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Veröffentlicht am 17.01.2026

Between Fading Stars

Between Fading Stars
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Das Cover:
Ist wirklich wunderschön gestaltet... Die Farbgebung passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und das gesamte Konzept zieht einen sofort in den Bann.

Meine Meinung:
Nachdem die ersten beiden ...

Das Cover:
Ist wirklich wunderschön gestaltet... Die Farbgebung passt perfekt zur Stimmung der Geschichte und das gesamte Konzept zieht einen sofort in den Bann.

Meine Meinung:
Nachdem die ersten beiden Bände mich bereits komplett mitgerissen haben, war klar, dass ich auch den dritten Teil sofort lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

ACBTUNG SPOILER ZU BAND EINS UND ZWEI FOLGEN! Bitte lest nur weiter, wenn ihr die Bücher kennt, denn sonst nehmt ihr euch Dinge vorweg.

Die Geschichte folgt Wes Knight und Hailey Clarke (die unter dem Pseudonym Liz Brown schreibt), die nach einer schmerzhaften Trennung vor über sieben Jahren wieder aufeinandertreffen. Wes arbeitet mittlerweile in der Presseabteilung von Prince Publishing und kämpft darum, wieder zu sich selbst zu finden.
Hailey ist eine junge Debütautorin, die gerade ihren ersten Roman veröffentlicht hat und ausgerechnet Wes soll sie auf ihrer Lesereise begleiten.

Was dieses Buch so besonders macht, sind die authentischen Einblicke in die Verlagswelt aus der Perspektive einer Autorin. Man spürt die Aufregung, die Zweifel und den ganzen emotionalen Prozess einer Buchveröffentlichung so intensiv, als würde man selbst mittendrin stecken. Die Lesereise, die Begegnungen mit Leser*innen, die Pressetermine, alles wirkt so echt und durchdacht.

Die Protagonisten haben sich weiterentwickelt und sind gereifter als in den vorherigen Bänden. Wes ist verletzlich und nachdenklich, sucht nach seinem Platz in der Welt und in seiner eigenen Identität. Man merkt, dass er durch seine Erfahrungen gewachsen ist und nun wirklich Entscheidungen trifft, die Gewicht haben.
Hailey wiederum kämpft mit ihrer Vergangenheit und den Gründen, warum sie Wes damals verlassen hat. Ihre Geschichte ist schmerzhaft, aber gleichzeitig so wichtig für ihre Entwicklung.
Die Beziehung zwischen den beiden ist einfach herzzerreißend schön. Man spürt die Geschichte, die sie verbindet, und die Gefühle kommen absolut glaubwürdig rüber. Es ist eine Second Chance Romance, die nicht einfach nur süß ist, sondern die sich mit echten Wunden, Vergebung und der Frage beschäftigt, ob man jemandem noch einmal vertrauen kann. Es gab Momente, in denen ich einfach nur mit ihnen mitfühlen konnte und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Auch die Handlung selbst nimmt richtig Fahrt auf. Die unausgesprochenen Worte, die alte Vertrautheit zwischen Wes und Hailey, das langsame Herantasten aneinander – all das ist so feinfühlig und berührend geschrieben. Anna Savas schafft es, große Emotionen in kleine, treffende Sätze zu verpacken. Die Balance zwischen den schmerzhaften Momenten der Vergangenheit und den hoffnungsvollen Augenblicken der Gegenwart stimmt einfach perfekt.
Besonders gelungen fand ich, wie die verschiedenen Themen miteinander verwoben sind. Die Liebesgeschichte, die Selbstfindung, die Heilung alter Wunden und die Leidenschaft für Bücher und Geschichten nichts wirkt überflüssig oder fehl am Platz. Jede Szene hat ihren Zweck und trägt zur Gesamtgeschichte bei.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, gefühlvoll und atmosphärisch. Anna Savas versteht es, eine melancholische London-Stimmung zu schaffen und gleichzeitig die Geschichte voranzutreiben. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und konnte nicht aufhören zu lesen.

