Origineller Thriller
Ohne ein letztes WortEin gemeinsames Buch von Reese Witherspoon und Harlan Coben, das muss ein „Match made in Heaven“ sein. Ich bin ein Fan von beiden, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, und meine Erwartungen waren daher ...
Ein gemeinsames Buch von Reese Witherspoon und Harlan Coben, das muss ein „Match made in Heaven“ sein. Ich bin ein Fan von beiden, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, und meine Erwartungen waren daher hoch — gleichzeitig hatte ich eine gewisse Angst, dass es ein PR-Stunt sein könnte. Dazu kam, dass mich die große Anzahl von fünf beteiligten Übersetzern irritiert hat — kann aus dieser Konstellation ein gutes Buch entstehen, das wie aus einem Guss daher kommt?
Diese Sorgen waren komplett unbegründet! Das Buch ist ein hervorragender Thriller mit einer eigenständigen, originellen Story, und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ein klassischer Harlan Coben mit der speziellen Idee zur Geschichte von Reese Witherspoon — meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.
Zum Inhalt will ich gar nicht mehr verraten als den Klappentext, das muss tatsächlich genügen. Die Story verbindet aktuelle und relevante gesellschaftliche Themen: von Flüchtlingscamps über die Welt der Superreichen, künstliche Intelligenz, Ethik und Moral bis zu Korruption in der Medizinwelt, um nur einige zu nennen. Dabei gelingt es den beiden, dies geschickt zu verweben und absolut lesenswert zu gestalten.
Mit wenigen Ausnahmen wird die Story linear aus der Perspektive von Dr. Maggie McCabe erzählt und spielt sich innerhalb weniger Tage auf drei verschiedenen Kontinenten ab.
Besonders gefallen haben mir die kleinen Reminiszenzen an andere Coben-Bücher, wie der Name der Bar (Vipers) oder Nachname Lockwood.
Es gibt eine große Leseempfehlung von mir für diesen Pageturner und ich vergebe 4,5/5 Sternen.