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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Äußerst nützliches Buch!

Smart & Steady – Erfolgreich sein, ohne sich zu verbiegen
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Für mich ist es ein gutes Handbuch: Um immer wieder darin zu blättern und einzelne Kapitel zu lesen. Gut finde ich das praktische Format mit dem stabilen Einband, sowie auch die ansprechend gemachten Illustrationen ...

Für mich ist es ein gutes Handbuch: Um immer wieder darin zu blättern und einzelne Kapitel zu lesen. Gut finde ich das praktische Format mit dem stabilen Einband, sowie auch die ansprechend gemachten Illustrationen im Buch. Es wirkt so modern und schlichtweg schön. Es ist einfach auf die Leserschaft perfekt zugeschnitten und schön gestaltet mit den Grafiken, Textstellen der Exkurse - rundum mit einer guten Struktur.

Ich mag den Schreibstil der Autorin, mutmachend und aufbauend. Ich finde mich rundum verstanden von Sophia Thora. Im Gegensatz zu vielen Ratgebern, wo ich das Gefühl habe, da wird mal eben etwas geschrieben, denn der Markt gibt es her und eine gewissen Käuferschicht (vor allem Frauen) kaufen sowieso, fühle ich bei diesem Buch eine gewisse Verbundenheit, Autorin – Leserschaft.

'Smart & Steady spricht mich an, weil ich gerne vom schlichten Funktionieren wegkommen möchte und mir mehr Stille und Ruhe wünsche (nicht nur jetzt in der Weihnachtszeit, sondern auch zu anderen hektischen Zeiten). Die Verbindung von kurzen Abschnitten zur Theorie mit Fragen zur Reflexion und Übungen, die mich sehr nachdenklich machen, beeindruckt mich. Die Erkenntnis (körperlichen Symptome - unerfüllte Bedürfnisse) war für mich wie ein Blitzstrahl, dieses 'aha – Erlebnis', jetzt endlich begreife ich so manches, allein dafür hat sich die intensive Lektüre des Ratgebers gelohnt. Vieles sehe ich jetzt aus einem anderen, neuen, Blickwinkel. Die Übungen werden mich auch weiterhin begleiten und ich hoffe, sie in meinen Alltag gut integrieren zu können.

Einfach ein hochwertiges Buch. Dank an die Autorin. Kein Buch zum schnellen Lesen, sondern ein ständiger Begleiter.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

USV Furth und F = m x a

Aus! Die Wissenschaft vom Ende
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Wissenschaft lustig erzählt und von todernsten Themen so berichtet, dass es verständlich ist:

Was haben die Kicker vom USV Furth (in Österreich) mit dem Zweiten Newtonschen Axiom zu tun? Und was hat ...

Wissenschaft lustig erzählt und von todernsten Themen so berichtet, dass es verständlich ist:

Was haben die Kicker vom USV Furth (in Österreich) mit dem Zweiten Newtonschen Axiom zu tun? Und was hat das mit einer potentiellen Alien Invasion zu tun?

All diese Dinge, schlappsig humorvoll erklärt und doch modern und wissenschaftlich, gleichzeitig mit Bezug auf einige dieser Krimskramsköpfe weltpolitisch, die wir wirklich absolut nicht gebrauchen können, die aber glauben auf Grund des Geldes, was sie mehr oder weniger von uns erpresst haben, die Welt beherrschen zu können. Mit dummen Ideen, die wir echt wirklich nicht gebrauchen können!

Solche Sachen kommen in dem kleinen, handlichen, 238 Seiten starken Büchlein vor, das in ein buntes und witziges Gewand eingekleidet wurde (allgemein 'Cover' genannt), dieser Ausschalter. Großartig!

Und wenn ich bisher immer Probleme hatte bestimmte Dinge (naturwissenschaftlich, wissenschaftlich überhaupt) zu begreifen, auf diese Art und Weise bleibt es mir in meinem ein wenig unterentwickelten Gehirn (bin ja nur weiblich, hahaha). Das Tolle ist, viele unterschiedliche Genies, aus der Biologie, Physik, Chemie und den Klimawissenschaftlichen Themen, auch weibliche, haben an diesem Kompendium des Humors und der Wissenschaft mitgearbeitet und ihren 'Dünnschiss' in geeigneter Form beigetragen. Es ist verständlich und nachvollziehbar.

Die nächste öffentliche Veranstaltung der Science Busters steht auf meiner Agenda.

