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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Origineller Thriller

Ohne ein letztes Wort
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Ein gemeinsames Buch von Reese Witherspoon und Harlan Coben, das muss ein „Match made in Heaven“ sein. Ich bin ein Fan von beiden, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, und meine Erwartungen waren daher ...

Ein gemeinsames Buch von Reese Witherspoon und Harlan Coben, das muss ein „Match made in Heaven“ sein. Ich bin ein Fan von beiden, auf ganz unterschiedliche Art und Weise, und meine Erwartungen waren daher hoch — gleichzeitig hatte ich eine gewisse Angst, dass es ein PR-Stunt sein könnte. Dazu kam, dass mich die große Anzahl von fünf beteiligten Übersetzern irritiert hat — kann aus dieser Konstellation ein gutes Buch entstehen, das wie aus einem Guss daher kommt?

Diese Sorgen waren komplett unbegründet! Das Buch ist ein hervorragender Thriller mit einer eigenständigen, originellen Story, und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ein klassischer Harlan Coben mit der speziellen Idee zur Geschichte von Reese Witherspoon — meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Zum Inhalt will ich gar nicht mehr verraten als den Klappentext, das muss tatsächlich genügen. Die Story verbindet aktuelle und relevante gesellschaftliche Themen: von Flüchtlingscamps über die Welt der Superreichen, künstliche Intelligenz, Ethik und Moral bis zu Korruption in der Medizinwelt, um nur einige zu nennen. Dabei gelingt es den beiden, dies geschickt zu verweben und absolut lesenswert zu gestalten.

Mit wenigen Ausnahmen wird die Story linear aus der Perspektive von Dr. Maggie McCabe erzählt und spielt sich innerhalb weniger Tage auf drei verschiedenen Kontinenten ab.
Besonders gefallen haben mir die kleinen Reminiszenzen an andere Coben-Bücher, wie der Name der Bar (Vipers) oder Nachname Lockwood.

Es gibt eine große Leseempfehlung von mir für diesen Pageturner und ich vergebe 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ein toller Reihenauftakt!

House of Zodiac - Sternenstaub
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Das Cover und der Farbschnitt von „House of Zodiac Sternenstaub“ versprechen Magie, weshalb ich dem Auftakt der neuen Fantasy-Reihe von Nicole Böhm gespannt entgegengeblickt habe.
Jupiter Wilson, die lieber ...

Das Cover und der Farbschnitt von „House of Zodiac Sternenstaub“ versprechen Magie, weshalb ich dem Auftakt der neuen Fantasy-Reihe von Nicole Böhm gespannt entgegengeblickt habe.
Jupiter Wilson, die lieber Julez genannt wird, ist Astronomin und orientiert sich konsequent an wissenschaftlichen Fakten. Astrologie betrachtet sie mit Skepsis. Diese Haltung ändert sich jedoch, als sie auf einem Jahrmarkt ein seltsames Amulett aus einem Spielzeugautomaten zieht und kurz darauf in die geheimnisvolle Parallelwelt Zodiac gelangt. In dieser Welt bestimmen die Sternzeichen über die Magie jedes Einzelnen und vier herrschende Häuser befinden sich seit Jahrhunderten in einem Machtkonflikt. Jupiter findet sich unerwartet mitten in diesem Geschehen wieder.
Auf der Suche nach einem Weg zurück nach Hause wird sie von Nox begleitet, der Teile der Geschichte aus seiner eigenen Perspektive erzählt. Seine Rolle als Wegbegleiter ist dabei nicht immer freiwillig, was der Handlung zusätzliche Spannung verleiht.
House of Zodiac ist mein erstes Fantasybuch von Nicole Böhm. Der Schreibstil ist flüssig und zugleich komplex, wodurch sich die Geschichte angenehm lesen lässt. Besonders das Magiesystem hebt sich positiv hervor und wirkt originell sowie gut durchdacht. Gleichzeitig deutet der erste Band bereits an, dass Zodiac in den Folgebänden noch viele weitere Facetten bereithält. Romantische Elemente sind vorhanden, bleiben jedoch klar im Hintergrund. Das Buch kommt vollständig ohne Spice aus, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Die Welt von Zodiac ist vielschichtig angelegt und voller Geheimnisse. Auch die Charaktere sind differenziert dargestellt, ihre Motive nicht immer eindeutig, was zu mehreren gelungenen Wendungen führt. Vor allem das Ende sorgt für Spannung und macht neugierig auf die Fortsetzung.
House of Zodiac ist ein gelungener Fantasyauftakt mit großem Potenzial für die kommenden drei Bände. Die Geschichte überzeugt durch ihr Magiesystem, den klaren Fokus auf den Fantasy-Plot und eine komplexe Welt. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein Buch über Trauer und Neuanfänge

