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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein emotionaler Vollgasrausch – „Throttled“ hat mein Herz überfahren!

Throttled
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Ich wusste, dass mich dieses Buch packen würde – aber ich war nicht darauf vorbereitet, dass es mich derart überwältigt. Throttled ist keine Geschichte, die man einfach liest. Man erlebt sie. Man spürt ...

Ich wusste, dass mich dieses Buch packen würde – aber ich war nicht darauf vorbereitet, dass es mich derart überwältigt. Throttled ist keine Geschichte, die man einfach liest. Man erlebt sie. Man spürt sie unter der Haut. Und irgendwann merkt man, dass das eigene Herz im gleichen Rhythmus schlägt wie ein startender Formel-1-Motor.

Noah Slade ist nicht nur der talentierte, scheinbar arrogante Rennfahrer, den alle sehen wollen. Er ist Spannung, Druck, Einsamkeit. Er ist das Zittern kurz vor dem Start. Und dann ist da Maya – klug, mutig, viel stärker, als sie selbst glaubt. Sie sieht nicht nur den Champion. Sie sieht den Mann dahinter. Und genau dort beginnt die Explosion.

Die Dynamik zwischen den beiden ist atemberaubend. Jede Begegnung knistert. Jeder Blick trägt unausgesprochene Worte. Man fühlt diese verbotene Nähe, dieses gefährliche Kippen zwischen Vernunft und Verlangen. Und wenn die Distanz fällt, trifft es einen mit voller Wucht. Gänsehaut. Herzklopfen. Atemlosigkeit.

Was mich besonders getroffen hat, ist die emotionale Tiefe. Hinter all dem Glamour, dem Lärm der Rennstrecken, dem Konkurrenzdruck liegt eine Geschichte über Verletzlichkeit. Über Angst vor Nähe. Über das Risiko, alles zu verlieren – nicht nur einen Titel, sondern das eigene Herz.

Die Rennszenen sind so intensiv geschrieben, dass man meint, den Asphalt zu riechen und die Vibrationen im Körper zu spüren. Gleichzeitig sind es die leisen Momente – ein unsicheres Lächeln, eine zögernde Berührung, ein unausgesprochenes „Bleib“ – die alles sprengen.

Dieses Buch ist Leidenschaft auf 400 Seiten. Es ist Verbot, Sehnsucht, Kampf und Hingabe. Und wenn man die letzte Seite umblättert, bleibt dieses warme, schmerzhaft schöne Gefühl zurück, als hätte man selbst etwas Risikoreiches gewagt.

Für mich ein absolutes Highlight. Ein Roman, der nicht nur Vollgas gibt – sondern mitten ins Herz trifft.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Dieses Buch hat leise angefangen – und ist mir dann direkt ins Herz gefallen.

Mirror Of My Soul. Emil & Paola
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Mirror Of My Soul ist keine Geschichte, die laut schreit. Sie flüstert. Und genau deshalb tut sie so weh und gleichzeitig so gut. Emil und Paola haben mich von Anfang an berührt, weil sich ihre Verbindung ...

Mirror Of My Soul ist keine Geschichte, die laut schreit. Sie flüstert. Und genau deshalb tut sie so weh und gleichzeitig so gut. Emil und Paola haben mich von Anfang an berührt, weil sich ihre Verbindung echt anfühlt. Diese tiefe Freundschaft, dieses Sich-Kennen ohne viele Worte, dieses gegenseitige Beschützen – und dann dieser eine Moment, der alles verändert.

Emil ist eine Figur, die man nicht vergisst. Seine Schuldgefühle, seine Angst, Paolas Licht zu verdunkeln, haben mir mehr als einmal einen Kloß im Hals beschert. Man spürt auf jeder Seite, wie sehr er kämpft – gegen seine Vergangenheit, gegen sich selbst, gegen Gefühle, die er sich nicht erlaubt. Und Paola ist so stark auf ihre eigene, stille Art. Ihr Neuanfang in Wien, ihre Kunsttherapie, ihr Umgang mit Mental Health haben mich tief bewegt.

Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist die Ehrlichkeit. Trauma, Verlustangst, Selbstfindung – nichts davon wird beschönigt. Heilung ist hier kein schneller Prozess, sondern ein Weg mit Rückschritten, Zweifeln und Mut. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig.

