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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2026

Für mich war die Story zu konstruiert

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Johannes ist der Sohn des Ehepaares Waldner. Die wiederum sind Auftraggeber von Cecilia, die sich als Housesitterin ihren Lebensunterhalt verdient. Ihr neuester Auftrag liegt in der Ostsee. Ein großes ...

Johannes ist der Sohn des Ehepaares Waldner. Die wiederum sind Auftraggeber von Cecilia, die sich als Housesitterin ihren Lebensunterhalt verdient. Ihr neuester Auftrag liegt in der Ostsee. Ein großes Haus auf einer Insel, die den Waldners gehört. Mehr Luxus und Ruhe geht nicht. Als Cecilia sich hier aber verfolgt fühlt und sich sicher ist, dass sie nicht alleine ist, wird sie unruhig. Gut, dass sie nur eine Nacht alleine sein wird. Johannes kommt am nächsten Tag und das gibt ihr Hoffnung.

Dass Johannes nicht zur verabredeten Zeit erscheinen will, ist klar. Was Cecilia aber mit der Einladung ihrer Freunde anrichtet, kann sie nicht voraussehen. Schon die ersten Minuten auf der Insel lassen Komplikationen erwarten. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, bei denen immer wieder eine andere Person aus der Ich-Perspektive berichtet. Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, worum es in "Die Housesitterin - Ein Traum von einem Job. Oder? geht. Das erfährt der Leser erst nach und nach. Abwechslungsreich und auch spannend ist das Buch geschrieben.

Schon auf den ersten Seiten beginnt es zu knistern. Die Spannung wächst dann, wobei sie im Mittelteil nachlässt. Es folgen Längen. So richtig warm wurde ich mit dem Thriller nicht. Die Handlung kam mir zu konstruiert vor. Warum ich trotzdem eine Leseempfehlung gebe? Ganz einfach. Die Housesitterin hat mich gut unterhalten und der Plot ist recht außergewöhnlich.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein blutiges Thrillerdebüt, das sich sehen lassen kann

Blutwild
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Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt ...

Anka ist Resilienztrainerin. Selbstständig. Dass sie den Polizeidienst quittierte war für sie die einzige Möglichkeit, ihr Trauma vergessen zu machen. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und plötzlich ploppt eine Nachricht auf ihrem Handy auf. Nur ein Wort steht dort: „Hilfe“. Zunächst versucht sie, diese Meldung zu ignorieren. Doch fragt sie sich, ob es da draußen nicht wirklich einen Menschen gibt, dem sie ihre Unterstützung geben kann? Vielleicht ist es ja sogar ein Kunde von ihr? Es lässt ihr keine Ruhe und sie fährt los. Mit der SMS kamen nämlich auch Koordinaten, die ihr wohl zeigen sollen, wo Hilfe gebraucht wird.

Da hat sie sich aber nach ihrem Abschied vom Polizeidienst einen schwierigen Beruf ausgesucht. Resilienztrainerin hat auch etwas damit zu tun, dass Menschen lernen, besser mit Stress und unverhofften Ereignissen umzugehen. Anka hat etwas Schreckliches erlebt. Solange ihr Alltag normal abläuft, also sie keine unvorhersehbaren und/oder gefährliche Situationen treffen, ist alles in Ordnung. Es gibt jedoch einige Merkmale an diesem Fall, der sie an ihre Entführung und Folterung erinnert. Nur mit Mühe konnte sie damals ihrem Peiniger entkommen und verlor dabei einen Unterschenkel.

Jetzt sieht es so aus, als würde sie erneut verfolgt. Kann es sein, dass damals ein Täter verhaftet wurde, der nichts mit ihren Traumata zu tun hatte? Je mehr sie erfährt, desto klarer wird ihr, was damals schief lief. Und das führt bei ihr zu Todesangst. Leider wollen ihre ehemaligen Kollegen nicht auf ihre Ängste eingehen. Nur ihre treue Freundin Izzy hält zu ihr und hilft ihr jederzeit.

Mir persönlich gab es bei diesem Buch zu viel Blutvergießen. Diese gehäufte Brutalität mag ich nicht. Aber, dass es ein Thrillerdebüt ist, finde ich beachtenswert. Die Sprache ist locker und die Unterhaltungen abwechslungsreich. Auch die Spannung fehlt nicht. Wer viel Blut und das Heraustrennen von Eingeweiden mag, der wird begeistert sein.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Gute Unterhaltung mit spannenden Abschnitten

Der Kellerby-Code
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Edward dient sich gerne bei seinen reichen Freunden Stanza und Robert an. Eigentlich sind sie ja schon seit ihrer Schulzeit befreundet. Das änderte sich aber mit der Zeit. Edward hat nämlich längst nicht ...

