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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Solide, aber kein Reihen-Highlight

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Nachdem mir die ersten beiden Bände der Reihe wirklich gut gefallen haben und ich ein großer Fan von Zeitreisegeschichten bin, habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Entsprechend hoch waren ...

Nachdem mir die ersten beiden Bände der Reihe wirklich gut gefallen haben und ich ein großer Fan von Zeitreisegeschichten bin, habe ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Besonders das neue Setting nach der Titanic und der Zeit von Jane Austen fand ich sehr gelungen gewählt und äußerst reizvoll. Auch diesmal schafft es die Autorin wieder, den historischen Hintergrund stimmungsvoll und detailreich in die Handlung einzubetten – das ist eine ihrer großen Stärken und hat mir schon in den Vorgängern besonders gut gefallen.

Die Atmosphäre habe ich in diesem Band zwar etwas weniger intensiv wahrgenommen als zuvor, dennoch blieb das Setting insgesamt stimmig und gut ausgearbeitet. Mit der Handlung bin ich allerdings nicht ganz so warm geworden. Schon zu Beginn hat mich eine bestimmte Charakterentwicklung irritiert, auf die ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen möchte. Diese Entwicklung hat meinen Lesefokus verschoben und mich eher beschäftigt als begeistert.

Dadurch entstand für mich unnötiges Drama, das mich teilweise genervt, gleichzeitig aber auch emotional stark berührt hat. Die Autorin hat es also definitiv geschafft, Gefühle in mir hervorzurufen – nur hätte ich mir in diesem Band einen anderen Schwerpunkt gewünscht. Das eigentliche Abenteuer war wieder spannend erzählt und grundsätzlich gut umgesetzt, rückte für mich jedoch zu sehr in den Hintergrund.

Trotzdem bleibt es eine solide Fortsetzung, die mich neugierig auf den nächsten Band macht. Auch wenn dieser Teil für mich nicht ganz mit den ersten beiden mithalten konnte, freue ich mich darauf zu erfahren, wie sich die Situation am Ende weiterentwickeln wird.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Vielseitig, praktisch und alltagstauglich

Ich helf dir kochen – Meine Lieblingsrezepte
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Beim Durchblättern und Stöbern hat das Kochbuch auf mich insgesamt einen positiven Eindruck gemacht. Besonders gut gefällt mir die große Vielfalt an Rezepten. Es finden sich viele klassische Gerichte, ...

Beim Durchblättern und Stöbern hat das Kochbuch auf mich insgesamt einen positiven Eindruck gemacht. Besonders gut gefällt mir die große Vielfalt an Rezepten. Es finden sich viele klassische Gerichte, die man kennt und gerne kocht, aber auch ausgefallenere Rezepte, die man so nicht überall findet. Diese Mischung macht das Buch abwechslungsreich und interessant.

Die Aufteilung der Rezepte ist gelungen und übersichtlich. Sehr gerne mag ich auch den Hinweis auf sogenannte Blitzrezepte, da man so schnell erkennt, welche Gerichte sich besonders gut für den Alltag eignen. Das erleichtert die Orientierung im Buch deutlich.

Nicht ganz überzeugen konnten mich die Kapitelunterteilungen. Die Gestaltung spricht mich optisch leider nicht an und wirkt etwas lieblos. Auch dass nicht zu jedem Rezept ein Bild vorhanden ist, finde ich schade. Gerade in Kochbüchern schaue ich mir die Gerichte gerne visuell an, um einen besseren Eindruck vom Ergebnis zu bekommen.

Sehr sympathisch fand ich hingegen das Vorwort, auch in Kombination mit dem Foto. Das wirkt persönlich, nahbar und passt gut zum gesamten Konzept des Buches. Man merkt, dass hier mit Freude und Erfahrung gekocht wird.

Insgesamt ist Ich helf dir kochen – Meine Lieblingsrezepte ein Kochbuch, das mir trotz kleiner Abstriche gut gefällt. Es bietet eine schöne Rezeptauswahl, ist praktisch aufgebaut und eignet sich gut zum Stöbern und Nachkochen im Alltag.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Zwischen Mythologie und Winterstimmung

Die Winterschwestern
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Die Winterschwestern ist für mich ganz klar ein Buch, das man am liebsten bei kaltem, grauem Wetter liest. Die winterliche Atmosphäre passt hervorragend zur Geschichte und lädt dazu ein, sich mit einer ...

Die Winterschwestern ist für mich ganz klar ein Buch, das man am liebsten bei kaltem, grauem Wetter liest. Die winterliche Atmosphäre passt hervorragend zur Geschichte und lädt dazu ein, sich mit einer Decke und einem heißen Getränk zurückzuziehen. Grundsätzlich hat mir das Buch auch gefallen, auch wenn der Weg dorthin etwas holprig war.

Ich habe die Geschichte nicht beim ersten Versuch beendet. Beim ersten Lesen bin ich nach etwa einem Viertel ausgestiegen, weil ich überhaupt keinen Zugang zur Handlung gefunden habe. In diesem Winter habe ich dem Buch dann eine zweite Chance gegeben. Mit offenem Blick, aber ohne große Erwartungen, bin ich erneut gestartet. Auch dieses Mal konnte mich der Einstieg nicht begeistern, und es fiel mir schwer, mich wirklich einzufühlen. Dieses Mal hatte ich jedoch einen längeren Atem, und irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich in der Geschichte angekommen bin. Ab da ließ sich das Buch deutlich flüssiger lesen und wurde auch spürbar interessanter.