Danke für dieses tolle Buch! Mehr als empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Die mutigen Frauen der SOE

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Was für ein hoch interessanter Roman!
(SOE – Special Operation Executive, Churchills Geheimwaffe gegen die Nazis!)

Zwischen London 1998 und Paris 1940 spielt sich das Geschehen im Roman ab (aber nicht ...

Was für ein hoch interessanter Roman!
(SOE – Special Operation Executive, Churchills Geheimwaffe gegen die Nazis!)

Zwischen London 1998 und Paris 1940 spielt sich das Geschehen im Roman ab (aber nicht nur, sondern auch an einigen anderen Orten in Europa). Ganz harmlos beginnt der Einstieg, Gwen (Gwendolyn Farleigh, die für den BBC arbeitet und talentierte, aber vergessene Frauen durch ihre Funk-Porträts wieder ans Licht der Öffentlichkeit holt) bekommt eine Anfrage, ob sie nicht ein Buch zu den SOE – Agentinnen (die im 2. Weltkrieg als Saboteurinnen, Funkerinnen und Kurierinnen für Sprengstoff, u.a., mit der französischen Résistance im Widerstand gegen NAZI Deutschland waren) machen möchte. Unwillig zuerst, die allein erziehende Mutter ist mit Job und lebhaftem Kind schon gut eingedeckt, beginnt sie jedoch ihre eigene familiäre Bindung zu Paris aufzuarbeiten. Ihre Großmutter, Ilsabé von Isolani, lebte just in der Zeit dort, als Paris von der Wehrmacht besetzt war.
Und auf einmal verbinden sich lose Stränge zu einem großartigen Lesestück!

In der Danksagung meint die Autorin Elisabeth Sandmann (deren zweiter Roman jetzt bei Piper veröffentlicht wurde, die aber selbst auch Verlegerin ist mit höchst interessanten Sachbüchern zu Frauen):
„Geschrieben habe ich dieses Buch vor, während und nach der US Wahl 2025. Mir ist in dieser Zeit nochmals bewusst geworden, dass ziviler Widerstand keine Selbstverständlichkeit ist. Er erfordert von uns allen ein hohes Maß an innerer Gewissheit, das Richtige zu tun und dafür Risiken eingehen zu wollen. Vor diesem Hintergrund sind mir die SOE Agentinnen zu einem unvergesslichen Vorbild geworden.“

Das Zitat (Seite 381) von Elisabeth Sandmann erwähne ich, weil ich unglaublich beeindruckt bin: Vom Stoff, den die Autorin bearbeitet hat in ihrem Roman. Dazu hat sie umfangreiche Recherchen unternommen. Es ist voller Respekt, diesen besonderen und mutigen Frauen dieses literarische Denkmal zu setzen. Doch ich bin auch beeindruckt von den literarischen Qualitäten der Autorin, die ein nicht einfaches Thema brillant aufgearbeitet und in eine Form gebracht hat, was es einfacher macht über die SOE Frauen zu lesen und von ihrem Leben zu erfahren.
ihr Zitat von Seite 381 ist ein eindringlicher Appell, dass wir alle aufpassen müssen. Denn die Zeiten sind schon wieder in eine Richtung gegangen, von der alle bewusst lebenden Menschen glaubten, wir hätten sie hinter uns. Die Mehrheit der Weltbevölkerung lebt in nicht – demokratischen Strukturen oder in Staaten, wo die Demokratie stark gefährdet ist.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Von Buenos Aires nach Upper Puffin Island (Litas Geschichte)

Mr. Saitos reisendes Kino
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Das Buch ist reine Magie! Diese Sprachgewaltigkeit ist unglaublich.
Bereits der erste Blick (Leseprobe) hat sich als herausragend unter den Buchvorstellungen entpuppt.

Der Roman handelt von einem Mädchen ...

Das Buch ist reine Magie! Diese Sprachgewaltigkeit ist unglaublich.
Bereits der erste Blick (Leseprobe) hat sich als herausragend unter den Buchvorstellungen entpuppt.

