Langweilig mit versöhnendem Ende
Die blaue StundeEigentlich sollte „Girl on the train“ mein erstes Buch von Paula Hawkins werden. Aber wie das halt so ist, liegt es noch schön friedlich auf meinem SuB. 😊
Als ich die Ankündigung zu „Die blaue Stunde“ ...
Eigentlich sollte „Girl on the train“ mein erstes Buch von Paula Hawkins werden. Aber wie das halt so ist, liegt es noch schön friedlich auf meinem SuB. 😊
Als ich die Ankündigung zu „Die blaue Stunde“ gelesen habe, war ich sofort angesprochen:
In einer Skulptur der mittlerweile verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wird ein menschlicher Knochen entdeckt. Nach ihrem Tod hat sie den Großteil ihrer Werke einer Stiftung hinterlassen, die die Skulpturen und Gemälde an Museen ausleiht. Um mehr über besagte Skulptur und die Herkunft des Knochens herauszufinden, fährt Kurator und Chapman-Kenner James Becker auf die Gezeiteninsel Eris Island, wo Chapman bis zu ihrem Tod in völliger Abgeschiedenheit gelebt hat. Er will sich dort mit Grace, einer früheren Freundin der Künstlerin, treffen, um mehr über die eigenwillige Frau in Erfahrung zu bringen. Doch Grace ist an soziale Kontakte nicht gewohnt und hat deutlich mehr zu verbergen, als Becker auch nur im Ansatz erahnen kann.
Das Buch hat es mir anfangs sehr schwer gemacht. Es ist zwar ein Roman, aber irgendwie hatte ich durch den Klappentext deutlich mehr Tempo erwartet. Das war für meinen Geschmack nämlich lange Zeit gleich null. An Handlung ließ sich nicht viel erkennen, dafür hat die Autorin sehr viel Wert darauf gelegt, die Atmosphäre und die Persönlichkeit der Künstlerin hervorzuheben. Die wurde mir, wie leider sämtliche andere Figuren, im gesamten Verlauf der Geschichte nicht sympathisch. Sowas macht es mir immer sehr schwer, einen Zugang zu einem Buch zu finden, wenn man wirklich alle Personen unsympathisch findet…
Ein kleiner Stolperstein waren für mich zu Beginn auch die ganzen Kunst-Fachbegriffe. Verschiedene Kunstrichtungen, Stile, Methoden usw. Ich hatte Angst, dass mich das überfordert, aber als ich gecheckt hatte, dass man auch drüberlesen kann und das alles nicht entscheidend dafür ist, um der Handlung folgen zu können, hatte ich meinen Ausweg gefunden.
Glücklicherweise gehört „Die blaue Stunde“ zu den Büchern, die nach hintenraus nochmal ordentlich was wettmachen! Wie sie alles abgerundet hat, hat mich teilweise doch nochmal sehr überrascht und einigermaßen versöhnt aus dem Buch gehen lassen.