Café Finito
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Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass mit „Café Finito“ ein kleiner Buchschatz bei mir eingezogen ist.

Darum geht es: Im „Café Finito“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin trifft ...

Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass mit „Café Finito“ ein kleiner Buchschatz bei mir eingezogen ist.

Darum geht es: Im „Café Finito“ auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin trifft sich unter der Leitung von Friedhofsgärtner Kristof einmal im Monat eine Trauergruppe von den unterschiedlichsten Leuten, die kürzlich einen Angehörigen verloren haben: Mira trauert um ihre beste Freundin, Lizzie hat nach siebzig Jahren ihren Mann verloren, Matthias trauert um seine Geliebte und Iris um ihre Mutter.

Dem Schicksal der einzelnen Personen sind eigene Kapitel gewidmet, so dass man von jedem über die Art der Trauer erfährt und wie sie damit zurecht kommen und versuchen weiterzuleben. Auch der Schauplatz selbst ist dabei fast eine eigene Figur. Der Dorotheenstädtische Friedhof ist ein würdevoller Ort voller Geschichte, den ich jetzt unbedingt bei meinem nächsten Aufenthalt in Berlin besuchen möchte.

Der Schreibstil von Sybil Volks ist wortreich, blumig und unglaublich lebendig. Es gab viele Sätze, die ich mehrfach gelesen habe, einfach weil sie so schön formuliert waren. Mit viel Humor und Feingefühl schafft sie es, das oft totgeschwiegene Thema Sterben mitten ins Leben zu holen.

Beim Lesen habe ich gelächelt, gelacht, geschluckt und unglaublich viel mitgenommen. Es ist kein Buch für zwischendurch, man braucht Ruhe, Zeit und die Bereitschaft, das Gelesene wirken zu lassen. Jeder, der liebt, wird im Laufe des Lebens mit dem Tod und der Trauer konfrontiert werden. Somit geht uns das Thema alle etwas an.

Das Ende konnte mich leider nicht überzeugen und abholen, trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und empfehle es weiter.


Fazit: „Café Finito“ ist ein Buch über Trauer und Neuanfänge. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch einmal lesen werde. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ich vergebe 4,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.12.2025

cozy, spicy, clever und absolut zum Wegsnacken

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Willkommen in Lower Whilby, dem englischen Kleinstadtidyll, das klingt, als hätte jemand das Gemütlichkeits-Level einer Gilmore-Girls-Folge auf 120 % hochgedreht. Mit „The Pumpkin Spice Latte Desaster“ ...