Ich habe dieses Buch nicht einfach gelesen. Ich habe mitgefühlt, geschluckt, innegehalten. Manche Sätze haben sich festgesetzt, manche Szenen haben Gänsehaut hinterlassen. Mirror Of My Soul zeigt, dass Liebe manchmal erst dann eine Chance hat, wenn man aufhört, sich selbst kleinzuhalten.

Ein ruhiger, intensiver Roman, der unter die Haut geht und lange nachwirkt. Für mich ein echtes Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Verboten, kompliziert, absolut keine gute Idee – und genau deshalb großartig.

Madly Forbidden
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Madly Forbidden ist eines dieser Bücher, bei denen man von Anfang an weiß: Das wird Chaos. Emotionales Chaos. Und trotzdem (oder genau deswegen) kann man nicht aufhören zu lesen. L. J. Shen macht hier ...

Madly Forbidden ist eines dieser Bücher, bei denen man von Anfang an weiß: Das wird Chaos. Emotionales Chaos. Und trotzdem (oder genau deswegen) kann man nicht aufhören zu lesen. L. J. Shen macht hier genau das, was sie am besten kann: Figuren erschaffen, die anecken, nerven, verführen – und einen dann völlig für sich einnehmen.

Dylan ist keine typische Romance-Heldin. Sie ist Mutter, verletzt, vorsichtig und einfach nur müde vom Leben, das ihr Steine statt Chancen hingeworfen hat. Ihr Wunsch nach einem Neuanfang in New York fühlt sich nicht romantisch an, sondern notwendig. Und genau das macht sie so greifbar. Sie will keine großen Dramen mehr – was natürlich der Moment ist, in dem Rhyland Coltridge auftaucht.

Rhyland ist… schwierig. Arrogant, sexy, zu selbstsicher, zu nah dran und natürlich der beste Freund ihres Bruders. Red Flag? Absolut. Aber eben auch diese Art von L.-J.-Shen-Mann, bei dem man ständig die Augen verdreht und trotzdem jede Szene mit ihm liebt. Die Fake-Verlobung ist herrlich unangenehm, voller Funken, Spannungen und Momente, bei denen man innerlich schreit: Das geht nicht gut aus. Spoiler: Tut es auch nicht. Und genau das ist der Reiz.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Dynamik zwischen den beiden. Es ist nicht nur Anziehung, sondern auch Widerstand, Verantwortung, Angst und dieses leise Hoffen, dass man vielleicht doch mehr verdient als das Chaos der Vergangenheit. L. J. Shen schreibt scharf, emotional und mit dieser typischen Mischung aus Sarkasmus und Tiefe, die ihre Geschichten so suchtfördernd macht.

Sarkastisch gesagt: Dieses Buch hat mir emotional nichts erspart.
Ehrlich gesagt: Ich habe jede einzelne Seite gefeiert.

Madly Forbidden ist leidenschaftlich, verboten, intensiv und genau das Richtige für alle, die Fake Dating, Forbidden Love und starke Emotionen lieben. Für mich ein klares Highlight der Reihe – und ein weiteres Argument dafür, warum L. J. Shen zu Recht als Queen dieses Genres gilt.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Dieses Buch hat mich nicht umarmt – es hat mich erwischt. Und ich meine das liebevoll.

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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Memories So Golden Like Us ist kein Roman, der versucht, gefallen zu wollen. Er ist ehrlich. Roh. Manchmal unbequem. Und genau deshalb hat er mich so tief getroffen. Blair ist keine Figur, die man von ...

Memories So Golden Like Us ist kein Roman, der versucht, gefallen zu wollen. Er ist ehrlich. Roh. Manchmal unbequem. Und genau deshalb hat er mich so tief getroffen. Blair ist keine Figur, die man von Anfang an mag. Sie ist wütend, abgestumpft, verloren und macht Dinge, bei denen man sich denkt: Bitte hör auf, dir selbst weh zu tun. Aber je weiter man liest, desto klarer wird: Sie betäubt sich nicht, weil sie oberflächlich ist – sondern weil sie es nicht mehr aushält, zu fühlen.

