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Veröffentlicht am 13.01.2026

Langweilig mit versöhnendem Ende

Die blaue Stunde
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Eigentlich sollte „Girl on the train“ mein erstes Buch von Paula Hawkins werden. Aber wie das halt so ist, liegt es noch schön friedlich auf meinem SuB. 😊
Als ich die Ankündigung zu „Die blaue Stunde“ ...

Eigentlich sollte „Girl on the train“ mein erstes Buch von Paula Hawkins werden. Aber wie das halt so ist, liegt es noch schön friedlich auf meinem SuB. 😊
Als ich die Ankündigung zu „Die blaue Stunde“ gelesen habe, war ich sofort angesprochen:
In einer Skulptur der mittlerweile verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman wird ein menschlicher Knochen entdeckt. Nach ihrem Tod hat sie den Großteil ihrer Werke einer Stiftung hinterlassen, die die Skulpturen und Gemälde an Museen ausleiht. Um mehr über besagte Skulptur und die Herkunft des Knochens herauszufinden, fährt Kurator und Chapman-Kenner James Becker auf die Gezeiteninsel Eris Island, wo Chapman bis zu ihrem Tod in völliger Abgeschiedenheit gelebt hat. Er will sich dort mit Grace, einer früheren Freundin der Künstlerin, treffen, um mehr über die eigenwillige Frau in Erfahrung zu bringen. Doch Grace ist an soziale Kontakte nicht gewohnt und hat deutlich mehr zu verbergen, als Becker auch nur im Ansatz erahnen kann.

Das Buch hat es mir anfangs sehr schwer gemacht. Es ist zwar ein Roman, aber irgendwie hatte ich durch den Klappentext deutlich mehr Tempo erwartet. Das war für meinen Geschmack nämlich lange Zeit gleich null. An Handlung ließ sich nicht viel erkennen, dafür hat die Autorin sehr viel Wert darauf gelegt, die Atmosphäre und die Persönlichkeit der Künstlerin hervorzuheben. Die wurde mir, wie leider sämtliche andere Figuren, im gesamten Verlauf der Geschichte nicht sympathisch. Sowas macht es mir immer sehr schwer, einen Zugang zu einem Buch zu finden, wenn man wirklich alle Personen unsympathisch findet…
Ein kleiner Stolperstein waren für mich zu Beginn auch die ganzen Kunst-Fachbegriffe. Verschiedene Kunstrichtungen, Stile, Methoden usw. Ich hatte Angst, dass mich das überfordert, aber als ich gecheckt hatte, dass man auch drüberlesen kann und das alles nicht entscheidend dafür ist, um der Handlung folgen zu können, hatte ich meinen Ausweg gefunden.
Glücklicherweise gehört „Die blaue Stunde“ zu den Büchern, die nach hintenraus nochmal ordentlich was wettmachen! Wie sie alles abgerundet hat, hat mich teilweise doch nochmal sehr überrascht und einigermaßen versöhnt aus dem Buch gehen lassen.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Spannung geht mehr und mehr verloren

Wer zuerst lügt
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Als ich den Klappentext zu diesem Buch bzw den Infotext in der Innenseite gelesen hatte, dachte ich: „Oha, das klingt ja mal interessant!“
Eine Frau, die eine Lüge lebt und plötzlich einer Frau gegenübersteht, ...

