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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Charaktere die im Kopf und Herzen bleiben

Der andere Arthur
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„Das Erste, was du über mich wissen musst: Ich bin unglaublich dick.“

Dieser Satz, gesprochen mit einem schweren, fast mühsamen Atmen des Sprechers, hat mich sofort mitten in Arthurs Welt gezogen. Arthur ...

„Das Erste, was du über mich wissen musst: Ich bin unglaublich dick.“

Dieser Satz, gesprochen mit einem schweren, fast mühsamen Atmen des Sprechers, hat mich sofort mitten in Arthurs Welt gezogen. Arthur wiegt fast 300 Kilo, verlässt sein Haus nicht mehr und lebt in einer Einsamkeit, die man beim Hören förmlich greifen kann.

Worum geht es? 📖
Arthur ist ein ehemaliger Uni-Dozent, hochintelligent und isoliert von der Außenwelt. Sein einziger sind Briefe an eine alte Freundin, der er ein Leben vorgaukelt, das er gar nicht führt. Parallel dazu lernen wir den 18-jährigen Cal kennen, dessen Leben durch die Alkoholsucht seiner Mutter aus den Fugen gerät. Und dann ist da noch Yolanda, eine junge, schwangere Frau, die beginnt, in Arthurs vernachlässigtem Haus – und seinem Herzen – aufzuräumen.

Meine Empfindungen: 🤎
Ich habe Arthur so schnell ins Herz geschlossen. Seine Scham, die Gedanken, in denen er sich verfängt, und diese aufgestaute Angst waren für mich so nachvollziehbar und spürbar. Aber auch Cals Verzweiflung und Yolandas Stärke haben mich tief berührt und ich habe mich zu allen dreien verbunden gefühlt.

Ich habe mit ihnen gelitten und mich bei den hoffnungsvollen Momenten gefreut, als wären sie meine eigenen Freunde. Ich liebe den Schreibstil der Autorin, weil er mich direkt so in das Leben der Protagonisten gesogen hat. Alles hat sich echt und authentisch angefühlt.

Fazit:
Was für eine schöne, traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte. Ich bin so beeindruckt von dem Buch, dass ich nach diesem Erlebnis jetzt unbedingt „Gott des Waldes“ von Liz Moore lesen muss, von dem ich auch schon so viel gutes gehört habe.

Bewertung: 5/5 ⭐️
(Hörbuch-Empfehlung: Die Sprecher verkörpern die Charaktere ideal!)

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Über innere Stimmen und Selbstliebe

Hab ich dir heute schon gesagt?
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Ich liebe die Zeichnungen in diesem Buch. Die sanften, warmen Farben, der Detailreichtum, dieses leicht Chaotische mit so vielen Dingen, die man entdecken kann, voller Fantasie und unglaublich anregend. ...

Ich liebe die Zeichnungen in diesem Buch. Die sanften, warmen Farben, der Detailreichtum, dieses leicht Chaotische mit so vielen Dingen, die man entdecken kann, voller Fantasie und unglaublich anregend. Die komplette Gestaltung ist so liebevoll, dass sie mich sofort zum Lächeln bringt. Es sind genau die Art von Bildern, bei denen man denkt: Die könnte man sich auch zuhause an die Wand hängen.

Die Geschichte zeigt auf eindrückliche Weise, wie viel Worte in einem auslösen können. Die liebevollen Worte von Menschen, die uns nahestehen, aber auch – und ganz besonders – die Worte, die wir uns selbst sagen. Worte, die uns schützen und geborgen fühlen lassen. Und andere, die uns traurig machen und das Gefühl geben, falsch oder fehl am Platz zu sein.

Besonders schön ist, wie die Stimmung der einzelnen Seiten durch Farben und Illustrationen getragen wird. Man kann sehr gut nachempfinden, was die unterschiedlichen Stimmen im Inneren des Jungen auslösen. Das Ende ist rührend und ging mir wirklich zu Herzen.

Dieses Buch ist wunderschön und seine Botschaft unglaublich wichtig. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die manchmal daran erinnert werden müssen, dass sie wichtig sind, geliebt werden und dass nicht alles Negative, was man denkt, wahr ist.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Lebensfreude in jedem Bild

Mein verrückter Tag mit Oma
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Die Zeichnungen in diesem Buch sind unglaublich liebevoll und fröhlich gestaltet. Es strotzt nur so vor Farben, und die Details sind einfach herrlich. Omas rosafarbene Turmfrisur, ihre Schuhe in zwei verschiedenen ...