Der Schreibstil ist nach wie vor nicht ganz mein persönlicher Geschmack, was für mich aber in Ordnung war. Die Figuren sind interessant gestaltet, dennoch konnte ich zu ihnen keine echte Verbindung aufbauen. Besonders gut gefallen hat mir hingegen das Setting. Es ist winterlich, rau und ungemütlich, wirkt dabei aber gleichzeitig geheimnisvoll und spannend.

Die Handlung plätschert stellenweise etwas vor sich hin, ist insgesamt aber solide erzählt. Der Stil erinnert stark an eine Sage, und die Geschichte ist deutlich von mythologischen Elementen geprägt. Das verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre, auch wenn es mich emotional nicht vollständig abholen konnte.

Am Ende bleibt für mich eine nette Geschichte, aber kein Highlight. Trotzdem bin ich froh, dass ich dem Buch eine zweite Chance gegeben und es dieses Mal auch beendet habe.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Eigenwillige Heldin, ungewöhnlicher Stil

Smeralda Bohms Bestiarium
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Monster, Forschung und ein Text, der wie ein wissenschaftliches Skript aufgebaut ist – eigentlich genau mein Fall. Entsprechend neugierig bin ich in diese Geschichte gestartet und hatte große Hoffnung ...

Monster, Forschung und ein Text, der wie ein wissenschaftliches Skript aufgebaut ist – eigentlich genau mein Fall. Entsprechend neugierig bin ich in diese Geschichte gestartet und hatte große Hoffnung auf ein spannendes Abenteuer voller Entdeckungen und außergewöhnlicher Kreaturen. Der Einstieg war auch zunächst vielversprechend und ungewöhnlich, konnte mich aber nicht durchgehend abholen.

Zu Beginn steht vor allem Smeralda selbst im Fokus und ihre ganz eigene Art von Forschung. Sie ist überzeugt davon, verborgene Wesen zu sehen, die sonst niemand wahrnimmt, und verfolgt dieses Ziel sehr konsequent. Smeralda ist eine eigenwillige Protagonistin, stark in ihrer Sicht auf die Welt, sehr festgelegt auf das, was sie für richtig hält, und wenig offen für andere Perspektiven. In Kombination mit dem nüchternen, wissenschaftlich angehauchten Schreibstil wirkte das auf mich stellenweise langatmig. Dadurch fiel es mir schwer, sowohl eine emotionale Verbindung zu Smeralda als auch einen wirklichen Einstieg in ihre Welt zu finden.

Die Handlung entwickelt sich zwar stetig weiter und gewinnt auch an Spannung, allerdings ging es für mich lange weniger um die faszinierenden Kreaturen, die das Buch verspricht, sondern stärker um menschliche Konflikte. Viele der erwähnten Monster bleiben eher im Hintergrund und rücken erst sehr spät wirklich greifbar in den Vordergrund. Das Finale hat mir dann allerdings gut gefallen: Es ist spannend, atmosphärisch und bringt genau die Elemente zusammen, die ich mir früher im Buch gewünscht hätte.

Neben Smeralda selbst mochte ich die Nebencharaktere teilweise sehr gern. Besonders ihr Freund, der ihr loyal zur Seite steht, und ihre Schwester, die trotz ihres jungen Alters fest an sie glaubt und sie unterstützt, haben mir gefallen. Auch der Vater ist eine interessante Figur, der mir beim Lesen allerdings oft einfach nur leidtat. Diese Figuren haben der Geschichte Wärme und emotionale Tiefe verliehen, die mir bei der Hauptfigur manchmal gefehlt hat.

Sehr positiv hervorzuheben sind außerdem die Illustrationen. Das Buch ist wirklich wunderschön gestaltet und beim Lesen und Durchblättern ein echter Hingucker. Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, passt aber grundsätzlich zur Idee der Geschichte und hat mich nach einer gewissen Eingewöhnung nicht mehr gestört.

Insgesamt habe ich mich mit der Geschichte stellenweise schwergetan, vor allem wegen Smeraldas Charakter. Die Grundidee ist spannend und originell, die Umsetzung hat für mich aber nicht ganz gereicht, um daraus ein echtes Highlight zu machen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Entspanntes Fest bei den Erdmännchen

Geschenkt
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Die Erdmännchen-Reihe von Moritz Matthies hat mich bisher eigentlich nie enttäuscht, auch wenn die ersten Bände bei mir schon eine Weile zurückliegen und ich mich an viele Details nicht mehr ganz genau ...

Die Erdmännchen-Reihe von Moritz Matthies hat mich bisher eigentlich nie enttäuscht, auch wenn die ersten Bände bei mir schon eine Weile zurückliegen und ich mich an viele Details nicht mehr ganz genau erinnere. Umso mehr habe ich mich auf dieses weihnachtliche Prequel gefreut und bin neugierig in die Geschichte gestartet.

Dass das Prequel ausschließlich als Hörbuch erschienen ist, hat mich überhaupt nicht gestört, da ich die Vertonungen der Reihe sehr gerne mag. Der Einstieg fiel mir leicht, und ich konnte mich direkt gut ins Hören fallen lassen.

Stilistisch fühlt sich das Prequel wie ein vertrauter Teil der Hauptreihe an: humorvoll, locker erzählt und angenehm zu hören. Der Spannungsbogen ist allerdings etwas flacher als in den regulären Bänden, was die Geschichte insgesamt gemütlicher und weniger temporeich wirken lässt. Für mich hat das jedoch gut zum weihnachtlichen Setting gepasst.

Auch wenn es nicht ganz die Spannung der Hauptreihe erreicht, hatte ich einige wirklich schöne Hörstunden. Das Prequel schafft eine warme, festliche Atmosphäre und bietet ein liebevoll geschriebenes kleines Extra für Fans der Erdmännchen.

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