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Veröffentlicht am 18.01.2026

Nichts besonderes

Das kleine Zuhause in Prag
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Es ist Jahre her, dass Anna ihren Ex-Mann Leo zuletzt gesehen hat. Nun begegnet sie ihm zufällig in Prag wieder. Anna ist in der Stadt, um etwas über Craft Bier zu lernen, und hat ein Zimmer im Zentrum ...

Es ist Jahre her, dass Anna ihren Ex-Mann Leo zuletzt gesehen hat. Nun begegnet sie ihm zufällig in Prag wieder. Anna ist in der Stadt, um etwas über Craft Bier zu lernen, und hat ein Zimmer im Zentrum angemietet. Doch sie muss die gemütliche Dachwohnung ausgerechnet mit Leo teilen – ihrem neuen Mitbewohner.
Und es kommt noch schlimmer: Auch Leo wird die nächsten Wochen an einer Weiterbildung und einem Brauerei-Wettbewerb teilnehmen. Sie sind also Konkurrenten! Ausgeschlossen, dass längst vergessene Gefühle zwischen ihnen erwachen. Aber während sie durch die idyllischen Straßen Prags wandern und die Sehenswürdigkeiten zwischen dem hübschen Wenzelsplatz und der beleuchteten Karlsbrücke auf sich wirken lassen, beginnt der Zauber der romantischen Stadt schon bald auf sie zu wirken…

Zu Beginn mochte ich die Geschichte noch gern, obwohl von vornherein ziemlich durchschaubar war, wie es enden würde. Ist bei diesen Geschichten ja oft so, dennoch höre ich so etwas leichtes gerne mal zwischendurch, um abzuschalten.

Irgendwann habe ich die Geschichte aber leider doch als recht langatmig empfunden und auch das Drama wirkte nur künstlich erzeugt. Die Protagonisten blieben für für mich ebenfalls eher blass, sodass ich auch keine richtige Bindung zu ihnen aufbauen konnte.

Die Sprecherin Hannah Baus hat aber durchaus einen guten Job gemacht und ich konnte ihr gut zuhören.

Leider war "Das kleine Zuhause in Prag" für mich eher eine weitere 08/15-Geschichte aus diesem Genre ohne größere Überraschungen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Weihnachtliche Kurzgeschichten

Hol Oma von der Bowle weg!
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Weihnachten ohne Mundschutz auf Mallorca. Ohne Heizung in Böhmen. Oder zu Hause ohne Wein und Braten. Was auch immer gerade fehlen mag – die Verwandten sind zuverlässig dabei. Ob eingeladen oder überraschend ...

Weihnachten ohne Mundschutz auf Mallorca. Ohne Heizung in Böhmen. Oder zu Hause ohne Wein und Braten. Was auch immer gerade fehlen mag – die Verwandten sind zuverlässig dabei. Ob eingeladen oder überraschend angereist. Der Schwager mit neuem Tinderdate, die Tochter mit neuen Tattoos, die Tante vegan, der Onkel verstimmt. Wenn dann das Netz ausfällt und Opa von seinen Heldentaten erzählt, wenn die Enkel am Baum kokeln und Oma noch einmal das Glas hebt, bevor sie endgültig unter den Tisch sackt … heißa, dann ist Weihnachtstag!

Vor einigen Jahren hatte ich aus dieser Reihe schon den ersten Teil gelesen und habe mich davon gut unterhalten gefühlt. Daher habe ich mich auch auf diesen Teil gefreut.

Leider konnten die 21 Kurzgeschichten, die von unterschiedlichen AutorInnen geschrieben wurden, nicht so sehr überzeugen.

Einige der Geschichten hatten viel schwarzen Humor und haben mir wirklich gut gefallen, andere dagegen fand ich einfach nur langweilig.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Mittelmäßiger erster Teil

Sommer der Wahrheit (Sheridan-Grant-Serie 1)
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Nebraska, Anfang der 1990er Jahre: Sheridan Grant wächst auf einer Farm inmitten von Maisfeldern bei ihrer Adoptivfamilie auf. Das monotone Farmleben und die strenge Hand ihrer Adoptivmutter machen ihr ...

Nebraska, Anfang der 1990er Jahre: Sheridan Grant wächst auf einer Farm inmitten von Maisfeldern bei ihrer Adoptivfamilie auf. Das monotone Farmleben und die strenge Hand ihrer Adoptivmutter machen ihr schwer zu schaffen. Doch Sheridan findet Trost bei ihrer liebevollen Tante Isabella und in ihrer Leidenschaft für die Musik.
Der Farmarbeiter Danny, der Rodeoreiter Nick und der Künstler Christopher machen ihr den Hof, und sie stößt auf die Tagebücher der geheimnisvollen Carolyn, die vor vielen Jahren spurlos verschwand.

Das Leben ist plötzlich aufregend, bis in einer schicksalhaften Halloween-Nacht etwas Schreckliches geschieht, das alles verändert. Nun zeigt sich, wem Sheridan wirklich vertrauen kann ...

