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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2026

Enttäuschend

Tödliches Angebot
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Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr ...

Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr Traumhaus über Leichen gehen würde – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Traumhaus zu bekommen ist allerdings alles andere als einfach, wenn man noch Stress mit dem Partner, einen Babywunsch hat und im Job nah an der Kündigung ist.

Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.

Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.

Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.

Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Kurz und oberflächlich

Flockenwirbel in den Highlands
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„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige ...

„Flockenwirbel in den Highlands“ von Skye Macdonald ist eine kurze Geschichte mit 90 Seiten, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Wer die Highland Hearts Reihe bereits kennt, der wird hier auf einige bekannte Charaktere treffen und sich bestimmt wohlfühlen.

Mit Rhona und Neil treffen zwei Protagonisten aufeinander, die vom Typ her komplett gegensätzlich sind. Rhona ist offen und herzlich, aber auch sehr bestimmend und von sich überzeugt, während Neil mit Unsicherheiten zu kämpfen hat, die er nicht so schnell loswird. Besonders seine Vergangenheit verfolgt ihn Tag und Nacht.

Dennoch finden beide zueinander und es ergibt sich eine interessante Beziehung, der es allerdings deutlich an Tiefe fehlt, denn für Rhona ist quasi sofort klar, dass sie zusammengehören. Es geht dementsprechend alles mehr als schnell und Zeit wird sich kaum gelassen. Dennoch finde ich die Hintergründe beider Protagonisten gut gewählt und interessant.

Auch andere Szenen konnten mich überzeugen, insbesondere wenn es um den Faktor Zusammenhalt ging.

Mit dem Schreibstil dagegen hatte ich so meine Schwierigkeiten, denn manchmal war er sehr holprig und der Satzbau alles andere als einfach, so wurde mein Lesefluss gestört und meine Motivation weiterzulesen war auch nicht wirklich vorhanden.

Alles in allem war es eine nette Geschichte, nur leider ohne tiefe Emotionen und Gefühle, aber die darf man bei 90 Seiten wahrscheinlich auch nicht erwarten. Für Fans der Reihe ist es dennoch bestimmt lesenswert.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

An der Oberfläche gekratzt

A Bookboyfriend for Christmas
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„A Bookboyfriend for Christmas“ von Freya Miles ist ein Buch, von dem ich mehr erwartet habe. Tiefere Gefühle, mehr Humor. Irgendwie wurde immer nur an der Oberfläche gekratzt – insbesondere bei den Protagonisten.

Doch ...

„A Bookboyfriend for Christmas“ von Freya Miles ist ein Buch, von dem ich mehr erwartet habe. Tiefere Gefühle, mehr Humor. Irgendwie wurde immer nur an der Oberfläche gekratzt – insbesondere bei den Protagonisten.

Doch gab es auch positive Dinge: Der Schreibstil zum Beispiel ist wirklich sehr angenehm, durch einfachen Satzbau und unkomplizierte Wortwahl. Zwar wurden mir viele englische Begriffe und der Begriff „Bookboyfriend“ quasi zu inflationär verwendet, dennoch habe ich mich irgendwann daran gewöhnt.
Auch das Setting mit dem eingeschneiten Buchladen und der gemütlichen Atmosphäre hat mir gefallen. Doch wirkten viele Dinge und Geschehnisse sehr konstruiert und waren eher unpassend. Wegen möglichen Spoilern möchte ich diese nicht nennen.

Mia war mir als Protagonisten zu Beginn recht sympathisch und man hat einen wirklich guten ersten Eindruck von ihr bekommen. Leider blieb es auch dabei und tiefere Gefühle waren kaum spürbar. Dafür hat sie gefühlt nur an Sex gedacht als feststand, dass Nick für eine geraume Zeit bei ihr im Buchladen bleiben würde, und das war definitiv zu viel. Mehr Emotionen und tiefere Gefühle wären definitiv angebrachter gewesen, gerade auch, weil Nick super viel Potenzial für eine starke Entwicklung hatte. Dieses wurde aber nicht aufgegriffen.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass mir von dieser Geschichte recht wenig im Gedächtnis bleibt du sie für mich zu schnelllebig und an manchen Stellen zu undurchdacht war. Schlussendlich kann ich nur festhalten, dass man dieses Buch lesen kann, aber definitiv nicht muss und keine allzu hohen Erwartungen haben sollte.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Kein wirklicher Krimi

Verbrannte Gnade
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In „Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy begegnen wir vielen unterschiedlichen Protagonisten und begeben uns in ein Kloster, in dem etwas andere Nonnen unterwegs sind.

Generell ist der Ansatz, mit Schwester ...

In „Verbrannte Gnade“ von Margot Douaihy begegnen wir vielen unterschiedlichen Protagonisten und begeben uns in ein Kloster, in dem etwas andere Nonnen unterwegs sind.