Ich habe selten eine „Rock Bottom“-Protagonistin gelesen, die sich so echt anfühlt. Kein romantisiertes Chaos, kein hübsches Leiden. Sondern echte Trauer, Schuld und dieser innere Stillstand, der bleibt, wenn man jemanden verloren hat und nicht weiß, wie man weiterleben soll.

Die Kulisse an der britischen Küste passt perfekt. Dieses ständige Grau, der Wind, das Meer – alles fühlt sich an wie ein Spiegel von Blairs Innerem. Und dann ist da Connor. Nicht der klassische Love Interest, sondern eine Figur voller Zurückhaltung, Schuld und unausgesprochener Gefühle. Dass er der beste Freund ihres Bruders ist, macht alles noch schwerer. Ihre Geschichte lebt von dem, was nicht gesagt wird. Von Blicken. Von Nähe, die verboten ist. Von Vergangenheit, die zwischen ihnen steht.

Was mich besonders berührt hat: Dieses Buch will niemanden retten. Es zeigt, dass Heilung leise ist. Langsam. Und manchmal richtig weh tut. Liebe ist hier kein Allheilmittel, sondern ein vorsichtiges Annähern.

Ich habe das Buch beendet und brauchte erst mal einen Moment. Nicht, weil es laut war – sondern weil es nachgewirkt hat. Memories So Golden Like Us ist intensiv, traurig, hoffnungsvoll und unglaublich menschlich. Ein Buch, das bleibt, weil es sich echt anfühlt.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ich kam für Romance. Ich ging mit einem emotionalen Schleudertrauma.

Pen Pal
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Pen Pal ist kein Buch, das man liest. Es ist ein Buch, das einen langsam, höflich und ohne jede Eile auseinander­nimmt. Ich dachte anfangs wirklich: Okay, Dark Romance, ein bisschen Drama, ein bisschen ...

Pen Pal ist kein Buch, das man liest. Es ist ein Buch, das einen langsam, höflich und ohne jede Eile auseinander­nimmt. Ich dachte anfangs wirklich: Okay, Dark Romance, ein bisschen Drama, ein bisschen Schmerz – ich bin vorbereitet. Spoiler: War ich nicht.

Kayla ist Trauer in Menschengestalt. Nicht laut, nicht theatralisch, sondern dieses leise, zähe Weiterleben, bei dem man sich selbst beim Funktionieren zusieht. Genau das hat mich erwischt. Nichts daran wirkt geschrieben, alles fühlt sich erlebt an. Ich hatte mehrfach das Gefühl, in Gedanken zu lesen, die eigentlich niemand hören sollte.

Und dann dieser Brief. Eine Zeile. Eine verdammte Zeile. Ab da wusste ich: Das hier wird keine gute Entscheidung. Für Kayla nicht. Für mich als Leserin auch nicht. Die Briefe mit Dante sind gleichzeitig tröstlich, intensiv und so unterschwellig falsch, dass mir beim Lesen permanent der innere Alarm lief. Natürlich habe ich trotzdem weitergelesen. Natürlich.

Aidan wirkt lange wie der sichere Hafen. Der Moment, in dem man denkt: Jetzt wird alles gut. Und genau hier zeigt J. T. Geissinger, wie gnadenlos clever sie ist. Dieses Buch spielt nicht fair. Es streut Hoffnung, nur um sie später genüsslich zu zerlegen. Still. Präzise. Ohne Pathos.

Was mich wirklich fertiggemacht hat, waren die Wendungen. Nicht, weil sie schockierend laut sind, sondern weil sie rückwirkend alles verändern. Szenen, die man schon gelesen hat, bekommen plötzlich ein anderes Gewicht. Und man sitzt da und denkt: Moment. Nein. Warte. Oh.

Ich habe das Buch beendet, es zugeklappt und einfach eine Weile angestarrt. Nicht, weil ich verwirrt war – sondern weil ich wusste, dass mich diese Geschichte noch eine ganze Zeit begleiten wird.

Pen Pal ist düster, emotional manipulativ (im besten Sinne), schmerzhaft ehrlich und unfassbar gut konstruiert. Kein Wohlfühlbuch. Kein Trostpflaster. Sondern ein Roman, der bleibt, kratzt und nachwirkt.

Ich hasse es ein bisschen.
Ich liebe es sehr.

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