Die Zeichnungen in diesem Buch sind unglaublich liebevoll und fröhlich gestaltet. Es strotzt nur so vor Farben, und die Details sind einfach herrlich. Omas rosafarbene Turmfrisur, ihre Schuhe in zwei verschiedenen Farben, ein Huhn mit Brille oder eine kleine Maus mit Bauplan in der Hand. Überall gibt es etwas zu entdecken, und schon beim Anschauen macht es richtig Spaß und bringt mich zum Lächeln.

Auch der kleine Hund Carlos, der bei den Abenteuern dabei ist, ist unglaublich süß. Die Geschichte steckt voller Fantasie und Vorstellungskraft und macht einfach Freude. Sie strahlt Lebensfreude aus, die direkt ansteckt, und es gibt viel zu lachen. Ich liebe es und bin mir sicher, dass sowohl Groß als auch Klein viel Spaß beim Anschauen haben werden. Wer weiß, vielleicht inspiriert es ja sogar zu eigenen kleinen, spannenden Alltagsabenteuern!

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Einfühlsam, liebevoll und mitten aus dem Leben

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank
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Dieses Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet. Schon das Cover zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Illustrationen sind wunderschön, detailreich und vermitteln genau die Stimmung der Geschichte. ...

Dieses Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet. Schon das Cover zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Illustrationen sind wunderschön, detailreich und vermitteln genau die Stimmung der Geschichte. Beim Anschauen bekommt man direkt ein warmes Gefühl, weil so viele Alltagssituationen gezeigt werden, die vielen Leser:innen vertraut sein dürften, nur dass hier eine sehr ernste Krankheit im Mittelpunkt steht: Demenz.

Trotz dieses schwierigen Themas gelingt es dem Buch, Leichtigkeit und Wärme zu bewahren. Die Wortneuschöpfungen, kleine humorvolle Details in den Bildern und der liebevolle Blick auf Opa Bär bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Gleichzeitig wird sehr behutsam gezeigt, wie herausfordernd diese Krankheit für alle Beteiligten ist, wie viel Geduld es braucht und wie schwer es für den Betroffenen selbst ist, diese neue Realität zu begreifen.

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank ist ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema. Feinfühlig erzählt, liebevoll gestaltet und so zugänglich, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene viel daraus mitnehmen können – ohne die Freude am Lesen zu verlieren.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Wunderschön

Divine Rivals
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Divine Rivals erzählt die Geschichte von Iris, deren Bruder in einen umstrittenen Krieg der Götter zieht. Monate später arbeitet sie als Journalistin bei einer Zeitung und beginnt, Briefe zu schreiben, ...

Divine Rivals erzählt die Geschichte von Iris, deren Bruder in einen umstrittenen Krieg der Götter zieht. Monate später arbeitet sie als Journalistin bei einer Zeitung und beginnt, Briefe zu schreiben, die auf magische Weise beantwortet werden. Zwischen Worten, Verlust und Hoffnung entsteht eine Verbindung, ohne dass sie weiß, wer ihr Gegenüber wirklich ist.

Schreiben spielt hier eine zentrale Rolle, nicht nur als Beruf, sondern als Zuflucht und Möglichkeit, Gefühle auszusprechen, die man sonst für sich behält.

Die Briefe waren für mich das Herz der Geschichte. Wie sich zwei Menschen allein über Worte näherkommen, Sorgen teilen und langsam Vertrauen aufbauen, fand ich richtig schön. Ich mochte Iris offene, ehrliche Art sehr und auch Roman, der nach außen hin verschlossener wirkt, in den Briefen aber immer mehr von sich preisgibt.

Was mich überrascht hat, war, wie präsent der Krieg in dieser Geschichte ist. Es bleibt nicht sanft und romantisch, sondern zeigt auch die harten, erschreckenden Seiten davon. Besonders im letzten Drittel wurde es intensiv, spannend und schmerzhaft, ich hatte beim Lesen stellenweise richtig Gänsehaut. Doch der magische Realismus in der Story und die liebevoll geschriebenen Charaktere, haben mir auch oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Divine Rivals ist für mich eine gefühlvolle, tragische und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte über Worte, Liebe, Verlust und das Festhalten an dem, was einem Halt gibt. Das Ende hat mich emotional zurückgelassen. Und jetzt möchte ich gerne den zweiten Band haben um zu erfahren wie diese tolle Story weitergeht. 🤍📖

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