Mein Fazit:
Ein absolut gelungener dritter Band, der die Reihe perfekt abschließt und alle Erwartungen übertrifft. Wes und Hailey haben mein Herz komplett erobert und ihre Geschichte ist eine der schönsten Second Chance Romances, die ich je gelesen habe. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird diesen lieben und wer Bücher über Bücher mag, kommt hier sowieso voll auf seine Kosten!

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Heat of the Everflame

Heat of the Everflame
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Das Cover:
Auch Band drei bleibt der Reihe optisch treu und fügt sich perfekt zu den vorherigen Teilen. Düster, kraftvoll und genau das, was man von einer epischen Fantasy erwartet.

Meine Meinung:
Heat ...

Das Cover:
Auch Band drei bleibt der Reihe optisch treu und fügt sich perfekt zu den vorherigen Teilen. Düster, kraftvoll und genau das, was man von einer epischen Fantasy erwartet.

Meine Meinung:
Heat of the Everflame ist Band drei der Reihe und ja: Man sollte Band eins und zwei unbedingt kennen. Die Geschichte baut direkt darauf auf, Entwicklungen, Konflikte und emotionale Brüche entfalten ihre Wirkung nur, wenn man den Weg bis hierhin mitgegangen ist.

Diem steht an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Die Entscheidungen, die sie trifft, fühlen sich schwer an. Nicht, weil sie unüberlegt sind, sondern weil jede davon Konsequenzen hat. Sie wirkt reifer, entschlossener, aber auch verletzlicher als zuvor. Gerade dieser innere Zwiespalt macht sie greifbar.

Luther bleibt eine der spannendsten Figuren der Reihe. Loyal, kontrolliert und doch voller unausgesprochener Emotionen. Seine Dynamik mit Diem lebt nicht von großen Gesten, sondern von Spannung, Blicken und dem, was unausgesprochen zwischen ihnen steht. Die Beziehung entwickelt sich langsam weiter, ohne den Plot zu überlagern, genau das mochte ich sehr.

Inhaltlich wird die Welt größer, komplexer und politischer. Machtstrukturen, Loyalitäten und moralische Grauzonen rücken stärker in den Fokus. Nicht jede Passage ist actiongeladen, aber genau diese ruhigeren Stellen geben den Figuren Raum zu wachsen. Der Stil bleibt intensiv und atmosphärisch, manchmal fordernd, aber nie beliebig.

Was vielleicht erstmal langweilig klingt, ist eigentlich super interessant. Es ist vor allem der Blick hinter die Macht. Es geht nicht mehr nur darum, wer regiert oder kämpft, sondern warum? Für wen und auf wessen Kosten? Bündnisse sind nicht klar gut oder böse, Loyalitäten kippen, und Entscheidungen werden strategisch statt impulsiv getroffen.

Diem gerät zunehmend zwischen verschiedene Interessen: Herrschaftsansprüche, alte Abkommen, Erwartungen anderer und ihre eigenen moralischen Grenzen. Besonders spannend fand ich, dass Macht hier nicht romantisiert wird. Führung bedeutet Verantwortung, Opfer und Schuld und genau damit muss sie sich auseinandersetzen, ob sie will oder nicht.

Auch Luther ist stärker in diese politischen Strukturen eingebunden. Man merkt, dass seine Zurückhaltung nicht nur Charakterzug ist, sondern Teil eines größeren Systems aus Pflicht, Rang und unausgesprochenen Regeln. Ihre Beziehung steht dadurch nicht nur emotional unter Spannung, sondern auch politisch.

Die Geschichte wird strategischer, grauer und erwachsener. Weniger „wir gegen sie“, mehr „was ist der richtige Preis für Frieden, Loyalität und Macht?“. Genau das hebt den Band für mich vom reinen Romantasy-Weitererzählen ab.