Edward dient sich gerne bei seinen reichen Freunden Stanza und Robert an. Eigentlich sind sie ja schon seit ihrer Schulzeit befreundet. Das änderte sich aber mit der Zeit. Edward hat nämlich längst nicht ihren Erfolg. Er kocht für sie und bringt ihnen gereinigte Kleidung in die Garderobe. Zuweilen ist er auch Fußabtreter, wenn es mal nicht so läuft, wie die beiden es sich wünschen. Einen ganz großen Haken hat die Freundschaft. Edward ist in Stanza verliebt.

Er ist nicht nur ihr „Diener“. Er versucht ebenfalls, Schaden von ihnen abzuhalten. Riskiert sogar Verletzungen von Menschen, die zum Beispiel Robert schaden wollen.
"Der Kellerby Code" ist ein gut durchdachter Thriller. Zunächst wirkt die Freundschaft tatsächlich als solche und nur langsam kristallisiert sich die Wahrheit über die Verbindung heraus. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende straff und immer wieder gibt es neue Überraschungen. Der Sprecher gefiel mir gut. Er hat dem Hörbuch im wahrsten Sinne des Wortes Leben eingehaucht.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein Krimi, der zum Nachdenken anregt

Ein stilles Mädchen
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Der Vater ist verzweifelt. Seine kleine Tochter ist spurlos verschwunden. Und die kleine Kandis sitzt in einer Hütte bei einem Mann, der ihr bisher nur Angst einjagte. Sie spürt, dass er böse ist. Aber ...

Der Vater ist verzweifelt. Seine kleine Tochter ist spurlos verschwunden. Und die kleine Kandis sitzt in einer Hütte bei einem Mann, der ihr bisher nur Angst einjagte. Sie spürt, dass er böse ist. Aber sie ist auch überzeugt davon, dass sie nur nett sein muss, um den Fängen dieses Menschen zu entkommen. Ihre Hoffnung ist zwar da, aber je länger sie mit ihm zusammen sein muss, desto unruhiger wird sie. Kein Wunder, ist sie doch erst sechs Jahre alt.
Ihr blaues Kleid wird bei der Vernehmung von Nachbarn und Bekannten des Vaters immer wieder erwähnt. Es ist doch wirklich nicht so schwer, sich an ein Kind mit einem Kleid in dieser markanten Farbe zu erinnern. Doch, es ist schwer. Das wird dem ermittelndem Kommissar schnell klar.
„Ein stilles Mädchen“ ist keineswegs ein alltäglicher Krimi. Die Autorin legt ihren Fokus nicht auf die Arbeit der Ermittler. Vielmehr zeigt sie auf, wie Traumata das Leben eines Menschen verändern. Dass die kleine Kandis immer mal wieder selbst zu Wort kommt, hat mir sehr gut gefallen.

Nein, es ist kein gewohnter Krimi. Dieses Buch lebt von den gehaltvollen Gedanken der Autorin. Der Vortrag von Frank Stieren ist perfekt und hat mir überaus spannende Stunden beschert. Klare Hörempfehlung gibt es von mir.

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Veröffentlicht am 25.12.2025

Spannend mit überraschendem Schluss

Tannengrab - Karla Sommerfeld ermittelt
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Mathilda ist so stolz auf ihren Fund. Dabei handelt es sich um eine Knochen, den sie in der Nähe ihres Kindergartens fand. Als Karla Sommerfeld diesen ach so spannenden Gegenstand betrachtet ahnt sie sehr ...

Mathilda ist so stolz auf ihren Fund. Dabei handelt es sich um eine Knochen, den sie in der Nähe ihres Kindergartens fand. Als Karla Sommerfeld diesen ach so spannenden Gegenstand betrachtet ahnt sie sehr schnell, dass es sich keineswegs um einen Wildschweinknochen handelt. Sie befürchtet, dass hier der Knochen eines Menschen gefunden wurde. Nachdem das Team der Kriminaltechnik aktiv wurde besteht kein Zweifel mehr. Hier wurde ein menschliches Skelett vergraben.

Es dauert eine Weile, bis „Tannengrab“ Fahrt aufnimmt. Aber nach etlichen Minuten des Zuhörens entwickelt sich ein Spannungsbogen, der straff bleibt. Einige Wendungen führen den Leser immer mal wieder zu falschen Spuren. Zumal die Dorfbewohner äußerst misstrauisch und kaum zur Zusammenarbeit mit der Polizei bereit sind. Ein unterhaltsames Buch, das ich auf jeden Fall für spannende Stunden empfehle. Zumal das Ende mich dann doch sehr überraschte.

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