Als ich den Klappentext zu diesem Buch bzw den Infotext in der Innenseite gelesen hatte, dachte ich: „Oha, das klingt ja mal interessant!“
Eine Frau, die eine Lüge lebt und plötzlich einer Frau gegenübersteht, die sich unter ihrem Geburtsnamen vorstellt? Da war mein Interesse wirklich sofort geweckt.
Doch leider muss ich sagen, dass es mich nicht begeistern konnte.
Der Anfang war noch spannend. Der Einstieg in die Story und der schrittweise Verlauf haben mich gleich gepackt. Ich habe automatisch viel hinterfragt und war gespannt, wie sich alles zuspitzt und natürlich, wie es wird, wenn die zwei Frauen aufeinandertreffen und vor allem, wie das Ganze dann danach weitergeht.
Tja, was mich dann wirklich überrascht hat, war, dass dieses Aufeinandertreffen schon so früh stattfindet. Und leider auch, dass ab diesem Zeitpunkt von Spannung keine Rede mehr sein konnte. Es war komplett die Luft raus.
Ab da war es sehr zäh und ich begann auch, Mitleid mit der Hauptfigur zu bekommen, weil man immer mehr Einblicke in ihr Gefühlsleben bekommen hat. Irgendwie hatte es mehr was von nem Selbstfindungstrip, der außerdem noch extrem vorhersehbar war.
Den Schluss fand ich dann zur Krönung leider auch einfach nur doof, weil er überhaupt nicht zu der Entwicklung der Story und der Figur gepasst hat.
Ich würde jetzt nicht so weit gehen, es nicht zu empfehlen. Es war gut geschrieben und die Idee ist toll, aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen und für einen Thriller war definitiv zu wenig Spannung drin. Das sollte man vorher wissen…

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Thriller mit Mystery-Touch

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit ...

Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit gar nicht zur Diskussion.
Tja, und was bekommt man hier? Auf den ersten 300 Seiten noch unverkennbar Sager. Zwar wesentlich ruhiger als ich ihn bei Hope’s End kennengelernt habe, aber durch seine tolle Art zu schreiben, hat er mich schnell wieder gepackt. Über der ganzen Handlung schwebt permanent ein großes Fragezeichen, sodass man automatisch ständig Dinge und Personen hinterfragt. Das mochte ich sehr!
Ich war echt gespannt, wohin die Reise geht, da ich ja wusste, dass er es versteht, den Leser – oder zumindest mich – mit gekonnten Wendungen und genialen Einfällen zu verblüffen. Ich hatte selbst schon die ein oder andere Theorie, doch mit dem, wofür er sich letztendlich entschieden hat, konnte man wirklich nicht rechnen. Und das liegt nicht etwa daran, dass es ein bombastischer Clou war, sondern dass er aus dem Thriller-Raster ausgebrochen ist und mal kurz einen auf Stephen King macht. Und das auch nicht nur im Ansatz, nein, er greift so richtig ins Klo und sorgt dafür, dass die letzten 100 Seiten sich sukzessive steigern: Von albern über lächerlich hin zu total bescheuert. Mich hat schon lange kein Buch mehr so geärgert. Ich meine, wir alle hoffen auf einen atemraubenden twist, wenn wir einen Thriller in die Hand nehmen, klar! Aber wenn der darin besteht, in ein anderes Genre abzudriften, dann wüsste ich das als Leser gern vorher. Denn wenn Thriller draufsteht, erwarte ich realistische Spannung und nicht so einen abgedrehten Humbug.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo der Lektor war und warum das durchgewunken wurde, schließlich war das so gar nicht sager-like. Bis ich in der Danksagung gelesen habe, dass ihn sowohl seine Lektorin als auch seine Agentin immer wieder in der Idee bestärkt haben. Da war ich dann tatsächlich noch fassungsloser. Ich würde sagen, die Reaktionen zeigen sehr deutlich, dass sie ihm damit keinen guten Dienst erwiesen haben.
Bleibt somit nur zu hoffen, dass das ein einmaliges Experiment war.


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Veröffentlicht am 13.01.2026

Thriller mit Mystery-Touch

LAKE – Das Haus am dunklen Ufer
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Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit ...

Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit gar nicht zur Diskussion.
Tja, und was bekommt man hier? Auf den ersten 300 Seiten noch unverkennbar Sager. Zwar wesentlich ruhiger als ich ihn bei Hope’s End kennengelernt habe, aber durch seine tolle Art zu schreiben, hat er mich schnell wieder gepackt. Über der ganzen Handlung schwebt permanent ein großes Fragezeichen, sodass man automatisch ständig Dinge und Personen hinterfragt. Das mochte ich sehr!
Ich war echt gespannt, wohin die Reise geht, da ich ja wusste, dass er es versteht, den Leser – oder zumindest mich – mit gekonnten Wendungen und genialen Einfällen zu verblüffen. Ich hatte selbst schon die ein oder andere Theorie, doch mit dem, wofür er sich letztendlich entschieden hat, konnte man wirklich nicht rechnen. Und das liegt nicht etwa daran, dass es ein bombastischer Clou war, sondern dass er aus dem Thriller-Raster ausgebrochen ist und mal kurz einen auf Stephen King macht. Und das auch nicht nur im Ansatz, nein, er greift so richtig ins Klo und sorgt dafür, dass die letzten 100 Seiten sich sukzessive steigern: Von albern über lächerlich hin zu total bescheuert. Mich hat schon lange kein Buch mehr so geärgert. Ich meine, wir alle hoffen auf einen atemraubenden twist, wenn wir einen Thriller in die Hand nehmen, klar! Aber wenn der darin besteht, in ein anderes Genre abzudriften, dann wüsste ich das als Leser gern vorher. Denn wenn Thriller draufsteht, erwarte ich realistische Spannung und nicht so einen abgedrehten Humbug.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo der Lektor war und warum das durchgewunken wurde, schließlich war das so gar nicht sager-like. Bis ich in der Danksagung gelesen habe, dass ihn sowohl seine Lektorin als auch seine Agentin immer wieder in der Idee bestärkt haben. Da war ich dann tatsächlich noch fassungsloser. Ich würde sagen, die Reaktionen zeigen sehr deutlich, dass sie ihm damit keinen guten Dienst erwiesen haben.
Bleibt somit nur zu hoffen, dass das ein einmaliges Experiment war.


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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2026

Thriller mit Mystery-Touch

Lake
0

Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit ...

Es ist erst wenige Wochen her, dass ich meinen ersten Sager in die Hand nahm. Hope’s End hat mich so dermaßen begeistert, dass ich ihn fast an einem Tag gelesen habe.
Ob ich Lake anfrage, stand somit gar nicht zur Diskussion.
Tja, und was bekommt man hier? Auf den ersten 300 Seiten noch unverkennbar Sager. Zwar wesentlich ruhiger als ich ihn bei Hope’s End kennengelernt habe, aber durch seine tolle Art zu schreiben, hat er mich schnell wieder gepackt. Über der ganzen Handlung schwebt permanent ein großes Fragezeichen, sodass man automatisch ständig Dinge und Personen hinterfragt. Das mochte ich sehr!
Ich war echt gespannt, wohin die Reise geht, da ich ja wusste, dass er es versteht, den Leser – oder zumindest mich – mit gekonnten Wendungen und genialen Einfällen zu verblüffen. Ich hatte selbst schon die ein oder andere Theorie, doch mit dem, wofür er sich letztendlich entschieden hat, konnte man wirklich nicht rechnen. Und das liegt nicht etwa daran, dass es ein bombastischer Clou war, sondern dass er aus dem Thriller-Raster ausgebrochen ist und mal kurz einen auf Stephen King macht. Und das auch nicht nur im Ansatz, nein, er greift so richtig ins Klo und sorgt dafür, dass die letzten 100 Seiten sich sukzessive steigern: Von albern über lächerlich hin zu total bescheuert. Mich hat schon lange kein Buch mehr so geärgert. Ich meine, wir alle hoffen auf einen atemraubenden twist, wenn wir einen Thriller in die Hand nehmen, klar! Aber wenn der darin besteht, in ein anderes Genre abzudriften, dann wüsste ich das als Leser gern vorher. Denn wenn Thriller draufsteht, erwarte ich realistische Spannung und nicht so einen abgedrehten Humbug.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo der Lektor war und warum das durchgewunken wurde, schließlich war das so gar nicht sager-like. Bis ich in der Danksagung gelesen habe, dass ihn sowohl seine Lektorin als auch seine Agentin immer wieder in der Idee bestärkt haben. Da war ich dann tatsächlich noch fassungsloser. Ich würde sagen, die Reaktionen zeigen sehr deutlich, dass sie ihm damit keinen guten Dienst erwiesen haben.
Bleibt somit nur zu hoffen, dass das ein einmaliges Experiment war.


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