Mein Fazit:
Band drei ist kein reines Übergangsbuch, sondern ein entscheidender Wendepunkt der Reihe. Emotional dichter, komplexer und ernster als die Vorgänger. Wer Diems Reise bisher verfolgt hat, bekommt hier genau das, was die Geschichte braucht: Entwicklung, Konsequenzen und das Gefühl, dass nichts mehr einfach sein wird. Sehr gespannt warte ich auf Band vier, denn irgendwie wird es immer besser und komplexer.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Write me for you

Write Me for You
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Das Cover:
Zart, ruhig und emotional aufgeladen, ohne kitschig zu sein. Es passt perfekt zu der Geschichte, die viel mehr zwischen den Zeilen passiert als auf den ersten Blick sichtbar ist. Ein Cover, ...

Das Cover:
Zart, ruhig und emotional aufgeladen, ohne kitschig zu sein. Es passt perfekt zu der Geschichte, die viel mehr zwischen den Zeilen passiert als auf den ersten Blick sichtbar ist. Ein Cover, das eher flüstert als schreit.

Meine Meinung:
"Write Me for You" gehört zur Welt von "A Thousand Boy Kisses" und ja Band eins sollte man kennen, weil dieses Buch emotional darauf aufbaut. Und genauso wie das Buch hat auch dieses mich emotional tief berührt.

Es geht hier um June und Jessie, zwei Menschen, die beide auf unterschiedliche Weise mit Verlust und Schuld leben.
June ist still, nachdenklich und unglaublich verletzlich, ohne jemals schwach zu wirken. Schreiben ist für sie ein Rückzugsort, ein Mittel, um Gefühle zu ordnen, die sie im echten Leben kaum zulassen kann. Sie trägt ihre Trauer mit sich, fast wie einen festen Bestandteil ihrer Identität.

Jessie dagegen wirkt kontrolliert, fast unnahbar. Er hat gelernt, Schmerz wegzuschieben, weiterzumachen und nicht hinzusehen – was ihn gleichzeitig greifbar und kompliziert macht.
Die Dynamik zwischen June und Jessie ist leise, langsam und intensiv. Es gibt kein überstürztes Verlieben, sondern vorsichtiges Annähern, Missverständnisse und viel unausgesprochenes Gewicht zwischen ihnen.

Tillie Cole schreibt hier wieder sehr roh und emotional, manchmal fast schmerzhaft ehrlich. Die Gefühle wirken nicht schön verpackt, sondern echt, chaotisch und schwer.
Besonders stark fand ich den Fokus auf Worte und Briefe, Schreiben als Verbindung, als Verarbeitung und als etwas, das Nähe schafft, wo direkte Gespräche nicht möglich sind. Gleichzeitig liegt über allem ständig der Schatten der Vergangenheit. Das Buch lässt Raum für Trauer und macht deutlich, dass Heilung kein Ziel ist, das man einfach erreicht, sondern ein Prozess.
Was man wissen sollte: Die Geschichte ist emotional fordernd und nicht immer leicht zu lesen. Manche Passagen ziehen sich bewusst, weil Schmerz nicht schnell verschwindet. Wer einen schnellen Romance-Read erwartet, ist hier falsch. Wer sich nochmal auf eine emotionale Reise begeben will, solltw auf seine Kosten kommen.

Mein Fazit:
Write Me for You ist ein intensives, leises und sehr emotionales Buch über Verlust, Schuld und die Kraft von Worten. June und Jessie tragen ihre Narben offen, ohne dass das Buch sie romantisiert. Es ist keine einfache Geschichte, aber eine, die nachhallt. Und eine, die ich wirklich empfehlen kann, wenn man sich drauf einlassen kann.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Netflix RomCon zum Lesen

Holiday Ever After
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Das Cover:
Weckt sofort Weihnachtsstimmung. Winterlich, charmant und mit einer Leichtigkeit die nach Feel-Good-Romance schreit.

Meine Meinung:
Genau so wie das Cover es verspricht hatte ich es auch ...

