Charakterzeichnungen sind tiefgründig und man leidet und lacht mit jedem einzelnen Protagonisten mit.

Die Geschichte ist für mich nicht wirklich weihnachtlich, aber auf jeden Fall winterlich. Unerwartet werden alte Freunde während eines Treffens in einem abgelegenen Herrenhaus eingeschneit. Was zunächst eher romantisch klingen mag, wird zunehmend ernst: erst fällt der Strom aus und dann geschehen Dinge, die einige Herausforderungen bereit halten. Dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die so manchen zum Nach- und Umdenken bringen.

Mit Humor, Charme und einigen unvorhergesehenen Wendungen erzählt Karen Swan eine Geschichte, die mich zum Lachen wie auch zum Weinen gebracht hat. Das Einfühlungsvermögen, mit dem die Autorin die Figuren zeichnet, ist groß und lässt einen ganz in das Buch eintauchen. Neben einigem Drama ist auch jede Menge Romantik im Spiel und spätestens das Ende lässt einen mit einem warmen und friedlichen Gefühl zurück.

Das winterliche Cover spiegelt sehr schön die wichtigsten Eckpunkte des Romans wider. Es lädt nicht nur durch den Titel zum Träumen ein. Auch die Gesamtgestaltung, mit glitzernden Elementen, verzaubert.

Ein winterlicher Roman, der gemütlich aber auch spannend ist, mit tollen Figuren und angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

gemütlicher Camping Cozy Crime zum Wohlfühlen

Entführung im Himmelreich
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"Entführung im Himmelreich" ist der zweite Band von Andreas Winkelmann rund um den eigenwilligen Privatier Björn Kupernikus, der als Ermittler auftritt. Der Ex-Schauspieler hat sich mit seinem alten Camper ...

"Entführung im Himmelreich" ist der zweite Band von Andreas Winkelmann rund um den eigenwilligen Privatier Björn Kupernikus, der als Ermittler auftritt. Der Ex-Schauspieler hat sich mit seinem alten Camper auf dem Campingplatz Himmelreich eingerichtet und in Annabelle und Hund Pinguin bereits im ersten Band treue Freunde gefunden. Auch weitere Personen wie Thiago oder Kommissar Fass, die bereits im ersten Band vorkamen, sind wieder mit dabei. Vor allem Thiago, die gute Seele des Himmelreiches, ist so speziell und liebenswert, dass man ihn einfach gern haben muss. Doch auch alle weitere handelnden Figuren zeichnet der Autor mit viel Humor und trotzdem feinfühlig vor einer Kulisse, die nicht nur die Herzen von Campingfans höher schlagen lässt.

Ein Bäcker, der plötzlich verschwunden ist und des Selbstmordes verdächtigt wird, lustige Eisenbahnerwitwen, eine erleuchtete Hausbootsbesitzerin und einige spezielle Persönlichkeiten mehr, geben Kupernikus, Annabelle, Pinguin und nicht zuletzt dem ermittelnden Kommissar Fass Rätsel auf. Dabei ist das Buch leicht und flüssig zu lesen. Zuweilen treten die persönlichen Entwicklungen etwas in den Vordergrund, dem Lesevergnügen tut dies jedoch keinen Abbruch. Einige Wendungen sind etwas vorhersehbar, doch das Geschehen ist in sich rund und mit ausreichend Spannung versehen, so dass man als Leser gut unterhalten wird.

Die gelungene Covergestaltung hat einen hohen Wiedererkennungswert und lässt auf den ersten Blick nicht nur das Camping sondern auch das Thema Bäcker in den Vordergrund treten. Unklar ist mir nach Abschluss der Lektüre jedoch leider, weshalb auf dem abgebildeten Schuh Blut zu sehen ist.

Ein wahrlicher Cosy Crime mit einer angenehmen Portion Humor, nettem Lokalkolorit, sympathischen Figuren und Wendungen, die teils vorhersehbar waren. Für Himmelreich-Fans ein Lese-Muss und für Cosy-Crime-Liebhaber, die bisweilen skurrile Persönlichkeiten mögen, eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf einen dritten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

gefühlvoller Winterroman im schönen Island

Winterglück auf dem kleinen Pferdehof in Island
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Autorin Christiane Lind ist mit "Winterglück auf dem kleinen Pferdehof in Island" ein gefühlvoller Winterroman gelungen.

Bereits das Cover ist wunderbar detailreich mit hübschen winterlichen Eyecatchern. ...

Autorin Christiane Lind ist mit "Winterglück auf dem kleinen Pferdehof in Island" ein gefühlvoller Winterroman gelungen.

Bereits das Cover ist wunderbar detailreich mit hübschen winterlichen Eyecatchern. Es lädt direkt zum Träumen ein und entführt den Leser in die herrliche Schneelandschaft Islands.

Die heimelige Atmosphäre, die die Autorin durch ihren flüssig zu lesenden sowie bildhaften Schreibstil schafft, ist wunderbar und genau das Richtige zur Winter- und Weihnachtszeit. Besonders sind auch die eindrücklichen Beschreibungen der schneebedeckten und einzigartigen Landschaft Islands. Hier spürt man die Verbundenheit zur Insel ebenso, wie die zu den typischen Islandpferden.

Hauptfigur Laura, die sich nach einer plötzlichen Trennung neu finden muss, ist sehr sympathisch gezeichnet. So fühlt man mit ihr mit und kann die Verwirrungen und Entwicklungen nachspüren. Schön ist, dass das Buch Mut macht, Neues zu wagen, auch wenn es bedeutet, vieles zurück zu lassen. Auch die weiteren Charaktere sind gut dargestellt, so dass man viele sehr gerne mag, wenige jedoch auch - passend zu den Ereignissen - unsympathisch findet.

Einen halben Stern Abzug muss ich leider für die teilweise Realitätsferne des Geschehens geben. Die Entwicklungen passen zwar hervorragend zur Geschichte und dem winterlich-weihnachtlichen Setting, aber manches ist doch etwas zu konstruiert.

Trotzdem eine klare Leseempfehlung für kalte Wintertage und kuschelige Abende. Zur Weihnachtszeit herzerwärmend und zum Wegträumen geeignet. Für Pferdefans und Island-Liebhaber sicher ein Genuss.

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