Der Roman handelt von einem Mädchen namens Carmelita (genannt Lita) aus Argentinien. Seine Mutter ist Fabiola, ein Findelkind, was vor einem Nonnenkloster abgelegt wurde. Fabiola hat zwei Leidenschaften, Schuhe, sie ist verrückt nach Schuhen und sie kann nicht stillstehen, sie muss tanzen.
Beides führt dazu, dass Fabiola, recht jung und ohne einen Vater dazu, schwanger wird (beim Tangotanzen). So kommt Lita in eine Welt, die etwas verquer ist. Anfang des 20. Jahrhundert. Argentinien. Korrupte Menschen machen das Land unregierbar (nein, ich rede nicht von Argentinien im Jahr 2025) und Fabiola, die aufgrund ihrer Schönheit plötzlich zur argentinischen Freiheitsstatue stilisiert wird weil sie auf der Titelseite des Morgenblattes mit einem Gewehr in der Hand durch die Luft gewirbelt wird, muss mit ihrer kleinen Tochter das Land verlassen.

Auf einem alten rostigen Frachter flüchten Mutter und Tochter aus ihrem Heimatland, als blinde Passagiere. Werden unterwegs entdeckt, Fabiola kann mit Tanzen ihr Dasein kaschieren, doch die Tochter bleibt versteckt in einem Wäscheschrank. Als sie ebenfalls entdeckt wird, müssen beide auf der Upper Puffin Island vor der kanadischen Küste aussteigen.
Für Lita wird diese unvorhergesehene Landung zum Glücksfall. Sie lebt sich ganz schnell ein, mit ihren tauben Freundin Oona und den anderen skurrilen, aber sehr warmherzigen Menschen (okay, nicht alle). Und dann kommt der geheimnisvolle Mister Saito.

Nicht umsonst ist dieser Roman zu einem Bestseller geworden. Im Stil erinnert mich das Buch von Annette Bjergfeldt an Isabel Allende, von ihrer Erzählkraft her, aber auch den eigentümlichen Charakteren.

Zum Roman passt der, in einer warmen Farbe gehaltene Umschlag mit einem fliegenden Papageientaucher (Puffin auf Englisch), der eine Filmrolle im Schnabel trägt. Darunter der blauweiße Leuchtturm, der auch seine gewichtige Rolle im Roman inne hat.

Ein großer Lesegenuss!

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Andi & Jule, Arthur & Frieda, Heinrich & Hannah, Ruth & Tom...Der Osten und die Welt

Was du siehst
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„Was du siehst“, Laura Maaß

Auf bessere Weise kann die alte DDR und die neue Welt nicht beschrieben werden. Keine anklagenden Worte, sondern leise und auf ihre eigene Art so bedeutsam beschreibt Laura ...

„Was du siehst“, Laura Maaß

Auf bessere Weise kann die alte DDR und die neue Welt nicht beschrieben werden. Keine anklagenden Worte, sondern leise und auf ihre eigene Art so bedeutsam beschreibt Laura Maaß (aus Schwerin) das Leben von Andi, Jule (Sandkastenliebende), Arthur, Frieda (ewig Liebende, doch dem Treue Eid ihres ersten Mannes verbunden), Heinrich, Hannah (schwierige Jugend meisterndes Paar), Ruth, Tom (gefunden, verloren und zum Glück wiedergefunden).

Der Buchtitel, das Cover und auch der Klappentext hat nicht auf die Wucht dieses Romans hinweisen können, einzig die Leseprobe. Das Geschriebene spricht für sich.

Das ist Literatur – ein Buch, was mit seinen leisen und doch so eindringlichen Worten das Leben von acht Menschen umreißt und gleichzeitig auf seine leise Weise das beschwerliche Leben in der alten DDR darstellt ohne den besserwisserischen Zeigefinger, sondern durch eindringliche Momente. „Er hatte nicht die Kontakte. Er musste zur NVA, damit er studieren durfte. Der Vater / Bruder schaffte es mit seinen Kontakten die Tochter in die Randzone zu schicken. Da standen sie mit ihren blauen Halsfähnchen. Und Hannah, die unter der Ladentheke etwas aufgehoben hatte...“ Aber auch das Gemeinschaftswesen, man half sich, denn das war das, was wichtig war.

Und doch spielt die Hauptrolle die Liebesgeschichte von vier Paaren. Die Suche nach dem Großvater und vor allem nach dem Vater.
Die mit leisen Worten beschriebene Liebesgeschichten. Das Füreinander da sein, das Verstehen, das Warten, die zarten Gesten.
„Ich sehe etwas, was du nicht siehst..."; ich sehe viel klarer, was Liebe wirklich sein kann.

Was für ein großartiger Lesegenuss, der mich an einigen Stellen zum Weinen brachte. Was für ein neuer Stern am deutschen Literaturhimmel!

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