Ich habe erst dieses Jahr meinen ersten Krimi von Nele Neuhaus gehört, der mir gut gefallen hat. Daher dachte ich, dass ich auch mit diesem Buch nicht viel falsch machen kann, auch wenn es ein anderes Genre ist.

Leider habe ich mich schon recht bald gefragt, wo die Autorin mit dieser Geschichte eigentlich hin will. Gefühlt jagt hier eine Katastrophe die nächste und man wartet nur darauf, dass wieder etwas passiert. Die Handlung wirkt aber manches Mal zu erzwungen und aufgesetzt.

Das Verhältnis der 17-jährigen Protagonisten Sheridan zu älteren Männern habe ich als besonders schockierend und manchmal verstörend empfunden. Dennoch war sie mir auch irgendwie sympathisch und ich habe mit ihr gelitten.

Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie verspüre ich auch Lust auf die Fortsetzungen, um zu erfahren, wie es in Sheridans Leben weitergeht.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein Sommer in den Hamptons

Die Einladung
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Der Sommer in den Hamptons neigt sich dem Ende zu, und Alex ist nicht mehr willkommen. Denn egal, wie nahe sie der Welt der Reichen und Schönen gekommen ist: Sie ist nur zu Gast – und keine Einladung gilt ...

Der Sommer in den Hamptons neigt sich dem Ende zu, und Alex ist nicht mehr willkommen. Denn egal, wie nahe sie der Welt der Reichen und Schönen gekommen ist: Sie ist nur zu Gast – und keine Einladung gilt für immer. Ein Fehltritt bei einem Dinner, und schon setzt Simon, der ältere Mann, dem Alex Gesellschaft geleistet hat, sie vor die Tür. Und so geistert sie durch Gärten und über Dünen, während die Sonne vom Himmel brennt. Darin geübt, sich den Wünschen und Erwartungen anderer anzupassen, driftet Alex von einer Zufallsbekanntschaft zur nächsten
und hinterlässt dabei eine Spur der Zerstörung die nur ein Ziel kennt: Simons Gartenparty am Ende der Woche.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu diesem Buch schreiben soll, da ich es auf der einen Seite verschlungen habe und mich von dem Sommer-Feeling habe anstecken lassen. Auf der anderen Seite gab es mit Alex eine Protagonistin, mit der ich die ganze Zeit über nicht so ganz warm geworden bin, kann aber auch nicht sagen, dass ich sie überhaupt nicht mochte.

Ich war auf erschreckende Art und Weise "beeindruckt" davon, wie weit sie mit all ihren Lügen gekommen ist. Ob sie am Ende auffliegt oder nicht, werde ich natürlich nicht verraten.

Von dem recht abrupten Ende war ich etwas überrascht, da ich gerade gespannt war, was als nächstes passieren würde, als es plotzlich schon vorbei war-

Eine, auf merkwürdige Art und Weise, faszinierende Geschichte mit einer durchaus interessanten Protagonistin, die Sommer-Feeling vermittelt und sich schnell zwischendurch lesen lässt.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Eine tödliche Mittsommernacht

Refugium
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Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauen.

Ursprünglich ...

Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauen.

Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären.

Mittsommer. Der längste Tag. Die dunkelste Nacht

Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mittsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln.

Der Prolog des ersten Teils der "Mittsommer"-Trilogie war sehr vielsprechend und spannend und hat direkt Lust gemacht, das Buch zu lesen - eigentlich, wie es bei einem guten Thriller sein sollte.

Der Schreibstil und die kurzen Kapitel, die aus verschiedenen Sichten geschrieben sind, haben mir gut gefallen und das Buch lässt sich dadurch schnell und flüssig lesen. Man muss wohl sagen, dass man sich glücklicherweise für diesen Stil entschieden hat, da es die Geschichte aufgelockert und noch etwas mehr Spannung erzeugt hat, sont wäre die ganze Geschichte wohl nur so vor sich hin geplätschert.

Hinzu kommt, dass wir es hier mit vielen unterschiedlichen Charakteren zu tun bekommen und sich die Schauplätze des Geschehens auf mehrere Städte bzw. Länder erstrecken, was es manchmal etwas unübersichtlich werden lässt.

Die Affäre zwischen Julia und Kim beginnt sehr schnell und ziemlich unerwartet. Da dies schon gleich zu Beginn des Buches passiert, spoilere ich also nicht allzu viel. Die Schilderungen entsprechender Handlungen waren mir in der Art und Weise absolut too much und haben sehr befremdlich gewirkt.

Die Geschichte hatte zwischendurch immer wieder spannende Elemente, sodass ich bis zum Schluss durchgehalten habe, aber das Ende war dann leider - wie fast schon zu erwarten - wenig überraschend.

Nach einem spannenden und fesselndem Prolog ist dem Autor leider nicht gelungen, die Spannung durchgängig aufrecht zu erhalten. Da wäre deutlich mehr drin gewesen. Ich denke, dass ich die beiden Folgebände auch nicht lesen werde. Wirklich schade.

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