Generell ist der Ansatz, mit Schwester Holiday eine Nonne ermitteln zu lassen wirklich interessant. Gerade wenn man mehr über ihre Vergangenheit erfährt und ihre Handlungen besser nachvollziehen kann, kann daraus etwas wirklich Interessantes entstehen. Nur ist hier eben kein wirklicher Krimi entstanden. Klar, es gab Tote, aber wurde es irgendwann richtig spannend? Gab es Wendungen, die unvorhergesehen waren und trotzdem Sinn ergeben haben? Nicht wirklich. Dabei hat die ganze Story super viel Potenzial, einfach weil die Protagonisten so anders sind.
Schwester Holiday mit ihrem Goldzahn, den Tattoos und der nicht so einfachen Vergangenheit. Detektive Riveaux, mit Schwächen, die man bei der Polizei vielleicht nicht unbedingt haben sollte und ihrem Hang zum Parfum. Und noch viele mehr. Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass die ganze Handlung etwas zu Bunt wurde und zu viele kleine unwichtige Dinge aufgegriffen wurden, was der Geschichte nicht gutgetan hat.

Dagegen ist der Schreibstil wirklich angenehm und die Wortwahl gut zu den Charakteren gewählt. Über Strecken kam es wirklich authentisch rüber. Nur dann gab es immer wieder Wiederholungen. Wiederholungen, die mich irgendwann tierisch genervt haben. Es wird zum Beispiel sehr oft erwähnt, dass bestimmte Protagonisten schwitzen, oder das Schwester Holiday einen Goldzahn hat. Solche Sachen begreift man auch, wenn sie nur ein zweimal geschrieben wurden.

Schlussendlich bleibt mir nur zu sagen, dass ich mir mehr erhofft habe. Gerade auch vom Ende, das mich gar nicht überzeugen konnte. Das Cover ist wirklich gut gelungen, keine Frage. Aber beim Inhalt gibt es, aus meiner Sicht, definitiv Verbesserungspotenzial. Wirklich schade, weil diese Story viele gute Ansätze hat.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Sachlich

Leute von früher
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"Leute von Früher" von Kristin Höller ist ein Buch mit einer tollen Idee und großen Kontrasten, die Verlauf des Buches immer deutlicher herausstechen.

Mit Marlene finden wir eine Protagonistin vor, die ...

"Leute von Früher" von Kristin Höller ist ein Buch mit einer tollen Idee und großen Kontrasten, die Verlauf des Buches immer deutlicher herausstechen.

Mit Marlene finden wir eine Protagonistin vor, die noch nicht so recht weiß, wo sie in ihrem Leben hin möchte. Sie ist Jemand, der schwer zu beschreiben ist. Mal wirkt sie kühl und distanziert, dann fängt sie an offener und fröhlicher zu werden, lässt davon aber kurze Zeit später nichts mehr nach außen.
Zu ihr habe ich nie einen Draht entwickeln können. Es blieb immer distanziert und ihr Verhalten hat mich des öfteren auch mal verwirrt.
Sie ist zwar Ende zwanzig, hat allerdings immer wieder den Eindruck vermittelt, als wäre sie viel älter.
Nichtsdestotrotz hat man ihr angemerkt, wie unerfahren sie in manchen Dingen ist, gerade wenn es um das Thema Liebe ging.

Ihre Beziehung zu Janne ist, in diesem Buch, sehr wechselhaft und auch Janne bleibt über viele Strecken eher undurchsichtig.
Auch ihr Geheimnis, das weit in die Vergangenheit reichen soll - laut Klappentext - rückt erst gegen Ende ein wenig in den Fokus. Die damit einhergehende Auflösung fand ich enttäuschend. Irgendwie habe ich einfach mehr erwartet. Genauso wie vom Ende des Buches, dass ebenfalls eher enttäuschend war, da auf einmal alles so schnell ging und vieles offen gelassen wurde.
Schade, denn da hätte man deutlich mehr rausholen können.

Der Schreibstil dagegen passt zu den Protagonisten. Er ist etwas kühl und distanziert, sorgt zwischendurch trotzdem für ein bisschen Nähe.
Er besticht durch simple Dialoge, die ohne viele Details auskommen und kreiert eine bedrückende Atmosphäre, die sich über die gesamte Geschichte legt.
Die einfachen Beschreibungen des Settings ermöglichen es zudem, sich die Insel gut vorstellen zu können.
Ebenfalls harmonieren Cover und Inhalt miteinander. Beides wirkt eher kühl und sachlich.

Alles in allem ist es ein Buch, das mich nicht so recht überzeugen konnte. Besonders beim Ende habe ich einfach etwas anderes erwartet. Mir haben tief gehende Emotionen gefehlt und die Nähe zu den Protagonisten.
Einfach schade, weil ich finde, dass dieses Buch super viel Potenzial hat, das nicht genutzt wurde.
Trotzdem bin ich mir sicher, dass viele Menschen an dieser Geschichte viel Freude haben werden.

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