Das Cover:
Weckt sofort Weihnachtsstimmung. Winterlich, charmant und mit einer Leichtigkeit die nach Feel-Good-Romance schreit.

Meine Meinung:
Genau so wie das Cover es verspricht hatte ich es auch erwartet. Wie eine Netflix-RomCom, nur zwischen Buchdeckeln, bb das so stimmt, finden wir jetzt gemeinsam heraus.

Holiday Ever After erzählt die Geschichte von Clara Davenport und Jack Kelly.
Clara ist eine junge, ehrgeizige Frau, die eigentlich Karriere in der Familien-Spielzeugfirma machen will. Doch als ein PR-Skandal hochkocht (ihre Firma soll das Design einer Puppenkreation geklaut haben) wird sie nach Fraser Falls geschickt, um den Schaden zu begrenzen.

Fraser Falls ist das klassische winterliche Kleinstadt-Setting: Schneeflocken, Weihnachtsmarkt, Lichterglanz und ein Hauch von „alles ist möglich, wenn man nur will“. Nur ist da ein Problem: Der Puppendesigner, von dem die Firma angeblich geklaut hat, ist ausgerechnet Jack Kelly – ein bodenständiger, skeptischer Typ, der Clara von Anfang an misstraut.

Clara geht die Sache professionell an, aber schnell merkt sie, dass sie sich nicht nur um das Image ihrer Firma kümmert, sondern auch um die Menschen in dem Ort selbst. Sie will beweisen, dass sie anders ist als ihr Vater und findet dabei mehr über sich selbst heraus, als sie erwartet hätte.

Jack ist genau so ein Gegenpart, wie man ihn sich für eine RomCom wünscht: verschlossen, prinzipientreu und erstmal unbeeindruckt von Claras Charme, zumindest oberflächlich. Unter dieser harten Schale steckt jemand mit Prinzipien, der seine Heimat und die Gemeinschaft schützen will. Er ist kein brodelnder Bad Boy, sondern ein Mann, der einfach festlegt, was er will und was nicht.

Prägnant ist vor allem die Atmosphäre von Fraser Falls. Die Autorin schafft es, die winterliche Kulisse so zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst dort zu stehen: die Lichter, die kleinen Geschäfte, die Gemeinschaft und dieses Gefühl von „Manchmal ist genau dort, wo du es am wenigsten planst, dein Glück.“ Diese Szenerie ist kein bloßer Hintergrund, sondern ein aktiver Teil der Story, der sowohl Romantik als auch persönliches Wachstum untermalt.

Ein weiterer starker Punkt ist, wie Clara und Jack sich annähern: zuerst durch Konflikt, dann durch Respekt, und am Ende durch echtes Verständnis. Es entwickelt sich nicht von Null auf Hundert, sondern schrittweise – mit humorvollen Momenten, einem Hauch Ironie und einer Wärme, die ehrlich wirkt.

Die Handlung hat zwar typische RomCom-Züge Haters-to-Lovers, Missverständnisse, gemeinsames Projekt, aber sie ist nicht oberflächlich. Es geht auch um Clara, die mehr sucht als nur beruflichen Erfolg: Selbstverwirklichung, Zugehörigkeit und das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Und Jack, der lernen muss, nicht aus Prinzip verschlossen zu bleiben, sondern Vertrauen zuzulassen.

Natürlich kommt auch der Kleinstadtcharme nicht zu kurz: neugierige Nachbarn, festliche Events und diese Atmosphäre von „Wir halten zusammen, auch wenn’s schwierig ist.“ Das macht die Geschichte rund und gibt ihr mehr Tiefe als nur die klassische Romantik.

Mein Fazit:
Holiday Ever After liest sich wirklich wie eine Netflix-RomCom, die man sich gemütlich an einem kalten Winterabend ansehen würde. Mit einem echten Herz und einer Portion Charakterentwicklung, die über bloße Festtagsromantik hinausgeht. Es ist warm, charmant und humorvoll und die winterliche Kulisse macht richtig Lust auf Schnee und Tee.