Willkommen in Lower Whilby, dem englischen Kleinstadtidyll, das klingt, als hätte jemand das Gemütlichkeits-Level einer Gilmore-Girls-Folge auf 120 % hochgedreht. Mit „The Pumpkin Spice Latte Desaster“ liefert die Autorin den Auftakt ihrer Small-Town-Romance-Reihe, die schon durch Titel und Atmosphäre klar macht: Hier wird’s nicht nur cozy, hier wird’s auch spicy. Und zwar im doppelten Sinne.
Im Mittelpunkt steht Jude, Podcasterin und Weltenbummlerin, die eigentlich eher temporäre Postleitzahlen bevorzugt. Doch zur Hochzeit ihrer kleinen Schwester verschlägt es sie zurück in ihre Heimat Lower Whilby. Kaum angekommen, knallt sie (fast buchstäblich) mit James zusammen – dem grummeligen, schweigsamen Cafébesitzer, der aussieht, als hätte er „Don't talk to me unless you’re coffee“ auf der Stirn stehen.
Dass er der Sohn zweier legendärer Musiker ist, lässt Jude sofort Podcaster-Herzklopfen bekommen – beruflich wie privat. Denn auch wenn James anfangs eher Frost als Pumpkin Spice versprüht, ist die Chemie zwischen den beiden von Seite eins an… nennen wir es: hochgradig entzündlich.
Sunshine-Meets-Grumpy vom Feinsten, inklusive Schlagabtausch, Sturheit, Funkenflug und ordentlich Spice.
Kyra Groh hat wieder bewiesen, dass sie die Queen der lustigen Dialoge ist. Sie schreibt frech, direkt, und nimmt absolut kein Blatt vor den Mund. Das Resultat ist diese herrlich ehrliche, chaotisch-witzige und gleichzeitig prickelnde Story, die das Kleinstadtsetting zelebriert.
Wenn dieses Buch eines beweist, dann dass Lower Whilby ein Ort voller Herz, Humor und sehr heißer Momente ist. Ein Auftakt, der Laune macht und die Erwartungen für Band 2 „The Iced Caramel Coffee Agreement“ ordentlich in die Höhe schraubt. Und ja, für alle, die’s gern süß UND heiß haben: Ihr seid hier goldrichtig.
Fazit: 4,5 von 5 Sternen – cozy, spicy, clever und absolut zum Wegsnacken.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Briefe aus dem Jenseits

Love, Mom
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Wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich Briefe von deiner kürzlich verstorbenen Mutter erhältst?

Genau davon handelt das Thrillerdebüt von Iliana Xander, das mit Buchschnitt und Farbgebung des Covers ...

Wie würdest du reagieren, wenn du plötzlich Briefe von deiner kürzlich verstorbenen Mutter erhältst?

Genau davon handelt das Thrillerdebüt von Iliana Xander, das mit Buchschnitt und Farbgebung des Covers sofort ins Auge sticht.

Mackenzie Casper ist die Tochter der Erfolgsautorin E. V. Renge, mit deren Trauerfeier die Geschichte beginnt. Als Mackenzie posthum Briefe ihrer Mutter erhält, zweifelt sie an den Todesumständen ihrer Mutter. Nichts deutet mehr auf einen tragischen Unfall hin und das Rätseln beginnt, denn schnell wird klar, dass Elizabeth Casper aka E. V. Renge viele Feinde hatte und nicht unbedingt eine Sympathieträgerin war.

Gemeinsam mit ihrem Freund EJ beginnt Mackenzie den Spuren ihrer Mutter zu folgen, die einen Weg aus Lügen und Intrigen aufdeckt, der weiter reicht, als sie gedacht hätte. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto gefährlicher wird es für sie.

Stilistisch erinnert die Geschichte stark an die Bücher von Freida McFadden: viele Perspektivwechsel, Wendungen und Plottwists mit stets steigender Spannungskurve und zugänglicher Sprache. Hier sind die abgedruckten Briefe eine Besonderheit, laden zum Miträtseln ein und sorgen neben den anderen Punkten für eine unglaubliche Sogwirkung, so dass es unmöglich ist, das Buch wegzulegen.

Wer McFaddens Housemaid-Reihe mochte, der sollte auch zu diesem Buch greifen! Ich bin auf den zweiten Thriller von Iliana Xander gespannt, der bereits im Januar unter dem Titel „Der Boss“ erscheint, und vergebe 4,5/5 Sternen für ihr starkes Debüt!

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