(Übrigens gibt es Spice, aber nicht so viel wie bei Icebreaker)

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Wo das Licht zerbricht

A Castle so cruel – Wo das Licht zerbricht
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Das Cover:

Das Cover bleibt der Linie des ersten Bandes treu. Düster, elegant und voller Spannung. Es transportiert genau diese kalte, bedrohliche Atmosphäre, die das Schloss und die Geschichte umgibt, ...

Das Cover:

Das Cover bleibt der Linie des ersten Bandes treu. Düster, elegant und voller Spannung. Es transportiert genau diese kalte, bedrohliche Atmosphäre, die das Schloss und die Geschichte umgibt, und passt damit perfekt zur Reihe.



Meine Meinung

Wo das licht zerbricht ist der zweite Band der Reihe und knüpft direkt an Band eins an. Man sollte den Auftakt unbedingt kennen, denn die Geschichte wird ohne große Erklärungen weitergeführt. Emotional wie inhaltlich. Alles, was hier wirkt, baut auf dem auf, was vorher erzählt wurde.



Im Mittelpunkt stehen erneut Eleyne und Noé, deren Beziehung sich im Vergleich zu Band eins deutlich verändert. Während es dort vor allem um vorsichtiges Annähern, Misstrauen und erste Risse in ihren Schutzmauern ging, wird es hier komplexer. Die Gefühle sind da, aber sie stehen unter Druck, unter Bedrohung und unter der ständigen Angst, die falsche Entscheidung zu treffen.



Eleyne mochte ich besonders. Sie ist keine laute Heldin, sondern eine, die überlegt handelt, Verantwortung trägt und dennoch nicht vergisst, wer sie ist. Sie kämpft nicht nur gegen äußere Bedrohungen, sondern auch gegen Erwartungen und innere Zweifel. Ihre Entwicklung fühlt sich ehrlich an, weil sie nicht plötzlich mutig oder stark ist, sondern Schritt für Schritt lernt, für sich einzustehen.



Noé bleibt ein schwieriger Charakter, im positiven Sinne. Verschlossen, geprägt von Pflicht und Loyalität, wirkt er oft kühl, obwohl man spürt, wie viel in ihm arbeitet. Gerade diese Zurückhaltung macht ihn interessant. Seine Entscheidungen sind nicht immer leicht nachvollziehbar, aber genau das passt zu seiner Rolle und zu dem Umfeld, in dem er sich bewegt. Besonders nachdem was am emde von Band eins mit ihm passiert ist, machen seinen inneren Konflikt greifbar.



Prägnant ist vor allem die Atmosphäre: Das Schloss ist kein sicherer Ort, sondern ein Symbol für Kontrolle, Macht und unausgesprochene Regeln. Die politischen Spannungen, Intrigen und unterschwelligen Drohungen sorgen dafür, dass selbst ruhige Szenen nie wirklich ruhig sind. Die Handlung ist dichter als im ersten Band, gleichzeitig emotionaler, weil die Figuren mehr zu verlieren haben.



Ein kleiner Kritikpunkt bleibt das Tempo. Manche Passagen ziehen sich etwas, während andere Entwicklungen sehr schnell voranschreiten. Gerade bei emotional wichtigen Momenten hätte ich mir stellenweise etwas mehr Raum gewünscht.



Mein Fazit

A Castle so Cruel ist eine gelungene Fortsetzung, die genau dort weitermacht, wo Band eins aufgehört hat, dunkler, intensiver und emotional fordernder. Bekannte Märchen Elemente werden neu betrachtet und formen was eigenes.



Eine tolle Märchen Neuinterpretation, die von Atmosphäre, Charakterentwicklung und unterschwelliger Bedrohung lebt. Für mich ein starker zweiter Band, der Lust macht, weiter in diese Welt einzutauchen. Für Fans von Märchen auf jeden Fall eine gute Unterhaltung.

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